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NassRasur.com-Forum » Rasiermesser und Zubehör » Rücken plan schleifen? » Themenansicht

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Autor Thread - Seiten: -1-
Diskussionsnachricht 000000
01.01.2009, 17:52 Uhr
Dings
registriertes Mitglied


Ersteinmal ein gutes und erfolgreiches Jahr 2009 allen daraussen, und nachdem das mein erster Post ist: Hallo Forum!

(ich schilder kurz die Situation, für ungeduldige, die Frage steht ganz unten)

Ich beschäftige mich erst seit kurmzem mit der Messerrasur, hab mittlerweile unheimlich viel gelesen, tonnenweise Youtube-Anleitungen geschaut und direkt nach Weihnachten kam nun mein erstes Messer mit der Post. Das Problem daran: Es wurde scheinbar maschinell geschliffen und dazu wohl an der Angel eingespannt oder so, denn der Rücken des Messers ist irgendwie leicht wellig und durch und durch uneben. Mit blossem Auge sieht man das nicht, hab das erst bei meinen ersten Schleifversuchen mitbekommen und am Anschliff des Rückens gesehen. Die Welligkeit ist auch nicht auf beiden Seiten des Messers symmetrisch.

Daraus ergibt sich für mich nun beim Schleifen folgendes Problem: Zum einen liegt dadurch die Klinge nicht plan auf, kann leicht kippeln und verkantet dadurch manchmal. Supergau Nummer eins. Zum anderen wird durch die Variable Rückenhöhe und der damit variable Schleifwinkel die Klinge über ihre Länge völlig unterschiedlich abgetragen, wodurch die vormals völlig gerade Klingenlinie mittlerweile S-förmig ist. Iiiiek!

Zu meiner Schleiftechnik: Meine Steine sind alle nur 5cm breit, die Klinge aber 7,5cm lang, ich schleife daher diagonal, und zwar nach dieser Technik:
de.youtube.com/watch?v=lop_XxgCsKU

Nun die Frage:
Wie kann ich, ohne das Messer endgültig zu verschleifen, die Geometrie wiederherstellen? Speziell wie begradige ich den Rücken so, dass sich das Messer per Hand und mit aufgelegtem Rücken (statt maschinell und fest eingespannt) vernünftig schleifen lässt und wie kann ich dann die jetzt S-förmige Klingenlinie wieder begradigen?

Ich hoffe einer eurer Schleif-Gurus weiss da Rat. Als Anfänger fehlt mir einfach die Erfahrung um mit sowas umzugehen. Danke schonmal für jegliche Antworten!
 
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Diskussionsnachricht 000001
01.01.2009, 21:25 Uhr
Paysbas
registriertes Mitglied


Hallo Dings,

einige erfahrene kollegen kleben den Rücken ab mit Klebeband. Hierdurch wird zwar der Schleifwinkel geringfügig größer, aber die Schneide bleibt plan.

Die andere Möglichkeit ist, die Schneide erst ab zu kleben und der Rücken plan zu schleifen. Wenn diese komplett aufliegt, dann das Klebeband entfernen und dann im normalen Durchgang schleifen (Rücken und Schneide liegen auf)

Ob du diagonal schleifst oder gerade ist Geschmackssache, bei Beide Methoden gibt es nachgewiesene Erfolge.

Ich selber wechsel es ab. Wichtig ist, zu beobachten wo genau abgetragen wird und ggf. zu korrigieren.

und lese doch mal diesen Thread, hier wird über die Methoden diskutiert.

Forumsdiskussion #6984: [Schleifen... Aber wie]

v.A. die Beschreibung von Bartisto mit Skizzen ist hier sehr hilfreich.

--
Herzliche Grüße aus Oberschwaben,

Paysbas

Diese Nachricht wurde am 01.01.2009 um 21:37 Uhr von Paysbas editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000002
01.01.2009, 21:35 Uhr
KlingenSchwingeR
registriertes Mitglied


darf man fragen, um welches messer es sich handelt?
 
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Diskussionsnachricht 000003
01.01.2009, 21:57 Uhr
kmao
registriertes Mitglied


wenn der rücken deines messers keine "banane" ist, kannst du die klinge wie in deinem geposteten video gezeigt über den stein ziehen.

hast doch den typen im video gesehen...ein richtiger wissenschaftler war das auch nicht, aber offensichtlich scheint seine methode eine für ihn perfekte schärfe des massers zu ergeben.
 
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Diskussionsnachricht 000004
02.01.2009, 12:00 Uhr
Bartisto
registriertes Mitglied


kmao schrieb:

Zitat:
wenn der rücken deines messers keine "banane" ist, kannst du die klinge wie in deinem geposteten video gezeigt über den stein ziehen.

hast doch den typen im video gesehen...ein richtiger wissenschaftler war das auch nicht, aber offensichtlich scheint seine methode eine für ihn perfekte schärfe des massers zu ergeben.

de.youtube.com/watch?v=lop_XxgCsKU

Ein Gewurschtel, wie man es nicht schlimmer machen kann!!!
Das betrifft die Messerführung auf den Steinen (Herumgewutsche), das Gepansche in einer Wanne ( Verschleppung von freien Körnern im Wässerungswasser), Abwischen nach einem feinen Stein über die gesamte Schneide usw., usw. Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn keine Top-Schärfe dabei herauskommt.

Gruß
Bartisto

--
"Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich." Konrad Adenauer

Diese Nachricht wurde am 02.01.2009 um 12:03 Uhr von Bartisto editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000005
02.01.2009, 15:11 Uhr
Dings
registriertes Mitglied


@Paysbas:
Die Klinge abkleben und den Rücken auf einem Nassschleifpapier auf einer Glasplatte planen werd ich wohl probieren müssen wenn ichs mit andern mitteln garnicht mehr in den Griff bekomme. Danach wäre ja auch erstmal via Schlittschuhfahren die Klinge zu begradigen. Alles in allem ein rabiates Vorgehen mit enormem Materialverlust und ungewissem Ausgang, daher erstmal nicht meine erste Wahl.

Deine verlinkte Schleifdiskussion hat mich massiv verwirrt ehrlich gesagt. Ich habe nämlich den umgekehrten Weg beschritten den diese Diskussion gegangen ist: Ich habe mit Bartistos Geradezug-Technik angefangen, besagte Probleme gehabt, und jetzt mit der verpönten Kreuztechnik fang ich grad an halbwegs konsistente Ergebnisse zu bekommen. Hrm.

@KlingenSchwingeR:
Ich habe hier zwei Messer liegen, ein billiges pakistanisches, welches meinem Riemen beilag und welches ich zum Schleifenlernen benutze (so wie es mittlerweile aussieht eine weise Entscheidung: Mir würde das Herz bluten, wenn das andere schon genauso verschandelt wäre), und das andere ist ein gebrauchtes Solinger, welches ich aber bisher nicht weiter angefasst habe.

@Bartisto:
Hast natürlich recht, vieles in dem Video ist nicht so das pure Gold, aber der Typ auf dem Video das bin nicht ich, ich hab nur grad das erste Video von Youtube rausgegriffen, was so halbwegs zeigt was ich mache, damit ihr wisst was ich hier treib, daher bitte nicht überbewerten.


Das Problem das ich hier mit der Geradezugtechnik habe: Mein Messerrücken ist in der Mitte dick und fällt nach Spitze und Erl hin ab. Die Klinge ist in der Mitte tiefer eingeschliffen als am Rand (Bartistos beschriebenes Feindbild). Man sieht an der Phase, dass der Schneidenwinkel in der Mitte viel höher ist als am Rand, das führe ich auf den schmaleren Rücken am Rand zurück, lieg ich da richtig? Würde ich also bei Geradezugtechnik, um die Randzonen der Klinge intensiver zu schleifen damit die Schneidenlinie wieder gerade wird, Druck auf Spitze oder Erl ausüben würde ich nur erreichen, dass ich das Messer auf dem schiefen Rücken weiter runter drücke, der Winkel noch weiter sinkt und sich der Teil der Klinge NOCH langsamer schleift. Auch noch richtig? Demnach bliebe mir bei Geradezugtechnik (vielleicht auch bei Kreuz?) nichts weiter übrig als erstmal materialraubend den Rücken zu planen, weils sonst einfach nix werden kann. Was denkt ihr?

Bei Kreuztechnik hab ich jedenfalls das Gefühl, dass dieser leichte Schwung/Rotation meinem Problem entgegen wirkt.

Nochmal 'ne ganz andere frage? Mein feinster Stein ist ein BBB, angegeben als J4000 beim Händler. Der Messerstahl ist ein rostfreier Stahl, also eher zäh. Sollte man mit dieser Kombi schon Unterarmhaare abrasieren können? Oder geht das erst ab 8000er/Chromixid? Nach sorgfältiger Politur mit dem 4000er kann ich jedenfalls die Unterarmhaare nur dann rasieren, wenn ich sie vorher anfeuchte. Trocken tut sich da nix.

Dank euch schonmal für die Antworten, hab garnicht so fix nach Silvester damit gerechnet. Echt ein tolles Forum!
 
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Diskussionsnachricht 000006
02.01.2009, 15:51 Uhr
Bartisto
registriertes Mitglied


Hallo Dings,

ehrlich gestanden, ich habe große Schwierigkeiten, mir das Problem vorzustellen.
Deine beschriebenen unterschiedlichen Stärken im Rücken, bei alten Sheffields häufig anzutreffen, stellen beiden geraden Schüben gar kein Problem dar. Unterschiedliche Breiten der Schärffacette (nicht Winkel) sind zwar nicht schön, sind aber unvermeidlich, wenn der Wall unterschiedliche Stärken aufweist. Mit wechselndem Druck zu arbeiten, das sollte man unterlassen, der Andruck sollte über alle Steine (intuitiv) konstant sein und nicht (bewusst) geändert werden, es besteht sonst die Gefahr des Verstellens des Schneidenwinkels bei flexibleren Hohlungen.
Die Kreuztechnik haut Dir die S-Form in die Schneidkante, es ist leicht das einzusehen.
Nach einem 1000er MUSS das Messer das Unterarmhaar mit allen Klingenbereichen rasieren.

Gruß
Bartisto

P.S. Dings, einige Fotos wären extrem hilfreich !

--
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Diskussionsnachricht 000007
02.01.2009, 16:29 Uhr
Paysbas
registriertes Mitglied


Hallo Dings,

der BBB kann bei rostfreie Messer schon die Endfeinheit sein, feiner ist aber besser (thüringer).

Die Methode nach Bartisto ist Schlittschuhfahren, dann gerade und danach Bogentechnik. Er hat in den Link von mir 2 Bilder eingestellt mit Beschreibung (ich glaube Seite 4 oder 5)

--
Herzliche Grüße aus Oberschwaben,

Paysbas
 
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Diskussionsnachricht 000008
02.01.2009, 20:57 Uhr
Dings
registriertes Mitglied


So, hab mal paar Bilder gemacht:

Das Messer wie geliefert:
img125.imagevenue.com/img.php?image=24757_Messer_122_755l...

Der Originalschliff des Messers wie geliefert, sah schon mit blossem Auge sehr rauh aus, rasierte keine Haare vom Unterarm:
img244.imagevenue.com/img.php?image=24765_Messer_Original...

Nach dem J220er Stein:
img155.imagevenue.com/img.php?image=24769_Messer_200er_12...

Nach dem J1500er Stein:
img248.imagevenue.com/img.php?image=24785_Messer_600er_12...

Nach dem J4000er BBB:
img165.imagevenue.com/img.php?image=24786_Messer_4000er_1...

Nach dem Chromoxid-Riemen:
img229.imagevenue.com/img.php?image=24812_Messer_chrom_12...

Zum Vergleich eine Wilkinson Rasierklinge:
img199.imagevenue.com/img.php?image=24814_Rasierklinge_wi...

Der Anschliff des Rückens:
img13.imagevenue.com/img.php?image=24820_Klinge_links_122...
img168.imagevenue.com/img.php?image=24851_Klinge_rechts_1...

Die verschliffene Schneidenlinie:
img214.imagevenue.com/img.php?image=24860_Klinge_profil_1...


Ich habe jeweils vom 220er an einmal mit Geradezugtechnik und einmal mit Kreuztechnik komplett geschliffen. Ich bin immer dann zur nächsten Körnung gegangen, wenn die Kratzer der letzten Körnung komplett weg waren UND Eddingpunkte an Spitze/Mitte/Hinten komplett weggeschliffen waren.

Ab dem J1500er Stein fühlt sich die Nagelprobe gut/scharf an. Haartest klappt aber nicht, auch verbessert sich die Schärfe mit BBB und Chromoxid nicht merklich, auch in der Lupe sieht man kaum einen Unterschied, nur mit blossem Auge spiegelt die Schneide nach jeder Körnung etwas klarer/weniger matt.

Nachdem ich jetzt schon mehrere Anläufe durch hab das Messer scharf zu bekommen und es ums Verrecken keine Haare schneiden will hab ich mal die Wilkinson-Rasierklinge zur Hand genommen und angeschliffen. Die ist nicht nur wesentlich härter, sondern auch das Schliffbild ist um Grössenordnungen feiner, auf der Rasierklinge erzeugt der BBB beinahe eine spiegelnde Politur.

Also woran kanns nun liegen, stell ich mich zu dumm an oder ist der Stahl womöglich garnicht ausreichend schärfbar?

Ich glaub ich gönn mir jetzt erstmal paar Messer-freie Tage. Das Frustpotential ist doch beträchtlich.

Diese Nachricht wurde am 02.01.2009 um 21:02 Uhr von Dings editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000009
02.01.2009, 22:06 Uhr
Olivia
registriertes Mitglied


Laß Dich von so einem kleinen Stück Stahl nicht unterkriegen.
Meiner Meinung nach muß die Schneide gerade sein.
Erst Schlittschuhfahren bis das paßt, dann schärfen und den Grat neu aufbauen. Sonst hast du verschiedene Winkel.

(Ich fahr nie so richtig Schlittschuh, sondern immer mit einem Balligen Winkel. Hört sich nicht so grauenvoll an und der Verlust ist kleiner zu halten.)

--
 
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Diskussionsnachricht 000010
02.01.2009, 22:28 Uhr
Buddelfrosch
registriertes Mitglied


Auf jeden Fall kannst du mit dem Messer machen was du willst, du kannst nichts wertvolles kaputt machen

Für mich sieht das wie eines dieser ominösen pakistanischen "Qualitätsprodukte" aus. Selbst wenn du das ordentlich schärfst, muss das immer noch nicht gut rasieren. Über die Qualität des Stahles kann man via Fotos nur spekulieren, aber nach deiner Beschreibung scheint hier doch ein generelles Problem zu bestehen.
Sieh es als Schärfübungsmesser, versuche dich an verschiedenen Techniken und kauf dir dann recht bald ein vernünftiges Rasiermesser.

BF

--
Mit dem Messer, rasiert sichs besser.
 
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Diskussionsnachricht 000011
02.01.2009, 22:28 Uhr
oskar
registriertes Mitglied


Was mich wundert:
- Ich habe noch nie von einer 14000er Körnung bei einem BBB gehört.
- Der Typ auf dem Video schärft einhändig. Du auch, Dings?
- Die Schneide des gelieferten Messers ist in zwei deutlich unterscheidbare Facetten unterteilt, von denen die kleinere offenbar durch Schärfen mit angehobenem Rücken entstand.
- Ist das abgebildete Messer das pakistanische, von dem du schreibst oder habe ich was überlesen?

Schaumermal

oskar

--
Jeder Jeck is anders (kölsch)
 
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Diskussionsnachricht 000012
02.01.2009, 22:54 Uhr
Terzian
registriertes Mitglied


oskar schrieb:

Zitat:
Was mich wundert:
- Ich habe noch nie von einer 14000er Körnung bei einem BBB gehört.

@ Oskar

Nach dem J220er Stein:.
Nach dem J1500er Stein:
Nach dem J4000er BBB:

Ich denke hier hat sich einfach ein "J" verirrt.

@ Dings

Erstmal super Fotos. Ich denke aber eher auch, dass man dieses Messer eigendlich gar nicht richtig scharf bekommen kann. Ich würde es erstmal genauso mit einem alten Messer z.B. aus der Bucht probieren, um den Unterschied zu sehen und danach evtl. die Steine weiter ergänzen.

--
Grüsse aus Köln

Marco
 
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Diskussionsnachricht 000013
02.01.2009, 23:12 Uhr
Dings
registriertes Mitglied


Ja genau, pakistanische Wertarbeit Das Messer lag halt meinem bestellten Riemen bei. Ich hab hier auch ein altes gebrauchtes Solinger Messer liegen, von dem ich mir mehr verspreche. Aber das wollte ich noch nicht verschleifen, eh ich nicht begriffen hab wie das nun genau funktioniert.

Ich hab sowohl einhändisches Kreuzschleifen wie im Video als auch beidhändiges Geradezugschleifen ausprobiert, einziger erkennbarer Unterschied für mich war das gleichmässigere Ergebnis über die Klingenlänge beim Kreuzschleifen.

Die J's sollen "Japanische Körnung nach JIS" bedeuten, das scheint ja hier leider niemand anzugeben, aber ich nehme mal an das ist die beim Rasiermesserschärfen gebräuchlichste Körnungsangabe. Im Baumarkt kauft man ja eigentlich europäisch nach FEPA, den von mir verwendeten J1500 hab ich ursprünglich als F600 gekauft.
www.feinewerkzeuge.de/G10019.htm

Naja ich werd mich mal an dem Solinger probieren, dann werd ich ja sehen, obs am Stahl oder an mir liegt.
 
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Diskussionsnachricht 000014
02.01.2009, 23:36 Uhr
Paysbas
registriertes Mitglied


Hallo Dings,

schaue dir doch mal die Schleifvideos vom Norbert an.

--
Herzliche Grüße aus Oberschwaben,

Paysbas
 
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Diskussionsnachricht 000015
02.01.2009, 23:58 Uhr
bigharry62
registriertes Mitglied


Hi Dings,
so wie es aussieht, hast Du dir den Rücken mit deinem 220er Stein so ruiniert.
Meiner Meinung nach sollte ein Rasiermesser nicht auf einen 220er!!!
Im Bild 214 ist sehr gut zu sehen, das da wo Du dir den Rücken ruiniert hast, ist die Schneidenkante auch konkav ausgeschliffen.
Im Foto 244 ist ein 2. Schneidenwinkel zu erkennen, der sich komplett von dem Schneidenwinkel der Klinge unterscheidet, er ist viel zu stumpf und keinesfalls angebracht,
die Jungs in Pakistan habe da anscheinend ne neue Technik entwickelt, wie man ein Messer dauerhaft stumpf behält
Du kannst versuchen den Rücken wie oben schon beschrieben zu begradigen, was den Rücken aber einiges an Material kostet und auch dem Klingenwinkel nicht zu gute kommt.
Mein Vorschlag wäre, den abgeschliffenen Rücken mit Tape aufbauen ( mit der Schieblehre arbeiten) und dann über den kompletten Rücken ein 0,05mm dickes Fühlerlehrenband kleben, so erhältst Du wieder einen geraden Rücken.
Nun auf deinen 1500er und Schlittschuh laufen damit deine Schneidenkante wieder gerade wird.
Dann auf dem 1500er die Schneidenfacette wieder neu aufbauen aber nicht mit viel Druck auf dem Stein rumschruppen, sondern mit viel Gefühl und vor allen Dingen mit 2 Händen das Messer auf dem Stein führen und nicht wie in der Videoanleitung!!!
Auch wie Bartisto schreibt mit geraden Schüben arbeiten, das ist sehr wichtig.
Immer mal wieder das Fühlerlehrenband wechseln, damit es nicht zu dünn geschliffen wird.
Ich kann Dir nicht sagen aus welchem Stahl die Jungs in Pakistan dein Messer hergestellt haben, und ob es überhaupt gehärtet und angelassen wurde, somit ist auch nicht sichergestellt,
ob es zur Schärfe zu bewegen ist. Aber nach dem 1500er müsste das Messer( wenn der Stahl ok ist) auf dem Unterarm auf ganzer Klingenlänge Haare rasieren, erst dann kannst Du auf den BBB wechseln!!!
Dann auf den BBB und sauber bis in die Schneidenspitze arbeiten, es sollten nicht mehr so viele Ausbrüche an der Schneidenspitze zu erkennen sein wie im Bild 165 rechts von der Mitte.
Anschließend ca.15- 20x pro Klingenseite Chromoxidriemen und ca. 70x pro Klingenseite Glattleder, dann müsste das Messer wenn der Stahl ok ist, zumindest an einigen Stellen der Klinge den Haartest bestehen.
Ich würde Dir aber noch zu einem 1000er und 5000er Naniwa SS und zu einem Thüringer raten.
Ich hoffe ich konnte Dir ein klein wenig weiterhelfen und lass Dich nicht entmutigen,
mit so nem Messer wirst Du m.E. kein gutes Ergebnis bei der Schärfe erzielen können.
Ps: Was meinst Du mit der Nagelprobe?????

--
Nette Grüße
Bigharry

seit fast 30 Jahren Silberspitz Truefitt&HillHorsehide

Diese Nachricht wurde am 03.01.2009 um 00:15 Uhr von bigharry62 editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000016
03.01.2009, 07:39 Uhr
oskar
registriertes Mitglied


Ups, da habe ich mich verlesen mit der BBB-Körnung. Langsam brauche ich eine Brille.
Ich glaube, du hättest erheblich weniger Probleme mit breiteren Steinen, auf denen die ganze Klinge aufliegen kann. Würde ich jedem empfehlen, der keine Vorkenntnisse durch das Schärfen z.B. von Küchenmessern hat.
Jetzt bleibt dir wohl nur, das gleichmäßige Schärfen mit den schmalen und mit dem pakistanischen Blechmesser zu erlernen (die Steine eventuell noch mal abrichten). Aber eine Haartest- oder Rasiertauglichkeit brauchst du mit dem Messer nicht zu erwarten.
Danach könntest du dich an das Solinger Messer machen.

Schaumermal

oskar

--
Jeder Jeck is anders (kölsch)
 
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Diskussionsnachricht 000017
03.01.2009, 13:06 Uhr
wernerscc
registriertes Mitglied


@Dings und bigharry62,
vielen Dank für diesen äußerst lehrreichen Diskurs.
Bigharry62, könntest du nochmal beschreiben oder zeigen, wie du das Fühlerlehrenband am Messerrücken anbringst?

--
Was lange währt, wird endlich gut
 
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Diskussionsnachricht 000018
03.01.2009, 14:22 Uhr
bigharry62
registriertes Mitglied


@ wernerscc
das Fühlerlehrenband wird der Länge nach mittig von oben auf den Messerrücken gelegt, die Seiten beidseitig mit einem stabilen Tape auf der Klinge (da wo sich der Hohlschliff befindet) befestigt.Es ist darauf zu achten die Breite des Bandes so zu wählen,das nach dem Befestigen mit dem Tape, das Tape nicht beim Schärfen auf den Steinen weggeschliffen werden kann.

--
Nette Grüße
Bigharry

seit fast 30 Jahren Silberspitz Truefitt&HillHorsehide
 
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Diskussionsnachricht 000019
03.01.2009, 16:37 Uhr
wernerscc
registriertes Mitglied


bigharry62 schrieb:

Zitat:
@ wernerscc
das Fühlerlehrenband wird der Länge nach mittig von oben auf den Messerrücken gelegt, die Seiten beidseitig mit einem stabilen Tape auf der Klinge (da wo sich der Hohlschliff befindet) befestigt.Es ist darauf zu achten die Breite des Bandes so zu wählen,das nach dem Befestigen mit dem Tape, das Tape nicht beim Schärfen auf den Steinen weggeschliffen werden kann.

Bigharry,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Hab das 0.05 mm
Fühlerlehrenband
bereits geordert.

--
Was lange währt, wird endlich gut

Diese Nachricht wurde am 03.01.2009 um 16:37 Uhr von wernerscc editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000020
05.03.2009, 15:21 Uhr
Mr. Winterbottom
registriertes Mitglied


Hallo Dings,

wie wurden diese Bilder erstellt? Mit einem Mikroskop?


Dings schrieb:

Zitat:
So, hab mal paar Bilder gemacht:

Das Messer wie geliefert:
img125.imagevenue.com/img.php?image=24757_Messer_122_755l...

 
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Diskussionsnachricht 000021
05.03.2009, 16:17 Uhr
Dings
registriertes Mitglied


@Mr. Winterbottom:
aus der verlinkten Serie sind die vergrössernden Schneidenaufnahmen mit einem normalen Makroobjektiv bei etwa 7cm Abstand zur Kamera entstanden. Ich hab hier irgendwo noch eine andere Serie gemacht, stärker vergrössernd, die sind dann mit dem Mikroskop gemacht. Ich weiss leider den Thread nicht mehr, such einfach mal nach "Dings" und "Mikroskop", sind so dunkle Aufnahmen mit starkem Blaustich (LED-Beleuchtung).
 
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