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NassRasur.com-Forum » Rasiermesser und Zubehör » Sanft und scharf müssen sie sein » Themenansicht

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Autor Thread - Seiten: -1-
Diskussionsnachricht 000000
06.04.2009, 01:43 Uhr
gilette
registriertes Mitglied


Kann es sein das die Stahlsorte einen entscheidenden Einfluss auf die sanftheit eines Messers hat?? Ich fragae aus gegebenenem Anlass. Hab heute zwei Messer identisch geschärt, sie sind perfekt geschliffen. Die Facette wurde ganz sachte und Schritt für Schrift aufgebaut und der Grat richtigehend gezüchtet. Sie bestehen beide den Haartest mit bravour. Scharf wie ein Knacki auf Freigang. Dennoch Verdammt bei der Rasur ist das eine Messer sanft wie ein Engel und das andere .eher rabitat???? Fragen über Fragen

Gruss
gilette

--
Heutzutage kennen die Leute von allem den Preis und nicht den Wert.- Oskar Wilde

Diese Nachricht wurde am 06.04.2009 um 01:45 Uhr von gilette editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000001
06.04.2009, 07:38 Uhr
ratzenfratze
registriertes Mitglied


ja hat sie (Gratbeständigkeit etc...)
 
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Diskussionsnachricht 000002
06.04.2009, 07:46 Uhr
McDeere
registriertes Mitglied


Ich bin zwar kein Fachmann, aber ich bin davon überzeugt, dass die Stahlsorte und -qualität entscheidenden Einfluss auf die Rasureigenschaften hat.
Ich hatte schon Messer, die waren superscharf und megasanft beim ersten Durchgang, und ziepend-ruppig beim zweiten. Der Grat hat es einfach nicht lange genug ausgehalten, der Stahl war wohl zu weich.

Allerdings sprechen manche Stähle auf die einen, andere wieder auf andere Stein-Kombis besser an bzw. brauchen zwei verschiedene Messer meist angepasste, verschiedene Behandlungen.

Ich denke, da spielen noch eine ganze Menge anderer Parameter mit rein. Generell meine ich, dass guter Stahl gut geschärft gut rasiert, aber für deinen Fall pauschalisieren will ichs nicht.

Sind die Messer denn bezüglich Schliff und Geometrie identisch? Auch die beiden Hersteller würden mich interessieren...

--
TI, Reynolds, Wostenholm, Ern, W&B,
RasurPur, Mühle;
Tabac, P 160, Palmolive, Wollfett; Dovo und Eigenbau; WMF, Suppentassen;
 
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Diskussionsnachricht 000003
06.04.2009, 10:56 Uhr
lesslemming
registriertes Mitglied


Ich sehe den Stahl als Rohstoff an.
Als solcher muss er gewisse Kriterien erfüllen.

Ganz ähnlich wie beim Brot. Ohne gewisse Grundvorraussetzungen,
wird daraus Müll. Aber es kann auch Mist aus dem tollsten Hefeteig werden,
wenn der Bäckerlehrling nicht aufpasst.
Außerdem schmeckt nicht jedes Brot jedem Menschen.

Stahl ist ein sehr komplexes gebilde,
der gute Rohstoff für gute Produkte liegt heute fast im Überfluss vor.
Wenn man vor hat, ein Rasiermesser zu produzieren,
findet man heute ausgezeichnete Stähle, wenn man bereit ist
nicht das billigste Produkt zu verwenden.
Allerdings spielt die korrekte Wärmebehandlung mMn eine noch viel größere Rolle.
Denn eine gute WB gibt es nicht im Überfluss zu kaufen.
Um eine perfekte WB per Produktion zu erstellen,
muss man eine Menge Rechenarbeit anstellen,
zu Reaktionskinetiken, bezüglich Umlagerungsmechanismen, Temperaturverteilung etc. pp.
Oder aber man verlässt sich auf jahrzehnte lange Erfahrung,
die auch nicht auf Bäumen wächst.

Als nächstes muss der Schliff und die Geometrie auch zum Stahl passen,
auch hier wieder viele Faktoren die alle ineinandergreifen müssen.

Ein gutes Messer ist das Produkt einer ganzen Reihe kluger Menschen,
die mit viel Arbeit und Herzblut etwas gutes herauskristallisiert haben

--
Wer fest mit beiden Beinen auf dem Boden steht,
bekommt nie eine frische Unterhose
 
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Diskussionsnachricht 000004
06.04.2009, 11:11 Uhr
gilette
registriertes Mitglied


Also, um mal etwas Licht ins Dunkel zu bringen, es handelt sich um zwei vollhohle Messer aus England. Beide etwa 6/8

Nr. 1: ist ein Joseph Rodgers mit ner Notch; im Hornheft
Nr. 2: ist ein Wilkinson Sword Pall Mall Razor; in Elfenbeinschalen

Die Geometrie beider Messer ist ähnlich, der einzige größere Unterschied ist die Rückenbreite, diese ist beim Wilkinson dünner als beim Rodgers. Klar ist, das hat Auswirkungen auf den Facettenwinkel und damit auf den Grat. Dennoch, entsprechend abgeklebt müssten beide Winkel "gleich" sein. (Hab ich jetzt nich auf dem zehntelmilimeter ausgemessen)

Was mir allerdings bereits beim schleifen aufgefallen war, ist die Klangfarbe der Messer, sie sind tatsächlich unterschiedlich. Der Wilkinson klingt "härter". Weiss nicht wie ich das genauer beschreiben soll. Offenbar ein Indiz für die Güte des Stahls. So hat sich das ganze dann auch während der Rasur dargestellt. Der Pall Mall Razor ist ganz hervorragend sanft geworden, während der Rodgers zwar auch superscharf ist aber eher etwas brutal zu Werke geht.

Bei Bedarf stelle ich mal gerne Bilder ein.

Gruss
gilette

--
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Diese Nachricht wurde am 06.04.2009 um 11:12 Uhr von gilette editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000005
06.04.2009, 11:59 Uhr
harrykoeln
registriertes Mitglied




Zitat:
Kann es sein das die Stahlsorte einen entscheidenden Einfluss auf die sanftheit eines Messers hat??

Nicht nur auf die Sanftheit, auch und ganz allgemein auf die Güte des Abzugs. Und in meinen Augen ist genau das, das zentrale Problem das wir mit neu geschmiedeten Rohlingen haben.

"Früher", als eh noch alles besser war und in Solingen quasi an jeder Ecke Rasiermesser geschliffen wurden, wäre nie jemand auf die Idee gekommen, Rohlinge für Rasiermesser, Tafelmesser und Scheren (Aufzählung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit) aus demselben Stahl zu machen. Heute scheint das Gang und Gebe zu sein. Das ist auch mit ein Grund dafür, warum ich bei "Neuschmiedungen" sehr (na, sagen wir) zurückhaltend mit dem Kauf bin.

--
Greetinx aus Köln
Harry

Erst wägen, dann wagen - erst denken, dann sagen!
 
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Diskussionsnachricht 000006
06.04.2009, 22:25 Uhr
gilette
registriertes Mitglied


Bei Neuschmiedungen bin ich i.d.R. auch eher zurückhaltend. In diesem Fall allerdings handelt es sich um Messer die beide so etwa jeweils 100 Jahre oder mehr auf dem Buckel haben. Dürften, eher mehr sein. Dennoch selbst bei diesen "alten" Rohlingen gibt es wohl enorme Unterschiede in der Stahlqualität.

Bis Dato bin ich immer davon ausgegegangen,das ein Stahl für die Königliche Backe (Cutlers to their Majesty) mind. genauso gut ist wie ein stinknormalen Pall Mall Razor. Aber die Unterschiede sprechen hier eine andere Sprache. Vermutlich ist auch die Herstellung von Rasiermessern einem kontinuierlichen Prozess unterworfen, die irgendwann Anfang des 20 Jahrhunderts ihren Höhepunkt erreicht hat (Pall Mall Razor). Der vermutlich viel eher hergestellte Rodgers ist dementsprechen vielleicht das beste was zu seiner Zeit möglich war, aber trotzdem dem Pall Mall irgendwie in der Sanftheit unterlegen. (Vermutungsmodus aus)

Gruss
gilette

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Diskussionsnachricht 000007
06.04.2009, 22:48 Uhr
oskar
registriertes Mitglied


harrykoeln schrieb:

Zitat:
"Früher", als eh noch alles besser war und in Solingen quasi an jeder Ecke Rasiermesser geschliffen wurden, wäre nie jemand auf die Idee gekommen, Rohlinge für Rasiermesser, Tafelmesser und Scheren (Aufzählung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit) aus demselben Stahl zu machen. Heute scheint das Gang und Gebe zu sein.

Es kommt vor, und das ist traurig genug, fürwahr!
Edelstahl hört sich ja auch gut an.

Schaumermal

oskar

--
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Diskussionsnachricht 000008
21.04.2009, 19:13 Uhr
bartmann
registriertes Mitglied


Naja, man meint ja auch letzter Stand der Wissenschaft für alle Arten von Barthaaren seien 5 übereinanderliegende Klingen mit Elektovibrator.
 
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