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NassRasur.com-Forum » Rasiermesser und Zubehör » Ledern » Themenansicht

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Diskussionsnachricht 000000
03.01.2011, 22:45 Uhr
Bartisto
registriertes Mitglied


Das Ledern ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine lange Schnitthaltigkeit. Eine exakte, optimale Schärfung muss jedoch vorangehen. Ledern kann nämlich Fusch in der Schärfung nicht ungeschehen machen.
Mein erstes Messer hielt ich vor ca. 25 Jahren bei täglichem Gebrauch über ein Jahr nur durch Ledern scharf, obwohl ich zu dieser Zeit bestimmt noch keine Routine besaß und mich mein Gefummel von damals heute erschrecken würde.
Um der Sache Ledern und Schnitthaltigkeit einmal auf den Grund zu gehen, ist jetzt ein altes Sheffield seit 2008 im Dauereinsatz und besteht den Haartest in 1,5 - 2cm Abstand immer noch bei Berührung bzw. bei leichtester Schnittbewegung.
Es ist also an dem alten Spruch offenbar etwas dran "Die Wate (Schneidkante) wächst". Denn ich habe ganz und gar nicht den Eindruck, dass dieses Messer nachlässt.
Ich will durch diesen Beitrag nicht den Eindruck erwecken, im Besitz der allein seligmachenden Wahrheit zu sein, möchte hier auch nicht missionieren, denn "Jeder soll nach seiner Facon selig werden". Zum einen möchte ich jedoch den Einsteigern eine Hilfe geben, damit sie schneller an den Kern der Sache herankommen. Zum anderen erhoffe ich mir insgeheim, dass über die zahllosen Videos zum Thema Ledern verstärkt nachgedacht wird und ob das, was weltweit mit einem Anspruch auf Richtigkeit auftritt, auch immer auf einer sicheren Basis steht. Das Medium Film verführt oftmals dazu, auch einer Nullnummer noch wenigstens den Anschein von Richtigkeit zu geben.

Kommen wir zur Sache

Ich arbeite mit dem klassischen Hängeriemen www.bilder-hochladen.net/files/4aer-5d.jpg und nutze die Leinenseite nicht.
Der Hängeriemen erfasst durch seinen Durchhang mit Sicherheit den Gratbereich, wenn die Klinge über die Mitte geht. Die nutzbare Fläche ist ausreichend und übertrifft die des Spannriemens.
Der relativ schmale Hängeriemen behält immer seine plane Form. Er baucht nicht. Er ist für die Kreuztechnik vorgesehen. Man kann aber auf ihm ganz besonders gut einzelne Klingenbereiche durch den geraden Abzug bearbeiten. Betont man die Hälfte der Klinge, die am Erl endet und zieht gerade ab, so gleitet der Erl an der Riemenkante entlang. An der entgegen gesetzten Seite steht die Klinge über. Man zielt also nur diese Hälfte ab. Diese Form ist z. B. auf dem breiten Hängeriemen nicht möglich. Ähnliches gilt, wenn man nur den Mittenbereich der Klinge durch gerade Züge ledern will.
Man sieht, auch ein preiswertes Werkzeug kann vollkommen seinen Zweck erfüllen. :-)

Aufhängepunkt und Grundsätzliches zum Bewegungsablauf

Jeder Metaller wird mir recht geben, dass zum richtigen Feilen die richtige Körper- und Handhaltung gehört. Warum sollte das beim Ledern anders sein?
Haltungen und Bewegungen, die verkrampft und mit Drehungen und Anspannungen ausgeführt werden, sind nicht geläufige und alltägliche Bewegungen. Meine Meinung ist es, dass das Ledern einem ganz natürlichen, alltäglichen Bewegungsablauf ähnlich sein sollte, unverkrampft und ohne große Drehungen und Anspannungen.
Demnach scheiden für mich Aufhängungspunkte für Riemen in ca. 2m Höhe, verbunden mit einem Hoch und Runter in der Abzugsbewegung von vorn herein aus. (Wären dies alltägliche, automatisierte Bewegungsabläufe, so hätten wir Türgriffe oben angebracht und die Türen würden rechts und links in den Angeln hängen und um ihre waagerechte Mittelachse schwingen :-)

Also, ernsthaft, die Armbewegung beim Ledern ist der Bewegung beim Türöffnen sehr ähnlich, wenn sich die Tür nach außen (nach rechts) dreht.
Dementsprechend zeigt dann auch der Riemen nach seiner Spannung in einem Winkel von 45 ° von der Körpermitte aus nach rechts. Der rechte Arm kann dieser Richtung locker folgen (siehe Skizzen zur Kreuztechnik weiter unten).


Das Halten des Riemens

- der Riemen wird in Hüfthöhe eingehängt (Türklinke)
- die linke Hand greift von unten mit Mittel- Zeige- und Ringfinger
oder nur zwei Fingern in die Rechtecköse des Riemens.
Der Handrücken zeigt nach unten, man sieht auf die Fingerkuppen.
- der Steg der Öse liegt in der ersten Gelenkfalte des obersten
Fingergelenks.

Allein durch diesen Griff, durch diese Handhaltung (auch ohne Riemen) liegt der Oberarm locker am Brustkorb an, Ober- und Unterarm bilden fast einen rechten Winkel, die Hand ist ( bei einem Schlankeren :-) ca. 10 cm vom Bauch entfernt.

- der Riemen hängt zunächst noch leicht durch
durch eine leichte Neigung des Körpers nach hinten strafft sich der
Riemen und die Riemenspannung ist hergestellt

Es wird also nicht an dem Riemen bewusst mit freiem Arm gezogen. Die Spannung erfolgt allein aus dieser Haltung. Kommt nun das Messer auf den Riemen, so wirken die Finger wie Federn und geben bei jedem Zug etwas nach und gehen danach wieder in ihre Ausganghaltung zurück.


Die Kräfte und der Durchhang

Eine Zugwaage ( aus einer Angelausrüstung z.B.) kann man zwischen Türgriff und Aufhängeöse des Riemens schalten. Der Zeigerausschlag gibt Auskunft.
Ich arbeite mit ca. 2 kg Anzug, die allein aus der obigen Haltung resultieren.
Der Zeigerausschlag steigert sich dann auf ca. 2,3 bis 2,5 kg, wenn das Messer über die Mitte des Riemens geht und fällt dann gleichmäßig wieder zurück, wenn die Wendungen der Klinge am oberen oder unteren Ende erfolgen.
Dadurch senkt sich der Riemen in der Mitte um ca. 2 - 2,5 cm, und durch diesen neuen Winkel erreicht das Leder den Grat vollständig.
( Wer eine gewisses Gefühl für die Kräfte bekommen will, kann Gegenstände mit entsprechenden Gewichten in die Hand nehmen. Eine Küchenwaage kann auch hilfreich sein, wenn man den Messerandruck empfinden will ).


Zur Skizze Kreuztechnik

Die Skizze zeigt den Bewegungsablauf von oben. Die Wendung des Messers erfolgt grundsätzlich über den Rücken. Man sollte beachten, dass das Messer IMMER mit dem Rücken Kontakt zum Riemen hat. So werden Einschnitte in den Riemen vermieden. Kurz vor dem Wenden sollte nur die Schneide schon minimal angehoben werden, damit die Rollbewegung über den Rücken flüssig verläuft und auch beim Wenden kein geringfügiges Einhaken ins Leder erfolgt.
Ich bitte inständig darum, diesen Bewegungsablauf zunächst ganz mit Bedacht und Überlegung durchzuführen und sich nicht von dem Gewitsche, wie man es aus Videos sieht, verleiten zu lassen.
Auch ist ein Üben dieses Ablaufs mit einem flachen Besteckmesser, einem Übungsmesser oder einem ähnlichen Gegenstand sinnvoll,bevor man erstmals mit seinem optimal geschärften Messer auf das Leder geht. -
Noch heute konzentriere ich mich sehr, wenn ich das Ledern ausführe. Zum Witscher werde ich mich aus gutem Grund nie entwickeln. -
Konzentration beim Ledern ist aber etwas anderes als Zimperlichkeit. Es muss sich auf dem Leder etwas abpielen. Man muss auch etwas hören.

Die Skizze Kreuztechnik
www.bilder-hochladen.net/files/4aer-5c-jpg.html



Was spielt sich aber in der Hand ab, wie vermeidet man diese Drehungen in Handgelenk und Unterarm, die einem natürlichen Bewegungsablauf im Weg stehen ?

Diese Skizze www.bilder-hochladen.net/files/4aer-4m-jpg.html zeigt, wie das Messer gehalten werden soll, wenn es auf das Leder aufgelegt wird. Das ist die Voraussetzung.

So sollte es meiner Meinung nach nicht sein www.bilder-hochladen.net/files/4aer-4n-jpg.html

Jetzt der Ablauf aus Sicht des Akteurs

Der Start mit richtiger Messerhaltung www.bilder-hochladen.net/files/4aer-4o-jpg.html

So kommt das Messer oben an. Die Handhaltung hat sich nicht verändert!
www.bilder-hochladen.net/files/4aer-4p-jpg.html

Skizze 5
Das Messer ist in der Hand gewendet worden, Handgelenk und Unterarm waren nicht beteiligt


Beim Zug zum Körper hin bliebt der Handrücken in annähernd gleicher Lage wie beim Zug vom Körper weg.

www.bilder-hochladen.net/files/4aer-4q-jpg.html

Dieses Wenden des Messers in der Hand ohne merkliche Beteiligung des Handgelenks und des Unterarms sollte man vorher ohne Riemen frei üben. Es ist wesentlich leichter als es scheint, vorausgesetzt, man richtet sich nach Skizze 1. dem richtigen Ausgangsgriff, der dieses Drehen des Messers in der Hand erst ermöglicht.

Das Messer kommt unten wieder an und der Ablauf beginnt wieder

www.bilder-hochladen.net/files/4aer-4r-jpg.html
------------------------------------------------------------------------

Mit dieser verdrehten Hand und dem entsprechend gedrehten Unterarm sollte der Zug zurück NICHT erfolgen.

www.bilder-hochladen.net/files/4aer-4s-jpg.html

Und wer nach diesen Ausführungen noch etwas zur Belustigung braucht, der sollte bei diesem Video www.youtube.com/watch?v=PSF7Zzs46XI den Ton abschalten und zusehen, wie hier sogar auf der rauhen Fleischseite des Riemens herumgekurvt wird, wie der Riemen gehalten wird, wie das Messer eingeklemmt wird und sich nur noch über Handgelenk und Unteram wenden lässt, wie der Rücken das Leder verlässt
wie man offenbar noch nie etwas über die Kreuztechnik, die auf dem schmalen Riemen alle Klingenbereiche erfasst, gehört hat und wie man Professionalität durch ein wildes Gewitsche vortäuscht.

Ich hoffe, dass hier ein kleiner Wall gegen so etwas aufgebaut werden konnte, und ich wünsche allen eine rekordverdächtige Schnitthaltigkeit des Messers, unseren Einsteigern ganz besonders.

Es grüßt
Bartisto

--
Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten. Konfuzius

Diese Nachricht wurde am 03.01.2011 um 23:03 Uhr von Bartisto editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000001
03.01.2011, 23:02 Uhr
Ordog
registriertes Mitglied


sehr schön jetzt weiß ich endlich wie das richtig geht

schöne anleitung einfach zu verstehen danke


Gruß Michael
 
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Diskussionsnachricht 000002
03.01.2011, 23:11 Uhr
Izrahvil
registriertes Mitglied


Es ist sehr spät für mich um das jetzt zu lesen.

Ich möchte mich sehr für deine mühe bedanken bartisto. Es wird sicherlich sehr vielen Einsteigern helfen.

Mit freundlichen grüßen

Iz

--
Man(n) rasiert sich mit einem Rasiermesser, er trinkt ja auch keine Milch aus einem Whiskyglas, oder?
 
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Diskussionsnachricht 000003
03.01.2011, 23:12 Uhr
Nik
registriertes Mitglied


Hallo Bartisto,

wunderschöner Beitrag. Ich habe eine kleine Frage dazu:

Bei dir ist der Erl immer mit auf dem Leder. Ich habe das bisher immer vermieden, da bei mir irgendwie viele Messer wenn ich es auf eine plane Fläche lege die Fläche nur mit dem Kopf und eben diesem aufliegenden Erl berühren. Durch das Nachgeben des Leder wird es sicher überall die Schneidkante erreichen, aber mit minimalst unterschiedlichem Druck, nämlich steigernd Richtung Kopf. Ist das dann so gering, dass es nichts ausmacht, oder hab ich einen Denkfehler?

mfg Nik

--
Othello, Jaguar, Arko, Speick & Sebamed
 
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Diskussionsnachricht 000004
03.01.2011, 23:40 Uhr
sicknote
registriertes Mitglied


Jetzt weiß hoffentlich jeder, warum du das nicht so nebenbei erklärt hast. Danke für deine Mühe Gerhard.

--
timo

Ich hab nur häßliche,krumme,verostete japansäbel
 
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Diskussionsnachricht 000005
04.01.2011, 00:47 Uhr
marki
registriertes Mitglied


Super Beitrag!!!! Vielen Dank für Deine Arbeit Bartisto. Verdient das prädikat besonders wertvoll. Wer nach dieser Anleitung immer noch falsch ledert ist wirklich selber schuld ;-)
 
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Diskussionsnachricht 000006
04.01.2011, 11:01 Uhr
bigharry62
registriertes Mitglied


Hallo Bartisto,
hier hast Du wieder mal einen super Thread verfasst! Da hast Du einiges an Arbeit reingestreckt, wenn ich mir die vielen fast selbsterklärenden Handzeichnungen ansehe. Es ist sehr verständlich erklärt und hilft hoffentlich jedem Rasiermessereinsteiger bei der täglichen Lederarbeit. Auch trägt dieser Beitrag dazu bei, sich als Einsteiger erst gar nicht, eine falsche ´´Ledertechnik`` anzugewöhnen, wie sie auf vielen Videos bedauerlicherweise gezeigt werden. Somit wird die Gefahr um sehr viel geringer, sich eine topp geschärfte Klinge mit der Zeit ´´stumpf zu ledern``.
Meine Bitte an die Mods, könntet Ihr den Beitrag fest in Interessante Threads kopieren,das würde dem ein oder anderen ´´alten Hasen`` viele private Mailanfragen von Einsteigern über das Ledern ersparen und somit einiges an Schreibarbeit.
Bartisto SUPER Beitrag, beide Daumen hoch in den hohen Norden!!!!

--
Nette Grüße
Bigharry

seit fast 30 Jahren Silberspitz Truefitt&HillHorsehide
 
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Diskussionsnachricht 000007
04.01.2011, 11:12 Uhr
umsteiger
registriertes Mitglied


"Nicht der Mütze wegen ist uns ein Kopf gegeben."

Aber ich ziehe meinen Hut vor solch einer Arbeit die du für uns Forumianer
geleistet hast.
Alles sehr präzise beschrieben wie alles was viele von uns schon von dir an Hilfestellungen bekommen haben.

Aller besten Dank Gerhard


Gruß

--
Harald
 
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Diskussionsnachricht 000008
04.01.2011, 12:33 Uhr
Paysbas
registriertes Mitglied


Hallo Bartisto,

klar, deutlich, eindeutig, was will man noch mehr von eine Anleitung?

--
Herzliche Grüße aus Oberschwaben,

Paysbas
 
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Diskussionsnachricht 000009
04.01.2011, 14:30 Uhr
Urbain
registriertes Mitglied


Vielen lieben Dank, Bartisto!

--
Merkur 37C; Personna red, Feather; Semoque 1305, Dachs Zupfhaar; Cella Crema, Classic Shaving Rasierseife "Lavendel"; Hängeriemen / Juchtenleder; Tabac original, Old Spice, Floid, Pinauld Clubman, 4711
 
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Diskussionsnachricht 000010
04.01.2011, 16:09 Uhr
Adler
registriertes Mitglied


Danke Bartisto! Sehr schön beschrieben und vor allem bebildet! Super Anleitung!

Ich habe mir eine andere (aus deiner Sicht falsche) Fingerhaltung angewöhnt (habe mir selbst beigebracht ohne zu wissen, wie es sein sollte).
www.bilder-hochladen.net/files/4aer-4n-jpg.html

Ich bilde mir ein, dass ich damit besser das Messer "im Griff" hätte und es sichere, sogar mit etwas mehr Druck (ohne zu verkannten) führen könnte.
Wobei ich das Messer nur mit den Fingern drehe, ohne die Haltung von der Handgelenk und Unterarm zu ändern. (Das Messer bleibt auf dem Zeigefinger liegen und die Drehung mache ich mit dem Daumen). Die Haltung ist für mich so ganz natürlich (ich halte sogar mein Bleistift und Pinsel so, wenn ich male).

Sonst ist alles ziemlich identisch mit deiner Anleitung.

Bei mir funktioniert es, Die Messer werden schnell wieder scharf und den Riemen bleibt auch heil.

Natürlich versuche ich jetzt deine Technik.
Heute Abend wird ausprobiert!

--
Gruß
___, ,___
^^(°v°)^^ Adler

Diese Nachricht wurde am 04.01.2011 um 16:44 Uhr von Adler editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000011
04.01.2011, 16:23 Uhr
cullemulle
registriertes Mitglied


Hallo Baristo,

vielen Dank für Deine Mühe und Arbeit. So kann auch ich, ein blutiger Anfänger, das Ledern noch anders erlernen. Finde Deinen Einsatz echt klasse!!!

Gruß
Cullemulle
 
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Diskussionsnachricht 000012
04.01.2011, 17:55 Uhr
Locke73
registriertes Mitglied


Hallo Bartisto,

beide Daumen hoch! Super Anleitung !

Herzliche Grüße aus der Pfalz
Locke

--
"Die Neugierde ist der Docht in der Kerze des Lernens" Sprichwort aus Indien
 
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Diskussionsnachricht 000013
04.01.2011, 19:10 Uhr
olivengreg
registriertes Mitglied


Guten Abend Bartisto,
guten Abend in die Runde,

ich bin zwar keiner der mit dem Messer umgehen kann, aber ich habe gestern Nacht diese Anleitung (aus Neugierde) zum "Ledern" gelesen.

Klasse.

Respekt vor der Arbeit und der Zeit welche Du in diesen Thread invenstiert hast.

Diese Anleitung gehört meiner Meinung nach in den oberen Teil:

"Anleitung zur Nassrasur"

Chapeau Bartisto, Charbeau

LG

Gregor

--
JA ICH KANN ES auch einfach mal bleiben lassen.

Diese Nachricht wurde am 04.01.2011 um 19:14 Uhr von olivengreg editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000014
04.01.2011, 19:22 Uhr
Bull
registriertes Mitglied


olivengreg schrieb:

Zitat:
Diese Anleitung gehört meiner Meinung nach in den oberen Teil:

"Anleitung zur Nassrasur"

Volle Zustimmung!
Solche sachlichen Beiträge sind wirklich eine Bereicherng für das Forum.

--
Stil ist richtiges Weglassen des Unwesentlichen.

Anselm Feuerbach
 
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Diskussionsnachricht 000015
04.01.2011, 19:23 Uhr
leutnantbrown
registriertes Mitglied


...die Hand ist ( bei einem Schlankeren :-) ca. 10 cm vom Bauch entfernt.

Ich sehe es bildlich vor mir, wie entsprechend ausgestattete Zeitgenossen nach einem halben Meter Körpermitte bis Riemen immer noch keine 10 cm Abstand haben und dann vor lauter Anspannung den Riemen zerschneiden.

Nein, mal im Ernst. Super Anleitung.
Es war eine Schande, wie man diesen Beitrag fast schon herkommandiert hat. So sollte man hier im Forum nicht miteinander umgehen. Welches Mitglied im Forum hat sich im Bereich der Informationsweitergabe verdienter gemacht? Ich habe viel unter anderem von Bartistos Beiträgen profitiert.

Eine Sache ist mir wie Nik auch nicht ganz klar. Die verschiedenen Drücke, die auch durch die Kreuztechnik auf das Messer und die Schneide wirken. Wenn ich mit dem Kopf des Messer in die Mitte des Leders komme, habe ich dann natürlich weniger Auflagefläche bei gleichbleibendem Druck. Dadurch erhöht sich doch der Druck im Bereich des Kopfes.

Gruß
Peter

--
Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.
 
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Diskussionsnachricht 000016
04.01.2011, 20:12 Uhr
peeberlin
registriertes Mitglied


Guten Abend Bartisto,

gerne erinnere ich mich an Deine nette Telefonberatung zum Thema Schleifsteine und die praktischen Hinweise für einen Anfänger. Hat sehr geholfen grundlegende Fehler zu vermeiden

Der neue Beitrag zum Ledern ist ebenfalls Klasse, danke dafür!

Herzlichen Gruß.
Peter
 
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Diskussionsnachricht 000017
04.01.2011, 21:08 Uhr
KlingeX
registriertes Mitglied


Hallo Bartisto,

viele Dank für den super Beitrag. Vielleicht habe ich den Grad von meinem neuen Rasiermesser durch falsches abledern "weggeledert".
Die Zeichnungen sind auch super. Ich glaube ich habe mit zu viel Druck auf dem Leder gearbeitet. Ich ging davon aus das ein 1/1 hohles Messer so etwas braucht. Heute hat mir ein Dovo Rasiermesserverkäufer gesagt, wenn ein Rasiermesser lange nicht benutzt wird, kann er auch stumpf werden.
Es kann auch sein das mein Bart extrem hart ist und den Grad ruiniert. Ich muss für jede Rasur eine neue Shavetteklinge benutzen.

Wenn ein Rasiermesser 1 Jahr in Benutzung ist und immer noch scharf, dann ist es perfekt geschliffen ... ein Traum. Hast Du das gemeinte Rasiermesser selbst geschliffen?

Gruß

--
-> sehe Homepage
 
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Diskussionsnachricht 000018
04.01.2011, 22:05 Uhr
Dubl Duck
registriertes Mitglied


@KlingeX: Bartisto ist ein echter Schleif-Guru, der netterweise auch für Forumsmitglieder Messer auf Vordermann bringt (ich glaube, im anderen Thread wurde er zumindest indirekt erwähnt).

@Bartisto: Ich schließe mich den allgemeinen Lobeshymnen an; eine wirklich tolle Anleitung (fast hätte ich geschrieben, daß ich von Dir nichts anderes erwartet habe ) !!! Sowas braucht wirklich Zeit und Muße, aber man sieht, was dann Gutes rauskommt! Vielen Dank, Gerhard!

--
Der geistige Horizont ist der Abstand zwischen Brett und Kopf.
 
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Diskussionsnachricht 000019
04.01.2011, 22:06 Uhr
oskar
registriertes Mitglied


Schöne Anleitung, Chapeau Bartisto.

Schaumermal

oskar

--
Jeder Jeck is anders (kölsch)
 
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Diskussionsnachricht 000020
04.01.2011, 23:33 Uhr
Yannick
registriertes Mitglied


Herzlichen Dank Bartisto. Sehr schöne Darstellung und für jeden Neuen aber auch für Fortgeschrittene eine gute Anleitung und Hilfe. Wegen meines, nach Splitterbruch, nicht mehr ganz so beweglichen Handgelenkes (und leider auch steiferen Fingern) musste ich den Bewegungsablauf für mich etwas anpassen, aber komme dennoch auf das notwendige Resultat.

Was eventuell noch ergänzt werden könnte, betrifft die Pflege und Behandlung des Riemens. Viele Neue beschichten den gleich zu Beginn schon mit weiss Gott was für verschiedenen Pasten.

Nochmals herzlichen Dank, sehr schöne Arbeit

--
General, we are surrounded by the enemies...!!
Excellent, now we can attack in any direction.
 
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Diskussionsnachricht 000021
05.01.2011, 09:43 Uhr
Adler
registriertes Mitglied


Ich habe es heute Morgen ausprobiert.

Ich muss mich noch umgewöhnen (mit meiner oben-beschriebene Vorgehensweise bin ich schneller und sicherer beim Messerdrehen),
aber die Bartisto-Anleitung funktioniert ausgezeichnet!

Die Klinge ist auch nicht wackeliger, als bei meinem gewöhnlichem Ablauf. Die Schneidekante hat viel bessere Kontakt mit dem Riemen und ich brauche nicht mehr Durchgänge bei geringerem Druck (wie ich befürchtet habe), eher sogar weniger, um das Messer scharf zu bekommen.

Ich bin überzeugt von der Bartistos Vorgehensweise!

Die Eigenschaft des schmales Riemens, die von Nik und leutnantbrown beschrieben wurde:

Wenn man mit dem Kopf des Messer in die Mitte des Leders kommt-
"Mehr Druck im Kopfbereich"

finde ich sehr vorteilhaft in der Verbindung mit der Kreuztechnik, die eher die Betonung auf die mittlere Bereich legt - die kommt öfter in den Kontakt mit dem Riemen, als Kopf und Erlbereich, die bei dem Anfang und Ende des Bewegung in der Luft bleiben. (Man sieht das Phänomen deutlich bei den konkaven Messern, die oft mit einer Kreuztechnik auf den gröberen Steinen bearbeitet wurden). Die Erlbereich könnte man mit ein Paar geraden Schüben nachbearbeiten.

--
Gruß
___, ,___
^^(°v°)^^ Adler

Diese Nachricht wurde am 05.01.2011 um 11:15 Uhr von Adler editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000022
05.01.2011, 11:07 Uhr
Donald
registriertes Mitglied


Olá,

eine super Anleitung und dafür vielen Dank. Die Messerhaltung und -drehung scheine ich ja bisher schon richtig gemacht zu haben. Auf die Idee, den Riemen nicht gerade sondern abgewinkelt vom Körper zu halten, wäre ich nun überhaupt nicht gekommen. Gleich ausprobiert und wird nun auf jeden Fall beibehalten.

Viele Grüsse,Donald
 
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Diskussionsnachricht 000023
05.01.2011, 16:12 Uhr
~Floid_Maniac
Gast


Hallo Großmeister Bartisto,

besser geht nicht.

Danke.

Lieben Gruß,

Floïd_Maniac.

Diese Nachricht wurde am 05.01.2011 um 16:12 Uhr von Floid_Maniac editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000024
05.01.2011, 22:09 Uhr
Arminius
registriertes Mitglied


Lieber Gerhard,
eine großartige Anleitung für das Ledern!
Ich denke, dass du damit jedem Anfänger klar machst worauf es beim Ledern ankommt und das man hier keine Geschwindigkeitsrekorde (siehe youtube) aufstellen sollte.
Aber auch die alten Hasen unter uns können sich da sicher auch eine Scheibe abgucken. Die meisten wenden das Messer über den Rücken und fahren fort ohne es vorher nach links zu versetzen, d.h. hier erfolgt danach eine Bewegung von rechts-oben nach links-unten statt links-oben nach rechts-unten.

--
Favoriten Filarmonica Doble Temple knapp 8/8, Zwilling Friodur 8/8, Thiers Isaard 69, George Butler 13/16, Dorko 6/8 Gold, Bengall 6/8 RS Arko Mühle Silberspitz Heirloom Red Latigo

Diese Nachricht wurde am 05.01.2011 um 22:27 Uhr von Arminius editiert.
 
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