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NassRasur.com-Forum » Rasierhilfsmittel und Pflegeprodukte » Rezepte zum selbermachen » Themenansicht

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Autor Thread - Seiten: -1- [ 2 ]
Diskussionsnachricht 000000
29.05.2003, 21:48 Uhr
ChrisX
registriertes Mitglied


Falls jemand selber mal Seife und Creme machen will, hier 2 Rezepte. (Evtl. Mengen anpassen das es große Mengen sind)



Rasiercreme
Zutaten:

300 g Stearin
150 g Salmiakgeist (10%)
200 g Glycerin
2350 g Wasser
5 g Eosinlösung
50 g Geraniumöl
20 g Lavendelöl
30 g Bergamottöl

Rezept:

Man schmilzt das Stearin, setzt dann unter Umrühren Salmiakgeist, Glycerin, Wasser sowie Eosinlösung (zur Färbung) zu. Man vermischt die halberkaltete Masse mit Geraniumöl, Lavendelöl und Bergamottöl. Das Ganze ist bis zum Erkalten zu rühren und wird schließlich in Tuben verpackt.


**********************************


Rasierseife
Zutaten:

20 kg weißer Talg
5 kg Kokosöl
16 kg Natronlauge (23%)
VORSICHT, siehe unten in meiner Nachricht (Stefan P. Wolf)
4 kg Kaliumcarbonatlösung (27%)
60 g Lavendelöl
60 g Rosmarinöl

Rezept:

Eine gute Rasierseife muß zart und leicht schäumen und der Schaum lange Zeit stehen bleiben. Man geht wie folgt vor:
Man gibt den Talg und das Kokosöl in einen Kessel und erwärmt auf 50° C. Hierauf rührt man vorsichtig die Natronlauge und dann die Kaliumcarbonatlösung dazu, bis man unter weiterer Erwärmung bis auf 75° C eine schöne gleichmäßige Seifenmasse erhält, welche man mit Lavendelöl und Rosmarinöl parfümiert.


Falls jemand die Möglichkeit hat und die Utensilien sowas herzustellen beteilige ich mich gerne an den Kosten. Vielleicht können wir das Rezept verfeinern und damit unsere eigene Nassrasur.com-Produkte herstellen.

--
Aberglauben bringt Unglück!

Diese Nachricht wurde am 30.05.2003 um 11:54 Uhr von Stefan P. Wolf editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000001
30.05.2003, 08:57 Uhr
Roff
registriertes Mitglied


ChrisX schrieb:

Zitat:
Falls jemand selber mal Seife und Creme machen will, hier 2 Rezepte. (Evtl. Mengen anpassen das es große Mengen sind)

Also die Rasierseife würde mir mit den Mengen wohl rund 300 Jahre reichen...

Hast Du diese Rezepte schon einmal ausprobiert oder eine "Kostprobe" davon erhalten?? Oder anders gefragt: kriegt man auch eine gute Seife mit diesem Rezept??
 
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Diskussionsnachricht 000002
30.05.2003, 10:18 Uhr
ChrisX
registriertes Mitglied


Deswegen schreibe ich ja das ich mich beteiligen würde wenn jemand die Möglichkeiten hat das herzustellen. Ich denke dazu braucht man einen großen ausrangierten Topf und einen Herd in einem Gartenhäuschen oder so. In der heimischen Küche würde ich es nicht gerade machen. Die Mengen kann man ja durchaus nach unten anpassen.

--
Aberglauben bringt Unglück!
 
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Diskussionsnachricht 000003
30.05.2003, 11:52 Uhr
Stefan P. Wolf
Forumsgründer


Bitte Vorsicht, wenn man solche Sachen ausprobiert!!!

Chemie -- insbesondere Lebensmittel- und Kosmetikchemie ist etwas
anderes, als Kochen! Jeder, der schon einmal an der Tropfpipette
einen Ph-Wert einzustellen hatte, der weiß, wovon ich rede.

Rasiercremes, Seifen -- alles, was man sich in's Gesicht schmiert,
muß genauestens ausgewogen sein, sonst gibt es Hautreizungen oder im
schlimmsten Fall sogar schwere Verletzungen! Wenn ich von 16kg Natron-
lauge lese, bekomme ich Gänsehaut !

Wenn man Seife mit (stark ätzender!!!) Natronlauge selber kocht, dann
muß das ganze auch neutralisiert werden -- das ist alles keine Heim-
Hobby-Kochstunde... BITTE, FINGER WEG VON SOLCHEN VERSUCHEN!!!

Es gibt Anbieter von Seifensets -- da kann man Glycerinseife oder
Olivenölseife (zum Einschmelzen -- sind besondere Sorten!!!) und Öle
kaufen. Die Seife ist fertig, aber unparfümiert -- die kann man ein-
schmelzen und eigene Zutaten (Düfte, Fette, Farbstoffe etc.) zugeben.
Das ist ungefährlich(er). Bleibt nur noch das Risiko der Allergie auf
einen der zugegebenen Stoffe (oder Reizungen durch zuviel ätherische
Öle), aber das Risiko hat man ja bei gekauften Seifen auch.

Hobby- und Ökoläden (Spinnrad etc.) müssten solche Seifensets haben,
ansonsten gibt es richtige Seifenversender, z.B. Brambleberry in den
USA. Die haben meist auch Basis-Sets für Rasierseife:

www.brambleberry.com/kits.html

Sowas muss es eigentlich auch in Deutschland geben... Ansonsten sind
die dort angegebenen Zutaten (Olivenölseife schmelzbar, Bentonit - ein
Quellton, Rizinusöl) sicher auch anderswo zu bekommen oder zu ersetzen
(Glycerinseife schmelzbar, Olivenöl/Babyöl).


Gruß, Stefan.

--
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Diskussionsnachricht 000004
02.06.2003, 10:18 Uhr
Christian
Moderator


Ich kann mich da Stefans Warnung nur anschliessen. Die Seife selbst zu kochen ist ein sehr heisses Eisen. Ich habe lange genug selbst Chemie gemacht und kenne auch ein einen Chemiker. Es kann eben alles einmal schiefgehen. Da kanns dann schon beim kochen zu Verätzungen führen oder eben nachher beim Benutzen der Seife.

Es gibt dafür Rohseife (siehe Artikel bei ProSieben).

Lieder hat ich es auf die schnelle nicht gefunden, aber es gab vor ein par Wochen in Galileo einen Beitrag über einen Seifenkocher. Das sah alles nicht so aus, als ob mans so ohne weiteres in der Küche hinbekommt.

Gruss
Christian

Wer sich für Die Seifenherstellung interessiert kann ja mal die beiden Damen aus dem Artikel anschreiben und nett erfragen, ob wir ihre Lieferanten genannt bekommen. Wir sind ja schliesslich keine Konkurrenz

Zum Thema selber Mischen. Ich hab da mal meinem Chemiker angespitzt, ob der mal nicht ein gewisses Rasieröl auseinandernehmen kann. Dieses sollte durchaus leichter herstellbar sein, als eine Seife aus den Grundstoffen.

--
"'Multiple exclamation marks [...] are a sure sign of a diseased mind." Terry Pratchett in "Eric"
 
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Diskussionsnachricht 000005
24.08.2007, 11:54 Uhr
harrykoeln
registriertes Mitglied


Greifen wir das Thema doch nochmal auf.
Ich wollts wissen und hab ein paar Öle und Fette verseift und aromatisiert.
Momentan alles zum trocknen in meinem Keller zu finden. Dauert etwa 4-6 Wochen und dann wird sich mit der eigenen RS rasiert...

--
Greetinx aus Köln
Harry

Erst wägen, dann wagen - erst denken, dann sagen!
 
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Diskussionsnachricht 000006
06.11.2008, 16:22 Uhr
plautze
registriertes Mitglied


wie isse eigentlich geworden?

--
"Ein Handtuch, heißt es da, ist so ziemlich das Nützlichste, was der interstellare Anhalter besitzen kann."
 
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Diskussionsnachricht 000007
06.11.2008, 16:34 Uhr
~TomH
Gast


Hatte vor längerer Zeit mal ein Stück von Harry's Seife, die war echt nicht schlecht, für eine selbstgerührte, home-made-Seife...
 
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Diskussionsnachricht 000008
06.11.2008, 17:12 Uhr
KlingenSchwingeR
registriertes Mitglied


ich weiß nicht, wo das problem liegt, einfach die natronlauge direkt ins gesicht, dann hat man kein problem mehr mit rasieren.
 
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Diskussionsnachricht 000009
07.11.2008, 07:24 Uhr
~TomH
Gast


KlingenSchwingeR schrieb:

Zitat:
(...) einfach die natronlauge direkt ins gesicht, dann hat man kein problem mehr mit rasieren.

...stimmt und die Hautcreme spart man sich auch...und zwar auf Lebenszeit, nie wieder RS/RC, AS und EdT...
 
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Diskussionsnachricht 000010
07.11.2008, 12:41 Uhr
dailysoap
registriertes Mitglied


Natronlauge. Macht keine Witze.
Selbst verdünnte Natronlauge kann im Auge zu schweren Verätzungen und zur Erblindung führen, da sie tief ins Gewebe eindringt und man die Lauge schwer neutralisieren kann, wenn sie erstmal in die Hornhaut und in den Tränenkanal eingedrungen ist. Mitunter muss stundenlang (!) das Auge gespült werden.
Aber auch Hautverätzungen sind bitterbös, gerade bei höher konzentrierter Lauge.

Daher zur Abschreckung ein medizinisches Bild eines verätzten Auges.
Fachleute bezeichnen den Effekt sehr treffend als “Gekochtes Fischauge”:
Foto (bausch.com)

Schutzbrille und Augenspülflasche sollte man schon zur Verfügung haben, wenn man damit hantiert.

Diese Nachricht wurde am 07.11.2008 um 12:41 Uhr von dailysoap editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000011
11.06.2011, 21:40 Uhr
frischer Fisch
registriertes Mitglied


Wie sieht das den mit normaler Seife aus zum rasieren ?
Wo liegt von den Zutaten der Unterschied zur normalen Seife ,was ist anders ?

GRuß
Sven

--
Meine Werkzeuge : Schick Butterfly Typ Krona, Vanta, Wilkinson Classic, Rasierpinsel Dachshaar DM, Wilkinson Rasierseife, türkisches Kolonya, Pitralon, Wilkinson Classic u.a.Florida Water,Mühle Hobel
 
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Diskussionsnachricht 000012
11.06.2011, 22:11 Uhr
CaptnAhab
registriertes Mitglied


hallo frischerFisch:

da stehts ziemlich gut drin:

www.zunftwissen.org/de/index.php/Rasierseife

--
Gruss CA.

Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir - für immer. (Konfuzius)
 
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Diskussionsnachricht 000013
11.06.2011, 22:16 Uhr
frischer Fisch
registriertes Mitglied


aha danke ...sehr interessanter Link...dann ist doc hdie oben gennante Seifenanleitung eigendlich ne normale Handseife oder ?

--
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Diskussionsnachricht 000014
11.06.2011, 22:23 Uhr
CaptnAhab
registriertes Mitglied


nee, stearin ist schon die hauptsache, das einzige, was der oberen fehlt, ist der kokosölanteil, aber kokosöl gabs bei uns in der regel vor 150 jahren zb noch gar nicht, trumper macht schon sehr lange rasierseifen, also sprich: es ist insgesamt entbehrlich.

(gut, vielleicht hatte trumper die möglichkeit, kokosöl aus quellen der englischen überseekolonien zu beziehen, das wäre eine erklärung für die frühe englische seifenherstellung, aber das ist spekulation, das weiss ich nicht)

--
Gruss CA.

Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir - für immer. (Konfuzius)

Diese Nachricht wurde am 11.06.2011 um 22:47 Uhr von CaptnAhab editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000015
11.06.2011, 22:30 Uhr
frischer Fisch
registriertes Mitglied


ach da oben ja hab ich gelesen, aber wie sieht es aus wenn man einem Seifenrezept welches man hat stearin zufügt geht das so einfach ?

--
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Diskussionsnachricht 000016
11.06.2011, 22:45 Uhr
CaptnAhab
registriertes Mitglied


keine ahnung, frischerFisch, probiers einfach mal aus.
(bloss pass auf wegen siedeverzugs, grade bei seifen. siehe warnung von stefan).

ich habe - wie wahrscheinlich viele von uns - nur ein einziges mal selbst praktisch seife hergestellt, und zwar anno tobak im chemie unterricht, in der neunten klasse.

--
Gruss CA.

Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir - für immer. (Konfuzius)

Diese Nachricht wurde am 11.06.2011 um 22:46 Uhr von CaptnAhab editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000017
19.06.2011, 11:04 Uhr
OleHB
registriertes Mitglied


Es gibt einige Communities, die sich mit der Herstellung von Seife (und Kosmetika) beschäftigen. Für Seife ist das vor allem naturseife.com Wer sich dagegen für Cremes etc interessiert sollte, in der ruehrkueche.de vorbei schauen. Dort sind auch entsprechende Warnungen und Vorsichtsmassnahmen für den Umgang Natronlauge zu finden - wenn man die beachtet, geht das durchaus auch in der heimischen Küche.

Eine andere Sache ist die richtige Rezeptur. Gerade gute Rasierseifen herzustellen ist nicht sehr einfach. Einwichtiger Bestandteil ist ein Öl, das genug Schaum erzeugt, wovon es nicht so viele gibt. Das ist vor allem Kokosöl und Babassuöl. Das andere ist, das der Schaum standfest wird, was man über hohe Anteile von Stearinsäure (ein Fett, nicht von dem Wort Säure irritieren lassen) erreicht. Die Verarbeitung von Stearinsäure ist aber nicht einfach. Wer sich daran machen will, sollte sich in den entprechenden Foren erst Mal gründlich einlesen.
 
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Diskussionsnachricht 000018
22.04.2017, 18:24 Uhr
Jazzman2009
registriertes Mitglied


Hallo,

der Thread ist verdammt alt, aber ich dachte, der muss mal wieder auferlebt werden, nachdem ich mit Erfolg eigene Rasierseifen herstelle,die nicht zum Verkauf anstehen, somit keine Eigenwerbung.
Mich hatte das schon immer gereizt das Thema und nach längerer Zeit der Einarbeitung, hatte ich mich dann daran gewagt so eine Rasierseife zu sieden. Und schon der erste Versuch war ein Erfolg.Mittlerweile habe ich die ganze Geschichte etwas verfeinert und wollte Euch das Rezept, oder besser gesagt eins der Rezepte nicht vorenthalten.
Die Seifen wurden schon von anderen Usern in anderen Foren getestet und angewandt und die Resonanz war durchgehend sehr positiv. Der Schaum erzeugt eine wunderbare feste Konsistenz und ist stabil über Stunden, gleitet gut und pflegt prima. Hier erst mal das Rezept:

35% Stearinsäure
30% Rindertalg
25% Kokosöl
10% Rizinusöl
Das ergibt 100% Fette/Öle so macht man das bei Seifenrezepten
30% Wasser (das bezieht sich nicht auf das Endgewicht, sondern auf die obengenannte Gesamtfettmenge)(wären oben die genannten % te Gramm, so käm hier 30g Wasser dazu und zwar Gramm nicht ml,bei Seifen wird alles gewogen!)
4% Glyzerin (von Gesamtfettmenge)
2% Seidenprotein (von Gesamtfettmenge)
2% Kaolin (von Gesamtfettmenge)

Das ganze mit 5 % Überfettung Mischverseift.
Das heißt: man muss die Fettprozente in eine Seifenrechner eingeben, der berechnet die benötigte Menge an NaOH (Natriumhydroxid und die benötigte Menge KOH (Kaliumhydroxid) die man zur herstellung der Lauge benötigt.
Eine recht herkömmliche Mischverseifung bei Rasierseifen ist 60% KOH und 40% NaOH. Sprich: die erechnete Menge KOH multipliziert man mit 0,6 und die berechnete Menge NaOH mit 0,4.
Das ganze zu mischen ist nicht ungefährlich und man sollte das nicht einatmen und ein Spritzer ins Auge heisst Krankenhaus. Also Vorsicht damit, draussen mischen, Schutzbrille tragen !!!!!!!!

Bitte hier Sicherheitshinweise lesen und auch befolgen:

https://de.m.wikibooks.org/wiki/Seife_herstellen#Praxis:_...

Das Gemisch 60% KOH, 40% NaOH langsam ins Wasser schütten, das wird verdammt heiss. In dieser Reihenfolge oder es spritzt gefährlich stark. Also ein hitzebeständiges Glas verwenden!

Der Vorgang ganz kurz: Die harten Fette langsam erhitzen (in dem Fall Stearinsäure,Rindertalg und Kokosöl) bis sie flüssig sind. Achtung: Die Stearinsäure hat einen recht hochen Schmelzpunkt (65 Grad), das dauert und man sollte die anderen beiden entweder seperat schmelzen, oder am Schluss dazu tun. Die geschmolzenen Fette in eine Rührschüssel,das Öl (in dem Fall das Rizinusöl) dazu und dann die Lauge langsam dazukippen und dabei mit einem elektrischen Rührstab vermengen. Viel Spass dabei, das Zeug wird ruckzuck dick und es gibt sich ein Brei ala Kartoffelpüree.
Das ganze Abkühlen lassen auf ca 30 Grad und dann Glyzerin, Seidenprotein und Kaolin dazurühren. Dann die Seife abfüllen und 6 Wochen warten. Das ist das schwierigste ;-)
Nun ich warte nicht 6 Wochen und verwende die Seife ohne Probleme nach ein paar Tagen. Einen Test kann mann mit einer kleinen Menge sofort machen, wenn die kleine Menge kalt ist.

Viel Spass beim Sieden und ein schönes Wochenende

--
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Sputnik, ASP, Perma Sharp
THÄTER Pinsel 49125 Silberspitze 3-Band Plexiglas
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Diskussionsnachricht 000019
10.03.2019, 18:21 Uhr
pbruk
registriertes Mitglied


Tach zusammen

Hier mal ein Rezept von mir hab ich gestern gesiedet mal sehen wie es wird hab sie mal was höher überfettet.

für Pit´s Rasiertraum ÜF ca 7%

Kokosöl gehärtet: 150.0g 31.9%
Olivenöl: 80.0g 17.0%
Avocadoöl grün: 80.0g 17.0%
Rizinusöl: 80.0g 17.0%
Sheabutter: 80.0g 17.0%

2 Teelöffel gestrichen Tonerde und
Ätherische öle 13,6 Lemnegrasöl zugegeben

Wasser 155g

NaOH bitte selber berechnen

Das nägste mal werde ich nur 250g machen das reichte evt am Rezept feilen aber das erst in 6 Wochen wenn ich die aufschlagen kann.

Schöne neue Woche

--
BAILI Butterfly BR177, BAILI BT131, River Lake RZ700 langer Griff, Erbe Tradition 6490,
Mühle R89 kurzer Griff

Dachs, Balea MEN Rasierpinsel Professional, Mühle Reise Reiserasierpinsel von MÜHLE, mit Silvertip Fibre®

Diese Nachricht wurde am 10.03.2019 um 18:25 Uhr von pbruk editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000020
10.03.2019, 18:44 Uhr
Jazzman2009
registriertes Mitglied


Hallo Pbruk,

schön zu sehen, das auch noch andere sieden.
Aber eine Rasierseife ohne Stearin, das hat mit Rasierseife nichts zu tun. Da die Zutaten aber sehr gut sind, ist die Seife als Handseife super, speziell mit der Überfettung.
Schau mal im Seifenrechner (Soapcalc) nach, wenn Du dein Rezept eingibst, dann ist Cleansing sehr hoch, was für eine Waschseife super ist, aber wir wollen uns ja rasieren, da muss der Wert für Creamy über 60 sein, besser noch an und über 70. Das ereicht man nur mit Stearin. Mindestens 35 %. Ausserdem werden Rasierseifen Mischverseift, sprich KoH und NaoH.

Viel Spass

--
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Diskussionsnachricht 000021
10.03.2019, 20:45 Uhr
pbruk
registriertes Mitglied


Tach zusammen

wollte eine Seife ohne Stearin schauen wir mal wie die Seife in 6 Wochen ist werde berichten.

stürmischen Sonntag noch

--
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Diskussionsnachricht 000022
11.03.2019, 13:42 Uhr
quadral
registriertes Mitglied


pbruk schrieb:

Zitat:
NaOH bitte selber berechnen

Würde ich gern machen, wenn ich wüsste welchen Anteil an (Fett-)Säuren in den jeweiligen Ölen enthalten sind. Wenn ich die Zutaten aus der Küche stibitze ist in der Regel keine chemische Analyse aufgedruckt.

Durchschnittswerte nehmen?
 
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Diskussionsnachricht 000023
11.03.2019, 15:44 Uhr
pbruk
registriertes Mitglied


Tach quadral


schau mal hier

https://www.seifen-rezepte.de/rohstoffe/

ein Seifenrechner hilft beim zusammenstelle und der NaOH Ermittlung

zb www.handmade-by-kathrin.de/soap/calc/

da ist fast alles drin, du kannst die Rohstoffe in g eingeben
und zusammenstellen .

--
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Diese Nachricht wurde am 11.03.2019 um 15:46 Uhr von pbruk editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000024
11.03.2019, 17:16 Uhr
quadral
registriertes Mitglied


Hallo pbruk,

mein Problem - wenn es denn eins ist - sind die Ungenauigkeiten.

z.B.
Olivenöl

Zusammensetzung:
Ölsäure (75 % – 80 %), Palmitinsäure (10 % – 11 %), Linolsäure ( 5%), Stearinsäure ( 3% – 4 %)

Verseifungszahl: 0,1345

Wenn ich die Natronlauge neutralisieren möchte, muss die Menge der Säuren schon stimmen. Schließlich möchte ich mir ja nicht unbedingt die reine Natronlauge ins Gesicht pinseln. Stöchiometrie ist wohl das Stichwort und bei Nichtbeachtung nutzen mir dann auch die Schutzbrille und die Schutzhandschuhe nichts.

Im obigen Beispiel kommen zwischen 93 und 100% Fettsäuren heraus, zu der sich die passende Menge an Natriumhydroxid berechnen lässt. Als Naturprodukt spielen da wohl Bodenverhältnisse, Standort, Witterungsverhältnisse, Sonnenscheindauer und Panschverhalten des Ölbauern mit rein.

Oder reisst es die "Überfettung" wieder raus?
 
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