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NassRasur.com-Forum » Sonstige Nassrasurthemen » alter Stahl vs. neue Klingen » Themenansicht

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Autor Thread - Seiten: -1-
Diskussionsnachricht 000000
17.09.2013, 22:42 Uhr
DonMateo
registriertes Mitglied


ahoi, ich hab zwar im Forum gesucht, aber darüber nix gefunden.
Was zum Henker ist so wahnsinnig toll an den "alten" Stahlklingen? Kann man die heut zu tage nicht mehr machen? Haben wir das Handbuch für den Rasiermesserstahl im WK II verloren? Oder ist es auch ein wenig Marketing? Was sagen die Stahl-Spezialisten dazu, was die Schleiffer im Forum?

Beste Grüße, nein nicht aus der Stahlstadt Linz, sonder aus dem schönen Wien.
DonMateo
 
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Diskussionsnachricht 000001
17.09.2013, 22:50 Uhr
Drill Instructor
registriertes Mitglied


Seit ich anfange darüber nachzudenken mich evtl. mit dem Messer zu rasieren habe ich die gleiche Frage und bislang keine Antwort gefunden.

Exakt heute Abend habe ich den GRF-Thread zu diesem Thema durchgeackert - und bin keinen Deut schlauer.

Bisher kenne ich mich ja messertechnisch nur bei Kochmssern aus und dort habe ich mit modernen PM-Stählen (die angeblich für Rasiermesser komplett untauglich sind) nur die besten Erfahrungen gemacht.

Von daher freue ich mich sehr über die Erfahrungen der hier versammelten Messerprofis.

--
Im Sommer 2014 habe ich kühlendes Aftershave verwendet. Alle drei Tage.
 
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Diskussionsnachricht 000002
18.09.2013, 00:26 Uhr
old sack
registriertes Mitglied


Du könntest genauso gut fragen, was so toll ist an einem Oldtimer und ob man heute keine guten Autos mehr bauen kann. Oder was ist so toll an Büchern aus Papier, braucht auch kein Mensch mehr (naja, außer mir und ein paar anderen Bekloppten vielleicht). Was die genauen Eigenschaften alten und neuen Stahls angeht, da lasse ich Fachkundigeren gern den Vortritt, aber ich finde, so alte Rasiermesser haben schon was Besonderes jenseits der Materialbeschaffenheit.

--
“Some people never go crazy. What truly horrible lives they must lead.”
Charles Bukowski
 
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Diskussionsnachricht 000003
18.09.2013, 07:18 Uhr
Drill Instructor
registriertes Mitglied


Naja, als Oldtimerfan (bin selbst einer) liebt man natürlich seinen Oldie aber man würde wohl kaum behaupten, dass dieser rein technisch absolut gesehen besser ist als moderne Autos. Charakter, Reparierbarkeit, alles gut. Aber für die tägliche Fahrt nimmt man dann doch das moderne Auto.

Das ist beim Rasiermesser anders. Dort werden alte Messer oder zumindest Messer aus alten Rohlingen rein von den technischen Leistungsfähigkeit den moderneren Klingen vorgezogen.

--
Im Sommer 2014 habe ich kühlendes Aftershave verwendet. Alle drei Tage.
 
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Diskussionsnachricht 000004
18.09.2013, 07:49 Uhr
Klaasianer
registriertes Mitglied


Abgesehen vom Stahl, geht es bei den Messern in erster Linie um den Schliff. Und darin liegt die große Kunst.
Ich stelle hier mal ein Originalzitat aus meiner eMail-Korrespondenz mit Revisor-Solingen herein, G. Kronenberg ist einer der Eigentümer von Revisor.

Zitat: "....Unsere 7 Mitarbeiter sind zum Teil weit in die 70 Jahre alt, es ist ein aussterbender Beruf, es gibt keine Lehrausbildung mehr.
Es gibt noch 10 kleine/große Firmen die in Solingen Rasiermesser herstellen, wobei die großen Firmen bereits per Vollautomat ( Rohware vorne rein, hinten kommt das fertige Messer raus ! , nur noch Abziehen (schärfen) ist erforderlich. Keine Qualität mehr sondern nur noch Quantität, der Sammler kann es natürlich erkennen." Zitatende

Ich hoffe, damit zumindest einen Teil Deiner Frage beantwortet zu haben.

--
alte und neue, USA, GB, D, F, J, Sp, Swe
Gilette Vest Pocket Herold Juchten, derMosh-Lederriemen-Extraqualität
_________________________________
rasito ergo sum
 
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Diskussionsnachricht 000005
18.09.2013, 07:53 Uhr
Fynn1177
registriertes Mitglied


Der User Iltis aus dem Nachbarforum hat mal ne logische Erklärung geschrieben.
Es gab auch früher schlechten Stahl, genauso wie heute.
Allerdings ist die Chance das man ein Rasiermesser aus schlechtem Stahl über 100 Jahre und länger nutzt eher gering ist.
Die "alten" schlechten Klingen sind mit Sicherheit entsorgt worden.

Bei neuen Klingen besteht halt die Gefahr auch an schlechten Stahl zu geraten.
Da stehe ich zu der Aussage, man bekommt was man bezahlt.
Ausnahmen bestätigen die Regel "Gold Dollar".
Wenn man > 100€ anlegt bekommt man in der Regel auch ein Messer aus vernünftigem Stahl.
Die "neuen" 10-50€ Messer von Ebay sind da eher suboptimal.
 
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Diskussionsnachricht 000006
19.09.2013, 14:38 Uhr
DonMateo
registriertes Mitglied


Gut gut, Klaasianer hat es (leider) angesprochen, die Zunft wird wohl nur mehr von und für Liebhaber weiterleben. Wobei ich auf ein Umdenken der Menschheit hoffe. Von Wegwerfgesellschaft hinzu "fair und nachhaltig".

UNd es erklärt auch, warum ich bis jetzt 10 alte Messer habe, und kein einziges neues dabei ist.
Wobei ein Wacker und Thiers Issard schon auf der Liste stehen ;-)

Spitzenstahl der für Rasierklingen verwendet werden kann wirds wohl auch nicht "en detail" geben.

Danke für eure Antworten und Meinungen

LG aus Wien
DonMateo
 
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Diskussionsnachricht 000007
24.09.2013, 16:56 Uhr
Lexan
registriertes Mitglied


Ein weiterer Punkt ist, das die alten Messer meist kein Edelstahl haben, dadurch sind sie zwar pflege intensiver aber von der Struktur weit aus schärfer zu machen als der Edelstahl der heutzutage verwendet wird
 
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Diskussionsnachricht 000008
24.09.2013, 17:18 Uhr
The American
registriertes Mitglied


Ich weiß nicht warum, aber meine Lieblingsmesser sind allesamt Oldtimer - und zwar allein aufgrund des Rasierverhaltens. Ich hab auch einige neue, die natürlich auch nicht schlecht sind und auch "funktionieren". Aber wenn's ums Schärfe halten geht, oder Sanftheit, oder einfach nur die Haptik - da greif ich lieber zu den Alten.

--
Das ultimative Equipment ist immer das, was man so lange einsetzt, bis man es perfekt beherrscht.
 
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Diskussionsnachricht 000009
24.09.2013, 17:21 Uhr
The American
registriertes Mitglied


DonMateo schrieb:

Zitat:
Wobei ich auf ein Umdenken der Menschheit hoffe. Von Wegwerfgesellschaft hinzu "fair und nachhaltig".

Hört, hört.

Ich denke, wir werden's noch erleben, dass Unternehmen, die zum Beispiel auf geplante Obsoleszenz setzen, an den Pranger gestellt werden. Zu Recht.

Aber bei dem Thema ereifere ich mich immer - nicht gut für meine Nerven.

--
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Diskussionsnachricht 000010
24.09.2013, 19:13 Uhr
~TomMuc
Gast


Hallo liebe Gemeinde,
Habe bisher noch nicht soviele Messer gemacht das ich mich trauen würde etwas über neuen oder alten Stahl zu behaupten.
Meine Vermutungen sind:

Früher wurde Qualität noch größer geschrieben als heute, denke der Grund dafür liegt viel an den Dumpingpreisen der Importen heutzutage.
Grund Nummer zwei dürfte sein das früher noch viel mehr wirklich von Menschen hergestellt wurde und heutzutage eher maschinell.
Früher waren die Menschen einfach spezielle Schmiede nur für diesen Bereich und haben auch nur Messer etc hergestellt.

Wie gesagt es gibt bestimmt auch heute guten Stahl weil die über die Jahre auch immer mehr dazugelernt haben.

Ich hoffe auch das irgendwann mal wieder zuerst in der Nachbarschaft eingekauft wird als wie aus China importiert.
Genauso das mal wieder mehr auf Qualität hingearbeitet wird als wie auf Quantität...

Liebe Grüße Tom
 
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Diskussionsnachricht 000011
25.09.2013, 12:18 Uhr
The American
registriertes Mitglied


Ich persönlich stelle meine persönliche "Ausrüstung" (nicht nur rasurtechnisch) seit einigen Jahren konsequent auf nachhaltig um und bin für jeden alten Schrott dankbar, der bei mir endlich das Zeitliche segnet - viel ist Gott sei Dank nicht mehr übrig.

Rahmengenähte Schuhe, vernünftig verarbeitete Hemden mit guter Passform - klar, das tut beim Bezahlen natürlich erst mal weh. Aber mittlerweile könnte ich mir nicht mehr vorstellen, dass ich mich jeden Monat mit den Menschenmassen im Factory Outlet drängeln muss, weil sich die erst ein Jahr alten geklebten Gummi-Treter in Wohlgefallen auflösen oder der Hemdenstoff nach 20x waschen an Manschetten und Kragen ausfranst.

Ich mach diese Gängelei der Marketing-Strategen nicht mehr mit, die ihre Produkte absichtlich so unterirdisch gestalten, dass man sie schnell nachkaufen MUSS - ob die Rechnung nun für mich als Verbraucher dabei aufgeht, ist völlig nebensächlich.

Fürs Rasieren gilt dasselbe. Ein Rasiermesser, das bei richtiger Pflege und Handhabung in 100 Jahren noch genauso gut rasiert wie am ersten Tag, oder ein Stück Rasierseife für ein Euro puppdich, das ein Jahr lang hält? Das wäre für viele Ingenieure oder Produktdesigner sicher eine Frage der Ehre und ein echtes Argument für den Konsumenten - aber um die geht's eben nicht. Mit überteuerten Plastikklingen und Schlabberschaum aus der Dose schröpf ich den Markt halt viel effizienter - weil der Verbraucher kauft, weil er muss oder es einfach nicht besser weiß.

Nee, nicht mit dem Commander.

--
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Diskussionsnachricht 000012
25.09.2013, 16:09 Uhr
CaptnAhab
registriertes Mitglied


Guten Tag, die Herren,

zum Thema "alte Stähle" und deren Qualität:
wir hatten schon öfters umfangreiche "Stahldiskussionen".

Wenn man das Stichwort "Stahl" in die Suchfunktion eingibt, dann kommen bergeweise Artikel.

Hier darf ich exemplarisch auf folgenden, aktuelleren Beitrag verweisen:
forum.nassrasur.com/showtopic.php?threadid=11842&loc=...

--
Gruss CA.

Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir - für immer. (Konfuzius)
 
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Diskussionsnachricht 000013
25.09.2013, 18:05 Uhr
DonMateo
registriertes Mitglied


Danke dir CaptainAhab, den threat hab ich gesucht, aber nicht gefunden.
Und eine gute Erklärung kann man auch auf der homepage von koraat (einfach googeln) lesen. Der junge Meister macht sich den Stahl selber, da wie er richtig sagt, der wirklich gute Stahl für Rasiermesser nicht in der Menge abgesetzt werden kann.
 
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