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NassRasur.com-Forum » Sonstige Nassrasurthemen » Barbier in der heutigen Zeit? » Themenansicht

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Autor Thread - Seiten: -1- [ 2 ]
Diskussionsnachricht 000000
25.07.2005, 19:58 Uhr
lutenend
registriertes Mitglied


Meint ihr das in der heutigen Zeit ein Barbier noch von seiner Arbeit leben könnte?

In Zeiten von Hartz 4 denke ich wird es immer weniger Leute geben die sich noch gegen Bares rasieren lassen.

Aber mal von Hartz abgesehen, könnte man von sowas heute noch leben?
Ich würde schon mal gerne zu nem Barbier gehen wenns bei mir sowas gäbe.

Oder anders:
Geht es heute noch einen reinen Barbiersalon zu betreiben ohne auch Friseur zu sein?

Was denkt ihr hätte diese Handwerk noch Zukunft?
 
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Diskussionsnachricht 000001
25.07.2005, 20:08 Uhr
Martin Adler
registriertes Mitglied


Ich glaube nicht, wenn sogar die Anhänger der Nass-/Messerrasur - also wir - das lieber selbst machen...

Die meisten Leute werden zu wenig Geld und Zeit haben. So geht mir das zumindest.

Das könnte sich höchstens in einem Luxushotel lohnen.

Viele Grüße
Martin
 
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Diskussionsnachricht 000002
25.07.2005, 21:34 Uhr
Bartolo
registriertes Mitglied


lutenend schrieb:

Zitat:
Meint ihr das in der heutigen Zeit ein Barbier noch von seiner Arbeit leben könnte?

In Zeiten von Hartz 4 denke ich wird es immer weniger Leute geben die sich noch gegen Bares rasieren lassen.

Aber mal von Hartz abgesehen, könnte man von sowas heute noch leben?
Ich würde schon mal gerne zu nem Barbier gehen wenns bei mir sowas gäbe.

Das hat mit Hartz IV gar nichts zu tun (schau Dir mal die inflationsbereinigte Kaufkraft eines Hartz-IV-Empfängers im Vergleich zu einem Arbeiter 1955 oder einem Kleinbürger 1925 an...), eher damit, dass der Barbier ja ein bißchen mehr als Mindestlohn verdienen sollte. Solche Art Dienstleistung ist in einem Hochlohnland verglichen mit andern Gütern in den letzten 100 Jahren vermutlich massiv im Pries gestiegen.
Das Barbier-Handwerk ist AFAIK schon vor Jahrzehnten (in den Jahren, in denen in D der Wohlstand überproportional gewachsen ist) ein Opfer der modernen Zeiten geworden. Einerseits durch die einfachere Selbstrasur, andererseits (IMO hauptsächlich) durch die Hetze und den Zeitmangel. Neulich hat mal einer das wunderbare Zitat gepostet, wie der Barbier morgens um halb acht bei Konsul Buddenbrook zur täglichen Rasur erscheint. Die Zeiten scheinen vorbei zu sein. Andererseits ist Wellness ja in und verglichen mit einem Besuch auf der Schönheitsfarm ist eine Messerrasur eher preiswert.

viele Grüße

Bartolo
 
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Diskussionsnachricht 000003
26.07.2005, 00:15 Uhr
pinselschwinger
registriertes Mitglied


Könnte in Zeiten höchster Automobilität der Hufschmied von seiner Kunst leben?
Hätte die "Gesellschafterin" in Zeiten von Kino,TV und Internet eine Chance? etc.

Ich denke: Ja, wenn die Nachfrage entsprechend ist. Es muss zwar kein flächendeckender Bedarf mehr befriedigt werden, aber es gibt immer wieder Beispiele, dass alte Handwerksberufe in Nischen ganz gut existieren können (allerdings natürlich nur als Ausnahmeerscheinungen versteht sich!) Wenn also ein Barbier seinen Kundenstamm hat, der zu ihm kommt, den er vielleicht sogar im Auto abklappert - war neulich im TV: griechischer Barbier fährt zum Rasieren in abgelegene Bergdörfer - dann könnte das schon klappen. Messerrasur als was Besonderes...

Problem dabei: sich bei uns so einen Kundenstamm in rentablem Umfang aufzubauen, stelle ich mit nicht einfach vor. Jeder fuhrwerkt sich ja selber mit irgendwas im Gesicht rum, um die Haare möglichst schnell und effektiv von der Backe zu kriegen. Genuss ist das für die wenigsten. Eher lästige Zeitvergeudung...

Wenn man sich anschaut, wieviele unserer Mitmänner sich in aller Herrgottsfrühe durch anhaltendes, nervendes Niederfrequenzsurren einer ernsten Tinnitusgefahr aussetzen (war das ein böser Seitenhieb auf die E-Rasierer?), dann beneide ich keinen, der denen die erfrischende und entspannende Wirkung einer professionellen Messerrasur schmackhaft machen will...

--
pinselschwinger
---------------
"...ich betrete voll Elan den Tanzsalon, eingehüllt in eine Wolke Pitralon." (EAV)
 
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Diskussionsnachricht 000004
26.07.2005, 09:07 Uhr
realxaphod
registriertes Mitglied


Vielleicht, wenn Die Kosmetikindustrie diesen Zweig für sich entdeckt und mit Werbung die Masssen zu erreichen. Dann werden auch viele, ähnlich wie beim Friseur wieder zu einem Barbier gehen.
Das würde ich aber sehr schade finden, da ein exklusiver Bereich dann durch billig Produkte überschwemmt wird.

Ich würde es Begrüssen wenn es wieder mehr Barbiere geben würde und mir den Luxus bestimmt ab und zu mal gönnen trotz eigener Messerrasur.
 
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Diskussionsnachricht 000005
26.07.2005, 14:45 Uhr
Willi
registriertes Mitglied


pinselschwinger schrieb:

Zitat:
Ich denke: Ja, wenn die Nachfrage entsprechend ist. Es muss zwar kein flächendeckender Bedarf mehr befriedigt werden, aber es gibt immer wieder Beispiele, dass alte Handwerksberufe in Nischen ganz gut existieren können (allerdings natürlich nur als Ausnahmeerscheinungen versteht sich!) Wenn also ein Barbier seinen Kundenstamm hat, der zu ihm kommt...............................................................
Problem dabei: sich bei uns so einen Kundenstamm in rentablem Umfang aufzubauen, stelle ich mit nicht einfach vor. Jeder fuhrwerkt sich ja selber mit irgendwas im Gesicht rum, um die Haare möglichst schnell und effektiv von der Backe zu kriegen. Genuss ist das für die wenigsten. Eher lästige Zeitvergeudung...

Hallo zusammen, wer sich heutzutage als reiner Barbier selbstständig machen möchte, handelt meiner Meinung nach höchst Fahrlässig (im Bezug auf sein Ein- und Auskommen)
Auf der anderen Seite ist es aber so, daß nach den Gesetzen der Marktwirtschaft das Angebot die Nachfrage regelt und nicht umgekehrt.
Nun gibt es ja genügend Leute die sich mit dem kürzen von Haaren beschäftigen und einen entsprechenden Kundenstamm haben. Mal angenommen jemand möchte sich bei einem Friseur als Barbier verdingen....
1. Welcher Friseur ist heute noch selbstständig, im Sinne von "hat die volle Entscheidungsfreiheit". Heutzutage ist doch alles und jeder in irgendwelchen "Systemen" gefangen zB. Intercoifeur ect.
2. Sollte man einen finden der tasächlich noch sein eigener Herr ist und diese Idee gutfindet. Was wären dann die Konsequenzen für Ihn als Geschäftsmann?! Lässt er so jemanden selbstständig in seinem Laden rumfuhrwerken? ...glaub ich nicht. Wenn er mit Ihm einen Vertrag eingeht, muß er Ihn als Angestellten bezahlen, und ob sich das am Monatsende rechnet????????? usw. usw............
3. Das Angebot regelt die Nachfrage! Findet allerdings auf ein Angebot keine Nachfrage statt, hat sich die Sache erledigt. Zurück bleiben jede Menge Kosten für Werbung ect.
4. Abschließend meine ich, da müßte sich vorher noch einiges andere tun
um mit so etwas flächendeckend Erfolg zu haben. Irgendwo habe ich hier mal Bilder eines Englischen Barbiersalons gesehen eingerichtet wie ein Clubraum oder eine Bar oder so. Dort verweilt "Man" sicher sehr gerne etwas länger. Und wie sehen unsere Frisierstuben aus?????????

--
Gruß von Willi
5/8" Revisor Solingen 1958 Proraso, Tabac Original, ARKO, LaToja.Alt Innsbruck, Pinaud Clubman, Old Spice, Pashana Mühle Pinsel
 
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Diskussionsnachricht 000006
26.07.2005, 15:06 Uhr
dailysoap
registriertes Mitglied


Willi, Du sagst es.
Der Forumssponsor Salon Hild z.B., zumindest ist das mein Eindruck von der Internetseit her, geht offenbar einen sehr individuellen, "unabhängigen" Weg.
Allerdings braucht man da auch ein entsprechendes Publikum, das auch bereit ist, entsprechende Preise zu zahlen.

Es sollte jedoch noch möglich sein (Phantasie braucht es), etwas zu etablieren, was jenseits von "Billig-will-ich"-Trends, übermodischem Schnicki-schnacki-Getue oder muffig-biederen Salons liegt.
 
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Diskussionsnachricht 000007
26.07.2005, 20:49 Uhr
Willi
registriertes Mitglied


dailysoap schrieb:

Zitat:
Willi, Du sagst es.
Der Forumssponsor Salon Hild z.B., zumindest ist das mein Eindruck von der Internetseit her, geht offenbar einen sehr individuellen, "unabhängigen" Weg.
Allerdings braucht man da auch ein entsprechendes Publikum, das auch bereit ist, entsprechende Preise zu zahlen.

Es sollte jedoch noch möglich sein (Phantasie braucht es), etwas zu etablieren, was jenseits von "Billig-will-ich"-Trends, übermodischem Schnicki-schnacki-Getue oder muffig-biederen Salons liegt.

Jepp, das entsprechende Startkapital vorausgesetzt
Genau so stell ich mir das vor.

--
Gruß von Willi
5/8" Revisor Solingen 1958 Proraso, Tabac Original, ARKO, LaToja.Alt Innsbruck, Pinaud Clubman, Old Spice, Pashana Mühle Pinsel

Diese Nachricht wurde am 26.07.2005 um 20:57 Uhr von Willi editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000008
26.07.2005, 21:59 Uhr
Jo Lange
registriertes Mitglied


Ich stelle mir vor, der Laden müßte deutlichen Event-Charakter haben. Old-fashioned und kitschig mit viel Holz und Spiegeln wie ein Vorkriegs-Barbershop, den sie in Disneyworld wieder aufgebaut haben.
Dazu gibts neben dem Salon eine kleine Bar oder ein Cafè, Billiard o.ä.,
und regelmäßig Livemusik, naheliegenderweise z.B. mit Barbershop-Gesang.
Fertig ist die Idylle.

Wieviel Kohle Startkapital das braucht möchte ich lieber nicht wissen,genauso wie die Menge an Genehmigungen und Scheinen, die man ranschaffen muß, bis das eröffnet werden kann, wenn überhaupt.
Also ich würde Kunde werden.
Aber selber machen? Nä! Niemals.

Jo
 
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Diskussionsnachricht 000009
27.07.2005, 00:54 Uhr
Willi
registriertes Mitglied


Jo Lange schrieb:

Zitat:
.................Aber selber machen? Nä! Niemals.
Jo

Na! Mit so'ner Einstellung kann's ja nur scheitern

Du könntest Dich aber als Creativ Director bewerben Wenn ich die Bardamen aussuchen darf....

--
Gruß von Willi
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Diskussionsnachricht 000010
27.07.2005, 01:51 Uhr
Jo Lange
registriertes Mitglied


Willi schrieb:

Zitat:
Na! Mit so'ner Einstellung kann's ja nur scheitern

Naja, wenn wir da die Riemen aufhängen, ein paar Messer zurechtlegen und die Rasiersitze zurechtdrapieren gehts auch als Domina-Studio durch. Da gibts die Genehmigungen viel leichter, weil die Amtsleiter sich gerne auch mal in den Etablissements auf die Folter spannen lassen...

Zitat:
Du könntest Dich aber als Creativ Director bewerben Wenn ich die Bardamen aussuchen darf....

Ist gebongt. Ich kümmer mich auch lieber um die Getränke (hicks).

cheerio

Jo
 
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Diskussionsnachricht 000011
27.07.2005, 13:55 Uhr
schaeftlarn
registriertes Mitglied


Also ich wohne in einem Berliner Stadtteil mit vielen türkischen Mitbürgern, und bei denen scheint es relativ normal zu sein, sich beim Barbier rasieren zu lassen (inkl. Nasen- und Ohrenhare und Teetrinken); Bedarf wäre also da! Laut meiner Friseurin lernen heutige Friseurazubis die Messerrasur auch gar nicht mehr ;-(((

Vielleicht sollte man das ganze mit dem Thema Wellness verknüpfen, dort boomt es ja - und wenn ich daran denke, was meine Frau im Nagelstudio lässt, das ist ja irgendwie vergleichbar mit der Bartpflege... Ich würde mir den Barbier also auch ab und zu gönnen, habe mich aber bisher noch nicht zum türkischen Laden aufgemacht.

--
Der Wert des Buches richtet sich vor allem nach bestimmten Eigenschaften. In Leder gebundene Bücher können beispielsweise beim Abziehen von Rasierklingen unbezahlbare Dienste leisten... Mark Twain (1835-1910)
 
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Diskussionsnachricht 000012
27.07.2005, 18:24 Uhr
lux
registriertes Mitglied


Hallo Nassrasierer,

"Charles", Inhaber von www.qed.com, wo man manches interessante Rasierprodukt günstig erhält, sagte, früher bei der US-Barbierfachprüfung mussten die Kandidaten einen mit Rasierschaum bedecken Luftballon mit dem Rasiermesser rasieren, ohne ihn platzen zu lassen.

Auch ein Schweizer Frisör Jahrgang 1947, der das Rasieren mit offenem Messer noch einsetzt, allerdings heute mit dem Dovo-Shavette, sagte, damals in der Ausbildung anfangs der 60er Jahre habe man auch Luftballons rasieren müssen.

Wahrheit? Legende? Beides? Hat einer von euch es schon versucht?

Grüsse

lux
 
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Diskussionsnachricht 000013
27.07.2005, 18:37 Uhr
dailysoap
registriertes Mitglied


Naßrasurübungen mit dem Messer an eingeschäumten Luftballons - habe ich mir sagen lassen und immer wieder davon gehört - sind oder waren auch in Westdeutschland Bestandteil der Friseurausbildung.

Zugern hätte ich mal so einen vollgeschäumten Luftballon platzen gesehen -

Diese Nachricht wurde am 27.07.2005 um 18:39 Uhr von dailysoap editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000014
28.07.2005, 10:45 Uhr
realxaphod
registriertes Mitglied


Ich habe letzte Woche an einem Messer-Rasierkurs Teilgenommen. Bevor ich an mein eigenes Gesicht durfte, habe ich auch erst einmal an einem Luftballon üben müssen. Da ich die entsprechende Anleitung bekam habe ich es auch ganz gut hinbekommen und der Ballon hat es überlebt. Kann ich übringens sehr empfehlen. Der Kurs hat mir sehr geholfen bei meiner ersten Messer Rassur.
 
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Diskussionsnachricht 000015
29.07.2005, 09:04 Uhr
lux
registriertes Mitglied


Hallo realxaphod,

Messerrasierkurse? Wo? Wann? Wieviel, bitte?

Grússe

lux
 
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Diskussionsnachricht 000016
29.07.2005, 10:14 Uhr
scharfeKlinge
registriertes Mitglied


lux schrieb:

Zitat:
Hallo Nassrasierer,

"Charles", Inhaber von www.qed.com, wo man manches interessante Rasierprodukt günstig erhält, sagte, früher bei der US-Barbierfachprüfung mussten die Kandidaten einen mit Rasierschaum bedecken Luftballon mit dem Rasiermesser rasieren, ohne ihn platzen zu lassen.

Auch ein Schweizer Frisör Jahrgang 1947, der das Rasieren mit offenem Messer noch einsetzt, allerdings heute mit dem Dovo-Shavette, sagte, damals in der Ausbildung anfangs der 60er Jahre habe man auch Luftballons rasieren müssen.

Wahrheit? Legende? Beides? Hat einer von euch es schon versucht?

Grüsse

lux

Hallo Lux!

Meine "Lebensabschnittsgefährtin" ist mit einem Frisörsalon selbstständig, sie hat in den 90igern Ihre Ausbildung und Meisterprüfung gemacht, ein Bestandteil war unter anderem die Naßrasur mit den Anfängen der Luftballonrasur.
Wie es in der heutigen Ausbildung ist, weiß ich nicht, jedenfalls war es vor "kurzer Zeit" noch gang und gebe.

Gruß
Die Klinge
 
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Diskussionsnachricht 000017
02.08.2005, 11:39 Uhr
realxaphod
registriertes Mitglied


Hallo Lux,

die Drogerie bzw. Friseurbedarf Firma Jebe in Hamburg bietet Messer Rasur Kurse an.Ein paar mal im Jahr für grössere Personengruppen und dazwischen für einzel Personen. Die haben auch einiges an Nassrasur-Bedarf. Messer von Dovo, Mugs, Seife, Riemen u.s.w. Da mein neues Rasiemesser nicht scharf war bin ich auf die gekommen. Sie hätten das Messer auch nur an Dovo geschickt und ich habe es dann lieber Nobert überlassen. Darüber sind wir aber ins Gespräch gekommen und Sie haben mir von dem Kurs erzählt. Ich habe dann gleich für die nächste Woche einen Termin abgesprchen. Der Kursleiter war ein etwas älterer Babiermeister, der 20 Jahre im Hamburger Hauptbahnhof rasiert hat. Hatte ne Menge interessanter Sachen über seine Arbeit erzählt.

Der Kurs hat aber wirklich Spass gemacht und ich habe noch viele Dinge erfahren können, die noch nicht im Forum besprochen wurden. Das ganze hat 39,- Euro für eine Stunde gekostet. Nicht ohne, aber mir war es das Wert.

Zuerst hat er das Zubehör erklärt und dann hat er die 1. Gesichtshälfte rasiert. Nach dem Ballontest durfte ich mich dann an der 2. Hälfte probieren.

www.jebe.de/

Unter Events auf der Seite findest Du auch die beschriebenen Infos zum Kurs.

Gruß Gunnar
 
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Diskussionsnachricht 000018
02.08.2005, 12:52 Uhr
lux
registriertes Mitglied


Hallo realxaphod,

danke! 900 km für eine Stunde sind gar viele aber der Rasurballon lebt.

Grüsse

lux
 
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Diskussionsnachricht 000019
07.08.2005, 12:38 Uhr
Sturmbringer
registriertes Mitglied


schaeftlarn schrieb:

Zitat:
Laut meiner Friseurin lernen heutige Friseurazubis die Messerrasur auch gar nicht mehr ;-(((

Laut meiner Friseuse DÜRFEN die Azubis die Messerrasur an sich gar nicht mehr lernen - zumindest darf man scheinbar kein echtes Rasiermesser in einem Friseursalon antreffen, bestenfalls eine Shavette oder ähnliches. Der Grund dahinter scheint eine diffuse Angst bzw. eine sicher-ist-sicher Vorbeugehaltung gegenüber vor allem AIDS zu sein.

Theoretisch macht das ja durchaus Sinn - sagen wir, ein HIV+ wird rasiert, bekommt einen minimalen cut der womöglich nicht einmal bemerkt wird aber trotzdem ein winziges tröpflein Blut mitsamt Erreger auf die Klinge setzt. Nach der Rasur wird das Messer abgespült, aber die Erreger bleiben sitzen. Danach wird ein HIV- rasiert...

Zugegeben, die Möglichkeit daß die Erreger auf dem trockenen Messer nach der Rasur überhaupt ein paar Minuten lang über'leben' können ist weithergeholt - HIV muß soweit ich weiß "direkt" übertragen werden und stirbt bei längerem Kontakt mit der Luft ab - aber die Möglichkeit ist da und soll dadurch verhindert werden. Die türkischen Salons scheinen eher auf die mikroskopische Wahrscheinlichkeit zu pochen; womöglich mit Recht.

...Zumindest sagt das meine Friseuse

--
Es heißt, ich wäre ignorant und apathisch.
Ich weiß zwar nicht, was das heißt, aber es interessiert mich auch gar nicht.
 
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Diskussionsnachricht 000020
08.08.2005, 14:24 Uhr
Stefan P. Wolf
Forumsgründer


Ich habe von einigen Barbieren gehört, daß es weder bei uns noch in den
USA ein derartiges Verbot gibt -- der Griff zur Shavette ist eher der
Infektionsangst der KUNDEN und der Unfähigkeit einiger Barbiere zum
Abziehen und Schärfen geschuldet. Im Gegensatz zu Hepatitis-C kann m.W.
das HI-Virus keineswegs durch eine Rasur übertragen werden, das Messer
müsste größere Mengen frisches Blut tragen. Der Erreger ist SEHR
empfindlich an der Luft und hat keine Chance. Da die Barbiere keine
Handschuhe tragen, ist der Kontakt mit dem Blut eines Hep-C-Kranken
ohnehin nicht auf die Klinge beschränkt (Pinsel beim Nachschäumen,
Finger, Klingenhalter), so daß ein Zwang zu Wechselklingen m.E. keines-
wegs verbreitungshemmend wirken dürfte. Dies zeigt auch die Tatsache,
daß früher in der Hochzeit der Barbierstuben die Leute u.a. aus Angst
vor Bartflechte etc. zwar eigene Schaumtassen und Pinsel beim Barbier
stehen hatten, die Messer aber für alle benutzt wurden.

Gruß, Stefan.

--
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Diskussionsnachricht 000021
11.10.2012, 19:28 Uhr
simon81
registriertes Mitglied


werde in den nächsten tagen mal bei meinem onkel nachfragen, dem säumerbader aus grafenau.

(u.a. www.niederbayern.de/link/de/32048)

vom (messer-)rasieren alleine könnte er wahrscheinlich nicht leben.
er rasiert auch auf historischen festen nach alter bader-tradition und vollem programm (da muss der kunde viel zeit mitbringen), allerdings habe ich da noch nie auf solche details geachtet.

für das unternehmen "dictum gmbh" in metten (niederbayern), die auch rasiermesser herstellen (keine ahnung ob ein link erlaubt ist - einfach nach "dictum gmbh" googeln), wurde er schon öfter für messer-rasierkurse engagiert. bei interesse kann ich auch da mal nachfragen.

--
R41, R89, 25c, WC ASP, Derby
Mühle STF (19/23) Korium
 
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Diskussionsnachricht 000022
11.10.2012, 19:36 Uhr
CaptnAhab
registriertes Mitglied


Simon81,
super, dankeschön für diesen Tipp!!
Ich glaube, da muss ich hin!!!

--
Gruss CA.

Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir - für immer. (Konfuzius)
 
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Diskussionsnachricht 000023
11.10.2012, 19:50 Uhr
simon81
registriertes Mitglied


kein problem.
wenn man in der nähe ist und sich dafür interessiert, ists sicher nen abstecher wert...

--
R41, R89, 25c, WC ASP, Derby
Mühle STF (19/23) Korium
 
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Diskussionsnachricht 000024
07.01.2014, 17:42 Uhr
türktiras
registriertes Mitglied


www.sueddeutsche.de/leben/barbiere-in-deutschland-bierche...

Netter Bericht, wie ich finde!

--
Rockwell 6S Derby Extra, Wilkinson synth. Yaqi 22-28 mm Proraso weiß Tüff rot
 
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