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NassRasur.com-Forum » sonstiges Rasierzubehör » Reinigung des Rasierpinsels » Themenansicht

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Diskussionsnachricht 000000
01.08.2005, 14:49 Uhr
Peter W.
registriertes Mitglied


Hallo Zusammen,
vor einiger Zeit führte ich ein interessantes Gespräch mit Herrn Baier, von der Fa. Hans Baier in Langenfeld, die seit vielen Jahrzehnten Rasierpinsel herstellt.
Dabei kamen wir auch auf das Thema, wie man den Rasierpinsel optimal pflegt.
Herr Baier gab mir den Tip, alle ein bis zwei Monate etwas Geschirrspülmittel, ca. 1 - 2 Tropfen, auf den Pinsel zu geben und das Spülmittel dann mit der Hand etwas einmassieren. Danach den Rasierpinsel für ca. 20 Minuten in warmes Wasser legen. Dabei werden auch die feinsten Seifenrückstände entfernt und er Pinsel wird entfettet. Außerdem ist dies mit ein Garant dafür, dass man recht viele Jahre Freude an seinem Rasierpinsel hat.
Gruß aus dem Ruhrpott
Peter

--
"Vorstellungskraft ist wichtiger als Wissen"
Albert Einstein
 
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Diskussionsnachricht 000001
01.08.2005, 15:49 Uhr
dailysoap
registriertes Mitglied


Ich habe nun schon viele Vorschläge zur Pinselreinigung gehört u.a. auch Shampoo-Wäsche, Borax-Bäder und Essigbehandlungen.

Ich frage mich jedoch, ob das generell überhaupt nötig ist.
Vielleicht unterschätze ich das ja.
Ich habe jedenfalls noch nie einen Rasierpinsel derartig gepflegt/gereinigt, trotz Wasser mit hohem Kalkgehalt und mein erster Dachs hielt ca. 15 Jahre.
Habe den Pinsel allerdings immer gut ausgespült und brav nach unten gehängt und frische Luft an ihn herangelassen.

Ob jedoch eine Spülmittelbehandlung alle 1-2 Monate, wie es Hr. Baier empfiehlt, nicht etwas übertrieben ist?

Vielleicht hängt das aber auch von der Seifenart ab. Wenn jemand gerne Ölzusätze nimmt, stellt sich die Pinselreinigungsfrage sicher wieder etwas anders.
Dann kann eine monatliche Entölungskur vielleicht sogar notwendig werden.
 
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Diskussionsnachricht 000002
01.08.2005, 16:20 Uhr
maximilian
registriertes Mitglied


Spüle auch nur gut mit Wasser und mach das wie dailysoap.

Sollte entfetten notwendig sein, würde ich eher ein mildes Shampoo verwenden, als Spülmittel.

Gruß, Max
 
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Diskussionsnachricht 000003
06.06.2006, 09:09 Uhr
dailysoap
registriertes Mitglied


Pinselreinigung: wie konkret und wie oft?
Essig, Borax oder was?

Ich will hier diese Thema bewußt etwas breiter treten.

Mit Reinigung meine ich nicht das übliche Auswaschen der Seifenreste, sondern die spezielle Reinigung, um Kalk, Kalkseife oder gegebenenfalls Seifenreste oder auch ölige Anteile (insbes. bei Verwendung von Ölen) herauszulösen.

Es wurde zwar schon mehrfach angesprochen, aber mir erscheint es mittlerweile nicht mehr so unwichtig und angesichts der Tatsache, daß man Borax (Natriumtetraborat) mittlerweile relativ schwer bekommt, stelle ich mir schon die Frage, wie die Praxis des Pinselreinigens real überhaupt aussieht.
Chris Kurbjuhn ist offenbar der einzige, der im Forum konkret Borax zur Pinselreinigung empfohlen und sein Rezept mitgeteilt hat: „Schale mit Wasser füllen, einen Löffel Borax rein, verrühren, Rasierpinsel reinlegen, 10 Minuten einweichen lassen. Ausspülen. Fertig.“

Neben Borax (reagiert basisch) gibt es noch die Tips mit Natron (basisch), Essig (sauer), Citronensäure (sauer) und Shampoo (neutral).
Shampoo mag zum Entfetten gut sein, aber wird kaum Kalk bzw. Kalkseife lösen.

Ansonsten erfährt man im Netz bei den Pinselherstellern und –vertreibern entweder nichts oder erhält nur beiläufige Informationen. Es besteht zuviel Spielraum für eigene Herumpantschereien und man kann Gefahr laufen dem Pinsel nicht Gutes anzutun, nach dem Motto, wenn xy für dies und jenes gut ist, dann doch auch für den Pinsel usw.
Und einen in Kalkreiniger aufgelösten Hobel hatten wir hier schon mal.

Immerhin der erste mir bekannte Anbieter, der ganz konkret sowas für Rasier-Pinsel anbietet (= vielleicht Borax oder Zitronensäure?) und näher thematisiert:
www.classicshaving.com/catalog/item/800550/1892405.htm
Empfohlen wird hier eine monatliche (!) Reinigung des Pinsels, damit die Haare frei werden von Kalk und Kalkseife und der Pinsel seine ursprünglichen Eigenschaften zurückerhält.
Hängt natürlich vom Kalkgehalt des Wassers ab, aber ist „monatlich“ nicht etwas übertrieben, wenn nicht dahinter eine verkaufsfördernde Maßnahme steckt?

Ich habe meine Rasierpinsel (trotz sehr kalkhaltigem Wasser) übrigens noch nie mit Essig oder Borax gereingt. Vielleicht war das aber falsch?
Denn selbst bei gutem Auswaschen wird mit der Zeit jedes einzelne Dachshaar von einen Film (Kalk, Kalkseife) überzogen und es gut denkbar, daß die gerühmten Dachspinseleigenschaften langsam aber sicher verloren gehen.

Geradezu beunruhigend der Gedanke, daß ein königlicher Plisson vielleicht schon nach acht Monaten auf das Niveau eines gewöhnlich-vergänglichen Pinsels zurückfallen könnte, und das nur, weil er nicht regelmäßig in Borax gebadet wurde.

Ich neige nicht zum Essig, sondern zu Borax, weil Borax basisch ist und damit ein Milieu liefert, das der Pinsel wie von Seife her gewohnt ist.
Zudem hat Borax neben der Reinigungswirkung auch kalklösende und leicht desinfizierende Eigenschaften. Ob letzteres auch für Natron gilt, weiß ich nicht genau. Dann wird auch gleich Pilzen, Bakterien, Silberfischchen, Moos und Algen der Garaus gemacht.

Borax, „früher“ ein gängiges Haushaltsmittel zum Reinigen, Entkalken und Desinfizieren, bekommt man nicht mehr in den gängigen Drogerien, vielleicht noch in kleineren Familienbetrieben. In Apotheken bekomme ich es auch nicht („ist doch krebserregend“, „wofür brauchen sie das?“, danach wird nicht mehr gefragt“) und man kann es dort auch nicht bestellen (wird auch Ausnahmen geben).

Zwei spontan gefundende Borax-Quellen im ewig sprudelndem Netz:
12,80/ 1,5 kg:
www.purenature.de/shop/artikeldetails.php?uin=0puegc8a2t8...

9,95/ 1 kg:
www.emax24.de/waschbaer/artikel/borax_pulver.html

Vielleicht wird man auch in Ökoläden bzw. bei Alnatura fündig.

Meine Methode würde so aussehen: Eine Tasse sehr warmes Wasser (ca. 150 ml) + 1-2 schwach gehäufte TL Borax (auflösen) + wenige Tropfen Spülmittel, um die Oberflächenspannung der Lösung zu reduzieren. Kein Essig dazu (wie Haushaltsrezepte verraten), weil dann die basische Wirkung des Borax flöten geht, je nachdem wieviel man dazukippt.
Dann den Pinsel eintauchen, etwas dabei leicht durchdrücken und 10-20 min einwirken lassen. Zur Halbzeit vielleicht den Pinsel nochmal leicht in der Lösung durchdrücken und nach der Einwirkzeit gut ausspülen.

Diese Nachricht wurde am 06.06.2006 um 09:27 Uhr von dailysoap editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000004
06.06.2006, 09:34 Uhr
~TomH
Gast


Hi dailysoap,

habe in "meiner" Apotheke mal nachgefragt und spontan eine Antwort bzgl.Borax bekommen, daß es kein Problem sei, in Tütchen zu 200gr. kostet ca. umme 3-5 Euro.

Gruß

Thomas
 
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Diskussionsnachricht 000005
06.06.2006, 09:47 Uhr
Rasorface
registriertes Mitglied


Also Manufactum empfiehlt beim Kauf Ihrer Pinsel, sie nach Benutzung in Essigwasser auszuwaschen, um die alkalische Wirkung der Seife zu neutralisieren.
So rein von der Idee her, macht das für mich Sinn.
 
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Diskussionsnachricht 000006
06.06.2006, 10:03 Uhr
dailysoap
registriertes Mitglied


Rasorface schrieb:

Zitat:
Also Manufactum empfiehlt beim Kauf Ihrer Pinsel, sie nach Benutzung in Essigwasser auszuwaschen, um die alkalische Wirkung der Seife zu neutralisieren.
So rein von der Idee her, macht das für mich Sinn.

Wenn man den Pinsel ordentlich nach Gebrauch auswäscht, gibt es keine alkalische Wirkung mehr, weil die Seife ausgewaschen wird. Was sollte ich da mit Essig neutralisieren? Mit Essig lösen sich dagegen Kalk und Kalkseife. Kalkseife = neutrales, unlösliches Produkt aus Seife und Calciumverbindungen.

Diese Nachricht wurde am 06.06.2006 um 10:09 Uhr von dailysoap editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000007
06.06.2006, 10:07 Uhr
dailysoap
registriertes Mitglied


TomH schrieb:

Zitat:
Hi dailysoap,

habe in "meiner" Apotheke mal nachgefragt und spontan eine Antwort bzgl.Borax bekommen, daß es kein Problem sei, in Tütchen zu 200gr. kostet ca. umme 3-5 Euro.

Gruß

Thomas

Das scheint von Apotheke oder Region wohl unterschiedlich zu sein. Leider habe ich hier in diesem Fall nur Absagen erhalten, auch was ein Bestellen anbelangt.
In Tütchen abgepackt, so habe ich mir das eigentlich auch vorgestellt.
Werde mal bei Gelegenheit andere Apotheken aufsuchen oder mal im Ökoladenbereich schauen.

Diese Nachricht wurde am 06.06.2006 um 10:13 Uhr von dailysoap editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000008
06.06.2006, 14:00 Uhr
Kurbjuhn
Moderator


dailysoap schrieb:

Zitat:
Das scheint von Apotheke oder Region wohl unterschiedlich zu sein. Leider habe ich hier in diesem Fall nur Absagen erhalten, auch was ein Bestellen anbelangt.

Hartnäckig bleiben hilft. "Meine Apothekerin" meinte auch zunächst "Borax? Das ist doch inzwischen verboten." Ich verneinte, worauf sie - nur um mir zu beweisen, das ich unrecht habe - mal schnell online ging und das Zeugs in allen möglichen Gebinden in ihrem Apotheker-Großhandel fand. Ich hab die viereckige Plastikdose genommen.
Gruß
Chris

--
forum-mods@nassrasur.com
 
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Diskussionsnachricht 000009
06.06.2006, 15:17 Uhr
Kotelett
registriertes Mitglied


Mal ne dumme Frage:
Essig und Zitronensäure sind doch recht aggressive Substanzen. Besteht da nicht die Gefahr, daß sie die Struktur des Dachshaars zerstören oder verändern und so der Dachshaareffekt stärker beinträchtigt wird als durch den Kalk?
Also ich habe jetzt seit über einem Jahr denselben Pinsel in fast täglicher Benutzung und immer nur gut ausgespült und ich habe den Eindruck, daß er eher besser wird als schlechter. Hmm...
Aber laßt Euch nicht aufhalten, die Unterhaltung finde ich trotzdem interesant. Man weiß ja nie

Thomas
 
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Diskussionsnachricht 000010
06.06.2006, 15:53 Uhr
snert
registriertes Mitglied


Ich versuche mal analytisch an das Problem ranzugehen.

Es gibt - grob umrissen - bei Rasierpinseln (Dachs) drei Preisklassen:

A) Silberspitz

B) Dachshaar - gehobene Qualität ca. 30 - 60 €

C) Balea od. Cerrus für knapp 10 €

Dann wäre eine Reinigung nur für die B-Gruppe interessant, denn die A-Gruppe sagt sich, dass Essig, Borax oder Zitronensäure vermutlich zu agressiv für den teuren Pinsel sind und sie kein Risiko eingehen wollen. Die C-Gruppe dagegen kauft sich nach 10 Jahren oder so einen neuen Pinsel, statt ein Tütchen Borax für den Preis eines halben Pinsels.

Für mich ist die Diskussion derzeit so spannend, weil ich zur C-Gruppe gehöre, aber irgendwann in die B-Gruppe aufsteigen möchte. Aber bis es eine Patentlösung gibt, warte ich erstmal ab.

--
+++ Nach einer repräsentativen Umfrage des Frauenmagazins sind Nassrasierer die besseren Liebhaber! +++
 
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Diskussionsnachricht 000011
06.06.2006, 15:53 Uhr
Kurbjuhn
Moderator


Kotelett schrieb:

Zitat:
Mal ne dumme Frage:
Essig und Zitronensäure sind doch recht aggressive Substanzen. Besteht da nicht die Gefahr, daß sie die Struktur des Dachshaars zerstören oder verändern und so der Dachshaareffekt stärker beinträchtigt wird als durch den Kalk?

So aggressiv sind Essig und Zitronensäure nun auch wieder nicht. Ich esse täglich eine Portion Salat, die mit Essig oder Zitronensaft angemacht worden ist, schütte mir gern Essig in die Linsensuppe und Zitronensaft in diverse Flüssigkeiten, die ich konsumiere... was mein Magen aushält, sollte doch meinem Rasierpinsel nicht schaden, oder?
Gruß
Chris

--
forum-mods@nassrasur.com
 
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Diskussionsnachricht 000012
06.06.2006, 16:14 Uhr
herzi
registriertes Mitglied


Im Magen ist aber schon Magensäure und er ist deswegen schon von Natur aus so gemacht, daß er Zitronensäure und Essig aushält.

--
Meine Haare werden nicht grau, sie erhellen! (Zitat G. J. Cäsar aus Asterix bei den olympischen Spielen) Ave mir!
 
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Diskussionsnachricht 000013
06.06.2006, 16:23 Uhr
smoothshave
registriertes Mitglied


Na ja, ich hab da so meine Bedenken bei diener Aussage. Schließlich ist der Magen ja in ständigem sauren Medium (Magensäure). Allerdings denke ich, das nicht das Haar, sondern der Kitt, also der Klebstoff, mit dem die Haare fixiert werden, von den Säuren angegriffen werden.

--
Klingt zwar komisch, ist aber so!
 
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Diskussionsnachricht 000014
06.06.2006, 16:41 Uhr
dailysoap
registriertes Mitglied


Eine Schlückchen guten Balsamico trinke ich gerne pur. Also bei den oben angesprochenen Säuren kommt es auf die Konzentration an. Haushaltsessig enthält etwa 5 % Essigsäure. Für Pinselreinigung wird eine Verdünnung um die Hälfte empfohlen, dann haben wird 2,5 % Säure. Essigessenz sollte man allerdings nicht pur nehmen, weil die Säurekonz. zu hoch ist (15,5 % bis 25 %), da muß man entsprechend runterverdünnen.
"smootshave" hat recht: die Magensäure (=Salzsäure) hat einen pH von 1 etwa, sehr "sauer". Der Magen hält das aus. Mit Magensäure bzw. der analogen Salzsäure kann man Rasierklingen auflösen! Die Analogie - der Magen hält es aus, also muß auch der Pinsel mit Säuren klarkommen - gilt hier nicht.
Aber der Pinsel dürfte ein gelegentliches Bad mit verdünnter Citronen- bzw. Essigsäure aushalten. Außerdem ist Essigsäure von der Säurestärke her (anders wie Salzsäure) eine relativ schwache Säure.

Dennoch neige bei bei der Pinselreinigung eher zum leicht alkalischen Borax (auch aus geruchlichen Gründen gegenüber Essig), weil Borax, wie gesagt ein gewohntes pH-Milieu für den Pinsel schafft, und zudem alle guten Eigenschaften für die Pinselreinigung hat einschließlich Entkalkungsfeffekt.

Diese Nachricht wurde am 06.06.2006 um 16:51 Uhr von dailysoap editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000015
06.06.2006, 21:30 Uhr
richie
registriertes Mitglied


Ich denke, ein Rasierpinsel hält bei guter Pflege max. 8-10 Jahre.
In dieser Zeit machen sich die tollen Eigenschaften der Rasierseife auch an den Haaren des Pinsels bemerkbar: sie weichen die Haare ein und, wenn man genau hinsieht, sie führen zu 'spliss'.
So war es jedenfalls bei meinen letzten Pinseln, und 15 Jahre Haltbarkeit halte ich für weit übertrieben, Plisson oder nicht (bisher hatte/habe ich Golddachs in Benutzung). Ein gründliches Auswaschen des Pinsels und anschließende hängende Aufbewahrung sollte reichen.
Das kann ich aus ca. 20 Jahren Rasierpinselerfahrung (bei Wasserhärte < 2) zu dieser Diskussion beitragen. Manche Themen werden einfach überbewertet ;-)

Gruß,
richie
 
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Diskussionsnachricht 000016
06.06.2006, 21:43 Uhr
Alfred
registriertes Mitglied


Also mein Rasierpinsel kostet ca. 70 Euro, sollte er wirklich schon nach rund 3500 Rasuren den Geist aufgeben, käme das auf 2 Cent je Rasur. Gut, ich spare ja noch, indem ich mit Seife um 15 Euro rund ein halbes Jahr auskomme, und nicht alle 2 monate eine Dose Gel um 7 Euro kaufe, aber es wirft meine Rentabilitätsrechnung völlig über den Haufen. Vielleicht ist es aber ein gutes Argument mir doch diesen einen Silberspitz zuzulegen, dann hab ich doch die nächsten 20 Jahre meine Ruhe ....

--
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Diskussionsnachricht 000017
06.06.2006, 21:44 Uhr
dailysoap
registriertes Mitglied


Vielleicht muß man zw. Haltbarkeit des Pinsel (Gebrauchsdauer) und Erhalt von Eigenschaften unterscheiden. Ich habe bisher noch nie meine Pinsel speziell gereinigt, denke aber inzwischen, daß trotzdem mit der Zeit die anfänglichen Eigenschaften der Dachshaare etwas verloren gehen und man mit einem Reinigungsbad dem Pinsel Gutes tut. Nicht monatlich, aber so 1-2x/Jahr.
Meiner erster Pinsel hielt übrigens tatsächlich 15 Jahre ohne spezielle Reinigung. Ein Barbershop in Afrika (Link im Forum) spricht sogar von 20 bis 30 Jahren.
Ich denke aber auch, daß ein Pinsel sich über die Jahre mechanisch an den Spitzen abnutzt und dann in seinen Möglichkeiten nachläßt.
Sehe das auch so: gründliches Auswaschen und trocknen lassen ist viel wert. Daher nehme ich abwechselnd zwei Pinsel, so daß der andere immer genug Zeit hat zum richtigen Abtrocknen. Jedoch überlege ich schon, ob ich nicht mal einem Pinsel eine Borax-Kur gönne.
Vielleicht kann ich meinem alten ausgedienten Rasierpinsel, der seine Dienste inzwischen als Tastatur-Reinigungspinsel verrichtet (was ein bitterer Abstieg!) mit einem Borax-Bad einen zweiten Frühling verpassen.

Diese Nachricht wurde am 06.06.2006 um 21:46 Uhr von dailysoap editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000018
06.06.2006, 22:03 Uhr
richie
registriertes Mitglied


Nach meiner Rechnung ist die Lebensdauer nicht von der Art der Dachshaare abhängig, d. h. also ein Silberspitz hält genauso lang wie Dachszupfhaar. Und ich bin überzeugt, daß ein guter Pinsel auch nach 15 Jahren noch benutzt werden kann, er ist dann nur nicht mehr gut. Da macht's dann halt die Gewohnheit, bei allmählicher Abnutzung bemerkt man diese ja nicht so stark. Der Umstieg bringt dann den 'aha'-Effekt.
IMHO hat auch die Verwendung von 2 Pinseln keinen Effekt: wo soll der Unterschied sein, ob ein Pinsel 1 oder 2 Tage trocknet? Naß wird er allemal wieder ...
 
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Diskussionsnachricht 000019
06.06.2006, 22:31 Uhr
dailysoap
registriertes Mitglied


Ja, das würde ich auch sagen: 15 Jahre benutzen geht wohl, aber dann ist er nicht mehr so gut. Vielleicht ist dann doch um die 10 Jahre realistischer.
Aber natürlich bringt der Wechsel zw. zwei Pinseln hinsichtlich des Trocknungseffektes etwas. Bei täglicher Benutzung des gleichen Pinsels kann er nicht oder u.U. nicht richtig bis in den Kern durchtrocknen. Der Kern wird auf Dauer feucht bleiben und Haarverlust usw. kann auftreten bzw. der Pinsel verliert an Gebrauchsdauer. Dann könnte ich auch gleich den Pinsel klitschnaß hinstellen und sagen, wozu trocknen, er wird ja doch wieder naß - das kann doch nicht gemeint sein!?
 
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Diskussionsnachricht 000020
06.06.2006, 23:09 Uhr
w-r
registriertes Mitglied


Ach wenn doch alles immer 10 Jahre halten würde, PC, Kaffeemaschine, Schuhe, Unterhose, Socken, Gefährtin ()....

Ist er nicht ein äußerst dankbarer und genügsamer Gefährte, unser verehrter Rasierpinsel ?

Deshalb an dieser Stelle mal ein herzliches und aufrichtiges Dankeschön an Meister Grimbart.

w-r
 
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Diskussionsnachricht 000021
06.06.2006, 23:22 Uhr
dailysoap
registriertes Mitglied


Schließe mich an.
Danke, Meister Grimbart!
www.freiheit-fuer-tiere.de/images/dachs.jpg
 
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Diskussionsnachricht 000022
06.06.2006, 23:36 Uhr
w-r
registriertes Mitglied


dailysoap schrieb:

Zitat:
Schließe mich an.
Danke, Meister Grimbart!
www.freiheit-fuer-tiere.de/images/dachs.jpg


Bei solch erlesener Verköstigung (echte Piemont-Kirsche an feinstem Hackepeter) dürfte der Silberspitz mindestens 25 Jahre halten..

w-r
 
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Diskussionsnachricht 000023
07.06.2006, 00:13 Uhr
Alfred
registriertes Mitglied


Ja, aber man will doch öfters einen Neuen kaufen

--
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Diskussionsnachricht 000024
07.06.2006, 11:57 Uhr
dailysoap
registriertes Mitglied


Es paßt auch zum Thema, was hinterher mit dem Pinsel geschieht, egal ob nach der Rasur oder nach ausgeklügelten Reinigungsgängen: Entweder Aufhängen oder hinstellen. Hinlegen wird ja nicht infrage kommen.

Gemeinhin wird ja empfohlen, nachdem die Nässe aus dem Pinsel ausgeschüttelt wird, den Pinsel kopfüber in einen Ständer zu hängen. Dafür gibt es auf dem Markt ja zahlreiche (mehr oder wenig schöne) Pinselhalter oder -ständer.
Oder man kann ihn an einer Schlaufe aufhängen bzw. mit Magneten fixieren.
Aber immer schön Kopf nach unten. So mache es das auch, aber eher intuitiv, weil man das so im allgemeinen macht.

Andererseits sind meine beiden Pinsel nach dem Ausschleudern der Restfeuchte schon nicht mehr naß und trocknen recht schnell ab.
Das bezieht sich aber eher nur auf vielleicht 90 % des Pinsels, der Kern, wo die Haare gebündelt und eingeklebt sind, dürfte nicht so schnell trocknen.
Dieser Bereich ist aber der für die Lebensdauer des Pinsels wichtigste Teil. Staunässe im Kernbereich kann dazu führen, daß der Pinsel Haare verliert.
Aber gerade für den Kernbereich, kann man die Frage stellen, was wirkt hinsichtlich des Festhaltens der Feuchte stärker, die Kapillarkraft oder die Schwerkraft.

Meine Ansicht:
Die Nässe wird via Kapillarkraft zunächst in den Kern gezogen, unabhängig davon, ob ich den Pinsel aufhänge oder hinstelle.
Die Haarbüschel trocknen von außen nach innen und ziehen später beim Durchtrocknen die Feuchte wieder vom Kern weg. Eigentlich auch unabhängig davon, ob der Pinsel hängt oder steht.
Demzufolge wäre es wurscht, wie der Pinsel positioniert wird und man könnte sich die ganzen Halter sparen.

Daher finde ich es wichtiger, zwei Pinsel abwechselnd zu verwenden, weil dann eher gewährleistet wird, daß einer davon immer genug Zeit hat zum Durchzutrocknen.

Gibt es zu diesem Sachverhalt (Pinsel in den Halter oder hinstellen) nähere Infos oder gar einen Konsens (z.B. aus anderen Foren)? Wie macht ihr das, den Pinsel brav aufhängen oder einfach hinstellen?

Diese Nachricht wurde am 07.06.2006 um 12:00 Uhr von dailysoap editiert.
 
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