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NassRasur.com-Forum » Rasierklingen und Sicherheitsrasierer » Kaufberatung: Hobel vs. Rasiermesser » Themenansicht

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Autor Thread - Seiten: -1- [ 2 ] [ 3 ]
Diskussionsnachricht 000000
04.06.2016, 00:23 Uhr
destiny_
registriertes Mitglied


Liebe Rasurfreunde,

ich stöbere hier schon seit geraumer Zeit sehr oft herum und nun ist es an der Zeit auch mal einen Thread zu erstellen.

Und zwar bräuchte ich eine Kaufberatung bezüglich eines neuen "Rasierwerkzeuges".

Kurz zu meiner Rasurhistorie: Ich verwende seit Jahren zwei elektrische Rasenmäher: Einen Philips Arcitec aus dem Jahre 2007, sowie einen aktuellen Braun Series 9. Bei beiden Geräten habe ich das Problem, dass meine Haut sich dagegen immer "wehrt". Sprich, beim Braun Series 9 bekomme ich im Halsbereich einen richtig hässlichen Rasurbrand, welcher auch einige Zeit anhält. Das gleiche analog beim Philips, wobei dort Hautreizungen in Form von Rasurpickelchen auftreten.

Da ich stets unzufrieden mit deren Rasurleistung gewesen bin, verwende ich auch seit Jahren einen Systemrasierer: Einen Wilkinson Quattro.
Seit einiger Zeit überwiegt mein Rasurverhalten (wieder) mehr in Richtung Nassrasur, weil meine Haut bei einer Nassrasur keine sonderlichen Probleme zu haben scheint. Ganz im Gegenteil. Meine Haut ist auch fühlbar "entspannter". Aus diesem Grund stehen beide elektrischen Rasierapparate die meiste Zeit überwiegend im Schrank.

Da ich nun nicht mehr gewillt bin, die in Relation zu Gillette noch humanen Preise für die Ersatzklingen mehr zu zahlen, kam ich nach kurzer Recherche auf die guten alten Rasierhobel bzw. Rasiermesser.

Ich habe mich schon fleißig hier eingelesen und endlos viele Amazon-Rezensionen gelesen und bin an einem Merkur 37c und einem sehr schönen DOVO Rasiermesser ("Forestal" 5/8 Zoll, Hohlschliff) hängen geblieben.

Da ein Rasiermesser doch eine enorme Investition bedeutet (Studentenbudget), möchte ich diese Entscheidung wohl überlegt treffen.

Nun stellt sich für mich folgende Frage: Benötige ich unbedingt ein Rasiermesser, oder reicht auch ein guter Rasierhobel?

Mir geht es darum, dass ich eine schonende, gründliche und langanhaltende Rasur möchte. Jedoch habe ich auch einen recht starken, kräftigen Bartwuchs mit sehr kratzbürstigen Haaren

Nachdem ich mich nass rasiert habe, habe ich trotzdem einen sehr auffälligen Bartschatten. Ich vermute mal, dieser wird auch nicht ohne weiteres einfach verschwinden.


Nun hätte ich gerne Euren Rat: Reicht ein Hobel, oder sollte ich doch zu einen erheblich teueren Rasiermesser greifen?

Ich bin gespannt auf Eure Antworten.

Vielen Dank im Voraus.
 
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Diskussionsnachricht 000001
04.06.2016, 00:43 Uhr
Shogun
registriertes Mitglied


Zum Einstieg würde sich der Hobel anbieten. Das Messer ist zum einen eine größere finanzielle Anschaffung und zum anderen typischerweise nicht als Einstieg in die traditionelle Nassrasur zu empfehlen.

Wenns ein Hobel sein sollte wurde ich dir den Merkur 23C oder 34C nahelegen oder eben den Mühle R89/Edwin Jagger DE89.
Darf ich fragen wie du zum 37C kommst? Ein Hobel mit Schrägschnitt ist meines Wissens nach nicht anfängerfreundlich.

--
Mühle Rocca R95 (V4); Timeless Ti.68; Razorock Lupo DLC; Feather ASD2
Shark Chrome; Astra SP; Feather
Mühle Rocca 31M95; Razorock Bruce; Stirling Tuxedo; PAA Starcraft; Semogue TSN LE Boar
Fine Accoutrements; Haslinger; Proraso Single Blade
 
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Diskussionsnachricht 000002
04.06.2016, 00:57 Uhr
destiny_
registriertes Mitglied


Oh, gut zu wissen.

Ich habe auch zuerst einige Hobel mit einem geschlossenen Kamm anvisiert. Doch dann bin ich durch den unten angeführten Artikel in dem Bezug auf seine hautschonende Gründlichkeit genommen wird, als auch in Verbindung mit den Rezensionen auf Amazon, in denen dieser auch für Anfänger von einigen Nutzern empfohlen wird, auf den 37c gestoßen.

Ja, ich weiß im Artikel geht es um den 39c, doch soweit ich es verstehe, ist der 37c lediglich von der Grifflänge her etwas kürzer. Rein konstruktiv unterscheiden sich die Modelle vom Kopfteil her nicht.

https://nassrasieren.wordpress.com/der-rasierhobel-eine-e...
 
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Diskussionsnachricht 000003
04.06.2016, 01:11 Uhr
Timo86
registriertes Mitglied


Nabend,

ich denke die Entscheidung zwischen Rasiermesser und Hobel ist keine Frage der Gründlichkeit, Sanftheit oder der Beschaffenheit deiner Haare.

Du wirst mit einem Hobel nach einiger Übung auch eine super Rasur bekommen. Das Messer wird sicherlich noch mehr Übung und Aufwand für Pflege der Messer erfordern. Weiterhin wird auch die Rasur selber länger dauern (Messererfahrene dürfen mich hier korrigieren).

Ich würde auf jeden Fall zunächst die Hobelrasur ausprobieren, da bekommst du für wenig Geld schon sehr gute Hobel.
Es lohnt sich sicherlich die entsprechenden Einträge zu dem Hobel deiner Wahl zu studieren, daran lässt sich zumindest grob abschätzen ob dieser etwas für dich ist (agressiv/sanft, empfindliche Haut oder nicht etc.)

Ich vermute die Lernkurve beim Hobel auf wesentlich steiler als beim Messer und entsprechend den Frustfaktor niedriger. Beides erfordert Übung, bei den Erwartungen sollte man daher realistisch bleiben. Lohnen tut es sich aber in jedem Fall.

Der Merkur 37C ist ein Torsionshobel, die Klinge sitzt also nicht gerade sondern schräg im Hobel und daher eher etwas für Fortgeschrittene.
Gut zum Einstieg sollte der 34C sein (ich selber habe mit dem 38C angefangen, hier ist einfach der Griff größer und schwerer). Dazu Astra Superior Platinum Klingen oder die roten Personna.
Der günstigste Einstieg in das Hobeln wird der Wilkinson Classic (5€) sein, soll trotz Kunststoff auch ein guter, sanfter Hobel sein und ist in jeder Drogerie zu haben.

Nutzt du mit deinem 5-Klingen System denn schon Pinsel und Seife/Creme oder Dose?

--
... und damit treibe ich mich selbst in den Ruin!
 
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Diskussionsnachricht 000004
04.06.2016, 01:47 Uhr
destiny_
registriertes Mitglied


Nabend Timo,

danke für diese umfangreiche Antwort.

Also ich hatte vor dem 37c mal den Merkur 42C ins Auge gefasst. Dieser soll anscheinend auch ganz anfängerfreundlich sein.

Da ich recht "kleine" Hände habe, wäre da ein Hobel mit einem kurzen Griff die beste Wahl, oder nicht?

Stimmt, was das Messer angeht, hängt da ja noch ein ganzer "Rattenschwanz" hinten dran. Man sollte ja regelmäßig sein Messer mit einem Lederriemen abziehen. Von all diesen Dingen habe ich bisher noch nicht wirklich viel Erfahrung..

Ich hatte eine Zeit lang einen billigen Rasierpinsel gehabt, welcher jedoch nach und nach angefangen hat, Haarausfall zu bekommen (auch Alpecin konnte hierbei nicht helfen ) Dazu habe ich eine Rasiercreme von Palmolive verwendet.

Dann bin ich irgendwann wieder zum Dosenschaum gewechselt und verbrauche im Moment noch meine Nivea Cool Skin Fresh Gel - Dose.

Nachdem die Dose aufgebraucht ist, hatte ich vor gehabt, mir folgendes zu zulegen:

https://www.amazon.de/gp/product/B00837YY18/ref=ox_sc_sfl...

https://www.amazon.de/gp/product/B005AU2DGY/ref=ox_sc_sfl...
 
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Diskussionsnachricht 000005
04.06.2016, 02:57 Uhr
~Inselgrün
Gast


Hallo Student,

in meiner Studentenzeit hatte ich auch Budgetprobleme, darum möchte ich Dir von jeder Art von Firlefanz dringend abraten.

1. Umstieg auf Rasiercreme/seife und Pinsel (Marken sind egal), was Du vor Ort findest und kein Zeugs aus dem Netz, wo Du immer Versand draufzahlst (Tipps: Palmolive, Arko, Speick usw). Damit kannst Du die Quattros erstmal weiter verwenden, die Klingen halten länger -> Ersparnis.

2. Austesten des Wilkinson Classic Rasierhobels. Damit kannst Du testen, ob Dir ein Hobel überhaupt liegt. Versuche aber, Dir andere Klingen dazu zu nehmen, zB die Isana von Rossmann.

3. Falls Dir der Classic einigermaßen liegt, dann erwerbe entweder den Merkur 34c oder den von Dir angesprochenen 37c Schrägschnitt zusammen mit Klingen Astra grün. Beide haben kurze Griffe und mehr Hobel braucht kein Mensch. Wer was anderes erzählt, hat entweder keine Ahnung oder ein hochansteckendes Sammelvirus

4. Schließlich solltest Du dann nicht mehr im Forum lesen, sonst war die Sparaktion ökonomisch nutzlos. Wenn Du hier liest, das ist eine ernste Warnung, wirst Du gegenüber Dosengel + Quattro keinen Cent sparen.

Viel Glück und viel Erfolg !

PS: Lass Dir auf keinen Fall ein Rasiermesser aufschwatzen, das hat mit "Sparen" nichts zu tun. Einem Fahranfänger, der ein preisgünstiges Auto unterhalten will, wird man auch keinen Oldtimer mit großer Wartungsanfälligkeit empfehlen, sondern zB einen funktionalen Polo.

Diese Nachricht wurde am 04.06.2016 um 03:06 Uhr von Inselgrün editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000006
04.06.2016, 04:00 Uhr
DirkLuxenburger
registriertes Mitglied


Ich stimme Inselgruppe zu. Eventuell wirst du noch ein, zwei andere Hobel testen müssen um den für dich passenden zu finden.

Und dann betrete nie wieder das Forum. Sonst war es das mit sparen...

--
Mühle Silvertip Fibre 25mm, Whipped Dog High Mountain 24er, Stirling Synthetic Brush 26mm, Omega 10049 Professional Pure Bristle, Proraso 25 mm
R89, Gillette Super Speed (1954 - Z1), Gillette Super Speed (1972 - S1)
rP, Feather, ASP
am liebsten viel
 
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Diskussionsnachricht 000007
04.06.2016, 04:51 Uhr
tas
registriertes Mitglied


Fang erstmal mit einem Hobel an. Denn zunächst musst du die richtige Rasurvorbereitung erlernen, bevor du gründliche Ergebnisse erzielen kannst. Mit einem Messer ohne gute Vorbereitung wirst du schnell frustrieren.
Als Hobel empfehle ich dir den Merkur Futur mit einstellbarem Klingenspalt von Stufe 1 bis 6. Je höher die Stufe, desto aggressiver der Hobel. Fang auf einer niedrigen Stufe an und arbeite dich nach oben. Der Hobel erlaubt es dir, den Spalt je nach Schärfe der Klinge anzupassen.

Diese Nachricht wurde am 04.06.2016 um 04:52 Uhr von tas editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000008
04.06.2016, 07:41 Uhr
wiese
registriertes Mitglied


Als Pinsel würde ich dir noch den Black Fibre empfehlen. Den gibts bei DM oder Rossmann oder Müller für unter 10 Euro, ist völlig problemlos und macht Schaum ohne Ende. Zusammen mit dem Wilkinson Classic bist du für weniger als 15 Euro dabei und kannst dich damit lange Zeit absolut vollwertig und zufriedenstellend rasieren.
Viel Spaß!
 
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Diskussionsnachricht 000009
04.06.2016, 09:41 Uhr
Elbe
registriertes Mitglied


destiny_ schrieb:

Zitat:
Also ich hatte vor dem 37c mal den Merkur 42C ins Auge gefasst. Dieser soll anscheinend auch ganz anfängerfreundlich sein.

Laß Dich doch nicht von dem Geschwätz verrückt machen, Torsionshobel seien biestig, überaus aggressiv und nichts für Anfänger. Ob man diese Schiefmäuler mag oder nicht ist sicher individuell verschieden, aber irgendwie gefährlich sind die nicht.

forum.nassrasur.com/showtopic.php?threadid=26628&page...
 
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Diskussionsnachricht 000010
04.06.2016, 10:08 Uhr
Der_Klingenstädter
registriertes Mitglied


Der Hobel ist die Weiterentwicklung des Messers zur sicheren Selbstrasur. Ich würde das mal vergleichen mit Pferd -> Auto.

Du fährst mit deinem Auto zum Zielort und parkst es dort. Ab und zu musst du tanken.

Ein Pferd braucht ständig Pflege, Futter, usw. und du musst es vor dem Ritt erst satteln. Am Ziel angekommen reicht es nicht es einfach auf einem Parkplatz bis zur nächsten Nutzung hinzustellen.

Dafür besitzt das Pferd einen Charakter, du entwickelst eine innige Beziehung zu dem Tier, der hohe Pflegeaufwand macht euch zu dicken Freunden.

Den Hobel nimmst du aus den Schrank und rasierst dich. Danach spülst du ihn mit heißem Wasser ab und stellst ihn wieder weg. Ab und zu musst du eine neue Klinge einlegen.

Ein Messer muss ständig trocken, geölt und vor allem scharf gehalten werden. Vor jeder Rasur musst du nicht nur dein Gesicht, sondern auch das Messer vorbereiten (Abziehen auf dem Leder). Nach der Rasur kannst du es nicht einfach wie einen Hobel zum Trocknen auf einen Ständer hängen, sonst rostet dir das Gelenk. Bei der Reinigung hast du immer die Gefahr es durch eine Unachtsamkeit schwer zu beschädigen. Du kannst auch nicht einfach eine neue Klinge einlegen (außer du kaufst ein Messer von Shavette-Typ). Das erforderliche Nachschärfen ist eine Kunst für sich, bei der man ein Messer auch vollkommen unbrauchbar machen kann, wenn man sich sehr blöd anstellt.

Dafür besitzt auch das Messer einen eigenen Charakter, der von seiner Klingenform und dem Geschick des Schleifers abhängt. Du wirst dich mit den Grundlagen der Messerpflege intensiv auseinandersetzen und dein Messer wird ein Teil deines Lebens. Abends im Gentlemansclub sitzt du zufrieden im dicken Ledersessel, streichst dir durch dein immer noch glattes Gesicht und philosophierst mit Gleichgesinnten über Anschliffe oder wie viele Achtel optimal sind.

Zusammenfassung:
Hobel = günstig, schnell, sehr gutes Rasurergebnis bei guter Technik, keine nennenswerte Materialpflege erforderlich

Messer = teurer, Rasur dauert länger*, bei sehr gut erlernter Technik ein Spitzenergebnis und bei schlechter Technik ein Blutbad, sehr hoher Aufwand für die Materialpflege

*In der Zeit die du brauchst um den Riemen zu holen, zu spannen, das Messer darauf abzuziehen, ihn wieder zu verstauen - da hast du dich bei der Hobelrasur bereits eingeschäumt und startest den ersten Zug.

Kurzum bei der Messerrasur haben Frust und Genuss eine viel stärkere Chance auf eine extreme Ausprägung.
 
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Diskussionsnachricht 000011
04.06.2016, 10:27 Uhr
sw_
registriertes Mitglied


Inselgrün schrieb:

Zitat:
1. Umstieg auf Rasiercreme/seife und Pinsel (Marken sind egal), was Du vor Ort findest und kein Zeugs aus dem Netz, wo Du immer Versand draufzahlst (Tipps: Palmolive, Arko, Speick usw).

Dito. Ich habe in meiner Hobel-Anfangszeit vor vier-fünf Jahren auch den Fehler gemacht, unnötig Geld in Versandhäusern zu lassen. Dann lieber ein bisschen mehr in den Hobel selbst und ggf. Klingen investieren. Persönlich kann ich die Rasiercreme (und -seife) von Palmolive sehr empfehlen, gibt es auch überall zu kaufen. Arko liefert eine noch bessere Performance, riecht aber leider wie WC-Reiniger.

Was die Wahl des Hobels abelangt, den Mühle R89 (bzw. Edwin Jagger) würde ich persönlich nicht bedenkenlos empfehlen - zwar ist man damit relativ sicher unterwegs, allerdings rasiert der Hobel auch nur in einem recht kleinen Winkelbereich, den man als Anfänger nicht so einfach halten kann. Ich habe mit diesem Hobel angefangen und hatte damals Schwierigkeiten, alle Stoppel zu erwischen. Wodurch man automatisch versucht ist, stärker aufzudrücken, im Endeffekt ist die Sache dann doch nicht mehr ganz so sicher. Hat man _etwas_ stärkeren Bartwuchs, ist es nur eine Frage der Zeit, bis man sich einen anderen Hobel wünscht.


Dazu kommt noch, dass mein R89 langsam an Gewinde und Kopf-Mittelstück zerbröselt. Definitiv kein Gegenstand, der Jahrzehnte oder gar ein Leben lang hält, auch wenn das gerne suggeriert wird.

Diese Nachricht wurde am 04.06.2016 um 10:33 Uhr von sw_ editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000012
04.06.2016, 10:39 Uhr
Elbe
registriertes Mitglied


sw_ schrieb:

Zitat:
Definitiv kein Gegenstand, der ein Leben lang hält, auch wenn das gerne suggeriert wird.

Die aktuell gefertigten Hobel von EJ, Mühle, Merku, Timor sind aus verchromten Zinkdruckguß, das hat in der Tat nicht das ewige Leben. Schwachstelle ist in erster Linie die Verschraubung. Abplatzende Verchromung ist auch ein Todesurteil. Mit etwas Glück und sorgfältiger Behandlung kann so ein Hobel aber auch Jahrzehnte überstehen. Ein Wegwerfartikel ist es jedenfalls nicht.

Willst Du einen Hobel haben, der Dich überlebt, dann mußt Du einen alten Gillette-Hobel aus Messing, einen aktuellen Fatip aus Messing oder einen der teuren Edelstahlhobel von Feather, iKon, Pils, ATT, Wolfman et. al. kaufen.
 
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Diskussionsnachricht 000013
04.06.2016, 11:04 Uhr
Newline
registriertes Mitglied


Ich habe mit einem Edwin Jagger Kelvin (Blitzangebot am großen Fluss) angefangen. Ein dreiteiliger Hobel mit Normgewinde 5mm ist praktisch, es können dann verschiedene Köpfe und Griffe zugekauft und kombiniert werden.
Günstig, schön und robust ist der Fatip, gibt es mittlerweile auch mit geschlossener Kante, dann leider etwas teurer.
Wenn die Rasur am Anfang nicht gleich klappt, liegt es garantiert an der Technik und nicht am Hobel.
Mit einer günstigen Seife/Creme wie Palmolive, Arko, Nivea kann prima geübt und gut rasiert werden. Diese sind leicht vor Ort erhältlich, anders als die auch gute und günstige Proraso. Teurer sind Speick und Weleda.
Die Kunstfaserpinsel von DM/Rossmann sind gut und erfüllen auch später noch ihre Aufgabe, z.B. als Reisepinsel.

--
Guat goahn!
 
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Diskussionsnachricht 000014
04.06.2016, 11:09 Uhr
Der_Klingenstädter
registriertes Mitglied


Ich kann den Edwin Jagger "Kelvin" durchaus empfehlen. Er hat zum EJ R89 einen kürzeren Griff, der Kopf ist aber identisch und somit auch das Rasurverhalten bzw. der Rasurwinkel. Er kostet im Onlinehandel keine 25 EUR und ist super verarbeitet. Die normal geschlossenen Hobel von Dovo sind etwas sanfter, z. B. würde der Merkus 30c gut zum Mühle Silvertip Pinsel passen (beide sind schwarz/silber gestaltet), aber dann bist du schon nicht mehr budgetschonend unterwegs.

Pinsel dürfen übrigens nicht gebrüht werden, nur lauwarmes Wasser verwenden und die Seife immer zügig wieder gut herausspülen. Sonst steigerst du den "Haarausfall". Zum Trocken nicht auf den Griff stellen, sondern aufhängen. Die günstigen Pinsel im Drogeriehandel gibt es komplett mit einem Plastikständer.

Dovo scheint auf eine Politur vor der Galvanisierung zu verzichten. Daher haben die Merkur Hobel teilweise gut sichtbar "kleine Pickelchen". Das stört weder die Rasureigenschaft, noch beeinflusst es die Haltbarkeit. Aber es sieht halt nicht so perfekt aus wie bei einem Mühle oder Edwin Jagger Hobel. Einen Dovo kauft man daher besser offline im Laden, um ihn vorher optisch zu begutachten. Das schont dein Rücksende Scoring beim Onlinehandel.

Ich habe auch extrem dickes Haar (eine frische Gillette Fusion Fünferklinge bleibt beim Aufsetzen hängen). Mit dem Kelvin bekomme ich auf der Wange eine perfekt glatte Rasur hin. Leider gelingt es mir nicht am Hals. Da wird zwar auch alles glatt, aber leider auch sehr blutig und/oder gerötet. Aus meiner ganz persönlichen Sicht ist der Kelvin zu aggressiv für den Hals und gut für die Wangen.

Da ich gerade erst anfange zu Hobeln wage ich folgende These:

Jeder Hobel, den die Community als "mittelscharf" ansieht, ist für einen Anfänger brauchbar, wenn er nicht ein Extrem bei der Haardicke oder der Hautempfindlichkeit hat. Je "enger der Winkel", umso besser lernt man zu hobeln. Jeder Anfänger wird zwar zunächst die als zu gering empfundene Gründlichkeit mit mehr Druck ausgleichen wollen, aber der Rasurbrand danach hält dich schnell davon ab. Du bekommst schnell ein Gefühl für die richtige Zugtechnik. Der Hobel wird jeden Tag besser, dabei ist es nur dein Geschick, das die Rasur gründlicher und schonender werden lässt.

Wenn man einem Anfänger sagt, ein Hobel müsse sich erst einhobeln, du wirst es glauben. Aber die Wahrheit ist eher, dass du selbst dich erst an den Hobel gewöhnen musst, bevor du ihn beurteilen kannst.

Mein Tipp ist der Edwin Jagger Kelvin zusammen mit dem Mühle Silvertip, wenn dein Budget es erlaubt. Das Auge rasier mit und das pieksfrei schmeichelnde Aufschäumen eines guten Pinsels sind ein schönes Erlebnis. Wenn du dich an den Kelvin gewöhnt hast, dann kaufst du einen weiteren Hobel je nach gemachter Erfahrung. Das kann ein Torsionshobel, ein Hobel mit offenem Kamm oder ein verstellbarer wie der Futur oder Progress sein. Wobei der Futur auch Kartoffeln schälen könnte, der Progress aber noch sanfter einstellbar ist als der Kelvin (hatte beide im Laden in der Hand und viel über sie gelesen).

Vielleicht können die Experten dies bestätigen oder wiederlegen. Ich fange wie geschrieben auch gerade erst an.
 
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Diskussionsnachricht 000015
04.06.2016, 11:27 Uhr
Elbe
registriertes Mitglied


Der_Klingenstädter schrieb:

Zitat:
Zum Trocken nicht auf den Griff stellen, sondern aufhängen.

Mumpitz.
 
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Diskussionsnachricht 000016
04.06.2016, 11:41 Uhr
Der_Klingenstädter
registriertes Mitglied


Elbe schrieb:

Zitat:
Der_Klingenstädter schrieb:

Zitat:
Zum Trocken nicht auf den Griff stellen, sondern aufhängen.

Mumpitz.

Wenn das Mumpitz ist, würde es meine Dienstreisen enorm erleichtern. Denn den Ständer immer mit ins Hotel zu schleppen ist nervig. Ich habe diesen Hinweis aus dem Netz herausdestilliert und der Verkäufer im Laden hat sich ähnlich geäußert.
 
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Diskussionsnachricht 000017
04.06.2016, 11:49 Uhr
Elbe
registriertes Mitglied


Der Verkäufer im Laden möchte ja auch gern was verkaufen, der lebt davon… Pinsel gut auswaschen, gut ausschlagen, hinstellen, fertig. Bei Bedarf mal etwas zum Thema Kapillarwirkung lesen.
 
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Diskussionsnachricht 000018
04.06.2016, 12:19 Uhr
NomekSan
registriertes Mitglied


Elbe schrieb:

Zitat:
Der Verkäufer im Laden möchte ja auch gern was verkaufen, der lebt davon… Pinsel gut auswaschen, gut ausschlagen, hinstellen, fertig. Bei Bedarf mal etwas zum Thema Kapillarwirkung lesen.

Es stimmt schon. Wenn der Pinsel gut ausgeschlagen wurde dann wird es keinen Unterschied mehr machen ob er steht oder hängt denn das Restwasser bleibt in beiden Fällen (aufgrund der Kappilarwirkung) an Ort und Stelle. Bei einem nicht gut genug ausgeschlagenen Pinsel macht es wieder einen Unterschied.

Gerade in Anfängerthreads kann es sinnvoll sein eine solche kurze Erklärung gleich dazuzuschreiben, das spart einiges an Einträgen.
Das Thema "Kappilarwirkung" ist wahrscheinlich nicht das, was den meisten direkt in den Sinn kommt wenn es um Rasierpinsel geht.

Edit: Und schon wieder habe ich mit meinem neuen (inzwischen unnötigen) Account geschrieben. Es geht bei mir wieder als Timo86 weiter :/

Diese Nachricht wurde am 04.06.2016 um 12:20 Uhr von NomekSan editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000019
04.06.2016, 12:20 Uhr
knipser
registriertes Mitglied


Mein Tipp bei niedrigem Budget und empfindlicher Haut:

1.) Pinsel -> Isana oder Balea Professional (Rossmann oder dm, jeweils ca. € 8.-)

2.) RS / RC: Palmolive oder Speick.

3.) Hobel: Irgendeinen mit dem R89-Kopf (Mühle, EJ...) oder den Timor 1354 (shop.nassrasur.com/de/Rasierer/TIMOR-Rasierhobel-GS-Edels...)

4.) Klingen: Sampler mit ASP, Personna rot, Gillette Silver Blue

Du bist damit komplett unter € 50.-.

--
Viele Grüße, Robert

Beim Rasieren ist`s wie oft im Leben: Gut, wenn der Schaum im Pinsel für den dritten Durchgang reicht!
 
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Diskussionsnachricht 000020
04.06.2016, 12:24 Uhr
Timo86
registriertes Mitglied


Tabac ist für Rasierseife, Rasiercreme und Aftershave auch relativ günstig und oft im Einzelhandel zu finden.

Wie die sich bei empfindlicher Haut verhält weiß ich nicht, ich habe zwar empfindliche Haut aber eher in Bezug auf das rasieren selbst. Bei Produkten hatte ich bisher wenig Probleme.

Tabac muss man allerdings auch vom Geruch her mögen.

--
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Diskussionsnachricht 000021
04.06.2016, 12:30 Uhr
~Inselgrün
Gast


Lasst ihn einfach mal machen. Entscheidend ist nicht, was ist das allerbeste, entscheidend ist, was findet er vor Ort !

Schließlich will er sparen und nicht allenthalben 5 Euro Versand draufblättern, dafür kann man schon etwa 2 Mal in der Mensa zu Mittag essen, das sind 10 Brötchen vom Bäcker oder 2 Laib Brot bzw. 2-3 Bier in der Studentenkneipe oder 1 Mal Studentenkino.

An die Hobelrasur langsam rantasten, erstmal Seife oder Creme + Pinsel, dann Wilkinson, dann Merkur - und dann raus aus dem Forum vor allem
 
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Diskussionsnachricht 000022
04.06.2016, 12:50 Uhr
Shogun
registriertes Mitglied


tas schrieb:

Zitat:
Als Hobel empfehle ich dir den Merkur Futur mit einstellbarem Klingenspalt von Stufe 1 bis 6. Je höher die Stufe, desto aggressiver der Hobel. Fang auf einer niedrigen Stufe an und arbeite dich nach oben. Der Hobel erlaubt es dir, den Spalt je nach Schärfe der Klinge anzupassen.

Der Futur kann getrost als nicht anfängerfreundlich klassifiziert werden. Der auch schon auf 1 relativ aggressive Klingenspalt, der große Kopf, der Preis und besonders die unorthodoxe Methode die Klinge im Hobel zu installieren disqualifiziert den Futur in meinen Augen für Anfänger.

Und bezüglich des Pinsels muss ich Elbe recht geben: Pinselhalter braucht man nicht zwingend, und bei Synthetischen Pinseln erst recht nicht. Die trocknen ohnehin sofort.

--
Mühle Rocca R95 (V4); Timeless Ti.68; Razorock Lupo DLC; Feather ASD2
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Diskussionsnachricht 000023
04.06.2016, 16:08 Uhr
~Inselgrün
Gast


Kann den Vorrednern nur zustimmen, man braucht keinen Pinselhalter, egal für welchen Pinsel, solange man ihn auf den Griff stellen kann. Er soll sich ruhig einen Supermarkt- oder Drogeriepinsel nehmen, Schweineborste, Synthie oder Graudachs.

Von verstellbaren Hobeln würde ich jedem Anfänger generell abraten. Die sind allesamt in einer Preisklasse, die hier nicht anvisiert ist, außerdem verführen sie zum Verstellen, so dass man die Handhabung nicht lernt. Als ersten Hobel empfehle ich den Wilkinson Classic, den es überall für geringes Geld gibt, als Klingen die Isana von Rossmann.

Dann zeigt sich, ob man überhaupt hobeln will. Alles, was diese Kombi bringt, machen die anderen Hobel nur in Variation. Sicher, für harten Bart oder die ultragründliche, porentiefe Rasur taugt der Wilki nicht, aber er ist allemal besser als ein Elektro. Ob er an den Quattro rankommt, wage ich auch zu bezweifeln, aber hier gehts ja um Einsparung, mein Lieblingsthema
 
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Diskussionsnachricht 000024
04.06.2016, 16:55 Uhr
knipser
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Mein letzter Post zum Thema: Ein Bekannter wollte von Systemie auf Hobel umsteigen. Hat es, weil billig und verfügbar, mit dem WC probiert. War so enttäuscht, dass er sagte: "Hobel taugen nix. Das ist nix für mich."
Habe ihm zum Probieren einen R89 und ASP gegeben. Seitdem hobelt er, war vor 5 Jahren.

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Viele Grüße, Robert

Beim Rasieren ist`s wie oft im Leben: Gut, wenn der Schaum im Pinsel für den dritten Durchgang reicht!
 
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