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NassRasur.com-Forum » Rasierklingen und Sicherheitsrasierer » Einsteigerbericht - Merkur 23C VS Merkur Futur » Themenansicht

zum letzten Beitrag dieser Diskussion springen

Autor Thread - Seiten: -1- [ 2 ]
Diskussionsnachricht 000000
07.01.2017, 01:52 Uhr
OÖ-1989
registriertes Mitglied


Hallo zusammen,

aus aktuellem Anlass möchte ich mal meine Einsteigererfahrung mit anderen teilen- vielleicht ja für den ein oder anderen eine praktische Hilfestellung ;-)


Bisheriges Rasurverhalten
Seit Jahren Gillette Fusion, allerdings bereits länger mit Rasiercreme und -Pinsel. Regelmäßigkeit: Etwa alle 3-4 Tage, teilweise auch längere Abstinenz- Haut somit nicht wirklich an die tägliche Nassrasur gewöhnt.

Zum Bart: Dunkle Haare mittlerer Stärke und Dichte.

Hobelerfahrung: Hatte vor einigen Jahren mal einen Merkur-Hobel getestet (kurz und dick - 34C?) und damit gar nicht zurechtgekommen.


Umstiegsgrund
Warum steige ich eigentlich um? Kostenfrage? Rasurprobleme?
Nein, eigentlich nicht.

Um mal ein wenig narzistisch zu sein - vor allem aus Stilgründen.

Ich empfinde es gewissermaßen als entspannendes, tägliches Ritual, um erfolgreich in den Tag zu starten. Eigentlich eine schöne Tradition- oder?


Rasierer, Klingen & Co
Hab' mir gleich zu Beginn zwei Rasierer gegönnt- mit dem oben beschriebenen 34C (?) hatte ich ja damals kein Glück, daher wollte ich für diesen neuen Versuch unbedingt 2 unterschiedliche Typen von Rasierern probieren, bevor ich in puncto Nassrasur evtl. endgültig das Handtuch werfe. Wie sich zeigen wird, war dies wohl die richtige Entscheidung.

Merkur 23C + Astra Superior Platinum

Merkur Futur + Astra Superior Platinum

Palmolive Rasiercreme (inkl. Pinsel)

Aftershave: wechselnd, bin hier am durchprobieren:
- Floid (sagt mir gar nicht zu)
- Old Spice (geht so, nicht mein Favorit)
- Pitralon ("Deutschland" Original - in Österreich ist das "Orgininal" anders, nämlich mit rotem Punkt und schwarzer Kappe). Aktuell mein Preis-Leistungs-Favorit)
- Armani Pour Homme (Riecht hervorragend und kombiniert vor allem super mit meiner Haut- aber teuer)

Bzgl. Aftershave würde ich mich auch über Vorschläge freuen, hier nur so am Rande. Ich bin zwar mit 27 relativ jung, kann allerdings mit dem gängigen süßlichen Mode-Wässerchen relativ wenig anfangen- am liebsten wäre mir klassisch-neutral ;-)

So, nun aber zum Rasieren- darum soll's ja eigentlich gehen.


Rasurvorgang
Frisch geduscht, gut eingeschäumt, es kann losgehen.


Futur - 1. Gesichtshälfte
Über den "aggressiven" Futur hatte ich ja bereits einiges gelesen- mit entsprechendem Respekt trat ich mit diesem die Rasur an.

1. Rasur mit dem Strich, Einstellung erst auf Stufe 1, dann 3, dann "psychopathischerweise" auf Stufe 6.
Resultat: Kein einziger Schnitt, aber auch nicht wirklich sauber. Aber dafür ja später gegen den Strich. Leichte, wirklich sehr leichte Hautirritation- die führe ich einfach auf meine Haut zurück, die sich erst mal an die Rasur gewöhnen muss.

2. Rasur quer zum Strich, ein Procedere, das ich mir künftig wohl sparen werde. Nicht wirklich ein Unterschied zur Rasur mit dem Strich, die Haut wird's mir vielleicht danken, wenn ich hier weniger mache.

3. Runde gegen den Strich. Puh, jetzt wird's spannend. Klinge weiterhin auf Stufe 6 für die Wangen- was soll ich sagen. Perfekt. Baby-Popo-glatt. Wahnsinn. Am Hals mit Stufe 3 probiert, beim Kinn und bei der Oberlippe vorsichtshalber auf Stufe 1 zurück- das Risiko ist es mir für den Anfang nicht wert.

Ergebnis: Leichte Rötungen, Rasierpunkte, aber schnittfrei. Gerade an den Wangen sehr glatt- kann locker mit dem bisherigen Gillette Fusion mithalten. Am Kinn sieht's anders aus- dort ist der Systemrasierer in puncto Genauigkeit noch überlegen. Allerdings wohl nur Übungssache.

Alles in allem kann der Futur also absolut punkten- ob und wie schnell die Haut sich an die (nun täglich praktizierte) Rasur gewöhnt, wird sich zeigen. Gibt's hier Erfahrungen? Wär neugierig ;-)


23C - 2. Gesichtshälfte
Nach der guten Arbeit, die der Futur geleistet hat, wird es nun schwierig für den 23C, in ebenso gutem Licht dazustehen. Allerdings wird ja Anfängern aus Handhabungsgründen und der Verzeihbarkeit regelmäßig der 23C bzw. 34C ans Herz gelegt- daher also meinen Hoffnung, dass dieser vor allem um Kinn & Co punkten kann.

1. Rasurdurchgang wieder mit dem Strich.
Beim ersten Aufsetzen bereits die Enttäuschung: Es "rupft" leicht, die Haut fühlt sich nicht recht wohl mit dem Teil.

2. Rasurdurchgang quer zum Strich- wie beim ersten Durchgang. Kein Schnitt, allerdings wieder spürbare Hautirritation. Auch wenn meine Haut aktuell noch nichts gewöhnt ist- im direkten Vergleich ist der 23C dem Futur hier eindeutig unterlegen.

3. Rasurdurchgang gegen den Strich. Katastrophe. Kein einziger Schnitt, aber überall rote Punkte. Unangenehm. Haut überreizt.
Schnittwinkel hab' ich mehrere probiert, keiner richtig zufriedenstellend.

Ergebnis: Subjektiv an den Wangen ein klein wenig unsauberer als der Futur, aber dennoch sehr glatt. Am Kinn dem Futur zugegebenermaßen sogar leicht überlegen, da ich wohl weniger Angst vor Schnittwunden hatte.
Das Ausmaß der Rötungen und Hautirritationen ist aber, vor allem im direkten Vergleich mit dem Futur, nicht tragbar.


Folgerasuren
In den folgenden 2 Tagen aufgrund der Hautirritationen vorläufig nur Rasur mit dem Futur dem Strich, am insgesamt 4. Tag nochmals ein "Komplettversuch" mit dem Futur. Perfektes Ergebnis- an den Wangen noch glatter, als beim 1. Mal. Leichte Rötungen und "Blutpunkte". Wie beschrieben, ich hoffe hier noch auf Besserung. Rasur insgesamt bisher: Perfekt.

Allerdings 2 kleine Zwischenfälle:

1. Klinge während der Rasur wieder von 6 auf 3 zurück- mit nassen Fingern. Autsch. Die Klinge ist scharf- das weiß jetzt auch mein Finger ;-)
Der Verstellmechanismus ist aus meiner Sicht eine Fehlkonstruktion, somit ein kleiner Minuspunkt für den Futur. Aber egal- wenn man Bescheid weiß, kann man hier ja ein Handtuch, etc. zum Festhalten des Klingenkopfes verwenden.

2. Noch ein dummer Fehler. Nach Ende der Rasur und Auftragen des After-Shaves noch einzelne Bartstoppel am Kinn entdeckt. Schnell Futur aus dem Kasten, nun ohne jeglichen Schaum mit der Klinge (nicht aufgepasst- noch auf 6 eingestellt) rasieren versucht. Abermals Autsch! Dumm, einfach nur dumm. Aber man lernt- hier liegt wohl der Unterschied zwischen Systemrasierer und Hobel.

Die beiden Zwischenfälle, vor allem der letztere, beruhen aber sicher auf meiner Fehlhandhabung und sollten mit etwas Erfahrung nicht mehr passieren- der Futur bleibt eindeutig der Favorit.


Fazit
Für mich gewinnt das Rennen klar der Futur- ich bin wirklich froh, mir dieses allgemein wohl eher als Nicht-Einsteigerhobel angesehene Luxusmodell gegönnt zu haben. In Hinsicht auf die Sicherheit mit Respekt zu behandeln- dafür belohnt dann auch das exzellente Rasurergebnis.
Für andere Anfänger, die wie ich zwischen den verschiedenen Modellen schwanken, kann ich den Futur absolut empfehlen- solange man eine gute Feinmotorik und aufweist und nicht vorhat, sich in angeheitertem Zustand o.ä. zu rasieren- dies verzeiht der Futur wohl nicht ;-)

Den 23C werde ich vielleicht für die Achsel- bzw. Oberkörperrasur verwenden- im Gesicht hat der bei mir nichts mehr verloren.
Einziger Vorteil: Das Schnittrisiko ist wohl geringer, bzw. werden Schnitte (vielleicht?) auch nicht so tief ausfallen. Das ist wohl auch der Grund, warum der 23C als Einsteigerhobel angeraten wird. Für mich allerdings gerade aufgrund der Hautirritationen nicht nachvollziehbar- somit auch ganz klar keine Weiterempfehlung.

_____________________________

Ich durfte dem Forum hier vorab viele Infos und Hinweise entnehmen- an dieser Stelle herzlichen Dank hierfür. Da ich gewissermaßen etwas zurück- bzw. auch an andere Anfänger weitergeben möchte, dieser etwas ausführliche Thread hier- ich hoffe, der Bericht ist gut lesbar und kann dem ein oder anderen eine Hilfestellung leisten. Über Kommentare, Hinweise und Tipps freue ich mich :-)


Offene Fragen von meiner Seite:

- Habt ihr Tipps für ein pflegendes, möglichst neutrales After-Shave im niedrigen Preisbereich?

- Rasur quer zum Strich einfach weglassen?

- Geht auch direkt die Rasur gegen den Strich? Der Futur scheint mir, gerade auf größerer Stufe, durchaus auch mit den längeren Stoppeln perfekt zurechtzukommen. Erfahrungen?

- Wie lange dauert es in etwa, bis die Haut sich an die Nassrasur gewöhnt hat? Kann ich von 6-8 Wochen ausgehen?

Viele Grüße,
OÖ-1989

Diese Nachricht wurde am 07.01.2017 um 02:03 Uhr von OÖ-1989 editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000001
07.01.2017, 03:56 Uhr
~Inselgrün
Gast


Aftershave Tipp : Alpa Windsor.

Ich rate von Rasur direkt gegen den Strich ab, das reizt zu sehr. Ich kenne aber jemanden, der das regelmäßig macht, allerdings mit einem Torsion.

Ich würde Dir stark davon abraten, Dich täglich mit einem Hobel zu rasieren. Das tut keiner Haut gut. Mit dem Hobel rasiert man sich idR seltener, so alle 2-3 Tage. Systeme sind auf tägliche Rasur eher ausgelegt. Ausnahmen bestätigen die Regel und es gibt natürlich auch Leute, die täglich hobeln, manche sogar zweimal an einem Tag. Man kann sich sicher eine Lederhaut züchten, aber ich halte das für nicht gut.

Davon ab, mit 27 kann man heute auch Bart tragen, notfalls Dreitagebart oder so ein Hipsterbart. Nicht einmal beim Militär ist, außer in der Grunzausbildung, die tägliche Rasur erforderlich. Auch bei der Polizei nicht und auch nicht mehr bei Banken. Das ist alles passé, und das ist gut so.
 
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Diskussionsnachricht 000002
07.01.2017, 03:58 Uhr
~Inselgrün
Gast


Letztlich alles eine Geschmacksfrage, da kann man nicht sagen: Mach so, oder mach so, jeder kann das selber. Reine Modesache. Eben Rasur - und nicht Zähneputzen
 
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Diskussionsnachricht 000003
07.01.2017, 07:35 Uhr
CaptainGreybeard
registriertes Mitglied


Inselgrün schrieb:

Zitat:
Ich rate von Rasur direkt gegen den Strich ab, das reizt zu sehr.

So ist es. Hobelrasuren sollten immer in zwei oder drei Durchgängen durchgeführt werden: Der erste Durchgang mit dem Strich, der zweite quer zum Strich, der dritte gegen den Strich. Anfangs, bis man die richtige Technik erlernt hat, sollte man auf die am wenigsten verzeihliche Art der Rasur verzichten, nämlich den Durchgang gegen den Strich.


Inselgrün schrieb:

Zitat:
Ich würde Dir stark davon abraten, Dich täglich mit einem Hobel zu rasieren. Das tut keiner Haut gut. Mit dem Hobel rasiert man sich idR seltener, so alle 2-3 Tage. Systeme sind auf tägliche Rasur eher ausgelegt. Ausnahmen bestätigen die Regel und es gibt natürlich auch Leute, die täglich hobeln, manche sogar zweimal an einem Tag. Man kann sich sicher eine Lederhaut züchten, aber ich halte das für nicht gut.

Selbstverständlich kann man sich jeden Tag mit einem Hobel rasieren, und es gibt nicht nur einige Leute, die täglich hobeln, sondern die meisten "Hobeler" dürften täglich zu Werke gehen. Das hat nämlich vor allem mit der Stärke des Bartwuchses zu tun, und die ist keine Frage der Gewohnheit, sondern genetisch bedingt. Bei den meisten Männern dürfte der Bartwuchs so stark sein, dass eine tägliche Rasur für ein gepflegtes Auftreten erforderlich ist Auf die Empfindlichkeit der eigenen Haut hat man allerdings wenig bis gar keinen Einfluss; die Aussage, es sei möglich, "sich eine Lederhaut zu züchten", ist dermatologischer Unsinn. Einfluss auf den Stress, den eine Rasur für die Haut bedeutet, kann man durch die Wahl des entsprechenden Rasierzeugs (Pinsel, Seife/Creme, Hobel und Klinge) nehmen und natürlich durch die Gründlichkeit der Vorbereitung.

--
Ahoi von Captain Greybeard
Rhinelander - There can be only one!

Diese Nachricht wurde am 07.01.2017 um 07:39 Uhr von CaptainGreybeard editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000004
07.01.2017, 09:39 Uhr
Unheard
registriertes Mitglied


Nicht soviel testen. Leg den Futur zurück und übe mit deinem 23C, um die richtige Handhabung und deinen Bartwuchs kennenzulernen und so die Rasur zu optimieren.
 
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Diskussionsnachricht 000005
07.01.2017, 09:43 Uhr
knorki
registriertes Mitglied


Gerade die Hobelei ist für die tägliche Rasur, weil sie nach etwas Übung viel sanfter vonstatten geht!
 
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Diskussionsnachricht 000006
07.01.2017, 09:59 Uhr
~Inselgrün
Gast


CaptainGreybeard schrieb:

Zitat:
...sollten immer... die richtige Technik ... sollte man ...

Selbstverständlich kann man ... Das hat nämlich ... erforderlich ist ... ist dermatologischer Unsinn... natürlich ...

Ich glaube nicht, dass Du Dermatologe bist.
 
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Diskussionsnachricht 000007
07.01.2017, 10:58 Uhr
Rinox
registriertes Mitglied


Hallo OÖ-1989,
danke für deinen ausführlichen Bericht! Ich würde definitiv bei einem Hobel fürs Gesicht bleiben, damit die Haut sich bestmöglich an das tägliche Hobeln gewöhnen kann.
Ich schätze den Zeitraum ebenfalls auf 6-8 Wochen. So dürfe es auch bei mir gewesen sein, obwohl ich empfindliche Haut habe. Jeden Tag 3 Durchgänge sind kein Problem. Gegen den Strich rasiere ich mich aber nie!

@Inselgrün: Auch du bist kein Dermatologe, aber ratest Leuten sich nicht täglich zu hobeln, behauptest immer wieder ein System wäre hautschonender und außerdem kennst du auch die Regelungen aller Banken, der Polizei und der Bundeswehr.
Bis vor einem Jahr war ich alle 4 Wochen bei einem Dermatologen. Fazit: Systemrasierer schädigen die Haut langfristig und sind die Hauptverantwortlichen für eingewachsene Haare, Entzündungen und schlimmeres. Das wird dir so jeder Arzt sagen der Ahnung davon hat. Es stört hier niemanden wenn bei dir alles so einfach funktioniert, aber es jedem vor die Nase zu halten ist nervig.
Wenn jemand hier im Forum eine Frage stellt, sollte man sie so beantworten das demjenigen geholfen wird, und nicht jedem seine eigene Meinung Tag für Tag aufdrücken. Das bringt hier niemandem etwas!

Gruß
Rinox
 
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Diskussionsnachricht 000008
07.01.2017, 11:20 Uhr
CaptainGreybeard
registriertes Mitglied


Inselgrün schrieb:

Zitat:
Ich glaube nicht, dass Du Dermatologe bist.

Stimmt auffallend. Aber man muss auch kein Huhn sein und Eier ausbrüten können, um sagen zu können, woher die Küken kommen. Ebenso wenig muss man Dermatologe oder Genetiker sein, um zu wissen, dass die Empfindlichkeit der menschlichen Haut ebenso wenig durch Rasieren zu beeinflussen ist wie die Dichte und Geschwindigkeit des Bartwuchses bzw. die Stärke und Härte der Barthaare. Diese Eigenschaften werden schlicht und einfach durch die Erbanlagen und den Hormonhaushalt bestimmt. Du kannst noch so sehr an Deinen Barthaaren zerren, sie wachsen dadurch nicht schneller. Und Du kannst Dich noch so oft oder selten rasieren, Deine Haut wird dadurch nicht mehr oder weniger empfindlich.

--
Ahoi von Captain Greybeard
Rhinelander - There can be only one!
 
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Diskussionsnachricht 000009
07.01.2017, 11:43 Uhr
Bio-logisch
registriertes Mitglied


Die Haut kann sich sicher an verschiedene Gegebenheiten anpassen. Der typische Rasurbrand ist nichts anderes als eine Reaktion der Haut an einen Umweltreiz, in diesem Fall die Behandlung mit einer Rasierklinge.

Ich beobachte bei mir schon einen Gewöhnungseffekt, wenn ich mich regelmäßiger Rasiere. Dazu kommt aber natürlich auch der Übungseffekt, man weiß ja irgendwann wo man die Probleme hat und passt dann dort individuell sein Rasurverhalten an.

z. B. habe ich einen Wirbel an Hals neben dem Kehlkopf. Mit quer, und gegen den Strich ist da graue Theorie, die Hautpartie ist viel zu kleinflächig.

Meine Strategie: Haut spannen und ein mal von der Seite unten zum Kehlkopf hin im 45 ° Winkel schräg nach oben ziehen.
Eventuell noch ganz leicht einzelne Stoppeln nacharbeiten, falls was stehen geblieben sein sollte.

Fertig. An der Stelle mache ich nur einen Durchgang.

--
Wilkinson Classic, Merkur 25c, Progress 510, Merkur 37c, Gillette Slim Adjustable ASP (ersetzt Gillette Super Silver), Wilkinson Classic, Feather Speick, Proraso, Palmolive Rossmann Borste
 
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Diskussionsnachricht 000010
07.01.2017, 11:59 Uhr
knipser
registriertes Mitglied




Zitat:
- Habt ihr Tipps für ein pflegendes, möglichst neutrales After-Shave im niedrigen Preisbereich?

Tüff grün

--
Viele Grüße, Robert

Beim Rasieren ist`s wie oft im Leben: Gut, wenn der Schaum im Pinsel für den dritten Durchgang reicht!
 
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Diskussionsnachricht 000011
07.01.2017, 13:02 Uhr
knorki
registriertes Mitglied


knipser schrieb:

Zitat:

Zitat:
- Habt ihr Tipps für ein pflegendes, möglichst neutrales After-Shave im niedrigen Preisbereich?

Tüff grün

Habe ich sehr lange benutzt, für empfindliche Haut zu empfehlen!
 
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Diskussionsnachricht 000012
07.01.2017, 13:19 Uhr
owlman
registriertes Mitglied


@ OÖ-1989:

Ein sehr schöner ausführlicher Erfahrungsbericht, vielen Dank!

OÖ-1989 schrieb:

Zitat:
Offene Fragen von meiner Seite:
- Rasur quer zum Strich einfach weglassen?

- Geht auch direkt die Rasur gegen den Strich? Der Futur scheint mir, gerade auf größerer Stufe, durchaus auch mit den längeren Stoppeln perfekt zurechtzukommen. Erfahrungen?

- Wie lange dauert es in etwa, bis die Haut sich an die Nassrasur gewöhnt hat? Kann ich von 6-8 Wochen ausgehen?

Direkt gegen den Strich zu rasieren, also eine Vielzahl von Barthaaren besonders zu strapazieren, ist sicherlich ein klares Rezept für Hautreizungen. Das ist aus meiner Sicht also die schlechteste Variante. Ich würde es daher eher bei "mit" und "quer" belassen. Wenn hier die Gründlichkeit nicht langt, spricht nichts dagegen dies durch einen finalen Durchgang mit dem Systemrasierer zu ergänzen, jedenfalls so lange bis die Rasurtechnik mit den Hobeln so gut sitzt dass es dort zu keinen Irritationen mehr kommt.

Natürlich kann man sich problemlos täglich mit einem Hobel rasieren, gar keine Frage. Es dauert halt in der Tat eine Weile, bis man sich an das neue Werkzeug gewöhnt und gelernt hat, wie es optimal zu führen ist und mit welcher Klinge es für einen selbst optimal funktioniert. Das Durchprobieren kann durchaus einige Wochen in Anspruch nehmen. Wichtig ist auch, sich für die Rasur genug Zeit zu nehmen (ich verwende im Durchschnitt etwa 20 Minuten darauf).

Irritationen kommen jedenfalls meiner Erfahrung nach eher von falscher Anwendung als von falschem Werkzeug.
 
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Diskussionsnachricht 000013
07.01.2017, 13:23 Uhr
olivengreg
registriertes Mitglied


Moin!

@OÖ-1989;
Ich sehe es ähnlich wie "knipser":

Tüff sensitive (grün)

--
JA ICH KANN ES auch einfach mal bleiben lassen.
 
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Diskussionsnachricht 000014
07.01.2017, 17:45 Uhr
Unheard
registriertes Mitglied


Ich darf als AS die Speick Men ASL nennen. Wenn Du nicht grade im Osten lebst, ist das besser verfügbar. Nicht ganz neutral im Duft, im Gegenteil, aber der 4711-Geruch verschwindet sehr schnell. Vorteil: Basiert auf Ethanol und Wasser, enthält also keine nicht-zweckdienlichen Stoffe, um um die Alkoholsteuer herumzukommen und hat sehr gute pflegende Eigenschaften.
 
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Diskussionsnachricht 000015
08.01.2017, 15:58 Uhr
Kurbjuhn
Moderator


So, ich habe einen Haufen OTs, persönlicher Angriffe und Meta-Diskussionsbeiträge gelöscht. Bitte nutzt für derartiges in Zukunft PM, die "offenen Themen" o.ä. Ich bitte nochmals um die einfache Einhaltung der grundlegenden Forumsregel: "Schreibe nur zum Thema Nassrasur..." und danke fürs Verständnis.
Gruß
Chris

--
forum-mods@nassrasur.com
 
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Diskussionsnachricht 000016
08.01.2017, 18:57 Uhr
cgm73
registriertes Mitglied


Ich empfehle, einen Rasierer nicht nach einmaligem Test zu bewerten. Gib ihm einen Monat, dann kennst Du ihn.

Als pflegendes, relativ "neutrales" AS: Majestät

--
WC, R89, R41, 39c, Fatboy E2, Fatip, Progress, Futur, Pils
ASP, Derby, Sputnik, Merkur
Mühle STF
"winterliche" Seifen und Cremen
viele
 
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Diskussionsnachricht 000017
09.01.2017, 13:01 Uhr
OÖ-1989
registriertes Mitglied


Hallo zusammen,

danke für eure Empfehlungen/ Erfahrungen.

Bzgl. der After Shaves werd ich einfach mal durchprobieren

Viele Grüße,
OÖ-1989
 
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Diskussionsnachricht 000018
11.01.2017, 23:40 Uhr
Zapp
registriertes Mitglied


OÖ-1989, danke für den Bericht!

Kleiner Tipp für das sichere Verstellen des Futur:
Zeige- und Ringfinger unter den Hobelkopf links und rechts des Griffs, Daumen oben drauf.

Ich benutze den Futur fast täglich (alternierend mit dem R41), er kann sehr sanft sein bei hervorragender Nachhaltigkeit, kommt halt wie immer auf die Übung an...

Grüße!
 
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Diskussionsnachricht 000019
12.01.2017, 09:54 Uhr
Einar
registriertes Mitglied


Zum Aftershave würde ich mal das Wilkinson Classic nennen, ist preiswert und hat auch pflegende Inhaltsstoffe.

„Quer zum Strich einfach weglassen?“
Es kommt darauf an, was Du von der Rasur erwartest. Wenn es wirklich glatt werden soll, ist quer zum Strich einer von den drei klassischen Durchgängen, die erforderlich sind, um die Stoppeln so zu kürzen, dass sie im letzten Durchgang gegen den Strich so kurz wie eben möglich sind.

Erst dann kann man den dritten Durchgang gegen den Strich durchführen, da durch die zuvor gekürzten Stoppeln jetzt kaum noch Probleme mit Irritationen oder Reizungen auftreten sollten.

Längere Bartstoppeln sollte man tunlichst nicht gegen den Strich rasieren, da immer die Gefahr des Rupfen und Ziehen besteht, da kann die Klinge noch so scharf sein. Dann gibt die Haut unangenehme Rückmeldung.

Mit einer Dauer von 6-8 Wochen liegst Du in etwa richtig, was die Gewöhnung an die Hobelrasur betrifft.

--
Gruß Einar
 
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Diskussionsnachricht 000020
20.01.2017, 10:43 Uhr
OÖ-1989
registriertes Mitglied


Hallo nochmal,

Nachtrag: Der Futur funktioniert weiterhin bestens- bin mit quasi jeder Rasur zufrieden.

Den 23C hab ich wider Erwarten doch noch ein paar mal probiert, komm damit allerdings nicht zurecht- reizt mehr und ungründlicher.
Für die Oberkörperrasur passt er allerdings- somit doch noch eine Verwendung gefunden ;-)

LG

PS: Aftershaves muss ich erst durchprobieren, das dauert jetzt ein wenig.
 
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Diskussionsnachricht 000021
20.01.2017, 15:57 Uhr
ohnehaar
registriertes Mitglied


OÖ-1989 schrieb:

Zitat:
Hallo nochmal,

Nachtrag: Der Futur funktioniert weiterhin bestens- bin mit quasi jeder Rasur zufrieden....

Volle Zustimmung, summa summarum, der Futur ist eine echte Allzweckwaffe. Er bedarf des Respektes, nicht der Angst, er ist auch kein Krawallbruder und mit der Klinge, die zum Nutzer passt immer eine Bank.

Danke für Deinen Bericht
 
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Diskussionsnachricht 000022
04.02.2017, 05:58 Uhr
Jones
registriertes Mitglied


knorki schrieb:

Zitat:
Gerade die Hobelei ist für die tägliche Rasur, weil sie nach etwas Übung viel sanfter vonstatten geht!

Seh ich exakt so. Mit den Gillette Mehrklingenrasierern hatte ich stets eingewachsene Haare und demzufolge Entzündungen. Ich verstehe nicht, wie ich mich jahrelang mit diesen für mich miserablen, teuren Dingern rumärgern konnte.

Seitdem ich mich täglich mit dem Hobel rasiere, ist meine Haut so gut wie nie - Schnitte habe ich schon ewig nicht mehr gehabt.

Man muss aber sein Setup finden - und die entsprechende Übung haben.
 
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Diskussionsnachricht 000023
22.02.2017, 10:59 Uhr
Varajan
registriertes Mitglied


Ich hatte ja schon länger einen Wilkinson Plastikhobel mit dem ich mich gelegentlich ohne Erfolg rasiert habe.
Heute weiß ich das der Grund die Fehlende Rasur Disziplin und die besch.... Wilkinson Klingen waren.

Auf den Futur bin ich beim Stöbern im Internet gestoßen, auf der Suche nach einem speziellen Aftershave als Geschenk.

Der Futur ist mir wegen dem modernen Design und dem verstellbaren Klingespalt ins Auge gefallen. Kurze Recherche im Netz ergab DOVO/MERKUR und Mühle sind die Bekanntesten und Marktführer.

Ich habe den Hobel Futur bestellt und die ASTRA Klingen weil in Foren und in den Kundenwertungen Lobeshymnen gesungen werden...Zu Recht wie ich inzwischen weiß.

Sogar der Wilkinson ist mit der ASTRA gut dabei.

Zum Futur:

Ich habe schnell eine für mich gute Technik herausgefunden.

Den ersten Durchgang Durchgang rasiere ich mit dem Strich auf Stufe 3 also mit mittlerem Spalt. Da ist das meiste schon weg.

Der zweite Durchgang dann auf Stufe 1 mit kleinem Spalt quer und teilweise gegen den Strich.

Das Ergebnis spricht für sich, ein Baby Popo ist Schmirgelpapier dagegen. So weich, glatt und perfekt kenne ich meine Gesichtshaut gar nicht.

Für mich ist der Futur perfekt, das ist nicht nur ein Rasierer sonder der Einstieg in dieses Forum ( was letztlich dazu führen wird das ich mehr Geld in Rasierequipment investieren werde )
Ich bin überrascht, das Rasieren wurde von der lästigen Pflicht zum entspannenden Erlebniss das viel Spaß macht und das innerhalb weniger Tage....

--
Traditionsbewusstsein ist nicht das aufbewahren der Asche, sondern das weitertragen des Feuers....

Werkzeug: MERKUR Rasierhobel "Futur 700" in mattchrom, Faether Popular, Wilkinson Classic Russenklingen "ASTRA" und Faether FH10 Mühle Silvertip Fibre PRORASO grün/weiß PRORASO im Tiegel grün/weiß Preshave Creme Proraso grün/weiß

Diese Nachricht wurde am 22.02.2017 um 11:01 Uhr von Varajan editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000024
22.02.2017, 14:44 Uhr
Rinox
registriertes Mitglied


@Varajan: Du hast es genau richtig gemacht - viel im Forum lesen, einen guten Hobel und gute Klingen kaufen, fertig! Ein verstellbarer Hobel lässt mit Sicherheit keine Wünsche offen, so einer reizt mich auch schon seit der ersten Hobelrasur...
Bei mir wurde es wegen der Optik ein Mühle R220, da konnte ich nicht widerstehen. Bin mir aber sicher das in Zukunft noch ein weiterer dazu kommt.
Das meiste Geld gebe ich mit Sicherheit für Rasierseifen und Rasiercremes aus Das ausprobieren anderer Klingen kann die Rasur nochmals optimieren.
 
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