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NassRasur.com-Forum » Sonstige Nassrasurthemen » Zitate » Themenansicht

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Diskussionsnachricht 000000
13.11.2005, 21:39 Uhr
erik kormann
registriertes Mitglied


Ein schönen guten Abend,

da ich mich sehr über einige Signaturen freue, und jetzt auch ein schönes Zitat entdeckt habe, möchte ich einfach eine Rubrik beginnen, die als Sammelbecken für kulturhistorische Zitate zum Thema Körperpflege gedacht sein soll.

Allerdings möchte ich eine kleine Hürde einbauen; und zwar die, daß die Quellenangen beigefügt werden. (Wenn es möglich ist) Oder, und das wäre mein Hoffnung, die anderen Nutzer des Forums vielleicht wissen, woher das eine oder andere Zitat stammt und wo es zu finden ist.

Und deshalb möchte ich gleich mit einer Frage beginnen ...

Wo finde ich dieses folgende Zitat von Schopenhauer?
"Alles Behaartsein ist tierisch. Die Rasur ist das Abzeichen höherer Zivilisation."

Und ich möchte gleich noch ein Zitat anfügen. Es stammt von Justus von Liebig, "(...) man kann den Entwicklungsstand einer Kultur an ihrem Seifenverbrauch messen."

Und dann bin ich noch immer auf der Suche nach einem Ausspruch von Napoleon. Der mochte es nämlich nicht, wenn seine Frau (die 2. Frau war Josephine von Österreich), die gerne badete, zu sehr nach Seife und Düften roch. Er hatte es gerne etwas ... menschlicher, und deshalb schickte er, wenn er auf dem Heimweg war, einen Reiter voraus, der fogende Nachricht zu überbringen hatte. "Bitte nicht mehr waschen, ich bin auf dem Weg nach Hause". Der Spruch ist sicher, aber wo steht er?

Ich hoffe auf weitere schöne Zitate und interessante Einträge.

Gruß Erik
 
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Diskussionsnachricht 000001
14.11.2005, 07:53 Uhr
erik kormann
registriertes Mitglied


Guten Morgen,

und gleich noch ein kleiner Nachtrag, zur Einstimmung in den Tag.
Gefunden bei: Wietig, Christina, Aktuelle Dermatologie, "Kleine Sammlung kulturgeschichtlicher Dokumente zur ästhetischen Körperbildanthropologie", S. 286

"Wasche Dein Gesicht in Glück und Gesundheit, indem Du Freude genießt"
(frühe ägyptische Inschrift auf einem Wasserbehälter, der im Grab von Hetepheres I, der Mutter von Cheops, gefunden wurde).

Und dann habe ich an gleicher Stelle eine schöne Erklärung des Begriffs Pafüm gefunden.
"Der Wohlgeruch als Medium (...) bildet ursprünglich eine Brücke zwischen Gott und dem Menschen. Nach ägyptischer Anschauung bewirkte der wohlrichende Odem Gottes Leben, der üble Geruch zeugte vom Tod. Daher ist der Weihrauch, von dem sich der Begriff Parfum (lat. per fumum, durch Rauch) ableitet, für das Kulturbildritual fester Bestandteil, "Ich komme zu dir (...) mit der Salbe dich zu salben (...)."
 
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Diskussionsnachricht 000002
14.11.2005, 09:25 Uhr
Kurbjuhn
Moderator


Ich kann Horst Schroths Kommentar zur Elektrorasur beisteuern. In "Herrenabend" meinte er: "Welcher ernstzunehmende Mann fummelt sich denn morgens mit einem Vibrator im Gesicht herum?"

Quelle bin ich selber. Hab das Programm vor ein paar Jahren im Mehringhoftheater gesehen.

Gruß

Chris

--
forum-mods@nassrasur.com

Diese Nachricht wurde am 14.11.2005 um 11:19 Uhr von Kurbjuhn editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000003
14.11.2005, 11:54 Uhr
dailysoap
registriertes Mitglied


Gute Idee. Ob es jedoch soviele Zitate gibt?
Stimmt es, daß Napoleon nach Verlautung des o.g. berühmten Satzes "Nicht mehr waschen, bin auf dem Weg nach Hause", der Josephine gegolten hat, noch 3 Monate warten mußte, weil er im Rußlandfeldzug feststeckte?

Ansonsten würde ich gerne folgendes Buch (gut geeignet auch zur Zweitlektüre neben dem Roman "Das Parfum" von Süskind, der 2006 in Filmform erscheinen wird) empfehlen:

Pesthauch und Blütenduft - Eine Geschichte des Geruchs, A.Corbin.
(= zugleich auch eine Kulturgeschichte der Hygiene)
Bin jedoch nicht sicher, ob es noch im Handel ist.

Diese Nachricht wurde am 14.11.2005 um 12:43 Uhr von dailysoap editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000004
14.11.2005, 22:20 Uhr
erik kormann
registriertes Mitglied


Na meine Herren, was glauben Sie denn, weshalb ich mit diesem Thema anfing?

Die menschliche Geschichte ist zugleich eine Kulturgeschichte der Veränderung unseres Körpers, und es gibt viele interessante Bücher zu diesem Thema.

Ich werde versuchen, so oft wie möglich einige schöne Zitate und/ oder spannende Textstellen zum Thema hier im Forum zu plazieren.
Aber ich hoffe doch sehr, daß sich noch andere Leute beteiligen und sich den guten Süskind gleich mal vornehmen. Es ist so ein schönes Buch.

Morgen gibt es dann wieder etwas Anregung.

Bis dahin, Erik
 
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Diskussionsnachricht 000005
14.11.2005, 22:27 Uhr
erik kormann
registriertes Mitglied


Und hier gleich noch eine genaue Quellenangabe zu Horst Schroths "Herrenabend"

Der "Herrenabend" ist eigentlich eine Einladung an Frauen. Was sie schon immer über Männer wissen wollen, hier können sie es erfahren.

www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcg...


Da erfahren wir dann, daß sich Männer nie so recht entscheiden können. Denn Frauen wissen, was sie wollen, Männer nicht. Der permanente feminine Druck treibt sie in Scharen in ungeheizte Hobbykeller und Garagen. Eine millionenfache Flucht, die eigentlich ein Fall für die Menschenrechtskommission wäre.

Schroths Fazit ist so alt wie sein Thema Frau und Mann werden sich nie so recht verstehen. Was aber nicht heißen muß, daß sie sich nicht doch ab und zu versöhnen könnten. Und wenn es wie hier über das Lachen geschieht.

Gruß Erik
 
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Diskussionsnachricht 000006
14.11.2005, 22:49 Uhr
dailysoap
registriertes Mitglied


Hiermal ein ganz kurzes Zitat:

"Macht mich doch ganz zur Nase!"
(Catull)

Es steht gleich im Vorwort des lesenswerten Büchleins: Das Schnüffelbuch, Reihe Reclam Lesebuch; ein Lesebuch als literarische Reise in die Welt der Gerüche und Düfte.
 
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Diskussionsnachricht 000007
14.11.2005, 22:59 Uhr
erik kormann
registriertes Mitglied


Danke, so habe ich mir das vorgestellt. Bis morgen, Erik
 
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Diskussionsnachricht 000008
15.11.2005, 08:08 Uhr
erik kormann
registriertes Mitglied


Guten Morgen.

Was ist eigentlich Schönheit?

"Schönheit ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt".
(Kant I. "Kritik der Urtheilskraft")

Und Nofretete, deren Bildbüste wir wohl alle kennen, sie lebte um 1360 v. Chr. gilt als Inbegriff zeitloser Schönheit. "Nefertiti, oder Nafteta" heißt auch "die Schöne ist gekommen".

Sie war Gemahlin des Königs Amenophis IV, (Echnaton 1364-1347)

Und um die Schönheit zu behalten, wurde einem Menschen zu Lebzeiten folgendes anempfohlen:

"Kuchenmehln in Quellwasser (thun); und täglich das Gesicht waschen.
Mit dem Teig salbt man sein Gesicht".

oder,

"Rindergalle, Oel, Teig, zerstoßenes Straußenei, Natron, Harz zu einem Brei mischen, frische Milch dazu und damit täglich das Gesicht waschen".

Und man kann Kleider und Wohnräume auch gut parfümieren.

Mit Kyphi; hergestellt aus Myrrhe, Wacholderbeeren, Weirauch, Mastix, Bockshorn und Rosinen sind zu verreiben, dann stellt man alles zusammen auf das Feuer". (Alle Empfehlunen entstammen dem Papyrus Ebers, das älteste Buch der Heilkunde, de Gruyter, 1973, 157)

Auf geht es,
Gruß Erik

Diese Nachricht wurde am 15.11.2005 um 08:09 Uhr von erik kormann editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000009
16.11.2005, 07:52 Uhr
erik kormann
registriertes Mitglied


Zu spät aufgestanden und schon muß ich auf ein anderes Thema zurückgreifen. Eigentlich sollte es mit der Antike weitergehen. Aber dieser etwas hektische Morgen ist nicht geeignet für die Antike.

Hier eine interessante Textstelle aus "Alltagsleben einer deutschen Frau - zu Anfang des achtzehnten Jahrhunderts", von Dr. Alwin Schultz,
Verlag von S. Hirzel, Leipzig 1890, S. 137-139

"Die wohlriechende Seife zu den Händen ist eine aus wohl zerriebener und in Rosenwasser gekochter Venetianischen Seife mit klein gestossenen bitters Mandeln, Weinstein-Oel, Benzoes Oel, Lilien Oel, aufgelöseten Kampher, pulverisirten Bleyweiß, Wallrath-Zibet, Mosch, Ambra und Rosen-Holz-Oel vermischte unter einander geknetete und in runde mittelmäßige Kugeln formierte Massa, mit welcher das Frauenzimmer ihre Hände, um selbige schön und klar zu erhalten, zu waschen pfleget. Diese Zurüstungen gehören sicher in das Schlafzimmer, ebenso wie das Seiffen-Säcklein (...)".

Wünsche einen wunderschönen Tag.
Euer Erik
 
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Diskussionsnachricht 000010
16.11.2005, 11:58 Uhr
dailysoap
registriertes Mitglied


Aus der Alchimistenküche.
Es soll Damen ewige Schönheit garantieren:

„Nimm einen jungen Raben aus dem Nest und füttere ihn vierzig Tage lang mit harten Eiern, töte ihn und destilliere ihn mit Myrtenblättern, Talk und Mandelöl“.
(Aus Geheimnisse von Meister Alexis, dem Piedmonteser; 1555)

Wahrscheinlich hätte man sich den Raben (und die vielen Eier) auch sparen können.
 
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Diskussionsnachricht 000011
16.11.2005, 13:01 Uhr
schaeftlarn
registriertes Mitglied


Albert Einstein antwortete einmal auf die Frage, warum er zum Rasieren normale Seife verwendet: "Two soaps? That is too complicated!" - Begabungen sind nun mal unterschiedlich, ich habe da eher Probleme mit der Relativitätstheorie

Mark Twain, den ich sehr verehre und auch in meiner Signatur zitiere, sagte einmal etwas sehr interpretationsbedürftig:
"Seife und Bildung wirken nicht so prompt wie ein Massaker, auf lange Sicht aber viel verheerender."

Ein Gedicht, dass wohl fälschlicherweise Wilhelm Busch zugeschrieben wird, beschäftigt sich u.a. mit den Waschgewohnheiten älterer Männer:

Mümmelgreise, grau und kalt,
sind oft 70 Jahre alt.
Waschen selten sich mit Seife,
rauchen aus 'ner kalten Pfeife,
tragen meistens schäbige Hüte,
schnupfen aus der Tabakstüte.
Oft auch ist die Frau gestorben,
der Geschlechtstrieb ist verdorben,
und zum Wässern lediglich
dient der Schnibbeldiederich.
Zieht er dazu ihn heraus,
geht der Strahl nicht geradeaus,
und auch nicht im hohen Bogen
wirft er seine Wasserwogen.
Nein, ganz langsam, halb im Schlafe,
wie zum Ton der Äolsharfe,
und in größter Seelenruh'
wässert er sich auf die Schuh'.

Viele Grüße

Lars

--
Der Wert des Buches richtet sich vor allem nach bestimmten Eigenschaften. In Leder gebundene Bücher können beispielsweise beim Abziehen von Rasierklingen unbezahlbare Dienste leisten... Mark Twain (1835-1910)
 
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Diskussionsnachricht 000012
16.11.2005, 22:08 Uhr
erik kormann
registriertes Mitglied


Danke für diese schönen Beiträge. Ich werde morgen wieder etwas zum Thema schreiben.

Ich freue mich sehr, daß diese Rubrik so gut besucht wird und die ersten Antworten sind wirklich sehr, sehr schön.

Gute Nacht,
Erik
 
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Diskussionsnachricht 000013
17.11.2005, 08:21 Uhr
erik kormann
registriertes Mitglied


Guten Morgen,

der griechische Dichter Antiphanes, er lebte in der ersten Hälfte des 4. Jhs. v. Chr., beschreibt, wie ein vornehmer Grieche seine Toilette btreibt, sich also einem exklusiven Körperkult hingibt.

(Vielleicht war der Grieche ja auch Metrosexuell?)

Also:

"Er badet tatsächlich In einer großen vergoldeten Wanne und taucht seine Füße Und Beine in schwere ägyptische Salben; Kiefer und Brust reibt er mit zähflüssigem Palmöl ein, Und beide Arme mit einem nach Minze duftendem Auszug; Augenbrauen und Haar mit Majoran, Knie und Nacken mit einer Essenz aus zerstoßenem Thymian".
(Antiphanes, Antea, In: Rimmel E. "Das Buch des Parfums. Die klassische Geschichte des Parfums und der Toilette", Hesse & Becker, 1985, S. 111.

In der Antike, diente der persönliche Körperkult, neben dem Wohlbefinden, der Würde und dem Sozialstatus - dem Ansehen - auch dazu, die repräsentativen Fähigkeiten des Mannes zu unterstützen, wenn er öffentliche Aufgaben zu bestreiten hatte. Hierbei ist aber von größter Wichtigkeit, daß es zu keiner maßlosen Übertreibung kommen durfte.

Der bedeutsame Zusammenhang von Schönheit und einem schönen und im Sinne der Gesellschaft nützlichen Leben, spielte eine große Rolle.
Bewertet wurden nicht nur die Äußerlichkeiten. Sokrates, häßlich wie ein Satyr, galt als ausgesprochen schöner Mann.

Ich wünsche einen wunderschönen Tag,
Gruß Erik
 
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Diskussionsnachricht 000014
18.11.2005, 08:33 Uhr
erik kormann
registriertes Mitglied


Guten Morgen,

"Die Schminke ist die gefährlichste Feindin für weibliche Schönheit; sie ätzt nicht nur die feinen Gesichtszüge aus, sondern sie verdrängt, wenn ihr Anstrich auch der feinste von der Welt ist, das sprechende Leben der Physiognomie". (Anmuth und Schönheit aus den Misterien der Natur und Kunst für ledige und verheiratete Frauenzimmer, Reprint, Harenberg 1978, 171-178)

Also meine Herren, es betrifft nur die Frauen. Dann wollen wir mal.
Wo ist meine Puderdose?
 
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Diskussionsnachricht 000015
18.11.2005, 11:46 Uhr
dailysoap
registriertes Mitglied


"Manch einer pudert täglich so sein Haar,
Daß Geistern er und Müllern ähnlich sah.
Doch pudre er nur immerdar,
Sein Stolz vor Gott und Mensch wird dennoch offenbar."

(Der Wasserpoet John Taylor in seinem Superbiae Flagellum, um 1630)
 
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Diskussionsnachricht 000016
18.11.2005, 17:01 Uhr
erik kormann
registriertes Mitglied


Ich wollte an dieser Stelle auch noch einmal anmerken, daß es bei den Zitaten nicht nur um schöne, zitierbare Aussprüche geht. Interessante und spannende Lektüre gibt es in unzählbarer Menge und so mancher Satz kann leicht zitiert werden. Deshalb zum Wochenende ein Satz aus einem wunderbaren Buch, auch dailysoap hatte es schon genannt.


"(...) Die Flüssigkeit schimmerte goldbraun im Sonnenlicht, klar, ohne die geringste Trübung. Ganz unschuldig sah sie aus, wie heller Tee - und enthielt doch neben vier Fünfteln Alkohol ein Fünftel eines geheimnissvollen Gemisches, das eine ganze Stadt in Aufregung versetzen konnte. Dieses Gemisch wiederum mochte aus drei oder aus dreißig verschiedenen Stoffen bestehen, die in einem ganz bestimmten von unzähligen Volumenverhältnissen zueinander standen. Es war die Seele des Parfums (...)".

Aus Patrick Süskind, Das Parfum, Volk und Welt, 1985, S. 65

Gruß Erik
 
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Diskussionsnachricht 000017
18.11.2005, 20:19 Uhr
erik kormann
registriertes Mitglied


Heute ist ein guter Tag, um hier so einiges zu schreiben.
Und da ich den Tag am Computer verbrachte und ein Foto nach dem anderen bearbeiten mußte, suchte ich hin und wieder im Bücherregal nach einer Ablenkung. Und wer sucht, der ...

In "aromatiques - a sensualist`s guide to aromatic oils" fand ich folgenden Satz, der mir unheimlich gut gefällt. Geeignet als Motto für ein Leben (ich neige zu Übertreibungen).

"When in doubt take a bath" von Mae West

Ein schönes Wochenende,
wünscht Erik
 
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Diskussionsnachricht 000018
18.11.2005, 21:09 Uhr
Jo Lange
registriertes Mitglied


erik kormann schrieb:

Zitat:
"When in doubt take a bath" von Mae West

"Mit wem?" ist die Frage.

War es nicht auch Mae West die einer meiner alltime-favourites gesagt hatte:
"Hast du deine Knarre in der Tasche oder freust du dich so, mich zu sehen?"

Gruß

Jo
 
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Diskussionsnachricht 000019
18.11.2005, 22:57 Uhr
erik kormann
registriertes Mitglied


Habe gerade noch ein schönes Zitat unter dem Stichwort Seife gefunden.

Es stammt von dem Komiker Ekkehard Fritsch: "Eine Hand wäscht die andere, und wenn`s mit Schmierseife ist".

www.zitate.net/de/01/Author/Ekkehard%20Fritsch/zitate.html
 
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Diskussionsnachricht 000020
19.11.2005, 08:36 Uhr
erik kormann
registriertes Mitglied


Zum Wochenende noch ein modischer Hinweis aus dem Jahre 1677.

"Da die Sauberkeit ein gewisser Anstand der Kleidung einer Person ist, ebenso wie die feine Gesittung Anstand in den Handlungen gegenüber anderen bedeutet, ist es, wenn wir sauber sein wollen, notwendig, unsere Kleidung unserer Körpergröße, unserem Stand anzupassen. (...) Das unerläßliche Gesetzt, das man bei der Sauberkeit zu beachten hat, ist die Mode, ihrer absoluten Herrschaft muss sich der Verstand beugen".

Le Mercure galant, Paris 1677, Juillet, 274, gefunden in "Aktuelle Dermatologie 2005", Christina Wietig, S. 285-296
 
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Diskussionsnachricht 000021
19.11.2005, 19:33 Uhr
Bruder Tom
registriertes Mitglied


Ich habe bei Amazon.de zwei Bücher entdeckt, die evtl. interessant sein könnten.

Ich habe mich rasieren lassen
von
Friedrich Schiller

und

Die Ethik der Nassrasur (Erzählungen)
von
Ulrich Schödlbauer

Sollte ich hier was vom Stapel lassen, das eh schon jeder kennt, dann tut es mir sorry.
 
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Diskussionsnachricht 000022
19.11.2005, 23:23 Uhr
erik kormann
registriertes Mitglied


Hallo,

ja der gute Schiller, von 1785-1787 weilte er als Gast bei seinen Freunden Huber und Körner in Leipzig und Dresden; nicht ununterbrochen, aber doch über längere Zeit. Und in dieser Phase entstand der Text "Körners Vormittag". Die Schlußsentenz des Textes spiegelt die wohl nicht immer optimalen Arbeitsbedingungen F. Schillers, dessen Arbeitsstube auch an eine Waschküche grenzte. Das an seine Freunde gerichtete Gedicht "Bittschrift" drückt die Hoffnung auf eine bequemere und etwas anspruchsvollere Unterkunft aus, denn die Arbeiten am Don Carlos waren so nicht zu einem guten Ende zu bringen.

Und in dem Einakter "Körners Vormittag, oder, ich habe mich rasieren lassen" ist dies deutlich nachlesbar.

Er selbst, Schiller, hat für sich mehrere Rollen vorgesehen, auch die Körners; der so oft gestört wird, daß er am Ende des Morgens, auf die Frage, was er denn so gemacht habe, nur resigniert antworten kann
"Ich habe mich rasieren lassen".

Eine schöne Szene und leider sehr, sehr kurz.
Den anderen Text kenne ich nicht, mal schaun, was dahinter steckt.
Vielen Dank für den Hinweis,
Gruß Erik

Diese Nachricht wurde am 19.11.2005 um 23:32 Uhr von erik kormann editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000023
20.11.2005, 19:07 Uhr
erik kormann
registriertes Mitglied


Guten Abend miteinander,
das folgende Zitat kann nicht bis morgen warten. Deshalb zitiere ich aus einem Buch, welches mir zur Zeit sehr viel Freude bereitet und hoffe, es ist ein erbauliches Stückchen zur Nacht.

"(...) Reichlich vollbärtig waren gewiß auch die Ratsherren einer kleinen fränkischen Stadt, aus der die Chronik verrät, daß man sich dort auf immerhin originelle Art den jeweiligen Bürgermeister wählte. Die Anwärter auf den Posten setzten sich an einen runden Tisch und legten ihre Vollbärte auf die Platte. Dann öffnete der Altbürgermeister ein Kästchen und gab einem Floh die Freiheit. Derjenige, dessen Gesichtsumrahmung sich der edle Springer erwählte, wurde sinnigerweise zum Bürgermeister ernannt".
Olly und Rolf Kunze, "Schönheit für alle", Verlag für die Frau, Leipzig 1970, S. 267

Morgen gibts aus dem Buch noch einen Nachschlag.

Gruß Erik
 
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Diskussionsnachricht 000024
20.11.2005, 20:35 Uhr
dailysoap
registriertes Mitglied


Noch drei Kurzzitate:

"Es ist ein Irrtum anzunehmen, die Frauen machten sich schön, um die Männer zu erfreuen. In Wahrheit tun sie es bloß, um andere Frauen zu ärgern."
(Marcel Aymé (1907-67), frz. Schriftsteller)


"Kosmetik: die Kunst, aus der Not eine Jugend zu machen."
(Hanns-Hermann Kersten (1928-86), dt. Aphoristiker, Lyriker u. Literaturkritiker)


„Wenn Gott gewollt hätte, daß wir uns waschen, hätte er das Parfum nie zugelassen“
(Napoleon Bonaparte (leider keine Quelle))
 
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