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NassRasur.com-Forum » Rasierklingen und Sicherheitsrasierer » RazoRock SLOC » Themenansicht

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Autor Thread - Seiten: -1-
Diskussionsnachricht 000000
28.04.2018, 18:14 Uhr
Sinner1972
registriertes Mitglied


Vor kurzem hatte ich bei einem englischen Händler einen neuen Hobel von RazoRock entdeckt - den SLOC. Das hört sich erstmal ungewöhnlich dämlich an, steht aber für "Self-Lubricating-Open-Comb".

Der SLOC kommt in dem üblichen schwarzen Pappschächtelchen von RazoRock an und ist dick mit Papier umwickelt.

So sieht er aus:



Auffällig ist die Deckelplatte, die ebenfalls als Kamm gestaltet wurde. Als Vorlage diente ein 1940er Vintage Hobel namens "Grand Shave King Self Lubricating razor". Die Idee dahinter ist, dass der Kamm der Deckelplatte zusätzlichen Schaum auffängt und dadurch mehr Feuchtigkeit und Gleitwirkung erzeugt.

Kurz mal die Eckdaten. Der Hobel hat eine Gesamtlänge von 9,2 cm. Der massive Edelstahlgriff - den einige vielleicht schon vom RazoRock Protege kennen - ist 8,5 cm lang. Der mittellange SLOC wiegt stolze 100g. Der Griff liegt hervorragend in der Hand und der Balancepunkt (relativ tief) auf der Rille zwischen den beiden strukturierten Elementen.

So sieht er auseinander gebaut aus - einmal die Teile von oben:



Und von unten:



Wie man sieht, alles sauber verarbeitet und poliert. Bei dem Preis von $14,99 den RazoRock dafür aufruft keine Selbstverständlichkeit. Die Bodenplatte ist übrigens fast plan und die Klinge wird nur sehr wenig gebogen.

Hier mal der Kopf (der ist leider aus Zamak, kein KO-Kriterium aber für Messing oder Stahl hätte ich auch nen 100er hingelegt):



Und mit eingelegter Klinge. Das Einlegen gestaltet sich unkompliziert. Ein manuelles Nachjustieren war nicht erforderlich.



Erstes Fazit:

Für den aufgerufenen Preis ein solider, optisch ansprechender OC-Hobel. Allein der Edelstahlgriff dürfte den Preis bereits wert sein. Wenn der Kopf hält was RazoRock verspricht (vorab: tut er ) ist das ein toller Hobel für meine längeren Bart-Tage.



Ich konnte natürlich nicht widerstehen und musste ihn gleich ausprobieren. Der 3-Tage-Bart passte außerdem hervorragend zu einem OC.

Das Setup:



Natürlich der RazoRock SLOC - mit einer Rapira Sharp Star (hier nicht im Bild). Als Vorbereitung diente die Via Barberia Pre-Shave-Creme. Als Rasierseife musste die ganz hervorragende Phoenix & Beau Volupta herhalten. Aufgeschlagen wurde in einer Fine Shaving Bowl mit einem 26er RazoRock Big Bruce Synthie. Abgelöscht dann mit dem Via Barberia Acquae ASB.

Die Sharp Star ist eine eher sanfte aber doch recht gründliche Klinge, gut zu vergleichen mit einer perfekt funktionierenden Rapira Platinum Lux. Bei den ersten Zügen musste ich allerdings erstmal überlegen ob ich überhaupt eine Klinge eingelegt hatte. Während ich sie praktisch nicht spürte war sie aber deutlich zu hören. Der SLOC erzeugt eine ähnliche Geräuschkulisse wie mein Rockwell 6S.

Den richtigen Winkel zu finden hat ein paar Sekunden gedauert. Mit 30° läuft da nix. 45° dürfen es schon sein. Außerdem liebt der Hobel sehr kurze Züge. Dann fräst sich der SLOC allerdings nur so durch den Bart.

Der erste Durchgang mit dem Strich verlief komplett blessurenfrei und fiel bereits ungewöhnlich gründlich aus. Wenn man es eilig hat könnte man sich damit bereits aus dem Haus wagen. Der zweite Durchgang quer zum Strich hätte - mit ein wenig Ausputzen - wahrscheinlich schon ausgereicht. Da die Rasur aber so sanft verlief musste auch noch ein dritter Durchgang - gegen den Strich - her.

Das Resultat war eine überaus sanfte aber blitzsaubere BBS-Rasur. Im Gegensatz zum Rockwell oder Timor belastet ein OC meine Haut etwas mehr und ich musste doch das ASB auftragen. Mit der Volupta kann ich bei den anderen beiden Hobeln normalerweise darauf verzichten.

Fazit:

Alles in allem ein toller Hobel den RazoRock da abliefert. Sehr sanft und trotzdem gründlich. Der SLOC reiht sich nahtlos in die Riege meiner Favoriten ein. Wenn sie den mal - zu einem vertretbaren Preis - in Messing oder Edelstahl rausbringen wäre ich sofort dabei

cucu
Sinner

Diese Nachricht wurde am 28.04.2018 um 18:20 Uhr von Sinner1972 editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000001
28.04.2018, 18:48 Uhr
sw_
registriertes Mitglied


Danke für die Bilder und den Bericht!
Bei dem Griff bin ich schon früher schwach geworden, den habe ich mir bei IB geordert (leider ohne SLOC-Kopf, um im einfuhrumsatzsteuerbefreiten Bereich zu bleiben). Ich und meine Geduld...

Böse Zungen behaupten, bei dem Rasierer handle es sich um eine Kopie einer Kopie - Phoenix Razors haben schon länger welche mit diesem Design. Wobei deren Zamak-Version im Rasurverhalten wohl extrem zurückhaltend ist, während die Edelstahl-Variante (derzeit nicht gelistet?) als äußerst aggressiv gilt.

Den Kopf des SLOC gibt es übrigens auch bei aliexpress separat für unter 4€ unter dem Namen DLCyaqi.

Diese Nachricht wurde am 28.04.2018 um 18:48 Uhr von sw_ editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000002
29.04.2018, 09:14 Uhr
Rainer Zufall
registriertes Mitglied


Interessanter Bericht! Vielen Dank!
 
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Diskussionsnachricht 000003
30.04.2018, 12:03 Uhr
Shogun
registriertes Mitglied


Sehr schöner Bericht danke dafür! Eine Frage von mir: Hast du einen R41? Falls ja und es dich düngt es einmal auszuprobieren, wie fühlt sich ein Frankenhobel aus SLOC Kopfplatte & R41 Grundplatte an? In US Foren wird berichtet, dass der R41 damit sanfter wird.

Würde das stimmen müsste ich sofort zuschlagen

sw_ schrieb:

Zitat:
Böse Zungen behaupten, bei dem Rasierer handle es sich um eine Kopie einer Kopie - Phoenix Razors haben schon länger welche mit diesem Design.

Die wären damit aber stark im Unrecht Zum einen hat der RR/Yaqi DOC runde Posts und der PAA längliche, zum anderen ist letzerer viel sanfter.

Angeblich soll Douglas Smythe von PAA ja sehr wütend gewesen sein, dass Razorock "seinen" Hobel nachmacht. Finde ich persönlich amüsant wenn man bedenkt wieviele Designs er "neu interpretiert" hat.
 
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Diskussionsnachricht 000004
30.04.2018, 13:22 Uhr
lambda03
registriertes Mitglied


Das ist ein angenehm zu lesender Bericht.
Vielen Dank.
 
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Diskussionsnachricht 000005
30.04.2018, 19:54 Uhr
Sinner1972
registriertes Mitglied


Shogun schrieb:

Zitat:
Sehr schöner Bericht danke dafür! Eine Frage von mir: Hast du einen R41? Falls ja und es dich düngt es einmal auszuprobieren, wie fühlt sich ein Frankenhobel aus SLOC Kopfplatte & R41 Grundplatte an? In US Foren wird berichtet, dass der R41 damit sanfter wird.

Würde das stimmen müsste ich sofort zuschlagen

sw_ schrieb:

Zitat:
Böse Zungen behaupten, bei dem Rasierer handle es sich um eine Kopie einer Kopie - Phoenix Razors haben schon länger welche mit diesem Design.

Die wären damit aber stark im Unrecht Zum einen hat der RR/Yaqi DOC runde Posts und der PAA längliche, zum anderen ist letzerer viel sanfter.

R41 habe ich. Der ist mir allerdings zu heftig für meine Haut. Wenn das reicht könnte ich ihn aber mal mit dem Strich ausprobieren und berichten. Leider bin ich die Woche über in meiner Dienstwohnung und den SLOC hatte ich natürlich prompt zuhause vergessen... Vor dem Wochenende geht da also nix.

Im Gegensatz zum PAA sieht der Yaqi-Kopf dem RazoRock aber verdammt ähnlich. Von der Form her, den Einbuchtungen, alles identisch. Für 4 bis 5 Euro für den losen Kopf kann man ihn nicht günstiger ausprobieren. Notfalls auch in schwarz oder pink

cucu
Sinner
 
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Diskussionsnachricht 000006
01.08.2018, 20:34 Uhr
sw_
registriertes Mitglied


Letzte Woche Freitag habe ich mir den sehr wahrscheinlich baugleichen Kopf von DLCyaqi bei aliexpress bestellt, heute lag das Teil schon im Briefkasten.
Für einen 4€-Kopf schaut der aber sehr ordentlich aus, besser als Timor, würde ich sagen (ich geh schonmal in Deckung...).

Rasur dann demnächst, ich werde berichten.
 
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Diskussionsnachricht 000007
01.08.2018, 20:53 Uhr
chappo
registriertes Mitglied


Moin,

Mit welchem Griff willst du den Hobel nutzen?

4 Euro und Porto auch noch mal 4 Euro oder?
 
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Diskussionsnachricht 000008
01.08.2018, 21:26 Uhr
Sano
registriertes Mitglied


>heute lag das Teil schon im Briefkasten
Haben die die Idee von amazon umgesetzt, die Sachen sind schon mal unterwegs aus China und werden dann nur noch umgelenkt ... bisher waren > 4 Wochen immer drin

--
( , , , ) alles ausreichend vorhanden

Diese Nachricht wurde am 01.08.2018 um 21:28 Uhr von Sano editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000009
02.08.2018, 14:05 Uhr
sw_
registriertes Mitglied


chappo schrieb:

Zitat:
Mit welchem Griff willst du den Hobel nutzen?

Mit dem einzig wahren natürlich.

Und ja, insgesamt habe ich etwas über 8€ gezahlt.
 
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Diskussionsnachricht 000010
04.08.2018, 19:32 Uhr
sw_
registriertes Mitglied


So, erste richtige Rasur — Kopf und Hals, Gillette Yellow, Schmiere Abschaum RS — absolviert. Ich sehe den SLOC AKA DLCyaqi in etwa auf R89-Niveau, vielleicht ein ganz klein wenig sanfter, dafür hatte ich den Eindruck, man findet den Winkel leichter. Mit ein bisschen Druck rasieren geht auch wunderbar, das ist mir wichtig. War eine angenehme, schnelle und gründliche Rasur.

Völlig ungeeignet erwies er sich bei längerem Haar (Unterarme), er verstopft sofort und lässt sich auch nicht fix wieder ausspülen. Ein Paradebeispiel dafür, dass die alte Pauschalaussage "Hobel mit offenem Kamm sind besser für längeres Haar" einfach Blödsinn ist. Ich habe dann zum R89 gegriffen, der die geschnittenen Haare einfach gebündelt vor sich her geschoben hat anstatt zu verstopfen.
Schwer zu sagen, welchen der beiden Rasierer ich bevorzugen würde. Der R89 ist wohl der bessere Allrounder, mir kommt er manchmal allerdings ein klein wenig zu klobig vor.

Beim Einspannen der Klinge hat diese ordentlich geknackst, da sind die Toleranzen wohl am Anschlag.
Interessant wäre mal, zu testen, ob sich die Platten mit denen des R89 tauschen lassen. Zumindest mit denen des R41 passen sie wohl recht gut und ergeben recht interessante Kombinationen (lt. Badger&Blade).

Diese Nachricht wurde am 04.08.2018 um 19:39 Uhr von sw_ editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000011
04.08.2018, 19:40 Uhr
~Gun
Gast


...leg einfach eine kleine Messingunterlegscheibe (M5) auf das Gewinde, bevor du den Griff draufdrehst....damit ist das "knacken" erledigt.
 
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Diskussionsnachricht 000012
04.08.2018, 19:45 Uhr
sw_
registriertes Mitglied


Zwischen Klinge und Grundplatte oder zwischen Platte und Griff?
Zwischen Platte und Griff habe ich bereits eine weiche Unterlegscheibe angebracht, damit die Chromschicht nicht beschädigt wird.
 
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Diskussionsnachricht 000013
04.08.2018, 19:49 Uhr
~Gun
Gast


zwichen Griff und Grundplatte...wundert mich das es dann noch "knackt".
Versuch mal Kunststoff durch Messing zu ersetzen.... Ich mache immer Messing U-Scheiben zwischen Griff und Grundplatte...Kraftschluss ist höher und Kratzer gibts auch nicht...
und immer daran denken ... "nach fest kommt ab...und dann viel Arbeit".... ;o)

Diese Nachricht wurde am 04.08.2018 um 20:30 Uhr von Gun editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000014
04.08.2018, 20:17 Uhr
~carnap
Gast


Danke für den sehr interessanten Bericht. In Bezug auf Direktheit: Mit welcher Seite des Rockwell würdest du diesen Hobel vergleichen?
 
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