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NassRasur.com-Forum » Rasierklingen und Sicherheitsrasierer » Umstieg vom Systemrasierer auf Hobel - ein paar Fragen » Themenansicht

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Autor Thread - Seiten: -1- [ 2 ] [ 3 ]
Diskussionsnachricht 000000
02.09.2018, 01:39 Uhr
wasserwerk
registriertes Mitglied


Bin hier ganz neu also erstmal freundliches Hallo an alle! Natürlich habe ich ein paar Fragen, aber erstmal ein paar Worte zur Vorgeschichte.

Ich rasiere mich von Anfang an ausschließlich nass. Die letzten ca. 30 Jahre mit Systemrasierern. Angefangen mit dem Gillette Mach3-Vorgänger, bis vor einem Jahr Mach3, danach das Fusion Proglide. Ganz, ganz am Anfang (da war ich unter 20) war es ein einfacher Hobel.
Grundsätzlich war ich bis vor einem Jahr mit dem Ergebnis der Rasur mit Gillette zufrieden, aber seit Jahren störe ich mich an den hohen Kosten der Ersatzklingen, ganz besonders nach dem "Upgrade" auf Fusion. Unter anderem aus diesem Grund, aber nicht ausschließlich, habe ich angefangen an Rasur mit einem Rasiermesser zu denken. Dieses Denken dauert schon ein paar Jahre und das Thema kehrt immer wieder zurück. Ich habe mich natürlich schon ausführlich informiert, sogar ein Rasiermesser ausgesucht, aber gekauft ist noch nichts.

Als mich das Thema vor Kurzem wieder packte, dachte ich, vielleicht sollte ich als eine Zwischenlösung und zum Abbau von Berührungsängsten auf einen Rasierhobel umsteigen? Vor dem Messer habe ich nämlich Motzrespekt aber große Neugier. Gesagt, getan. Nach etwas Recherche im Netz habe ich mir einen Mühle-Hobel R89 gekauft, dazu Rasierseife Arko und ein Set von 75 Rasierklingen mit 11 verschiedenen Typen und für den Fall der Fälle Alaunstein von Osma - musste noch nicht dran.

Mittlerweile bin ich nach 5 Rasuren mit einer Presonna-Klinge und 3 mit einer Astra ASP. Bin also ein Anfänger. Schon nach den ersten Zügen war klar - das ist eine etwas andere Geschichte als mit einem Gillettesystemrasierer. Mit Gillette konnte ich, wenn ich eilig hatte, alles in 1..2 Minuten schaffen. OK, wäre nicht perfekt, aber man könnte es akzeptieren. Mit dem Hobel dauert das erstmal viel, viel länger und man muss alles neu lernen, denn der Winkel stellt sich nicht von alleine ein. Nicht falsch verstehen - das ist keine Kritik und ich ahnte, dass es so kommt. Erstmal ist das eine Übungssache, zweitens ich kann mir dafür gerne Zeit nehmen. Aber mit der Qualität, sprich mit der Gründlichkeit war ich alles andere als zufrieden. Für mich ist die Gründlichkeit das A und O. Ich erwarte und verlange eine babyglatte Haut nach der Rasur. Punkt. Und das war sehr schwierig und teilweise nicht erreicht. Von zwei Durchgängen kann ich eh nur träumen. Das habe auch nie im ganzen Leben geschafft. Aber jetzt mit dem Hobel brauche ich "zig" Durchgänge. Damit reize ich die Haut auf extremste. Irgendwan habe ich auch ganz bewußt drauf geachtet, den Hobel auf die Haut nicht zu drücken, sondern wirklich sanft gleiten lassen. Komisches Gefühl, denn man denkt, da geht nichts ab, aber es funktioniert wirklich. Nach dem Wechsel auf Astra ASP war die Rasur deutlich besser. Zum ersten Mal erreiche ich ein Ergebnis, das ziemlich gut ist. Natürlich brauche ich immer noch viele Durchgänge, aber wenn man nicht drückt, ist die Haut am Ende nicht so rot und nicht blutig abgeschabt.

So, das ist der Punkt an dem ich im Moment stehe. Klar wird man nach zwei Wochen nach dem Umstieg auf etwas ganz neues nicht gleich der große Profi. Dennoch ein paar Fragen.

Der R89-Hobel hat den Ruf, sehr sanft zu sein, der R41 dagegen aggressiv (eigentlich eine Bezeichnung mit der ich nicht so viel anfangen kann). Wird die Rasur mit dem R41 deutlich gründlicher? Oder erreicht man die gleiche Gründlichkeit wie mit einem R89 nur halt schneller, sprich in weniger Durchgängen?

Nach der ersten Rasuren habe ich den Hobel nur unter fließendem Wasser abgespült. Vorher nur den Griff etwas gelockert. Bei dieser Methode bleibt da immer etwas Dreck. Unappetitlich dreckig waren schon immer meine Gilletts - bei dem Hobel ist die Reinigung deutlich einfacher, weil die Konstruktion stupide einfach ist und das Gerät schnell zerlegt. Daher zerlege ich jetzt den Hobel in seine Einzelteile, spüle unter Wasser, reibe ein bisschen mit den Fingern und dann trockne mit dem Handtuch. Auch die Rasierklinge säubere ich, weil dort auch Dreck klebt. Danach liegt alles noch ein paar Stunden so zum Trocknen und dann wird es wieder zusammengeschraubt. Frage: ist das eine Überreaktion eines Anfänger oder macht das sonst noch jemand so?

Die Arko-Rasierseife kommt in einer Plastikschalle (https://shop.nassrasur.com/de/Rasierseife/ARKO-Rasierseif...). Ich schlage den Schaum einfach in dieser Schalle. Ist das der gängige Weg oder benutzt die Mehrheit tatsächlich Porzellan- oder Kupferschallen?

Für ein paar Antworten würde ich mich sehr freuen.
 
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Diskussionsnachricht 000001
02.09.2018, 02:31 Uhr
f10
registriertes Mitglied


Du bist zu ungeduldig. Nichts ungewöhnliches. Deine Technik ist nach zwei Wochen noch lange nicht ausgereift.
Mein Rasur-Werdegang ist Deinem sehr ähnlich inkl. der Erwartungshaltung beim Umstieg auf den Hobel. Dein "Muscle-Memory" muss erstmal trainiert werden. Das sind Nuancen beim Druck, die man erst gar nicht wahrnimmt. Bei dem einen dauert das Wochen und andere haben das nach 3 Rasuren raus. Die Empfindlichkeit Deiner Gesichtshaut spielt, nicht Zuletzt, auch eine Rolle und ist individuell. Die Haut muss sich auch erst an die Hobelrasur gewöhnen.

Wenn es rot ist und sich abgeschabt anfühlt, drückst Du noch zu stark und machst wohl zuviele Durchgänge. Maximal 3 Durchgänge (m/q/g) + Ausputzen sollten für ein BBS reichen. Achte immer auf Schaumunterlage wenn Du über eine Stelle mehrfach gehst. Am Anfang solltest Du einfach Abstriche bei der Gründlichkeit machen. Das wird mit der Zeit aber immer besser!

Der R89 ist ein hervorragender Hobel mit dem Du ruhig noch ein bischen (Wochen bis Monate) üben solltest.
Der R41 wird bei Deiner Technik wahrscheinlich nicht weniger hautreizend sein. Er ist aber in jedem Fall gründlicher und nachhaltiger, wenn Du ihn richtig anwendest. Kann auch sein, dass Du mit ihm auf anhieb gut klar kommst und ihr beste Freunde werdet. Das musst Du selber rausfinden.
Den richtigen Griff für 'nen R41 hast Du ja schon.
Rate Dir aber erstmal weiter zu üben.

Ja, das ist ne Überreaktion, aber das haben hier viele durchgemacht. In der Probierphase ganz normal. Manche Marotten behälst Du bei und andere legst Du ganz schnell wieder ab.

Nach jeder Rasur spüle ich den Hobel gründlich ab, bis alle Seifenreste entfernt sind, am Ende mit heissem Wasser, und hänge ihn leicht geöffnet (so kann die Klinge trocknen) in seinen Ständer.
Fliegt die Klinge raus, reinige ich ihn mit einem Tropfen Spülmittel (steht extra im Bad) und einer alten Zahnbürste - inzwischen sogar mit der elektrischen, geht besser - um die Kalkseife zu entfernen. Hierfür besser keine stark säurehaltigen Reiniger (Essig, Zitronensäure) verwenden! Das Gewinde wird mit einem Papiertuch getrocknet und anschliessend noch mit Kokosöl (besser ist Vaseline oder anderes Mineralöl aber keine Hautcreme) geschmiert.

Die Rasierklinge zu trocknen macht durchaus Sinn, denn Korrosion macht die Klingen stumpfer. Den Hobel mit heissem Wasser abspülen und leicht aufgedreht aufhängen reicht aber, solange Dein Bad gut belüftet ist.

Ich schäume die Arko auch im Tigel etwas vor und dann im frisch gewässertem Gesicht weiter. Am Wochenende, wenn ich mehr Zeit habe, nehm ich auch mal die Rasierschale zum aufschäumen.

Gibt auch schon unzählige Threads zu dem Thema. Einfach mal die Suchfunktion oben nutzen und ein bischen schmökern.

Viel Erfolg und viel Spass hier!

Diese Nachricht wurde am 02.09.2018 um 03:17 Uhr von f10 editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000002
02.09.2018, 03:44 Uhr
Cracker
registriertes Mitglied


Erstmal ein Hallo.

Wenn du mit einem R89 keine gründliche Rasur hinbekommst, dann nützt dir mM der R41 noch gar nichts. Der reizt die Haut dann nur noch mehr.

Im Unterschied R89 zu R41 geht es mM eher um die Nachhaltigkeit, nicht um die Gründlichkeit, die kann man auch problemlos mit einem R89 erreichen. Ich persönlich erlebe da allerdings die Feather als die passendste Klinge, aber das muss man erst für sich rausfinden.

Das mit dem Dreck und dem Abspülen versteh ich nicht ganz. Das kann eigentlich nur passieren, wenn du dich nicht jeden Tag rasierst. Und wenn das so sein sollte, ist der R89 mM in der Tat nicht unbedingt die erste Wahl. Bzw. würde ich zur Hautschonung beim Hobeln dann kontraintuitiv zur täglichen Rasur mit dem R89 raten.

Sollte das partout nicht gewünscht sein, müsste man nochnal ganz anders ran gehen.

Die Klinge sollte man mM nur abspülen, normalerweise reicht das Ausschlagen des Hobels. Ein Lockern ist beim R89 aufgrund des Kopfdesgins nicht notwendig (bei täglicher Rasur). Sollte es ein Bedürfnis nach Trocknen der Klinge geben, nur ohne Druck auf zB Toilettenpapier legen, da sonst die Schneide beschädigt / stumpf gemacht wird.

Zuletzt braucht es so oder so auch viel Geduld. Hobeln muss eben mühsam erlernt werden. Auch keinen Druck auszuüben, ist eine tägliche Herausforderung, die auch mir nach ca. 25 Jahren des Hobelns oft nicht gut gelingt.

Bis man den Babypopo hinbekommt, dauert es. Ich behaupte sogar, dass das eher eine Ausnahme darstellt (bin bei der Definition aber auch sehr pingelig). Die Mach3s & Co. wurden auch, aber nicht nur aus Geldgier entwickelt, sie haben auch Vorteile.

Es ist dennoch wichtig, auf Gründlichkeit zu verzichten und auf den nächsten Tag zu bauen. Zu viel Nachbessern bringt mehr Reizungen und man lernt v.a. nichts. Fehler werden am nächsten Tag, stumpft in drei Durchgängen, beseitigt. Klappt es wieder nicht, ist morgen der nächste Versuch dran. Es braucht eben seine Zeit.

Nach einigen Monaten bis einem Jahr, sollte aber eine halbwegs schonende und gründliche (DFS, nicht zwingend BBS) Rasur gelingen, auch in 10 Minuten (https://www.youtube.com/watch?v=-qSIP6uQ3EI). Erst dann macht es mM Sinn, sich mit effizienteren Hobeln auseinander zu setzen.

Dazu vielleicht noch Folgendes: der R89 ist halt angenehm und sanft, d.h. das Lernen dauert eben, aber die Blessuren halten sich vergleichsweise in Grenzen. Das geht auch mit dem Fatip, aber hier dürften die Blessuren etwas deftiger ausfallen (bei evtl. steilerer Lernkurve), was dann erst recht für den R41 gelten dürfte.

Im Tiegel aufzuschäumen, stelle ich mit schwer vor. Eigentlich müsstest du deiner Beschreibung nach dann im Gesicht aufschäumen.

--
div. , div. div. , div. , div. etc. im Wechsel meiner Launen; immer das Gesicht.

Diese Nachricht wurde am 02.09.2018 um 03:52 Uhr von Cracker editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000003
02.09.2018, 11:24 Uhr
Sano
registriertes Mitglied


Hallo,

so ganz klar ist mir Dein Ziel nicht. Also Messer ist für ein No-Go, das werde ich nicht mal probieren. Dennoch bin ich mir recht sicher, dass dies noch komplizierter und zeitaufwändiger wird.

Der Spareffekt ist generell sehr beschränkt, insb. wenn Du in dieses Forum kommst. Natürlich ist die Hobelrasur günstiger ... aber die vielen Hobel gehen ins Geld.

Deshalb erstmal einen Tipp zu den Systemies, mit dem ich viele Jahre zufrieden war. Nimm einen Mach3 und einen Proglide zusammen zum Rasieren. Im ersten Durchgang für die längeren Stoppel reicht der Mach3, der ist sogar angenehmer, wenn es mehr Haare sind. Und erst im zweiten Durchgang nimmst Du den Proglide. So hält die teurere Proglide Klinge länger und Du hast doch das noch etwas glattere Ergebnis.

Bei den Hobeln würde ich nicht den schnellen Sprung zu Fatip oder R41 machen. Ich bin seit einem knappen Jahr dabei, und hatte den Fatip kurz, ist gerade weg, den mochte ich nicht. Den R41 hatte ich nie.

Ich würde immer zu einem Rockwell raten, mit dem kannst Du gut variieren. Viele landen dann eh bei Stufe 3 oder 4, also ungefähr wie der R89. Vielleicht aber auch bei 5 und 6, also aggressiver. Der Rockwell hat auch einen guten Griff.

Ich finde auch Torsionshobel interessant, also Merkur 37c usw., obwohl hier viele meine, dass Torsion gar nichts bringen kann. Das klingt oft nach theoretischen Überlegungen ... In USA gibt es einen regelrechten Hype um Slant Rasierer. Ich würde auf jeden Fall behaupten, Theorie bringt hier nix, man muss es probieren.

Arko ist sehr günstig und ein guter Schaum, aber ein merkwürdiger Duft. Ich würde mal zu Speick RC raten, ein paar kleine Tupfen RC ins Gesicht aufschäumen und dann wahrscheinlich nochmal Wasser dazu, so dass der Schaum gut feucht ist und glänzt. Manche Hobel mögen zu trockenen Schaum gar nicht.

Und dann üben, üben ... und nicht bei ASP hängen bleiben.
 
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Diskussionsnachricht 000004
02.09.2018, 12:57 Uhr
~Gun
Gast


Du hast gutes Equipment....

Teste Dich durch ein paar Klingen und verliere nicht die Geduld.
Harnäckigkeit zahlt sich hier auf Dauer aus.

Du hast auch kein Wort zu den Vorbereitungen der Rasur verloren...
Meine Empfehlung, gerade am Anfang, mach das nach dem Duschen.
Da ist das Barthaar eingeweicht, die Haarstruktur aufgequollen, und die Arko Seife (Spitzenprodukt wenn es um hochalkalische Seife, das Barthaar gut aufweichende Seife geht) hat da leichtes Spiel es noch weiter aufzuquellen. Ergo hat die Klinge leichteres Spiel die Haare zu schneiden.

Rasiere am Anfang mit kurzen, ohne Druck ausgeführten Zügen und hab Geduld....irgendwann platzt der Knoten.

Bevor Du dich mit dem Gedanken befasst dir einen neuen Hobel der "Schwergewichtsklasse OC" ala Mühle R41 oder den Fatip zu kaufen versuche erst mal den Klingenspalt beim R89 zu "pimpen".
Dazu nimmst Du eine alte Klinge und schneidest auf beiden Seiten die Schneidekante ab.
Dieses Distanzstück legst Du unter die Rasierklige im R89 und drehst das dann moderat zu.
Jetzt hast Du einen vergrösserten Klingenspalt der mässig agressiv ist und auch bei nocht nicht ganz sicherer Führung des Hobels Fehler verzeiht.

Der Anspruch "BBS" ist nachvollziehbar, aber meiner Meinung nach, nocht nicht zu realisieren. Auch hier wird dir nur Geduld und Übung helfen.

Von redlich bemühten, aber leider doch mehr als sinnfreien Tips wie "versuche es doch mal mit gleich zwei unterschiedlichen Gilette System Rasieren...", würde ich Dir ebenfalls abraten.
Du hast dir ja letztendlich den Hobel gekauft weil Du dich mit dem Thema Nassrasur neu auseinandersetzen willst, und nicht wie alle Jahre vorher weiter mit Systemrasieren machen möchtest.

Das komplette Zerlegen des Hobels halte ich auch für überflüssig, wenn die Seife eine vernünftige Konsistenz hat lässt sie sich inclusive Stoppeln leicht und relativ rückstandsfrei abspülen.
(Ich habe selber einen sehr starken, eher südländischen Bartwuchs, und meine Hobel sehen auch nicht versifft oder ekelig aus)
Danach trocknest Du den Hobel ab und gut ist. Hin und wieder mal eine wenig Vaselie an das Gewinde reicht aus damit er viele Jahre seinen Dienst verrichtet. Wenn Du es ganz genau möchtest kannst du den Hobel, hin und wieder, auch mit einer alten, weichen Zahnbürste von Rückständen befreien.

Ansonsten lies dich durch das Forum und glaub nicht jeden Blödsinn, der hier von einigen (die das Rascheln von Mäusesackhaaren hören, und immer auf dem Sprung noch dem neuesten heissen Scheiss sind), immer wieder zum Besten gegeben wird.
Es ist nur eine Rasur....nicht mehr!

Und wie bereits oft erwähnt....GEDULD!

Diese Nachricht wurde am 02.09.2018 um 12:58 Uhr von Gun editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000005
02.09.2018, 13:01 Uhr
wasserwerk
registriertes Mitglied


Danke für Eure Tipps und Bemerkungen!

Hab' verstanden - erstmal weiter so machen, üben und in ein paar Monaten kann man überlegen, ob man was anderes will/braucht. Habe damit kein Problem.

Noch ein paar Fragen.

Zitat:
Wenn es rot ist und sich abgeschabt anfühlt, drückst Du noch zu stark und machst wohl zuviele Durchgänge. Maximal 3 Durchgänge (m/q/g) + Ausputzen sollten für ein BBS reichen.

Ah diese Abkürzungen - musste erstmals googlen das was heißt. Nach 3 Durchgängen ist bei mir nichts wirklich glatt. Allerdings mache ich schon immer m/g/und dann viele q und manchmal wieder mal g - falls m/q/g mit, quer und gegen Strich bedeutet.

Zitat:
Im Unterschied R89 zu R41 geht es mM eher um die Nachhaltigkeit, nicht um die Gründlichkeit, die kann man auch problemlos mit einem R89 erreichen.

Das ist genau ein Punkt, den ich vergessen habe zu erwähnen. Danke! Auch wenn ich fast mein gewohntes Rasurergebnis erreiche, hält das nicht so lange wie mit Mach3 oder Proglide. Mit dem Gillette war die Haut auch noch nach 24 glatt. Jetzt ist da schon was nach 12 Stunden zu spürenren. Ich hoffe, dass das sich im Laufe der Zeit verbessert.

Zitat:
Ich schäume die Arko auch im Tigel etwas vor

Meinst Du mit Tigel die Plastikschalle/Verpackung von der Arko?

Zitat:
Das mit dem Dreck und dem Abspülen versteh ich nicht ganz. Das kann eigentlich nur passieren, wenn du dich nicht jeden Tag rasierst. Und wenn das so sein sollte, ist der R89 mM in der Tat nicht unbedingt die erste Wahl.

Ja, ist richtig - ich rasiere mich nicht jeden Tag. Es sind alle 2 oder 3 Tage. Manchmal, aber selten sind es mehr. Ich bleibe aber erstmal bei dem R89 und übe weiter. Später kann man immer noch was anderes nehmen. Ich denke, mein Hauptproblem ist die Motorik, die sich beim Systemrasierer nicht entwickelt hat/nicht entwickeln konnte.

Zitat:
Der Spareffekt ist generell sehr beschränkt, insb. wenn Du in dieses Forum kommst. Natürlich ist die Hobelrasur günstiger ... aber die vielen Hobel gehen ins Geld.

Ja, den Eindruck konnte ich schon hier gewinnen Das kommt aber bei mir nicht vor. Ich will daraus keine Wissenschaft machen, auch kein Hobby oder Sammlung.

Zitat:
Deshalb erstmal einen Tipp zu den Systemies, mit dem ich viele Jahre zufrieden war. Nimm einen Mach3 und einen Proglide zusammen zum Rasieren. Im ersten Durchgang für die längeren Stoppel reicht der Mach3, der ist sogar angenehmer, wenn es mehr Haare sind. Und erst im zweiten Durchgang nimmst Du den Proglide. So hält die teurere Proglide Klinge länger und Du hast doch das noch etwas glattere Ergebnis.

Danke, aber das Kapitel ist durch und zu. Es geht auch ums Prinzip. Und abgesehen davon - ich bin bei aller Liebe wirklich keine Umwelt/Ökotante, aber warum so viel Plastik produzieren und in den Müll schmeißen, wenn man es auch vermeiden kann. Das Stück Metall in Form einer Rasierklinge kann noch recycled werden (hoffe ich). Auch wenn der Anfang nicht super einfach ist und die Ergebnisse nicht perfekt, ich bleibe erstmal bei dem Hobel. Die einzige offene Option ist ein Rasiermesser.

Zitat:
Ich würde immer zu einem Rockwell raten, mit dem kannst Du gut variieren. Viele landen dann eh bei Stufe 3 oder 4, also ungefähr wie der R89. Vielleicht aber auch bei 5 und 6, also aggressiver. Der Rockwell hat auch einen guten Griff.

Ich finde auch Torsionshobel interessant [...]

Den Gedanken zur verstellbaren Rasierhobeln hatte ich auch mal kurz gehabt, aber aufgegeben. Auch wenn die Autovergleiche immer hinken - für das Autofahren würde ich keinen Porsche empfehlen. Auch keinen Jeep. Es sind Spezialfahrzeuge. Einfach ist am Anfang meisten besser. Und manchmal auch später

Zitat:
Arko ist sehr günstig und ein guter Schaum, aber ein merkwürdiger Duft.

Ja, das stimmt. Ich habe schon erwähnt, dass ich extrem geruchsempfindlich bin. Das nimmt Ausmaße an, die ihr Euch sicherlich nichtmal ansatzweise vorstellen könnt. Ich rieche Dinge, die andere erst viel später in höheren Konzentration wahrnehmen, wenn überhaupt. Das Problem dabei ist nicht die Tatsache, dass ich schon was rieche, sondern, dass mich diese Gerüche sehr oft unfassbar stören. Vor allem Deos, Parfüms, Körperpflege, Haushaltchemie usw. Da kann ich Amok laufen. Meine Frau kauft meinetwegen parfümfreie Nachtcremes. Da kann ich nur lachen. Die stinken auch. Zwar nicht so wie das "normale" Damenzeug, aber sie stinken auch.
Ich würde gerne beim Thema Rasierseife/Creme experimentieren und was neues entdecken, aber bei Preisen von 10, 20 oder mehr Euro für ein kleines Stück Seife ist meine Bereitschaft, diese Dinge nach einer Anwendung oder vielleicht bereits nach dem Auspacken in den Müll zu werfen, eher gering. Habe kein Problem mit einem hohen Preis, aber das muss für mich dann auch gut sein. Leider gibt es heutzutage nur Online-Handel für sowas. Oder kennt einer einen guten Laden in Mainz oder Wiesbaden? Die lokalen Frisöre oder Barbiershops hatten keine Rasierseife. Bei Kaufhof/Karstadt/Müller oder wie sie alle heißen, war die Auswahl zwischen Null und kaum was. Bei "kaum was" gab es u.a. ein Tabacco, ich glaube ein Aftershave. Irgendwo habe ich hier Lobeshymnen darüber gelesen "der beste Duft der Welt" usw. und es im Laden ausprobiert. Ich dachte mir reist die Nase samt Kopf und Lunge ab. Den Gestank habe ich trotz maniakalischer Wäsche zu Hause nicht ganz wegbekommen und stundenlang hat es mich terrorisiert. Daher wenn ich schon eine Katze im Sack kaufen musste, dann zumindest etwas günstiges. Über Arko habe ich gelesen, dass es an den Geruch eines Herrensalons in früheren Jahrzehnten erinnert. Da ist wohl was dran. Es riecht sehr (!) intensiv, aber ich ich kann es noch vertragen - und das ist für mich das wichtigste.

Zitat:
Und dann üben, üben ... und nicht bei ASP hängen bleiben.

Wie gesagt, ich habe 11 Verschiedene Rasierklingen im Set gekauft:
https://www.amazon.de/dp/B07DKKMBRH
Da gibt es viel Zeug zum üben. Besonders bin ich auf die berühmte Feather gespannt.

Diese Nachricht wurde am 02.09.2018 um 13:53 Uhr von wasserwerk editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000006
02.09.2018, 13:18 Uhr
Cracker
registriertes Mitglied


wasserwerk schrieb:

Zitat:
Ja, ist richtig - ich rasiere mich nicht jeden Tag. Es sind alle 2 oder 3 Tage. Manchmal, aber selten sind es mehr. Ich bleibe aber erstmal bei dem R89 und übe weiter.

Na ja, entweder, doch tägliche Rasur (dafür ist der R89 seinerzeit nun mal extra entwickelt worden) oder (als Kompromiss) wenigstens mehr Durchgänge, nämlich 2x mit dem Strich, dann erst quer, ggf. noch mal quer in die andere richtung und erst dann gegen den Strich. Aufs Ausputzen würde ich in deiner Lernphase verzichten.

Ich hab schon das Gefühl, dass du noch in Systemrasierer-Kategorien denkst. Möglichst viel, möglichst rasch, möglichst lang wegrasieren. Hobeln heißt aber idR schrittweise(!) Reduktion(!) der Stoppeln und letztlich mM Aufrechterhaltung des rasierten Hautbildes durch regelmäßige Rasur. Es geht ja auch eher darum, ein gepflegtes Äußeres zu bewahren und damit negative Nebenwirkungen der Systemies zu vermeiden (insbes. eingewachsene Haare).

Und dennoch sind 12 Stunden glatte Haut mir dem R89 sehr deutlich überdurchschnittlich. Normalerweise hat man schon vor 17 Uhr den Fünf-Uhr-Schatten. Natürlich kriegt man mit einem Fusion Proglide eine schnellere und nachhaltigere Rasur hin, als mit dem R89. Dafür sieht man aber mit R89 auch gepflegt aus (wenn man damit vorher Probleme hatte), auch dann, wenn man sich ggf. 2x pro Tag rasiert. Demgegenüber kommen viele ja zum Hobeln, weil sie damit zumindest einige Stunden nach der Rasur glatt rasiert sind und gepflegt aussehen, während sie zu Systemie-Zeiten entweder nicht glatt rasiert waren (aber präsentabel aussahen) oder wie ein Streuselkuchen in der Pubertät rumgelaufen sind.

--
div. , div. div. , div. , div. etc. im Wechsel meiner Launen; immer das Gesicht.

Diese Nachricht wurde am 02.09.2018 um 13:22 Uhr von Cracker editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000007
02.09.2018, 13:19 Uhr
~EasyRider
Gast


wasserwerk schrieb:

Zitat:
...habe ich angefangen an Rasur mit einem Rasiermesser zu denken. Dieses Denken dauert schon ein paar Jahre und das Thema kehrt immer wieder zurück. Ich habe mich natürlich schon ausführlich informiert, sogar ein Rasiermesser ausgesucht, aber gekauft ist noch nichts.

Als mich das Thema vor Kurzem wieder packte, dachte ich, vielleicht sollte ich als eine Zwischenlösung und zum Abbau von Berührungsängsten auf einen Rasierhobel umsteigen?

Wenn's dich zum Messer zieht, dann folge deinem Drang! So genannte Zwischenlösungen bringen nichts, denn ein Hobel ist von einem Messer grundverschieden, wohingegen er aber sehr wohl große Ähnlichkeit mit einem Systemrasierer aufweist. Allein schon von der Form her.

Und deine "Berührungsängste" sind vollkommen unangebracht, glaube mir! So ein Messer ist kein gefährliches Biest und das Erlernen der Messerrasur keine Hexerei!!! Ich rasiere mich vom ersten Tag an (Milchbartentfernung ) ausschließlich mit dem Messer. Hatte noch nie einen Hobel oder einen Systemrasierer in der Hand. Und wie du siehst, lebe ich noch....

Liebe Grüße aus bella Italia,
EasyRider
 
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Diskussionsnachricht 000008
02.09.2018, 14:18 Uhr
f10
registriertes Mitglied


wasserwerk schrieb:

Zitat:
Ah diese Abkürzungen - musste erstmals googlen das was heißt. Nach 3 Durchgängen ist bei mir nichts wirklich glatt. Allerdings mache ich schon immer m/g/und dann viele q und manchmal wieder mal g - falls m/q/g mit, quer und gegen Strich bedeutet.

Yup, wusste das Du das rauskriegst.

Die Reihenfolge m/q/g hat schon seinen Sinn, nämlich dass Barthaar sukzessive zu kürzen und so Reizungen zu mindern. Kreuzundquer ist natürlich nie gut. Quer und gegen den Strich natürlich nur, wenn Deine Haut das auch verträgt. Sonst einfach erstmal nur mit dem Strich rasieren.

Zitat:
Das ist genau ein Punkt, das ich vergessen habe zu erwähnen. Danke! Auch wenn ich fast mein gewohntes Rasurergebnis erreiche, hält das nicht so lange wie mit Mach3 oder Proglide. Mit dem Gillette war die Haut auch noch nach 24 glatt. Jetzt ist da schon was nach 12 Stunden zu spürenren. Ich hoffe, dass das sich im Laufe der Zeit verbessert.

Verstehe nicht ganz wie Nachhaltigkeit nicht von der Gründlichkeit abhängen kann?. Je kürzer die Haare desto gründlicher, desto nachhaltiger.

Bzgl. der Nachhaltigkeit ist auch mit dem Hobel sicher noch Luft nach oben, aber so gründlich wie mit einem guten Mehrklingensystem wird es imho nicht. Bei Mehrklingensystemen wird das Haar unter der Hautebene abgeschnitten. Die ersten Klingen ziehen das Haar heraus und nachfolgende Klingen schneiden das Haar ab. Dieser Effekt, von Gillette als Hysterese bezeichnet, wurde zuerst beim Trac II beworben. Wobei einige das für einen Marketing-Mythos halten. Nur die, die bei Systemies an eingewachsenen Haaren leiden eher nicht.
Mit der richtigen Technik (z.B. auch Haut straffen) kann man da aber viel rausholen.

Zitat:
Meinst Du mit Tigel die Plastikschalle/Verpackung von der Arko?

Nein, ich hab einen eigenen kleinen China-Tigel. Da drücke ich immer einen halben Arko-Stick rein. Macht aber keinen Unterschied.

Kauf Dir ne Grosspackung Arko-Sticks, lass sie offen stehen und der Geruch wird über die Wochen immer weniger. Oder fang an zu rauchen.

Bei bis zu einem Ein-Wochen-Bart wird der R89 das imho locker packen. Für die tägliche Rasur bevorzuge ich noch sanftere Hobel als den R89 (Baili BR171/Gillette Tech), der kommt bei mir tatsächlich erst ab einem 3-Tage-Bart zum Einsatz. Wenn das bisher mit dem System ging, schafft der R89 das erstrecht.

Diese Nachricht wurde am 02.09.2018 um 14:24 Uhr von f10 editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000009
02.09.2018, 19:50 Uhr
wasserwerk
registriertes Mitglied


Danke für die rege Beteiligung und das noch am Sonntag! Danke für alle Tipps! Das mit der Geduld habe ich schon verstanden.

Dass der R89 für die tägliche Rasur entwickelt wurde, war mir natürlich nicht klar. Aber mein Bartwuchs ist nicht so schnell und auch nicht dicht. Bin sicher, dass er (und ich) damit zu recht kommt.

Zitat:
Ich hab schon das Gefühl, dass du noch in Systemrasierer-Kategorien denkst. Möglichst viel, möglichst rasch, möglichst lang wegrasieren.

Dem muss ich teilweise vehement widersprechen! Ich habe das Rasieren schon immer als lästige Pflicht angesehen. Aber mit Bart rumlaufen mag ich noch weniger. Also habe mich wie Millionen andere einfach rasiert. Beim dem Umstieg auf Hobel ist etwas passiert, womit ich überhaupt nicht gerechnet habe - ich freue mich auf das Rasieren und es macht einfach Spaß. Vielleicht nur, weil es etwas ganz Neues ist und in Laufe der Zeit wird es sich legen. Mal schauen. Aber sicher denke ich nicht in Kategorien "möglichst rasch". Ich nehme mir gerne dafür die Zeit und - es klingt vielleicht blöd - ich zelebriere es. Was stimmt, ist, dass ich tatsächlich eine perfekte Rasur anstrebe die möglichst lang anhält. Aber tägliche Rasur - nein, danke.

Zitat:
Und dennoch sind 12 Stunden glatte Haut mir dem R89 sehr deutlich überdurchschnittlich.

Wow, echt jetzt? Ich werde das genauer ermitteln. Die 12 Stunden waren aus dem Bauch raus. Und nur zur Info - ich rasiere mich immer abends. Bin ein extremer Morgenmuffel und stehe auf den letzten Drücker auf.

Zitat:
Normalerweise hat man schon vor 17 Uhr den Fünf-Uhr-Schatten.

Was ist "Fünf-Uhr-Schatten"?

Zitat:
Natürlich kriegt man mit einem Fusion Proglide eine schnellere und nachhaltigere Rasur hin, als mit dem R89. Dafür sieht man aber mit R89 auch gepflegt aus (wenn man damit vorher Probleme hatte), auch dann, wenn man sich ggf. 2x pro Tag rasiert. Demgegenüber kommen viele ja zum Hobeln, weil sie damit zumindest einige Stunden nach der Rasur glatt rasiert sind und gepflegt aussehen, während sie zu Systemie-Zeiten entweder nicht glatt rasiert waren (aber präsentabel aussahen) oder wie ein Streuselkuchen in der Pubertät rumgelaufen sind.

Also ich habe mit Mach3/Proglide immer eine super glatte Rasur hinbekommen die auch lange hielt und ich gepflegt aussah. So schlimm können diese Dinger ja nicht sein - im Gegenteil. Und eingewachsene Haare hatte ich auch nie.

Zitat:
Verstehe nicht ganz wie Nachhaltigkeit nicht von der Gründlichkeit abhängen kann?. Je kürzer die Haare desto gründlicher, desto nachhaltiger.

Das ist ganz einfach. Man kann sich richtig gründlich rasieren, so dass man direkt danach nichts spürt, aber nach kurzer Zeit schon etwas rauskommt. Dann ist es eben nicht so nachhaltig.

Zitat:
Wenn's dich zum Messer zieht, dann folge deinem Drang! So genannte Zwischenlösungen bringen nichts, denn ein Hobel ist von einem Messer grundverschieden, wohingegen er aber sehr wohl große Ähnlichkeit mit einem Systemrasierer aufweist. Allein schon von der Form her.

Das mag so sein, aber ich habe gelesen, dass mam beim Umstieg auf ein Rasiermesser, mit dem Messer erstmal die einfachen Partien rasieren sollte, sprich die Backen, und den Rest erstmal normal mit dem Gewohntem. Da schadet nicht, wenn man mit dem Hobel umgehen kann. Denn wie schon gesagt, zurück zum Systemrasierern möchte ich nicht. Und im Urlaub finde ich den Hobel auch besser aufgehoben als Messer.

Zitat:
Kauf Dir ne Grosspackung Arko-Sticks, lass sie offen stehen und der Geruch wird über die Wochen immer weniger. Oder fang an zu rauchen.

Danke, aber ich bin ein überzeugter Nichtraucher. Und mit Arko-Geruch komme ich gut aus, obwohl es echt recht intensiv ist. Aber ich habe auch mit Ballistol kein Problem. Wie gesagt, die Intensität ist nicht immer das Hautproblem.

Zitat:
Du hast auch kein Wort zu den Vorbereitungen der Rasur verloren... Meine Empfehlung, gerade am Anfang, mach das nach dem Duschen.

Ja, meistens nach dem Duschen. Dann noch extra heißes Wasser, mit dem Pinsel Schaum in der Rasierseifendose (also in der Plastikverpackung, Arko) schlagen und dann aufs Gesicht. Ca. 2, max. 3 Minuten abwarten und hobeln. Keine Preshaves, keine Öle und so Zeug. Danach kaltes Wasser. Dann mein Lieblings-Aftershave von Hattrick. Mit Alkohol, brennt wie Sau, wenn man sich vorher kleine Verletzungen geholt hat, aber der Mann hält sowas mit Pokerface aus.

Zitat:
Der Anspruch "BBS" ist nachvollziehbar, aber meiner Meinung nach, nocht nicht zu realisieren. Auch hier wird dir nur Geduld und Übung helfen.

Doch, doch, realisierbar. So weit bin davon nicht entfernt. Ich meine, ich brauche dafür keine Monate, geschweige denn Jahre.

Zitat:
Du hast dir ja letztendlich den Hobel gekauft weil Du dich mit dem Thema Nassrasur neu auseinandersetzen willst, und nicht wie alle Jahre vorher weiter mit Systemrasieren machen möchtest.

Genau so ist das!

Diese Nachricht wurde am 02.09.2018 um 19:56 Uhr von wasserwerk editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000010
02.09.2018, 20:11 Uhr
Sano
registriertes Mitglied


> Mit dem Gillette war die Haut auch noch nach 24 glatt. Jetzt ist da
> schon was nach 12 Stunden zu spüren.

Da wäre ich mir nicht so sicher. Ich rasiere mich seid ein paar Tagen, halbe/ halbe immer gegen den Proglide auf der linken Seite. So groß ist der Unterschied nicht, die Hobel halten dann doch mit, aber Proglide geht natürlich kinderleicht.

Mich nervt etwas, dass ich am Hals außen die Haut nicht richtig glatt bekomme, da bleibt fast immer etwas.
 
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Diskussionsnachricht 000011
02.09.2018, 20:14 Uhr
Sano
registriertes Mitglied


zu den 75 Klingen ... nett, aber ich hatte mal ne Liste mit den interessanten 10 aufgestellt, da fehlen Dir halt die meisten.

Die ASP ist die absolut populärste, die Gillette Silver Blue aber wahrscheinlich die beste. Die Perma Sharp und die Polsilver sollte man mal probiert haben und dann noch die Ladas, Voskhod, Rapira.
 
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Diskussionsnachricht 000012
02.09.2018, 21:34 Uhr
gbkon34
registriertes Mitglied


Also der R89 war mir auch zu milde. Es gibt ja einige Rasierhobelmodelle die deutlich gründlicher vorgehen ohne gleich unberechenbar zu sein wie der R41 oder der Fatip.
Ich bin gerade von dem Yintal Bronze Rasierer sehr begeistert, ich habe ihn grade erst frisch bekommen und die eine Rasur war extrem gründlich und gleichzeitig unkompliziert und schonend. Es ist schon eine sehr gutes Zeichen wenn man schon beim ersten Mal so gut damit zurecht kommt. Gibts bei Aliexpress für ca 10 €, mittlerweile kann man sogar mit paypal bezahlen.

https://de.aliexpress.com/item/YINTAL-Men-s-Bronze-Classi...
 
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Diskussionsnachricht 000013
02.09.2018, 21:56 Uhr
wasserwerk
registriertes Mitglied


Sano schrieb:

Zitat:
Mich nervt etwas, dass ich am Hals außen die Haut nicht richtig glatt bekomme, da bleibt fast immer etwas.

Hals, vor allem die Region um Adamsapfel ist bei mir auch die Problemzone Nummer eins. War schon immer so.
 
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Diskussionsnachricht 000014
02.09.2018, 21:58 Uhr
wasserwerk
registriertes Mitglied


Sano schrieb:

Zitat:
zu den 75 Klingen ... nett, aber ich hatte mal ne Liste mit den interessanten 10 aufgestellt, da fehlen Dir halt die meisten.

Die Frage ist, was heißt "interessantesten"? Ich denke, absolute Maßstäbe wird es da nicht so viele geben. Mein Eindruck nach der Lektüre einiger Beiträge hier im Forum ist, dass Rasierklingen eine sehr individuelle Sache sind.
 
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Diskussionsnachricht 000015
03.09.2018, 02:29 Uhr
Yogi
registriertes Mitglied


Wie kann man denn bitte mit einem R89 keine gründliche Rasur hinbekommen,wenn man sich nicht täglich rasiert...halten manche den Hobel auf einen Millimeter Abstand zur Haut beim Rasieren oder wie?
Ich bekomme auch nach einem sechs Tage Bart ein einwandfreies Ergebniss damit hin,ist halt wirklich eine reine Übungssache und unter fünf Minuten sind auch schon drin gewesen wenns sein muss!
Gerade am Anfang sollte man der Haut auch genügend Zeit geben sich von der Rasur zu erholen,das ist immer noch ein Organ und muss sich dran gewöhnen. Ein bis zwei Tage Pause sind in der Regel ideal beim Umstieg!
Ansonsten schließe ich mich der Mehrheit an,immer das volle Programm und üben,üben,üben...


Bei YouTube wird man auch fündig,RASUR-PUR z.B.,er erklärt manches wirklich gut!

--
Member of "Club 41"
Lieber haben und nicht brauchen als brauchen und nicht haben!

Diese Nachricht wurde am 03.09.2018 um 03:25 Uhr von Yogi editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000016
03.09.2018, 08:13 Uhr
Knarf
registriertes Mitglied


Guck Dir mal auf Youtube Videos von Geofatboy an.
 
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Diskussionsnachricht 000017
03.09.2018, 08:33 Uhr
gbkon34
registriertes Mitglied


Ja, natürlich kann man sich mit dem r89 befriedigend rasieren, meiner Erfahrung nach vor allem mit einer scharfen Klinge. Aber ich fand den r89 doch relativ langweilig und mag von meinen milden Rasierern den Gillette Tech aus England sehr viel mehr - aber das ist eben Geschmackssache.
Ganz etwas anderes ist es mit den wirklich zupackenderen Rasierern die ich eben auch sehr mag. Z.B. mein erster dieser Art war der Acevivi oder der Yintal der mich besonders überzeugt hat. mit dem habe ich am 2. Tag einen Bartwuchs wie ich ihn beim r89 am ersten Tag habe (ich rasiere mich alle 2-3 Tage), und das bei völliger reizfreiheit und unkompliziertheit. Das ist schon mal eine Ansage. Ähnlich gut, vielleicht noch einen Hauch gründlicher ist mein Vintage Rasierer Apollo, der aber auch etwas heikler in der Handhabung ist.

Sehr mag ich auch den Gillette new Type, der auch sehr ausgewogen zwischen reizfrei und Gründlichkeit chargiert. Aber er ist eben nicht mehr so leicht und günstig zu bekommen, das gute Stück...

Diese Nachricht wurde am 03.09.2018 um 08:34 Uhr von gbkon34 editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000018
03.09.2018, 09:10 Uhr
Herborner
registriertes Mitglied


Die Vorbereitung macht die Rasur. Und die Übung natürlich. Für mehr Gründlichkeit braucht's mehr Durchgänge (mit/quer/gegen). Dann klappt's auch mit dem Adamsapfel.
 
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Diskussionsnachricht 000019
03.09.2018, 10:11 Uhr
gbkon34
registriertes Mitglied


Das mit der Vorbereitung ist natürlich wirklich die Grundlage, ebenso die drei Durchgänge mit/quer/gegen. Aber Erfahrung und Technik machen ebenfalls sehr viel aus, seit ich auch mit dem Messer rasiere, sind meine Hobelrasuren um Längen besser, weil man besser mit Gesichtspannung, Hautstraffung und Backenaufblasen arbeitet.
 
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Diskussionsnachricht 000020
03.09.2018, 10:48 Uhr
Sano
registriertes Mitglied




Zitat:
Den Gedanken zur verstellbaren Rasierhobeln hatte ich auch mal kurz gehabt, aber aufgegeben. Auch wenn die Autovergleiche immer hinken - für das Autofahren würde ich keinen Porsche empfehlen. Auch keinen Jeep. Es sind Spezialfahrzeuge. Einfach ist am Anfang meisten besser. Und manchmal auch später

Naja, Du hattest Rasiermesser und R41 ins Spiel gebraucht, die beiden sind Ende der Fahnenstange, da gibt es aber noch einiges dazwischen.

Letztlich muss ich aber sagen, dass ich mit Rasieren alle 3 Tage eh nix anfangen kann ... dann spielt doch Geründlichkeit eh keine Rolle, eher Gleichmäßigkeit.

Zitat:
Im Unterschied R89 zu R41 geht es mM eher um die Nachhaltigkeit, nicht um die Gründlichkeit,

Den Punkt im 3.ten Posting hatte ich auch nicht verstanden, woher soll denn Nachhaltigkeit kommen, wenn nicht durch stärkeres Kürzen der Haare.
Bei Systemies vergeblich bis unter die Haut ... aber wenn ich nebeneinander rasiere, sehe ich nicht, dass beim Proglide gar keine Stoppeln mehr rausschauen würden.
 
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Diskussionsnachricht 000021
03.09.2018, 14:36 Uhr
Jones
registriertes Mitglied


Beim R41 reicht mir mit/gegen, um perfekt rasiert zu sein.

--
Member of "Club 41" , Arko, Omega Sauborste, Pitralon.
 
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Diskussionsnachricht 000022
03.09.2018, 16:48 Uhr
Cracker
registriertes Mitglied


Weil nach Hautberuhigung sich glatt rasiert eben erst mal glatt rasiert anfühlt und es auch so ausschaut. Wie tief die Haare unter der Haut liegen, also sich zurück ziehen konnten, das merkt zunächst kein Mensch. Das ist aber entscheidend für die Nachhaltigkeit. Erst wenn die Stoppeln wieder spürbar und sichtbar werden, zeigt sich, wie nachhaltig die Rasur war.

Natürlich merkt man zB direkt bei der Rasur (vor Hautberuhigung) einen Unterschied zwischen R89 und R41 (die Klinge liegt ja beim R41 direkt auf der Haut - bzw ist mein Eindruck sogar, dass der sogar dafür sorgt, dass eine Art "Delle" entsteht und er das Haar noch tiefer abschneiden kann - beim R89 nicht). Aber nach Beruhigung der Haut, wenn sich die Stoppeln unter die Haut verzogen haben, spürt man eben zunächst keinen Unterschied mehr; zumindest dann, wenn man nicht nur mangelnde Technik beim R89 mit einem aggressiveren Hobel ausgleicht. Das dürfte ein Grund sein, warum ich beim R41 auch regelmäßig eingewachsene Haare bekomme (https://cdn.shopify.com/s/files/1/0209/0478/files/ingrown...), die schaffen es nicht mehr rechtzeitig raus (Weg zu lang), bevor sie dann seitlich in die Haut wachsen (ähnlich beim Fatip, wenn ich doch mal (wieder) drücke).

--
div. , div. div. , div. , div. etc. im Wechsel meiner Launen; immer das Gesicht.
 
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Diskussionsnachricht 000023
03.09.2018, 20:53 Uhr
Basti1982
registriertes Mitglied


Mit der Gründlichkeit ist das immer so eine Sache. Wobei ich sagen muss ich rasiere mich mit dem Bluebeards Cutlass täglich. Das ist ein etwas aggressiverer Hobel. Der große Bruder vom Bluebeards revenge scimitar der ist sanfter. Aber Probleme habe ich damit keine, sogar ein sehr gutes Hautbild. Aber es gibt schon Tage da wirds halt dann mal nicht so gründlich, finde ich aber nicht schlimm. Man fühlt dann höchstens paar Stoppel,sehen tut mans nicht. Anfangs vielleicht nicht gegen den Strich rasieren. Wenn du merkst das es zieht lieber lassen. Das kommt nach paar Wochen von selbst wenn sich die Haut an die Hobelrasur gewöhnt hat. Gute Vorbereitung machts natürlich einfacher. Aber meist habe ich schon Babypopo. Wundert mich selbst wie gut das funktioniert.

--
Mühle R41, Merkur 43c, Wilkinson Classic ,Fatip Piccolo, Gillette old type single ring, Bluebeards cutlass, Merkur 34c
Mühle, Supermax Stainless, ASP, Feather, Wilkinson
Golddachs Dachshaar,Wilkinson,Luuk&Klaas, Rusty Bob Dachshaar,Detreu117/11
Tabac, Proraso Rot, Proraso grün, Palmolive, Speick, Wilkinson, Hasslinger Sandelholz, Arko
diverse

Diese Nachricht wurde am 03.09.2018 um 20:54 Uhr von Basti1982 editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000024
03.09.2018, 21:43 Uhr
gbkon34
registriertes Mitglied


Eins ist aber klar, auch bei einer perfekten verletzungsfreien Rasur mit einem gründlichen Hobel wie z.B. Yintal oder Apollo - etwas gereizter ist die Haut in jedem Fall - man spürt irgendwie das man eine Haut hat - während bei meinem Gillette Tech aus England ich beim Rasierwasser aber auch gar nichts merke... Mit diesen zupackenden Hobeln würde ich keine tägliche Rasur machen - ist bei mir aber auch nicht nötig, da am ersten Tag bei mir alles noch glatt ist am Morgen...
Diese Nachricht wurde am 03.09.2018 um 21:43 Uhr von gbkon34 editiert.
 
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