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NassRasur.com-Forum » Rasiermesser und Zubehör » Hilferuf! Wann welche Paste und wie oft? » Themenansicht

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Autor Thread - Seiten: -1-
Diskussionsnachricht 000000
30.05.2019, 15:59 Uhr
Naturbursche
registriertes Mitglied


Hallo liebe Nassrasur-Gemeinde,

vorab möchte ich sagen, dass ich bevor ich dieses neue Thema eröffnet habe einige Threads durchgelesen habe und meine Fragen leider weiterhin offen blieben...

Wurde in der letzten Zeit etwas verunsichert bezüglich der Anwendung der verschiedenen Riemen sowie der zu verwendenden Pasten.

1.Frage: Wenn ich nach dem Abledern feststelle das der Haartest negativ ausfällt und somit die Rasur dementsprechend auch unangenehm ist, was wäre hier die nächste Instanz? Ich denke mal nun kommt zu aller erst der Hanf/Leinenriemen zum Einsatz. Wie oft zieht man sein Messer darüber ab und muss ich den Messerrücken mit zb Tesa abkleben wegen möglichen Abriebs?
Wenn ich keinen Profiriemen besitze was der Fall ist, bin ich also gezwungen mir einen separaten Hanfriemen zuzulegen. Ist das richtig?
Mich wundert es eben nur, weil immer nur von einem Abziehriemen die Rede ist, wenn man nach den benötigten Utensilien frägt für eine Messerrasur.

2.Frage: Wenn diese Prozedur mit der Hanf/Leinenseite nicht mehr fruchtet und das Messer somit nicht die gewünschte Schärfe erhält, muss ich dann direkt auf den Riemen mit der groben grünen Paste, danach auf die Rote, danach auf die Schwarze und zu guter Letzt wieder auf die Hanf/Leinenseite? Oder taste ich mich da langsam nach unter vor: zuerst die Schwarze und danach die Hanf/Leinenseite? Wenn dies nichts mehr bring, dann greif ich zur roten Paste? Oder wie ist hierbei die richtige Abfolge?

Ich bedanke mich schon einmal im Voraus für eure Antworten und eure Geduld!

LG NB
 
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Diskussionsnachricht 000001
31.05.2019, 10:07 Uhr
Volvox
registriertes Mitglied


Naturbursche schrieb:

Zitat:
Wurde in der letzten Zeit etwas verunsichert bezüglich der Anwendung der verschiedenen Riemen sowie der zu verwendenden Pasten.

1.Frage: Wenn ich nach dem Abledern feststelle das der Haartest negativ ausfällt und somit die Rasur dementsprechend auch unangenehm ist, was wäre hier die nächste Instanz? Ich denke mal nun kommt zu aller erst der Hanf/Leinenriemen zum Einsatz. Wie oft zieht man sein Messer darüber ab und muss ich den Messerrücken mit zb Tesa abkleben wegen möglichen Abriebs?
Wenn ich keinen Profiriemen besitze was der Fall ist, bin ich also gezwungen mir einen separaten Hanfriemen zuzulegen. Ist das richtig?

********* Bloß nicht. Mit dem Hanfriemen macht man jede Schneide kaputt!

Mich wundert es eben nur, weil immer nur von einem Abziehriemen die Rede ist, wenn man nach den benötigten Utensilien frägt für eine Messerrasur.

2.Frage: Wenn diese Prozedur mit der Hanf/Leinenseite nicht mehr fruchtet

*************Sie fruchtet nicht mehr, weil die Schneide längst kaputt bzw. sogar enthärtet ist, weil sie zu heiß geworden war.

und das Messer somit nicht die gewünschte Schärfe erhält, muss ich dann direkt auf den Riemen mit der groben grünen Paste, danach auf die Rote, danach auf die Schwarze und zu guter Letzt wieder auf die Hanf/Leinenseite? Oder taste ich mich da langsam nach unter vor: zuerst die Schwarze und danach die Hanf/Leinenseite? Wenn dies nichts mehr bring, dann greif ich zur roten Paste? Oder wie ist hierbei die richtige Abfolge?

++++++++++++++++++++++++
KEINE Pasten! Da alle Pasten viel grobkörniger als ein feiner Schärfstein sind, macht man mit ihnen die Schneide wieder stumpf.

LESEN SIE HIER, aber bitte genau:
www.klaus-henkel.de/cut-messer.html#riemen

 
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Diskussionsnachricht 000002
31.05.2019, 11:37 Uhr
Naturbursche
registriertes Mitglied


Hallo Volvox,

danke für deine Antwort!

Ich muss sagen, meine Verunsicherung ist nun noch größer geworden..
Du sagst man solle keinen Hanfriemen benutzen? Warum gibt es denn diese Hanf/Leinenriemen? Oder warum benutzt man einen Profiriemen?

In dem Link heißt es: "Eine Ausnahme machen die gelbe und die weiße Paste. Die weiße ist eine sehr feine Schleifpaste für die Hanf- oder Leinenseite, zwar nicht schädlich...."

Deine Aussage und der Link widersprechen sich wenn ich das richtig verstanden habe.

Bezüglich der Pastenriemen: Man bekommt in jedem Fachgeschäft für Rasiermesser und Zubehör diese Pasten oder sogar schon fertige Pastenriemen zu kaufen. Weshalb ist das so?

War vor kurzem in einem bekannten Messerfachgeschäft dessen Namen ich nicht nennen möchte und dieser gute Mann hatte mir erklärt, man müsse das Messer je nach Beanspruchung nach jeder ca 7ten Rasur über den grünen Pastenriemen ziehen, danach über den Roten und zu guter Letzt übers Leder. Daraufhin hatte er mir zwei Tuben Paste verkauft. Habe dies natürlich so noch nicht gehandhabt, da ich mir gerne mehrere Meinungen einholen möchte bevor ich einen Fehler mache.

Wie gehst du vor, wenn dein Messer den Haartest nicht besteht und keine angenehme Rasur gewährleisten kann? Verrate mir doch mal bitte deine ganz persönliche Vorgehensweiße.
 
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Diskussionsnachricht 000003
31.05.2019, 17:01 Uhr
Volvox
registriertes Mitglied


Naturbursche schrieb:

Zitat:
Hallo Volvox,

danke für deine Antwort!

Ich muss sagen, meine Verunsicherung ist nun noch größer geworden..
Du sagst man solle keinen Hanfriemen benutzen? Warum gibt es denn diese Hanf/Leinenriemen?

**********************
Die gibt es seit 200 Jahren. Damals war es üblich zum Barbier zu gehen, aber nicht selbst zu rasieren. Der Barbiergeselle hatte keine Zeit, sich ausgiebig mit dem Schärfen von Rasiermessern zu befassen, er benützte deshalb gelegentlich die Hanf-/Leinenseite, da ging es schneller*****

Oder warum benutzt man einen Profiriemen?

****************************Ich weiß nicht, was ein "Profiriemen" ist.*****

In dem Link heißt es: "Eine Ausnahme machen die gelbe und die weiße Paste. Die weiße ist eine sehr feine Schleifpaste für die Hanf- oder Leinenseite, zwar nicht schädlich...."

Deine Aussage und der Link widersprechen sich wenn ich das richtig verstanden habe.

******************** Wo der Widerspruch liegen soll, weiß ich nicht.*******

Bezüglich der Pastenriemen: Man bekommt in jedem Fachgeschäft für Rasiermesser und Zubehör diese Pasten oder sogar schon fertige Pastenriemen zu kaufen. Weshalb ist das so?

******************************* Weil das dem Geschäftsinhaber zusätzlichen Umsatz und Gewinn bringt.
Merke: Der ist ein Verkaufsprofi, das hat er gelernt, aber er ist KEIN Rasiermesser-Schärf-Profi. Für so etwas hat der Geschäftsinhaber keine Zeit. Auch seinen Verkäufern gestattet er nicht, die Zeit damit zu vertrödeln, anstatt dem Kunden ein teures Rasiermesser zu verkaufen.
Außerdem wissen die es nicht besser, ihr Wissen stammt aus dem Verkaufsprospekt des Pastenherstellers. Darüber hinaus hat er sein Wissen möglicherweise vom Vater und Großvater, welche dieselben Pasten schon vor über hundert Jahren im Geschäft verkauft haben.*****

War vor kurzem in einem bekannten Messerfachgeschäft dessen Namen ich nicht nennen möchte und dieser gute Mann hatte mir erklärt, man müsse das Messer je nach Beanspruchung nach jeder ca 7ten Rasur über den grünen Pastenriemen ziehen, danach über den Roten und zu guter Letzt übers Leder. Daraufhin hatte er mir zwei Tuben Paste verkauft. Habe dies natürlich so noch nicht gehandhabt, da ich mir gerne mehrere Meinungen einholen möchte bevor ich einen Fehler mache.

*************************** Das ist Unsinn. Am besten läßt man den ganzen Pastenkram und perfektioniert seine Technik des Abziehens auf dem Steins. Danach kann man dann auf dem unbehandelten Leder abziehen, das mit Olivenöl eingerieben ist (einmassieren!). ************

*******************Einen guten Stein braucht man ja auch zum Schärfen. Und der ist erheblich feinkörniger als das Pastenzeugs. Die Pasten sind nicht genormt, weder die Farben noch die Körnungen. Das macht jeder Hersteller wie er lustig ist. ***********

Wie gehst du vor, wenn dein Messer den Haartest nicht besteht und keine angenehme Rasur gewährleisten kann? Verrate mir doch mal bitte deine ganz persönliche Vorgehensweiße.

Meine Messer haben nicht immer den Haartest bestanden, weil ich sehr dünnes, feines Haar habe, das beim Haartest leicht ausweicht. Vor einigen Jahren habe ich meine schönen Rasiermesser verkauft, weil ich nach einem komplizierten Schulterbruch, kein Rasiermesser mehr mit der rechten Hand einwandfrei ruhig führen konnte.

Aber ich besitze noch eine Vielzahl Rasiermesser für mikroskopische Handschnitte, die ich alle selbst auf dem Stein schärfe. Selten muß ich anschließend noch die Klinge auf dem Vierkant-Riemen abziehen, um Grat aufzurichten, die Schneide zu entgraten. Ich benütze einen gelben Belgischen Brocken und einen größeren Belgischen blauen Brocken und einen guten blauen Thüringer Wasserstein.

************Viel Erfolg!
KH

Diese Nachricht wurde am 31.05.2019 um 17:09 Uhr von Volvox editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000004
01.06.2019, 22:46 Uhr
EasyRider
registriertes Mitglied


Naturbursche schrieb:

Zitat:
Man bekommt in jedem Fachgeschäft für Rasiermesser und Zubehör diese Pasten oder sogar schon fertige Pastenriemen zu kaufen. Weshalb ist das so?

Weil sie wirken! Schlichtweg deshalb. Mehr dazu gerne per PM, denn ich habe keine Lust, hier wieder eine Mega-Diskussion zu entfachen, an der sich immer die, die noch nie Pasten verwendet haben, mit religiösem Eifer beteiligen.....

--
In allen Schliffarten Dachs, Ross und Sau und auch den ein oder anderen Synthie Jede Menge Am liebsten schön schlotzig Von Armani bis Wodka
 
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Diskussionsnachricht 000005
02.06.2019, 00:34 Uhr
Elias
registriertes Mitglied


@Naturbursche: und bitte KEIN Olivenöl auf den Riemen!

Gruss
Elias
 
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Diskussionsnachricht 000006
02.06.2019, 15:13 Uhr
jazzmaster
registriertes Mitglied


Volvox schrieb:

Zitat:
*************Sie fruchtet nicht mehr, weil die Schneide längst kaputt bzw. sogar enthärtet ist, weil sie zu heiß geworden war.

Das ist doch völliger Kokolores!!!

Es ist völlig unmöglich auf einem Hanfriemen durch normale Streichbewegungen derart Hitze zu erzeugen das ein Messer an Härte verlieren könnte.

Das man sich die Schärfe auf einem derartigen ruinieren kann damit kann ich ja noch konform gehen aber alles andere ist haarsträubend

Das Pasten hat seine Daseinsberechtigung,keine Frage,ist ein Messer aber ballig ist Pasten nicht mehr zielführend--> in dem Fall gehört das Messer auf die Steine!

--
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Diskussionsnachricht 000007
02.06.2019, 21:16 Uhr
EasyRider
registriertes Mitglied


@jazzmaster

+1

Es wird ja immer abenteuerlicher, was manche hier so von sich geben.
Man kann nur noch den Kopf schütteln! Leid können einem die Anfänger tun, die solchen Mumpitz zu lesen bekommen und dann mit einiger Wahrscheinlichkeit auch noch glauben....
Gottseidank fand sich mit dir ein Großmeister, der in aller gebotenen Klarheit eingeschritten ist. Danke dir!

--
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Diskussionsnachricht 000008
09.06.2019, 11:55 Uhr
Feine Klinge
registriertes Mitglied


@ Naturbursche

Du stichst hier in eine “Glaubensfrage“ - die einen pasten, die anderen nicht. All das hängt hauptsächlich mit dem Stahl des Messers und dem verwendetem Finisher, also dem letzten Stein, zusammen.

Ich kann EasyRider und Jazzmaster voll und ganz zustimmen.

Zu 1. Ziemlich genau richtig. Der Hanfriemen - richtig verwendet - ist ein fantastischer Riemen und ist von Herold für kleines Geld zu haben. Wenn Dein Messer an Schärfe nachlässt, kannst Du es wunderbar auf dem mit roter Paste behandelten Hanfriemen auffrischen. Nicht zu viel von der roten Paste, das Gewebe des Hanfriemens sollte noch durchschimmern. Maximal 60 Wechselzüge.

Zu 2. Chromoxid ist im Rahmen des Schärfprozesses mit Steinen einzusetzen und ich rate eher davon ab, es zum Auffrischen herzunehmen.
Die richtige Reihenfolge richtet sich nach dem Finisher. Entweder keine Paste (sehr sehr feiner finisher, unbezahlbar) nur schwarze, nur rote, grün/rot (weniger feiner finisher) oder grün/rot/schwarz je nach Geschmack und vor allem je nach Stahl.

Lass Dich nicht verwirren, es ist Handwerk, sonst nichts. Ich hoffe, ich konnte etwas Licht in die Sache bringen. Schöne Pfingsten.

Diese Nachricht wurde am 09.06.2019 um 11:56 Uhr von Feine Klinge editiert.
 
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