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NassRasur.com-Forum » Rasiermesser und Zubehör » Wacker Chevalier Qualität 2020 » Themenansicht

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Autor Thread - Seiten: [ 1 ] -2-
Diskussionsnachricht 000025
07.05.2020, 22:58 Uhr
Senza-Barba
registriertes Mitglied


EasyRider schrieb

Zitat:
Bei "nicht rasierfertig abgezogen" wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit jedoch nicht mit dem einfachen Abziehen der Klinge (= Ledern) auf einem Streichriemen getan sein

Davon bin schon ausgegangen, dass diese Einzelklingen erst mal auf den Stein müssen. Mal sehen, wann ich das Projekt starte. Lust habe ich jedenfalls mir ein individuelles Rasiermesser zu bauen. Natürlich nur eines, das die hohen Sicherheitanforderungen, die an ein "Rookie-Razor" gestellt werden, strengstens einhält !

Apropos individuell: ich nehme mal an, dass RM-Klingen selektiv gehärtet sind, sodass man trotz der ca. 62-64 HRC an der Schneide, am Rücken noch File works anbringen könnte.

Naja, das hat aber erstmal Zeit. Zunächst mache ich einen Ausflug nach Solingen. Und dann hoffe ich doch sehr, dass es nicht nur ein Strohfeuer wird mit der Messerrasur. Glaube ich aber nicht schließlich bin ich ja, zumindest was die Hardware betrifft, bestens vorbereitet.

Buonanotte!
 
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Diskussionsnachricht 000026
08.05.2020, 14:16 Uhr
El Gringo
registriertes Mitglied


Ich möchte da noch ein paar Gedanken allgemeiner Natur einbringen, die m. E. mindestens genauso wichtig sind wie die Auswahl des Messers, ja, vielleicht sogar noch wichtiger, weil die Wahl des richtigen Messers von Faktoren abhängt, die meistens nicht bedacht werden.

1.) Beschaffenheit des Barthaares und Dichte des Bartwuchses. Daran sollte sich ein Anfänger zunächst mal orientieren. Zwischen weichem Barthaar und spärlichem Wuchs und einer drahtigen, dichten Altmänner- oder Südländerborste, um mal die Extreme zu bemühen, liegen Welten, was für die Wahl des richtigen Messers folgerichtig von allergrößter Bedeutung ist. Ersteres wird man mit einem extrahohlen 5/8 problemlos rasieren können, bei Letzterem wird aber ein größeres Messer mit derbem oder viertelhohlem Schliff das Optimum dessen sein, womit man einen so gearteten Bart gründlich und gleichzeitig sanft rasieren kann.

2.) Zunächst geht es nur um das Erlernen der Technik und nicht um den Kauf eines Messers einer bestimmten Marke. Das unscheinbarste Messer, versehen mit einer optimalen Rasurschärfe, leistet dabei ungleich bessere Dienste als das schönste und teuerste Markenmesser, wenn dies einen Schliff hat, der nicht zum Barthaar passt. Ein Profi wird sich mit allen Schliffarten gut rasieren können, ein Anfänger jedoch ganz bestimmt nicht.

3.) Deshalb rate ich hier allen Anfängern, sich ihr erstes Messer bei BARTISTO zu kaufen. Warum? - Weil der Mann ein ausgewiesener Experte ist, schon tausende Messer geschärft und auf den Bartwuchs des Messernovizen abgestimmte (Anfänger-)Messer im Angebot hat, die, wie mir von verschiedenen Seiten versichert wurde, mit einer Top-Schärfe versehen und absolut leistbar sind. Kurz: Mit so einem Lehrmesser lässt sich die Technik am besten erlernen. Beherrscht man sie, erst dann ist m. M. n. die Zeit reif für eine individuelle Messerwahl. Und dann ist es eigentlich auch ziemlich egal, ob man sich für ein Aust, Böker, Dovo, Koraat, Revisor, Wacker oder exklusives Custom, wie sie EasyRider hier aufgelistet hat, entscheidet; denn gut sind die alle, werden ihre individuellen Stärken aber erst dann ausspielen können, wenn der, der sie führt, sich mit dem Messer gekonnt zu rasieren versteht.

4.) Dass bei den Neo-Messerern die Strohfeuer so hell lodern, hat primär damit zu tun, dass die falschen Einstiegsmesser gewählt und damit die ersten Rasuren zu mittleren Katastrophen werden! Habe mal auf "Badger & Blade" gelesen, dass 8 von 10 Anfängern innerhalb des ersten Jahres die Flinte ins Korn werfen. Wird sicher nicht nur in den USA, sondern auch hier bei uns so sein. Und die meisten der dort Befragten haben als Grund angegeben, dass sie die Messerrasur als "äußerst unangenehm" oder "nicht gründlich genug" empfunden haben. Erst an dritter Stelle kam "ist mir auf Dauer zu aufwendig". Unangenehm und nicht gründlich genug lässt sich aber auf einen Faktor zurückführen: Es wurde das falsche Messer gewählt.

Und das ist, wie ein Blick in den MH der Foren oder in die Bucht zeigt, leider viel zu oft der Fall. Schade eigentlich, denn es müsste wahrlich nicht so sein, wenn der Anfänger nach dem Prinzip "Weniger ist mehr" handelte. Ist ja ohnedies kein Dauerzustand, denn für den, der mal Blut geleckt hat, gibt es später ohnedies nur noch (quantitatives) Mehr.

Gruß,
El Gringo

Diese Nachricht wurde am 08.05.2020 um 14:40 Uhr von El Gringo editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000027
08.05.2020, 14:56 Uhr
Bergdoktor
registriertes Mitglied


@El Gringo: Kann dir nur Wort für Wort und Punkt für Punkt zustimmen!
Ich habe seinerzeit all dies nicht bedacht und mein blaues Wunder erlebt. Wie du weißt, stand ich kurz davor, die Messerrasur an den Nagel zu hängen. Das super vollhohle Wacker Jungmeister, mit dem ich angefangen habe, war für meine Tiroler Älpler-Borste das denkbar ungeeignetste Messer. Hättest du mir damals nicht zu einem Derben oder Viertelhohlem geraten, ich hätte die Messerei mit Sicherheit bleiben lassen. Deshalb auch von mir den Rat: Zunächst den eigenen Bart analysieren und danach die Messerwahl ausrichten. Gute, weil rasurbereite Messer gibt es für kleines Geld übrigens auch im MH.


Grüße vom Berg,

Martin

--
Hart Steel 6/8, Wacker Huntsman 7/8 Portland Strop, Yaklederhängeriemen made by EasyRider Pils 101NE Personna QBall Thäter 4125/5 Arko Old Spice Original
 
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Diskussionsnachricht 000028
08.05.2020, 16:47 Uhr
~EasyRider
Gast


Na ja....
Man kann alles übertreiben...
Da ist schon einiges Richtiges dabei, es werden aber auch Äpfel mit Birnen verglichen. Klar, dass ein 5/8 Extrahohles mit einem dichten, drahtigen Bart nicht so leicht fertig wird wie ein großes Derbes oder Viertelhohles. Aber bei gleicher Größe, wie schaut's da aus? Ganz anders! Also, bitte, Gleiches mit Gleichem vergleichen! Ich hab so eine drahtige, widerspenstige Südländerborste, mit der noch kein Vollhohles auch nur die geringsten Probleme gehabt hätte. Sind halt auch entsprechend groß, so 7/8 und 8/8. Ich hab auch das Wacker Jungmeister und kann mir deshalb überhaupt nicht vorstellen, dass dieses exzellente Messer mit so einer Tiroler Bergfexborste nicht fertig werden sollte. Das lag bestimmt nicht am Messer, sondern an deiner damals noch unausgereiften Technik, werter Doc. Nimm es jetzt und du wirst sehen, es rasiert dich genauso leicht wie dein viertelhohles Hart Steel. Ein Messer muss einem schon auch gefallen, sonst kommt einfach nicht die richtige Begeisterung auf! Und die halte ich fürs Durchhalten und Dabeibleiben für wichtiger als die Schliffart des Messers. Meine Meinung, andere mögen es anders sehen.

Diese Nachricht wurde am 08.05.2020 um 16:49 Uhr von EasyRider editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000029
08.05.2020, 21:19 Uhr
Bergdoktor
registriertes Mitglied


EasyRider schrieb:

Zitat:
Das lag bestimmt nicht am Messer, sondern an deiner damals noch unausgereiften Technik, werter Doc. Nimm es jetzt und du wirst sehen, es rasiert dich genauso leicht wie dein viertelhohles Hart Steel.

Schon möglich. Ich kann's aber nicht überprüfen, weil ich das Messer nicht mehr habe. Hab nur noch eins, das Hart Steel, das ich damals beim großen "Abverkauf", als ich der Messerrasur ade sagen wollte, zurückbehalten habe.
Es fehlt mir aber nichts! Bin ein überzeugter Ein-Messer-Nutzer geworden.

Wünsche Euch allen ein schönes Wochenende,
liebe Grüße vom Berg,

Martin

--
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Diskussionsnachricht 000030
08.05.2020, 22:28 Uhr
Senza-Barba
registriertes Mitglied


Soll keiner sagen, dass die Auswahl eines Rasiermessers irgendwie langweilig wäre!
Ich werde alle eure Anregungen berücksichtigen. Mein Bartwuchs liegt in etwa zwischen den genannten Extremen. Dem Milchbart-Alter bin ich seit Langem entwachsen. Heute habe einen gleichmäßigen Wuchs, ein Vollbart würde mir lückenlos im Gesicht stehen. Allerdings ist das Haar weit entfernt von drahtiger Borste.
Wie schon gesagt, ich werde demnächst mal nach Solingen fahren und hören, was mit Aust, Wacker und Co. raten und auch Kontakt zu Bartisto aufnehmen. Mit all den Infos und Ratschlägen im Gepäck wird es ganz sicher kein Fehlkauf werden.

Und EasyRider hat vollkommen recht, wenn er sagt:

Zitat:
Ein Messer muss einem schon auch gefallen, sonst kommt einfach nicht die richtige Begeisterung auf!

Form follows Function, das muss erfüllt sein, klar!
Aber schön muss es auch sein, es muss Spaß machen, man muss sich darauf freuen usw.

Denn wenn es nur darum ginge sich der Gesichtsbehaarung zu entledigen, dann gäbe es billigere, schneller und einfachere Methoden.
Die Nassrasur, wie wir sie schätzen, steht weit über diesem simplen Grundanspruch. Das ganze ist ein komplexes Ritual, es hat etwas Meditatives, man muss sich Zeit nehmen, achtsam sein, sich Geschick für die Handhabung aneignen und und und.
Das Messer ist dabei eines der zentralen Elemente, und ich finde es deshalb wichtig mir eines auszusuchen, das ebenfalls mit viel Geschick, Sorgfalt und Sinn für Ästhetik hergestellt wurde.

Dieses ganze Prozedere hier im Forum gehört doch auch schon dazu. Sich hier mit Gleichgesinnten auszutauschen, dann loszuziehen und die Handwerker aufzusuchen, mit denen persönlich zu sprechen und dann eine Wahl zu treffen.
Und im allerbesten Fall ein Ein-Messer-Nutzer zu werden, dem nichts fehlt.

Das nenne ich gelebte Lebenszeit.


ZEN oder die Kunst ein Rasiermesser zu öffnen! (oder so ähnlich)



Buonanotte!
 
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Diskussionsnachricht 000031
09.05.2020, 01:52 Uhr
Bass
registriertes Mitglied


Senza-Barba schrieb:

Zitat:
Es macht einfach Spass mal über den Zaun zu schauen und zu sehen was es alles gibt.

Ja, das macht Spaß.

Da nun viele gute Tipps von erfahrenen Messeren gekommen sind, will
nur eine Kleinigkeit hinzufügen. Vollhohl fand ich lange gut. Mittlerweile weiß ich, dass auch etwas derber gut sein kann.

Komischerweise hat das angefangen, seit ich mich täglich rasiere.
Vorher jeden dritten oder zweiten Tag.
(Anmerkung: täglich geht erst seit Messer)

Lange Rede, kurzer Inhalt, schau auch mal nach derberen Messern, halbhohl, 1/4 hohl... Und alt…
Ich habe hier betagte Messer, die mich zur Zeit richtig anmachen.

--
diverse und generell vorhanden große Ringmasse logisch Dr. Dittmar, Speick
 
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Diskussionsnachricht 000032
10.05.2020, 18:07 Uhr
~EasyRider
Gast


Bass schrieb:

Zitat:
Mittlerweile weiß ich, dass auch etwas derber gut sein kann.

Klar, bist du mittlerweile auch kein Anfänger mehr! Du scheinst schon vergessen zu haben, wie es dir zu deinen Anfangszeiten mit deinem derben Koraat erging... Du siehst, ich vergesse nichts...
Ich würde einem Anfänger jedenfalls zu keinem derben oder viertelhohlen Messer raten. So gut diese Messer für Fortgeschrittene oder alte Hasen auch sind, so wenig geeignet halte ich sie für Anfänger. Bei mir hat's lange gedauert, bis ich mich mit den Derben anfreunden konnte. Heute liebe ich sie.

Wie auch immer: Ich bin schon sehr gespannt, wofür sich Senza-Barba entscheiden wird. Ich tippe auf ein schönes Wacker...
 
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Diskussionsnachricht 000033
10.05.2020, 18:32 Uhr
Alvaro
registriertes Mitglied


Mir ging es wie EasyRidr, anfangs konnte ich derbe Messer voll vergessen.
Heute geht es, aber echte Freunde werden wir trotzdem nicht
 
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