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NassRasur.com-Forum » Sonstige Nassrasurthemen » Kreisrunder Haarausfall im Bart - Ideen? » Themenansicht

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Autor Thread - Seiten: -1-
Diskussionsnachricht 000000
12.09.2020, 12:51 Uhr
herr.wilkinson
registriertes Mitglied


Servus liebe Freunde der gründlichen Nassrasur!

Ich schreibe heute aus einem recht unangenehmen Grund. Seit 1,5 Jahren habe ich kahle Stellen im Bart. Ich war damit beim Hautarzt, der meinte es handelt sich um Alopecia barbae also kreisrunder Haarausfall im Bart. Scheint wohl eine Autoimmunerkrankung zu sein. Laut dem Arzt kann das stressbedingt auftreten, mir geht es beruflich wie privat aber so gut wie noch nie zuvor. Ein Jahr bevor es angefangen hat, hatte ich schon deutlich mehr Stress beim Abschluss des 1. Staatsexamens aber mittlerweile ist alles im Lack. Er meinte auch, das gibt sich innerhalb eines Jahres wieder.
Leider hat es sich nicht gebessert, die Stellen sind nur größer geworden. An den kahlen Stellen wachsen gaaaaanz feine, helle Härchen nach. Ich rasiere mich jeden zweiten Tag am Kopf und Hals. Selbst bei täglicher Rasur sieht man ja immer noch einen "Rasurschatten". Den Hals rasiere ich mit dem Merkur Futur auf Stufe 3 in vier Gängen, dabei einmal aus jeder Richtung damit es wirklich gründlich ist. Bringt leider nichts.
Ich dachte lange, dass es anderen nicht auffällt, dass ich kahle Stellen im Bart habe. Neulich hat mich aber ein Bekannter drauf angesprochen. Diese Woche dann die Kolleginnen auf der Arbeit. Sieht halt nicht gesund aus.
Als es angefangen hat, waren es nur zwei 2€ Stück große Stellen am Hals, mittlerweile ist es aber auch bis über den Wangenknochen in den Backenbart gewachsen. Die "Rasurkante" muss ich nach und nach immer höher ziehen und ich glaube, dass bald auch der Bart an der Backe weg muss. Habe auch schon probiert einfach alles wachsen zu lassen und die Löcher mit einem Vollbart zu verdecken, bringt nichts.
An sich ist es ja nichts lebensbedrohliches, sieht halt aber kacke aus. Mir sind mit 16-17 nach und nach die Haare am Kopf ausgefallen, erblich bedingt. Das war überhaupt kein Problem. Mit dem Langhaarschneider immer schön auf 1 mm getrimmt und gut ist. Seit ich nen Hobel habe wird der Kopf eben nass rasiert. Passt für mich und ich könnte mir nichts anderes mehr vorstellen, steht mir sehr gut und meine Frau ist mit der Kombi Glatze+Bart sehr glücklich. Meine SchwieMu ist Heilpraktikerin und hat mir Zink und linksdrehende Milchsäure empfohlen. Kostenpunkt 60€, zahlt keine Kasse und gebracht hat es nichts.
Alles in Allem ist der Leidensdruck sehr hoch. Man merkt schon, dass es den Leuten auffällt und man sieht wie die Augen zum Hals gehen wenn man sich unterhält. Ähnlich müssen sich Frauen fühlen wenn ich/wir ihnen auf die Möpse schielen Ziemlich unangenehm. Ich merke auch, wie die Leute in der Stadt oder beim Einkaufen schauen. Auf den Bildern sieht man den aktuellen Zustand von heute morgen vor der Rasur.
Lirum larum, warum der Faden? Ich wollte fragen, ob es hier jemanden mit ähnlichen Problemen und Erfahrungen gibt. Geht das wieder weg? Wie lange dauert das? Kann man es beschleunigen? Irgendwelche Geheimtipps etc?

Grüße und vielen Dank schon mal

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Merkur Futur (glanzverchromt), Merkur 23C
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Diskussionsnachricht 000001
13.09.2020, 09:51 Uhr
Stevie Hood
registriertes Mitglied


Hallo Herr Wilkinson,

ich kann aus Erfahrung sagen das es wieder weggeht. Das ist die gute Nachricht. Aber es kann wiederkommen...das ist die weniger gute.

Bei mir fing es vor fast 20 Jahren am Hinterkopf an, ich hatte da 2 Stellen mit ungefähr 6 cm Durchmesser, auf denen kein einziges Haar wuchs. Fiel optisch nicht soooo dolle auf, weil ich blond war, aber die Stellen waren da und ich wusste es.

War dann auch beim Hautarzt, der mich dahingehend beruhigte, dass es keine "richtige" Krankheit sei. Also keine organischen Probleme. Es gäbe da Mittelchen, aber das die helfen könne man nicht garantieren. Am besten würde es helfen wenn man es vergessen würde, also nicht mehr dran denken.

Leichter gesagt als getan.

Er hat mir dann so eine "Tinktur" verschrieben, die in der Apotheke angemischt werden musste.
Ich also zuhause das Zeug draufgepinselt...hat etwas gebrannt...und dazu geführt, das ich nach zwei Stunden nicht nur kahle Stellen sondern rot gefärbte kahle Stellen am Kopf hatte. Sah aus wie hochgelegte Bremsleuchten, die Haut war total gereizt und blieb auch gut drei Wochen in dem Zustand...das war echt nicht schön. Und Haare sind davon auch nicht gewachsen.

Dann fiel mir sein Ratschlag ein...nicht dran denken...schwer, wenn man dauernd das Gefühl hat, das jeder drauf starrt und sich seine Gedanken macht. Nach einigem Nachdenken...bin ich dann mit Langhaarschneider und Rasierer im Bad verschwunden...und ne halbe Stunde später war die Bowlingkugel fertig.

Das hat enorm geholfen...die kahlen Stellen waren nur noch fühlbar, weil da halt keine Stoppeln nachwuchsen, und so geriet das Ganze richtig in Vergessenheit. Nachdem Kollegen und Freunde sich an den "neuen Look" gewöhnt hatten, ich ein paar Mützen beschafft hatte und zwei mal die Woche der Schädel kahl geschoren wurde...merkte ich nach gut drei Monaten das auch am Hinterkopf wieder Stoppeln fühlbar waren.

Ich bin dem Look treu geblieben, weil's einfach praktisch ist. Habe in den Jahren immer wieder gemerkt das zwischendurch wieder kahle Stellen auftraten, die nach einer gewissen Zeit wieder verschwanden. Meist war das in stressigen Zeiten, das scheint also wirklich nen Einfluss zu haben.

Also, zusammengefasst meine Erfahrung: Einfach ignorieren. Ein Zaubermittel gibt es leider nicht.

Das ist natürlich bei dir etwas schwieriger....schwarzer Bart mit Löchern...das kann man nicht vergessen, der Kopf hat damit immer zu tun.

Ich würd wahrscheinlich letztendlich auf den Bart verzichten, zusehen das ich immer schön glatt rasiert wäre. Das erleichtert das Vergessen ganz enorm denk ich.
Und, was glaub ich auch hilft: Nicht versuchen zu verstecken. Offensiv drüber reden, wenn man das Gefühl hat, das einen jemand komisch anguckt. Wenn alle, mit denen man zu tun hat, Bescheid wissen, gibt's keinen Grund mehr für komische Blicke. ;-)

In diesem Sinne...gute Besserung, ich wünsch dir ein "dickes Fell" um mit dem Mist umgehen zu können.

--
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Diskussionsnachricht 000002
16.09.2020, 20:17 Uhr
herr.wilkinson
registriertes Mitglied


Servus Stevie,

vielen Dank für deine aufmunternden Worte. Auch wenn es schwer fällt, dann warte ich einfach. Gut zu wissen, dass irgendwelche "Mittelchen" nichts bringen. Spart Zeit, Geld und Ärger. Evtl grad ich das hier wieder aus, wenn die Situation sich gebessert hat

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Diskussionsnachricht 000003
28.09.2020, 12:37 Uhr
GoldenShave
registriertes Mitglied


Hallo Herr Wilkinson und willkommen im Club der Alopecia-Geplagten!

Ich bin neu in diesem wirklich tollen Forum (warum hab ich das nicht schon viel früher entdeckt?!) und hab mich eigentlich für eine andere Diskussion angemeldet, aber jetzt hab ich Dein Thema gesehen und will mal kurz einem Leidensgenossen antworten weil ich weiß, wie unangenehm die Sache sein kann. Ich kann Dir nur zwei Dinge sagen: Verliere Mut und Geduld nicht, das nützt gar nix (eher im Gegenteil). Und: Das wird schon wieder!

Ich kenne Dein Problem sehr gut, hatte vor fast 20 Jahren zum ersten Mal kreisrunden Haarausfall bekommen, erst am Kopf, dann im Bart. Nach dem großen Schock kam der Rasierer - und nach einem guten Jahr erst zaghaft, dann richtig auch die Haare wieder zurück, bis alles wieder beim Alten war.

Auf dem Kopf hab ich seither ziemlich Ruhe, aber der Barthaar-Ausfall schlägt durchschnittlich einmal pro Jahr für ein paar Monate zu. Aktuell hab ich zwei münzgroße Löcher im Bereich des Unterkieferknochens, die im Begriff sind, zu einem zu fusionieren. Wie Du hab ich auch starken, dunklen Bartwuchs - selbst direkt nach einer wunderbar glatten Rasur sind die haarlosen Stellen also zu sehen. Bei mir tritt das übrigens auch eher in stressfreien, ruhigen Phasen auf - mir kommt fast vor, dass es deutlich "verspätet" nach besonders herausfordernden Zeiten los geht.

Wie bei Dir wachsen aber auch schon wieder sehr dünne, helle Haare nach - das untrüglich Zeichen, dass das Ganze wieder besser wird Das wird auch bei Dir so sein, keine Sorgen: Aus dem Flaum werden mit der Zeit wieder dicke Haare, erst hell, dann immer dunkler. Wie lang das dauert, ist etwas unberechenbar. Bei mir hat es beim allerersten Mal am längsten gedauert (ein gutes Jahr), seither meist "nur" noch ein paar Monate, bis wieder alles normal ist. Dann lass ich mir immer ne zeitlang einen Vollbart stehen, um die "Wiederkehr" zu feiern - bis der Drang zur Nassrasur wieder die Oberhand gewinnt

Ich hab im Lauf der Jahre so ziemlich alles ausprobiert und kann Dir nur sagen: Es gibt keine Gegenmittel außer Akzeptanz und Geduld. Es ist eine Autoimmun-Sache, da nützt kein Pulver, keine Creme. Je selbstverständlicher man damit umgeht, desto geringer die Belastung. Klar schauen einen manche Leute genauer an, vor allem, wenn man sich nicht täglich rasiert und die Stellen offensichtlich sind. Aber was solls? Man ist ja deshalb nicht hässlicher oder unsympathischer, sondern sieht halt nicht ganz wie 0815 aus. Freunde, Familie und Kollegen kennen das irgendwann, dann wird es leichter, wenn man nicht mehr so oft gefragt wird. Ich kann Dir aber definitiv sagen: Niemand empfindet das als so schlimm wie man selbst.

Ich versuche, das beste draus zu machen. Wenn der Selbstwert zu sehr von unbeeinflussbaren Äußerlichkeiten abhängt, wird man sowieso nie glücklich. Nerven tun mich meine immer mal wieder auftauchenden Bartlöcher natürlich jedes Mal total, wenn sie wiederkommen. Aber ich seh sie auch als guten Grund, mich schamlos mit all den schönen Rasiersachen einzudecken, die mein Herz begehrt. Da hat auch meine Frau keine Gegenargumente

Wenn man einmal das richtige Setting gefunden hat und (fast) täglich eine Rasur zelebrieren kann - das hat doch was! Wäre sicher mein Leben lang nie so gut rasiert gewesen (und wahrscheinlich immer noch bei Dosenschaum und Systemie), hätte ich nicht zwangsweise ein Interesse an
Rasierkultur entwickelt.

Also Kopf hoch! Allein dass Du schon feine Härchen sehen kannst ist ein eindeutiges Zeichen, dass es wieder weggehen wird. Und bis dahin einfach noch die Rasier-Ausrüstung ausbauen
 
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Diskussionsnachricht 000004
28.09.2020, 19:05 Uhr
f10
registriertes Mitglied


Hallo herr.wilkinson,

hatte die Alopecia areata auch mit Mitte 20 am Hinterkopf - ungefähr in der Grösse einer 2-Euro-Münze.
Zu der Zeit hatte ich ne Menge Stress,Job betriebsbedingt verloren (dann nach 3 Wochen wieder eingestellt) mein Opa war gestorben (hatte mich extrem mitgenommen) und eine verschleppte Grippe (fühlte mich ständig schlapp), gepaart mit einem unglaublichen Spannungskopfschmerz (als wenn jemand einen Schraubstock um den Kopf anzieht) und zwar 24/7. Das ging über gut 3 Monate und war wirklich grausam.
Da ich zu der Zeit (also vor der Grippe) auch extrem viel Sport (u.A. regelmässig Muckibude) gemacht hatte war ich wahrscheinlich auch noch im "Übertraining".
Glaube das Cortisol (Stresshormon) eine Rolle spielen könnte.

Der Arzt hatte mich insofern beruhigt, als das er mir nach der Untersuchung sagte, die Haarfolikel seien noch da und dass sich das wahrscheinlich wieder legen würde.

Geholfen hat ein 4-Wöchiger Strandurlaub wo ich moderat Sport getrieben habe, viel an der frischen Luft, viel in der Sonne(!) und viel Schwimmen war. Danach waren erstmal die verschleppte Grippe und der Kopfschmerz weg und die Haare fingen wieder an zu spriessen. Es dauerte dann noch gut ein Jahr bis es nicht mehr sichtbar war.

Auch wenn Du dich grad nicht gestresst fühlst, bist Du vielleicht doch überlastet/an deinen Grenzen?

Also, ich würde sagen, pack den Koffer, verbring viel Zeit draussen, entspann Dich und nimm dir viel "Me-Time".

Diese Nachricht wurde am 28.09.2020 um 19:11 Uhr von f10 editiert.
 
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