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NassRasur.com-Forum » Rasierklingen und Sicherheitsrasierer » Restaurieren und Galvanisieren von alten Hobeln » Themenansicht

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Autor Thread - Seiten: -1- [ 2 ]
Diskussionsnachricht 000000
31.07.2007, 16:40 Uhr
Guilmart
registriertes Mitglied


Ich habe in der Sufu nichts befriedigendes dazu gefunden.
Und da ich vermute, dass ein paar Mitglieder bestimmt den entsprechenden handwerklichen Hintergrund mitbringen, stelle ich mal hier meine Frage:

Hat jemand hier im Forum mit Galvanisieren Erfahrung ?

Mich wundert, dass noch niemand im Forum über das Galvanisieren alter Hobel geschrieben hat ! Auch die vergoldeten Hobel von Gillette müßten sich doch so wieder verjüngen lassen !

Oder ist das technisch nicht sinnvoll ? Wenn jemand wirklich Erfahrung damit hat, würde ich mich über einen Tipp freuen.
Es gibt ja Galvanisierungssets für den Hausgebrauch. Die sind nicht wirklich teuer, wenig Volt, alles klingt machbar, aber Papier ist ja geduldig, . Wenn es ginge, wäre es eine geniale Möglichkeit der Aufarbeitung.

Ein versilberter Mulcuto... davon könnte ich gleich los träumen.

Was ich bisher im Internet gelesen habe, müßte sich z.B. ein 3 teiliger Hobel, ohne Gefährdung seiner mechanischen Funktionen (Gewinde etc.) zerlegt bei 3 Volt und max. 1-2 Amp. galvanisch behandeln lassen.
Ist ja kein so großes Teil. Aber vielleicht scheitert das ganze ja an Dingen, die ich als Laie nicht abschätzen kann.

Und auch die verstellbaren Merkur und Gillette müßten mit einem Mehraufwand dergestalt behandelbar sein. Sicherlich nur Liebhaberei, aber machen wir hier ohnehin etwas anderes ?
(Solange ich nicht auf die Idee komme, meine Personna zu vergolden, bevor ich mich rasiere...)

Vielleicht reibt sich eine so aufgetragene Schicht schnell ab. und man bekommt einen silbernen Bartschatten... ;-)

Also, wenn einer Ahnung davon hat...

Gruß

Martin

--
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Diese Nachricht wurde am 31.07.2007 um 17:32 Uhr von Guilmart editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000001
31.07.2007, 22:30 Uhr
~Barth
Gast


Naja besser als ein Silberblick nun zur Sache : Ich finde das ne gute Idee ,habe aber selber keinen blassen davon , allerdings stieß ich vor einiger Zeit in den Tiefen des www auf ein Galvanisierforum - aber da war noch net viel los ,schien neu zu sein, guckst du hier :www.galvano-atelier.xail.net/
Diese Nachricht wurde am 31.07.2007 um 22:31 Uhr von Barth editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000002
01.08.2007, 09:42 Uhr
Bartagame
registriertes Mitglied


Hallo zusammen,
Das Problem bei den Hobeln, ist vermutlich die Vorbereitung bzw. Grundierung, so dass die Versilberung, etc. auch hält. Es gibt Galvanisiergeräte die ca die Größe einer Kaffeemaschine haben. Aber man braucht mehrere Bäder, vor der eigentlichen Galvanisiererrei.

Das nächste Problem wäre wohl die Entsorgung der verbrauchten Schwermetalllösungen. Nichts unmögliches, aber für einen oder auch für 10 Hobel... ich weiß nicht. Aber vielleicht können verschiedene Goldschmiede da weiterhelfen.
Grüßgen Jo
 
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Diskussionsnachricht 000003
01.08.2007, 10:55 Uhr
moviemaniac
registriertes Mitglied


Entsorgung der Schwermetallösungen wäre kein Problem - ab damit ins Altstoffsammelzentrum und die Sache ist erledigt.

Das größere Problem wäre - wie Bartagame auch schon sagte - die Vorbereitung. Der Hobel müsste optimalerweise gesandstrahlt und danach auf der Schwabbelscheibe poliert werden - und das kann durch den entstehenden Materialabtrag schon mal die Rasureigenschaften verändern. Außerdem ist Sandstrahlen teuer und das kann man kaum sinnvoll daheim bei sich selber machen.
 
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Diskussionsnachricht 000004
01.08.2007, 16:00 Uhr
Guilmart
registriertes Mitglied


Also, bisher kam heraus:
- Goldschmiede könnten sich damit auskennen.
Da weiß ich schon mal, wo ich nachfragen kann.

- Schwermetallösungen ins Sammelzentrum... klingt einfach. Die Lösungen könnte man ja vielleicht auch sammeln, bis sich eine Entsorgung lohnt.

- Vorbereitung: Sandstrahlen und Schwabbeln ist viel Aufwand und die Sache mit der möglichen Veränderung der Rasureigenschaften stimmt nachdenklich.
Vielleicht reicht ja ein Bad in Salzsäure aus ? Habe mal gelesen, dass man alte Beschichtungen so entfernen könnte.

@bartagame: Galvanisiergeräte von der Größe einer Kaffeemaschine - hast du da ein Foto/Infos zu ? Und sind das Geräte, die die Grenzen der Liebhaberei nicht sprengen ?

Ich hatte in meiner Naivität an eine Schale mit Elektroden, vielleicht ein Labornetzgerät gedacht und maximal an einen Aufsatz, der während der Galvanisierung die Teile im Bad dreht.

--
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Diskussionsnachricht 000005
01.08.2007, 16:42 Uhr
Bartagame
registriertes Mitglied


Hallo,
ja also, in einem früheren Leben war ich mal Zahntechniker, vielleicht bin ich immer noch einer und wurde von einer bösen/guten Fee zum nassrasierenden Geographen verwandelt....

Zahntechniker verwenden eben diese kleinen Galvanogeräte um Hütchen aus möglichst reinem Gold herzustellen. Hier ein Bild eines der Geräte. (Dies ist keine Werbung, auch keine Empfehlung eines besonders guten oder günstigen Gerätes, meine Erfahrungen sind nun ca. 5 Jahre alt, und mir fällt nur noch der eine Hersteller ein)
Gerät von Wieland Dental

Was moviemaniac sagt muss auch bedacht werden. Sandstrahlen können ebenfalls die guten Zahnis (es gibt Glasperlen, tragen nur minimal Material ab, und ergeben mit Sicherheit eine bessere Oberfläche als Korundstrahlmittel).

Allerdings vermute ich, dass sich diese Geräte vermutlich nur bedingt zum galvanischen versilbern eines Hobels eigenen, denn sie sind nach meinem Wissen nur für Gold ausgelegt, und ich weiß nicht ob es dafür auch andere Bäder gibt. Außerdem wird damit nicht vergoldet, sondern es wird eine richtiges ...Objekt damit gemacht, d.h. diese Geräte tragen eine richtige Materialschicht auf, mehrere 1/10 mm.

Ich hoffe ich konnte helfen, vielleicht könne aber Goldschmiede, oder eben ein Dentallabor aktuellere Infos geben als ich.

Die Haltbarkeit einer Verslilberung halte ich durchaus für brauchbar und
auch einigermasen pH-beständig. Denn in Blechblasinstrumenten werden die Züge (das Teil bei einer Posaune) oft auch versilbert, und es hält sich ganz gut gegen den Speichel da drinn. ???

Diese Nachricht wurde am 01.08.2007 um 16:53 Uhr von Bartagame editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000006
01.08.2007, 20:16 Uhr
lagavulin
registriertes Mitglied


Bei Silber und Gold reicht tatsächlich eine ganz simple Wanne mit Elektroden und ein Netzgerät.
Als Vorbereitung muss der Hobel aber gut entfettet und poliert werden.

Wenn der Hobel eloxiert ist, muss erst die Oberfläche entfernt werden. Genauso lassen sich Edelstahl oder Chrom nicht direkt mit Silber galvanisieren und müssen erst einmal vernickelt werden.

Kauf das Elektroly aber auf keinen Fall bei Conrad und Co, sondern hol dir was anständiges wie z.B. von Wieland. Da bekommst du wenigstens ne leckere Cyanidbrühe mit anständig Silbergehalt.
 
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Diskussionsnachricht 000007
02.08.2007, 00:41 Uhr
Guilmart
registriertes Mitglied


Huuuuu.... Cyanidbrühe.....
ich bin doch Laie... und wollte nach der Galvanisierung noch lange genug leben, um mich danach noch wenigstens ein letztes Mal mit meinem frischvergoldeten Hobel zu rasieren.

Ich habe inzwischen gelesen, dass viele einem Laien von Cyanidbädern abraten. Es sei denn, sie haben eine Schulung in Bezug auf die Verwendung von Cyanid erhalten.
Und genau aus diesem Grund wurde dort zu Conrads E-lyten geraten: nicht ganz so gut, aber man überlebts unbeschadet.


Die Maschine habe ich mir angeschaut. Die sieht gut aus. Wie mein Kaffeeautomat. Wenn ich da auf den Knopf drücke, kommt Kaffee raus.
Das gleiche beim Versilbern könnte mir auch gefallen.

--
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Diskussionsnachricht 000008
02.08.2007, 08:38 Uhr
Bartagame
registriertes Mitglied


Cyanid ist die einzige brauchbare Möglichkeit diese Metalle in Lösung zu halten und sie dann per elektrischen Strom galvanisch aufzutragen.
Du musst prinzipiell nur aufpassen, das Bad immer gut abzudecken. Es dürfen keine Säuren an das Bad kommen, dann wird das Cyanid frei. Als Säure reicht schon wenn sich genug CO2 aus der Luft darin löst.
Deshalb das bad immer abdecken, und gut gelüftet stehen lassen. - Immer gut gelüftet stehen lassen, nicht nur wenn jemend im Raum ist! dann kann eigentlich nichts passieren.
Weitere Infos zur Sicherheit gibt es sicherlich vom Händler.

Diese Nachricht wurde am 02.08.2007 um 08:45 Uhr von Bartagame editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000009
02.08.2007, 10:56 Uhr
wuschelohr
registriertes Mitglied


Moin,

von dem Conrad-Mist kann ich nur entschieden abraten, das ist ein Gasanzündergehäuse mit einem zurechtgeschnittenen Spültuch (wirklich!) von einer Qualität wie aus einer Hinterhofwerkstatt. Da canyidfrei, taugt die Versilberung auch nur für zehnmaliges Anfassen. Die Vergoldung ist haltbarer, greift sich aber auch leicht ab.
Messing mit Salzsäure zur behandeln ist so eine Sache, da sich an der Oberfläche das Zink verabschiedet, wenn sie nur konzentriert genug ist. Kupfer, Silber Gold und Chrom werden nicht angegriffen, daher ist der Nutzwert gering. Das einzige, was Messing wieder schön macht ist Citronensäue in Kombination mit Maleinsäure (Entkalker für Kaffeeautomaten) oder spezielle saure "Entkalker" mit Korrosionsinhibitoren (gibt's nur im Profibereich).

Wir wäre es denn mit Chemisch-Nickel (geht ohne Strom, ist nur krebserregend, wenn es getrunken wird oder auf die Haut kommt, die Reste können mit Stahlwolle deaktiviert werden)?

--
...wenn's Alter kommt, schwinden die Haare auf dem Kopf, dafür sprießen Sie aus Nase und Ohren...

VISIONshavetteMerkurMühle Silberspitz 21 mmMühle Mandel proraso gelB Rh+NEIN, denn nur die Harten komm'n in'en Garten

Diese Nachricht wurde am 02.08.2007 um 11:32 Uhr von wuschelohr editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000010
02.08.2007, 11:22 Uhr
dailysoap
registriertes Mitglied


Guilmart schrieb:

Zitat:
Huuuuu.... Cyanidbrühe.....
ich bin doch Laie... und wollte nach der Galvanisierung noch lange genug leben, um mich danach noch wenigstens ein letztes Mal mit meinem frischvergoldeten Hobel zu rasieren.
(...)

Cyanid! Man sollte die Stäube von Kaliumcyanid (KCN) nicht einatmen und bei Lösungen Schutzhandschuhe tragen, da das Gift über die Haut aufgenommen werden kann.
Keinesfalls dürfen Säuren in das Cyanidbad gelangen, weil dann Blausäure-Gas freigesetzt wird.
Schon um die 200 mg - 300 mg KCN eingenommen (manchmal liest man auch 140 mg) wirken tödlich. Im Magen entsteht Blausäure, die zur inneren Erstickung (Atemlähmung) führt.
Der oft in Filmen gezeigte Sekundentod nach dem Biß auf die berühmte Cyanidkapsel dürfte eher zu den Märchen gehören. Im Film hat man eben nicht genug Zeit.
Es wird berichtet, dass der Tod in wenigen Minuten eintritt, aber es ist auch vom qualvollen Tod die Rede, der nach einer Dauer von 10 min bis 30 min eintreten kann. Wahrscheinlich wird man jedoch innerhalb von Minuten bewusstlos.
Es ist also sicher nützlich über die Giftigkeit dieser Substanz und den richtigen Umgang mit den Lösungen Bescheid zu wissen - damit man vom frischvergoldeten Hobel auch noch etwas hat.

Diese Nachricht wurde am 02.08.2007 um 11:24 Uhr von dailysoap editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000011
02.08.2007, 11:44 Uhr
Platzger
registriertes Mitglied


wäre es denn möglich, einen verchromten Hobel zu vernickeln?
 
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Diskussionsnachricht 000012
02.08.2007, 12:27 Uhr
harrykoeln
registriertes Mitglied


microlisk warnte: (völlig zurecht)

Zitat:
Cyanid! Man sollte die Stäube von Kaliumcyanid (KCN) nicht einatmen und bei Lösungen Schutzhandschuhe tragen, da das Gift über die Haut aufgenommen werden kann.

Leute - passt mit den Cyaniden auf - da ist nicht mit zu spaßen. Als gelernter Laborant (ich hab in der Sonderabfallbeseitigung gearbeitet) hab ich im Umgang mit Giften dieser Stärke schon Pferde schon vor der sprichwörtlichen Apotheke kotzen sehen. Ich kann vor dem Umgang nur warnen und - wenn es denn sein muss - zu entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen raten. Solange die Cyanidlösung im neutralen bis basischen pH-Bereich ist und ihr sie nicht sauft ist alles Tacko! Wenns auch nur sanft sauer wird - der pH also gegen 1 geht - wirds LEBENSGEFÄHRLICH! DAS MUSS KLAR SEIN! Die Blausäure wird durch nahezu jede andere Säure - sogar durch Sprudelwasser - aus der Lösung als Gas ausgetrieben. An dem bittermandelartigen Geruch ist sie zwar zu erkennen doch Vorsicht ist geboten!
In eigenem Interesse: arbeitet mit entsprechender Atemschutzmaske (sooo teuer sind die nicht im Baumarkt), dichtschließende Schutzbrille(! ganz wichtig weil sich austretendes Cyanidgas in der Tränenflüssigkeit lösen kann) und Gummihandschuhen.
Ich kann vor dem Umgang nicht genug warnen! Übrigens richten die Amis ihre schweren Jungs in der Gaskammer mit Cyanidgas hin! Da werden NaCN (Natriumcyanid)-Kugeln in schwefelige Säure (nicht Schwefelsaüre) getaucht. Diesen Todeskampf der Delinquenten wollt ihr nicht wirklich sehen. Erahnen könnt ihr ihn in "Die Kammer". Gene Hackman spielt das gar nicht mal schlecht! Die CN-Ionen blockieren die Sauerstoffübertragung im Blut. Du kannst zwar atmen also Luft in die Lungen pumpen, erstickst aber innerlich, weil kein Sauersoff in den Zellen ankommt. Daher ist Cyanid nicht nur ein Blut-, sondern auch ein Zellgift! Und zwar ein sehr starkes!
Passt mit dem Zeug auf - ich kann es nicht oft genug erwähnen.
BTW - Ich kann von berufs wegen mit dem Zeug umgehen und meide es, wie der Teufel das Kruzifix! Ohne vorbeschriebene Schutzmaßnahmen und arbeiten im Freien oder unterm Abzug würd ich es nicht anpacken!

--
Greetinx aus Köln
Harry

Erst wägen, dann wagen - erst denken, dann sagen!

Diese Nachricht wurde am 02.08.2007 um 12:33 Uhr von harrykoeln editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000013
02.08.2007, 13:17 Uhr
Bartagame
registriertes Mitglied


Hallo,
beim Beobachten des Threads ist mir nun auch aufgefallen, dass sich meine Formulierung über die Gefährlichkeit der Cyanidlösung sehr lässig liest. Das lag nicht in meiner Absicht!

Der Hinweis auf Vorsicht von harrykoeln ist sehr ernst zu nehmen! Mit dem Hinweis auf seine Tätigkeit, ist mir das Referenz genug.

harrykoeln schrieb:

Zitat:
Passt mit dem Zeug auf - ich kann es nicht oft genug erwähnen.
BTW - Ich kann von berufs wegen mit dem Zeug umgehen und meide es, wie der Teufel das Kruzifix! Ohne vorbeschriebene Schutzmaßnahmen und arbeiten im Freien oder unterm Abzug würd ich es nicht anpacken!

Praktische Informationen zu solch einem Verfahrensweg sollte man sich vielleicht nicht in einem Nassrasierforum zusammensuchen. Dafür gibts Fachleute und auch Fachforen.
Für Heimwerker gibts Conrad, die Qualität ist vermutlich nicht professionell.

@ Guilmart:
Ich würde das von jemandem machen lassen, und nicht selbst rumbrockeln.

Grüße

Diese Nachricht wurde am 02.08.2007 um 13:19 Uhr von Bartagame editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000014
02.08.2007, 22:00 Uhr
Bartagame
registriertes Mitglied


@ Platzger:
Vermutlich ist alles möglich, die Frage ist doch der Aufwand.
Das Chrom müsste zuvor runter, dann die Oberfläche bearbeiten, dann wieder mit Nickel beschichten. Und dass nur, weil dann die Oberfläche minimal anders aussieht?

Gruß Jo

Diese Nachricht wurde am 02.08.2007 um 22:00 Uhr von Bartagame editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000015
03.08.2007, 01:15 Uhr
Guilmart
registriertes Mitglied


Ich hatte ja gestern abend schon den Link zum Galvanisierforum verfolgt. Leider ist das Forum nicht halb so aktiv wie diese geniale Gemeinschaft. Aber da hat auch ein alter Hase ziemlich eindringlich und ausführlich vor dem Cyanid gewarnt.

Ich werde nach allem gewiß nicht mich selbst überschätzen und versuchen herauszufinden, ob ich blausäureresistent bin. (Habe auch nur eine Halbmaske und keine Vollmaske zur Verfügung.)

Wenn, dann werde ich einen alten ausgedienten Hobel einmal in ein kleines Bad von Conrad legen und den entsprechenden Strom durchjagen.
Diese Sachen kosten ja nicht die Welt. Die Tamponmethode mit dem Schwämmchen hatte ich nicht vor. Die überfordert meine Geduld.

Wenns nix wird, bin ich schlauer und ihr habt ein paar Fotos und einen Bericht mehr.

Vorher muß ich aber noch meine Hobelablage aus Eucalyptusholz bauen.

--
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Diese Nachricht wurde am 03.08.2007 um 01:17 Uhr von Guilmart editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000016
03.08.2007, 09:39 Uhr
moviemaniac
registriertes Mitglied


Viel Glück, Guilmart! Wenn es funktioniert, dann könnte es sein, dass ich es auch an einem meiner Hobel versuchen werde.
Einen Tipp noch: Hol' dir doch einen billigen, verschlissenen Hobel aus der Bucht - da gibt es oft welche, die unansehnlich aussehen, aber technisch noch 1a sind - daran kannst du dich ja mal versuchen. Man muss ja nicht gleich am teuersten Stück seine Versuche starten
 
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Diskussionsnachricht 000017
01.10.2007, 17:22 Uhr
slartibartfass
registriertes Mitglied


Hallo Ihr alle,

ich möchte nicht unhöflich sein, aber als Galvaniseur würde ich Euch einfach den Rat geben, den zu versilbernden Hobel in eine Galvanik zu geben. Neben der (ziemlich extremen) Giftigkeit von Cyanid-Lösungen werden beim sogenannten "Glanzversilbern" in der Regel auch noch eine vorherige Kupferschicht aufgetragen. Diese wird vor dem Versilbern auf Hochglanz poliert und anschließend versilbert. Handelt es sich, um ein eloxiertes (= elektrolytische Oxidation von Aluminium) Aluminiumteil, sollte derjenige ganz die Finger davon lassen, da Aluminium (noch schlimmer Magnesium) ein sehr unedles Metall ist und nach dem Ablösen der Eloxal-Schicht in sekundenschnelle mit dem Luftsauerstoff reagiert, um eine neue Oxidschicht zu bilden. Aluminium ist als Metall "amphoter", d.h. es reagiert mit Säuren und auch mit Basen. Als wenn das nicht noch schon schlimm genug wäre, enthält Aluminium - immer - auch Silicium, welches sich bei jeder chemischen Reinigung als schwarzer schmieriger Niederschlag auf der "gesäuberten" Oberfläche bildet (auch bei Rein- und Reinstaluminium 99,999 % Al-Gehalt). Dieser muss mit einer Salpetersäure- / Flusssäuremischung entfernt werden. Diese ist selbst stark giftig und bildet bei Verätzungen schlecht heilenden Wunden... ach ja, Glas und Porzellan greift diese Mixtur auch an...

(bei allen Metallen
Daneben muss vor einer Elektroyse das Werkstück ABSOLUT fettfrei (von Rost und ähnlichen Oxiden natürlich auch) sein. Hier hilft das kathodische Säubern mittels einer (fast) kochenden Ätznatronlauge mit speziellen Tensiden... Bei den meisten Metallen müssen diese noch in einer verdünnten Salzsäurelösung für ein paar Sekunden eingetaucht werden.

Die Werkstücke dürfen während der diversen Vorgänge nicht angefasst werden (Fettrückstände - Fingerabdrücke) und müssen zwischen den Vorgängen gut gespült werden. Dies gilt erst recht beim Einsatz von Cyanid-Lösungen, da z.B. Salzsäurereste in einem Werkstück in einer Silbercyanidlösung die sofortige Bildung von Blausäure zur Folge hat, die - im Gegensatz von Cyankali - schon bei 800 Mikrogramm (0,8 mg) tödlich ist. Da in industriell benutzter Silbercyanidlösungen ca. 140 Gramm/Liter Kaliumcyanid enthalten ist, kann man mit einem Liter - bei fataler Fehlanwendung - einen ganzen Wohnblock entvölkern.

Die bei Conrad & Co. verkauften "Galvanik-Produkte" mögen vielleicht funktionieren, ob die so gebildete Silberschicht allerdings nicht abblättert, kann ich nicht beurteilen (ich hab's nicht ausprobiert) - dies hängt wie oben erwähnt, eigentlich mit der Vorbehandlung ab, die in den Sets - wenn ich mich erinnere - nie enthalten ist.

Für alle Experimentierfreudigen möchte ich nur ans Herz legen, dass die "normalen" (also industriellen) Galvanikprodukte wirklich schlimme Chemikalien sind. Die vielen zum Einsatz kommenden verschiedenen Chemikalien, die gleichzeitig giftig, ätzend und schlecht lagerbar sind, machen das Galvanisieren so gefährlich. Beim Galvanisieren müssen Temperatur, eine konstante Bewegung des Elektrolyts und die richtige Stromstärke (pro Fläche) eingehalten werden.

Viel Spaß

Slartibartfass
 
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Diskussionsnachricht 000018
05.10.2015, 01:03 Uhr
~emge27
Gast


Ich weiß, der Strang ist alt, aber ich habe den Eindruck, dass es hier lieber gesehen wird, zu alten Themen nicht einen neuen Strang zu eröffnen, deshalb mache ich hier weiter.

Meine Frage: Hat jemand Erfahrungen damit, alte Hobel galvanisieren zu lassen? Ich habe mir zwei alte Gillette-Hobel bei Ebay ersteigert, sie sind noch nicht da, aber ich würde die gerne vernickeln (oder alternativ, wenn das realistisch ist, verchromen) lassen.

Wer könnte das machen? Wie im vorherigen Beitrag erwähnt würde ich ihn gerne "in eine Galvanik geben", aber ich glaube nicht, dass es bei uns um die Ecke eine gibt. Ich habe auch den Verdacht, dass die meisten solchen Unternehmen nur industrielle Aufträge und nicht so Kleckerprivatkundenzeug machen. Oder weiß jemand, ob Uhrmacher oder Juweliere Rasierhobel vernickeln können?

Diese Nachricht wurde am 05.10.2015 um 01:04 Uhr von emge27 editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000019
05.10.2015, 02:34 Uhr
~Inselgrün
Gast


Razor Emporium, Phoenix/AZ (USA)
 
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Diskussionsnachricht 000020
05.10.2015, 07:57 Uhr
~Andi38
Gast


slartibartfass schrieb:

Zitat:
Für alle Experimentierfreudigen möchte ich nur ans Herz legen, dass die "normalen" (also industriellen) Galvanikprodukte wirklich schlimme Chemikalien sind.

Genau das ist der Grund, warum es nur noch sehr wenige Galvanisierbetriebe gibt. Die Umweltauflagen sind so streng, dass solch ein Betrieb kaum noch profitabel sein kann.

Mein Vorschlag: die Rasierer so lassen wie sie sind. Sie sind alt und können deshalb auch so aussehen - rasieren kann man sich damit trotzdem.

Viele Grüße,
Andi
 
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Diskussionsnachricht 000021
05.10.2015, 10:09 Uhr
~emge27
Gast


Inselgrün schrieb:

Zitat:
Razor Emporium, Phoenix/AZ (USA)

Hast Du da Erfahrungen? Ich frage mich vor allem, wie man das mit dem Zoll macht, damit man nicht in den USA und bei der Wiedereinfuhr auch noch in Deutschland Zoll/Einfuhrumsatzsteuer zahlen muss.

Wenn es irgendwie in Deutschland oder der EU möglich wäre, fände ich das schon sehr viel einfacher, zumal wegen der Versandkosten.
 
(Gast) Zitatantwort || Editieren || Löschen
Diskussionsnachricht 000022
05.10.2015, 10:19 Uhr
troutmaskreplica
registriertes Mitglied


www.gerundt-polierbetrieb.de/beispiele/
www.gerundt-polierbetrieb.de/leistungen/
 
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Diskussionsnachricht 000023
05.10.2015, 10:34 Uhr
Elbe
registriertes Mitglied


Laß bloß die Finger von RazorEmporium! Das sind zwei Nerds, die sich aufs Rhodinieren spezialisiert haben und wohl leider völlig chaotisch organisiert sind. Jedenfalls finden sich einige wütende Einträge in Foren, daß die die zur Aufarbeitung übergebenen Hobel verbummelt hätten. Oder daß es ewig dauerte, (6 Monate und mehr!) bevor der Auftrag ausgeführt wurde.

Was sind das denn für Hobel? Bei einem millionenfach gefertigten Tech stehen die Kosten fürs Rhodinieren in keinem Verhältnis zum Wert, bei einem sehr seltenen Toggle sieht die Welt anders aus.

Einfaches Vernickeln oder Verchromen machen in Deutschland ansässige Galvanisierbetriebe. In den Gelben Seiten oder bei Google nach „Galvanisierbetrieb“ suchen. Viele nehmen auch kleine Aufträge von Privatpersonen an. Ich hab als Beispiel mal wahllos einen ausgesucht: www.schroeder-galvanik.de

Wobei ich auch der Meinung bin, daß so ein 80 oder 90 Jahre altes Schätzchen durch Patina nur gewinnt und frisch verchromt eher seelenlos ist.
 
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Diskussionsnachricht 000024
05.10.2015, 10:44 Uhr
~emge27
Gast


Vielen Dank für die hilfreichen Hinweise.

Es ist ein alter Gillette New Type und ein 40er-Jahre Super Speed in miesem Zustand, auf den ich im Zustand geistiger Umnachtung geboten haben muss. Ich fände es schon schön und auch etwas appetitlicher, wenn die wieder vernickelt und fast wie ursprünglich aussehen. Vor allem fände ich die Verwandlung von vergammelt aussehenden Hobeln zu glänzenden gut erhaltenen spannend.

Ob sich das lohnt, hängt natürlich von den Kosten ab. Gut möglich, dass es darauf hinausläuft, dass ich gar nichts machen lasse, aber ich will vorher meine Optionen kennen.
 
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