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NassRasur.com-Forum » Rasierklingen und Sicherheitsrasierer » welche Hobel gab es in Deutschland zwischen 1933-1945? » Themenansicht

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Autor Thread - Seiten: [ 1 ] -2-
Diskussionsnachricht 000025
21.09.2007, 21:39 Uhr
Bartagame
registriertes Mitglied


<°)))><
 
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Diskussionsnachricht 000026
21.09.2007, 21:44 Uhr
ratzenfratze
registriertes Mitglied


(Moderation: s.o.)
Diese Nachricht wurde am 22.09.2007 um 02:31 Uhr von Christian editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000027
21.09.2007, 22:00 Uhr
Schaumig
registriertes Mitglied


(Moderation: OT geloescht)
Diese Nachricht wurde am 22.09.2007 um 02:31 Uhr von Christian editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000028
21.09.2007, 23:10 Uhr
ratzenfratze
registriertes Mitglied


(Moderation: OT geloescht)
Diese Nachricht wurde am 22.09.2007 um 02:32 Uhr von Christian editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000029
22.09.2007, 08:34 Uhr
~TomH
Gast


(Moderation: OT geloescht)
Diese Nachricht wurde am 22.09.2007 um 09:43 Uhr von Christian editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000030
22.09.2007, 09:41 Uhr
ratzenfratze
registriertes Mitglied


Leute,

bitte lasst uns in diesem Thread ab sofort nur noch sachdienliche Beiträge schreiben! Damit ist Jedem, den es interessiert, geholfen.

Andere brauchen den Thread ja nicht zu lesen.....

schönes WoEn
 
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Diskussionsnachricht 000031
22.09.2007, 10:05 Uhr
Bruder Tom
registriertes Mitglied


(Moderation: OT geloescht)
Diese Nachricht wurde am 22.09.2007 um 10:15 Uhr von Christian editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000032
22.09.2007, 11:50 Uhr
John Galt
registriertes Mitglied


Der Grund ist ein einfacher: Nur bei einem glattrasierten Gesicht ist die Gasmaske (heute ABC-Schutzmaske) auch wirklich dicht.

Das hat man allen als Begründung gesagt. Die Wahrheit dürfte aber sein, daß die Armee einfach Läusen und anderem Ungeziefer beikommen wollte. Vor dem 1. Weltkrieg war Amerika quasi ein Land der Bärtigen. Vor allem Hinterwäldler die einberufen wurden, hatten starke Bärte (und starken Haarwuchs).

Nach dem siegreichen Krieg war dann der Clean Shaven-Look in, sowie der Crewcut.

--
Ich liebe den Geruch von Rasierschaum am Morgen.
 
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Diskussionsnachricht 000033
22.09.2007, 12:17 Uhr
Alfred
registriertes Mitglied


Das mit den Läusen und Flöhen stimmt sicher, das mit der Gasmaske allerdings auch - Schnurrbärte sind ja erlaubt, weil sie die Funktion der Gasmaske nicht behindern.

Ein weiterer Aspekt ist natürlich der eingeschränkte Welthandel und natürlich die Rasur unter erschwerten Bedingungen.

Wieso diese Epoche wirklich interessant sein dürfte, liegt wohl auch in der Verbreitung der Seifenspalt-Hobel - könnte mir gut vorstellen, dass diese Innovation ihren Durchbruch dem zweiten Weltkrieg verdankt.

Wobei mich natürlich die Phase danach noch mehr interessiert, aber das wohl nicht ganz losgelöst zu betrachten ist.

Ich schweife jetzt etwas ab, versuche es aber damit zu veranschaulichen: In weiten Teilen hat die Technik mit dem zweiten Weltkrieg einen Innovationsschub erfahren, weil im Krieg und vor dem Krieg technische Entwicklungen verstärkt betrieben wurden und auch gesellschaftlich eine große Bedeutung hatten. Das betrifft auch die zivile Technik, aber mitunter halt mit Zeitversatz.

Ein besonders markantes Datum gab es da schon vor dem Krieg, nämlich die Olympischen Spiele in Berlin, die ja offenbar eine gewaltige Leistungsschau waren. Ich denke da jetzt beispielsweise an das berühmte 300-er Zeiss-Tele-Objektiv (quasi das erste leichte Teleobjektiv), oder an das erste Automobil mit selbsttragender Karosserie (Opel Olympia). Diese Bauweise hat sich rasch durchgesetzt, gilt aber als die übliche Bauweise der Nachkriegszeit, auch wenn sie bereits 1936 präsentiert wurde. Kurios, dass just der VW Käfer auch nach dem Krieg auf Rahmenbauweise setzte (dessen Wurzeln liegen allerdings vor 1930, vielmehr sogar 1925, denn die Basis stammt ja nicht von Porsche, sondern vom späteren Mercedes-Konstrukteur Béla Barényi) bzw. ein Welterfolg wurde, während z.B. der Renault 4CV (Entwicklung ab 1942) bereits über diese Innovation verfügte. (Immerhin behauptet die Legende, der stammt aus der Feder des sich in Kriegsgefangenschaft befindlichen Ferdinand Porsche).


DESHALB MEINE FRAGEN
So einen "Bruch" orte ich auch in Sachen Rasur
Könnte man sagen, mit dem 1. Weltkrieg - Gillette - US-Soldaten - haben sich die Hobel (Zahnkamm) und der Palmolive Stick durchgesetzt, und mit dem zweiten Weltkrieg die Seifenspalt-Hobel?
Und falls das halbwegs richtig ist, kamen die Innovationen eher aus Deutschland oder eher aus den USA (oder beiden) - und war der Merkur 34 der erste Seifenspalt-Rasierer, und liegt darin der Aufstieg der Merkur-Produkte begründet (umsonst ist man ja nicht der letzte Überlebende)?

--
Verfallen der göttlichen I Coloniali Mango - Lieblingshobel: Toggle und Merkur Progress, 37 und Reiserasierer

Diese Nachricht wurde am 22.09.2007 um 12:42 Uhr von Alfred editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000034
22.09.2007, 13:24 Uhr
John Galt
registriertes Mitglied


Von den Engländern ist zumindest bekannt, daß sie sich

Zitat:
Oder z.B.: Wie haben sich Soldaten an der Ostfront rasiert? Die hatten ja bestimmt andere Sorgen, als wie man sich bei -40°C Wasser für den Rasierschaum besorgt....

Höhere Offiziere hatten sicher weniger Probleme, heisses Wasser zu bekommen.
Was normale Soldaten im Winter angeht: Wenn man Herrn Schick glauben darf, war rasieren bei Temperaturen unter Null eine wahre Tortur und kaum möglich.
Ist aber wirklich interessant, daß es über dieses Thema kaum Informationen gibt. Ich sollte mal bei Gelegenheit ein paar Herren dazu befragen.

--
Ich liebe den Geruch von Rasierschaum am Morgen.
 
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Diskussionsnachricht 000035
22.09.2007, 13:58 Uhr
Christian
Moderator


John Galt schrieb:

Zitat:
Der Grund ist ein einfacher: Nur bei einem glattrasierten Gesicht ist die Gasmaske (heute ABC-Schutzmaske) auch wirklich dicht.

Jein. Auch ein bisschen stoppelig schadet nicht. Die Auflageflaeche des Gummis ist ja entsprechend breit. Nur zu lang sollte es nicht sein. Die Gruendlichkeit eines Langhaarschneiders, reicht da vollkommen aus.

Wobei ich hier nur fuer die Pressluftatmer von Feuerwehr und Katastophenschutz sprechen kann. Antike Schutzmasken hatte ich noch nicht in der Hand.

Wobei ich das Tragen einer solchen Maske auf frischrasierter Haut schon ziemlich unangenehm finde. Also vor den geplanten Uebungen verzichte ich dann immer auf die Rasur.

Zur Frage der Verbreitung von bestimmten Hobeln ...

Ich meine mich erinnern zu koennen, dass zumindest in einigen Laendern das Rasurequipment dienstlich geliefert wurde. Das wuerde Wechselphaenomene erklaeren. Wobei ich nicht verlaesslich sagen kann, was wo und wann in der Standardausruestung enthalten war.

Heute liegen dem Begruessungspaket der Mannschaftsheime Gillettes aktuellste Modelle bei. Heute wie damals ein sehr geschickter Zug

Gruß,
Christian

--
"'Multiple exclamation marks [...] are a sure sign of a diseased mind." Terry Pratchett in "Eric"

Diese Nachricht wurde am 22.09.2007 um 13:58 Uhr von Christian editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000036
22.09.2007, 16:58 Uhr
In-Spektor
registriertes Mitglied


Hallo,
das angesprochenes Thema könnte politisch klingen, ist aber vielmehr historisch.
Ich denke, dass man dabei unpolitisch und sachlich bleiben sollte.
Diese Frage (die Nassrasur bei der Deutschen und auch bei den Alliierten) hat mich, obwohl ich Gillette-Sammler bin, auch beschäftigt. Und nur aus dem Grund, da das immerhin ein Teil der Nassrasur-Geschichte ist.
Zum Thema "deutscher Nassrasierer" kann ich nur folgendes sagen - es waren definitiv keine von Gillette.
Mit den Gillette’s waren sowohl im WK I als auch WK II nur die Amerikaner und die Alliierte beliefert. Im WK I waren es die "Service Set" in verschiedenen Ausführungen und im WK II die "Tech". Und mit diesen Aufträgen ist Fa. Gillette eigentlich groß geworden.
Ich bezweifle auch, dass es dabei um die Fa. Rotbart handeln könnte. Rotbart ist doch ein amerikanischer Hersteller.

Übrigens waren die Tech's nicht speziell für die Soldatenausrüstung entwickelt, diese Rasierer waren schon vor dem Krieg im Jahre 1939 eingeführt (in 1938 test marketing).
Die Herstellung von Tech-Rasiereren war einfach zu diesem Zweck günstiger.

Rein theoretisch ist folgende Frage angebracht - wie waren die Rasierer für die deutschen Soldaten gestempelt?

GILLETTE AND MORE
 
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Diskussionsnachricht 000037
22.09.2007, 17:16 Uhr
Alfred
registriertes Mitglied


Hallo Inspector:
Da habe ich zwei Fragen
Bei Gillette kamen die Seifenspalt-Rasierer ja auch Anfang der 30 er, und so 40/41 sofgar die Butterfly - und deren name lautete anfangs auch Tech
Waren das auch im 2- Weltlrieg demzufolge anfangs 3-Stück und später Buterfly?

--
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Diskussionsnachricht 000038
22.09.2007, 18:39 Uhr
~henning
Gast


Oh In-Spektor
Da täuschst Du Dich aber. Rotbart war eine deutsche Firma. Sie entstand aus den Firmen Roth und Büchner. Von Büchner kam die Bezeichnung "Mond Extra" und von Roth das "Rotbart".
Hier mal Auszüge aus "Messer und Klingen - Ein Streifzug durch fünf Jahrhunderte der Klingenherstellung":

1908 Hugo Büchner fertigt Luna-Klingen
1911 Neugründung von Roth & Lindner
1918 Büchner fertigt "Mond Extra"
1921 Größter deutscher Hersteller: Die Otto Roth AG Berlin. Roth kommt als Maschinenbauer von Hugo Büchner.
1922 Fließbandfertigung bei Büchner
1924 Roths eigener Betrieb beschäftigt 300 Mitarbeiter. "Rotbart" wird als Markenartikel propagiert.
1925 Fusion Roth und Büchner Gmbh
1925 Autostrop USA wird von Roth-Büchner übernommen.
1926 Gillette übernimmt die Mehrheit der Roth-Büchner GmbH. Roth wird Generaldirektor
1926 Roth-Büchner hat 1100 Arbeiter, größter Einzelhersteller von Klingen!!!
1926 Otto Roth baut ein Rasierklingenwerk in USA.
1927 Übernahme dieses Betriebes durch Gillette und anschließende Schließung 1929.
1927 Gillette kauft Aktienmehrheit der Roth-Büchner AG.
1930 Roth-Büchner 100%'ige Tochter der USA-Gesellschaft. Rationalisierung und Modernisierung senken die Belegschaft von 1100 auf 575 Menschen.
1930 King Camp Gillette verläßt den Konzern.
1933 Trennung der Roth-Büchner AG von der USA-Muttergesellschaft. Fertigungszahlen gehen in die 300 Millionen Klingen. Durch Nazi-Herrschaft keine Gewinntransferierung nach den USA mehr möglich.
1933 Gillette Safety Razor Company im Berliner Handelsregister
1935 Roth-Büchner verkauft sowohl Rotbart als auch Mond Extra Klingen.
1937 Übernahme von Roth-Büchner durch Gillette-Razor.
1942 Nach Eintritt Amerikas wurde Gillette Hauptlieferant der US-Armee fin Sachen Rasiergeräte.
1953 Wiederaufbau von Gillette in Berlin beendet. Fast 2 Millionen Klingen täglich, werden produziert. 95% davon für den Inlandsmarkt. Solinger Betriebe fertigen fast nur für den Export.
1963 Zwei Anbieter halten 90 Prozent Marktanteil - Wilkinson und Gillette.
1990 Gillette kauft Wilkinson Anteile.
1992 Wilkinson wird durch holländischen Konzern übernommen. Gillette wird durch Kartellamt die Beteiligung verweigert.

Hier endet leider das Buch, das von 1993 stammt. Leider weiß ich nun nicht, was mit der Firma Roth-Büchner geschah, sowohl mit der GmbH als auch mit der AG. Fest steht, daß Rotbart nie eine Firma war, sondern eine Handelsmarke. Ich weiß, daß die meißten Hobel im WK 2 Rotbart waren. Ich weiß aber nicht, ob sie für die Wehrmacht hergestellt wurden.
Ich habe nur das wichtigste herausgeschrieben und das meißte über Gillette oder Wilkinson weggelassen.
Ciao

Diese Nachricht wurde am 22.09.2007 um 18:43 Uhr von henning editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000039
22.09.2007, 21:24 Uhr
In-Spektor
registriertes Mitglied


Hallo henning,
ich könnte mich natürlich auch irren, aber zu dem Zeitpunkt als Amerika in den WK II eingewickelt wurde, war die Fa. Rotbart amerikanisch.

Hallo Alfred,
in den 30er Jahren gab es noch keine Rasierer mit der Schaumleiste, es waren "The New" und "Goodwill" mit dem Zahnkamm.
Der erste Butterfly kamm 1934. Und sehr interessant ist, dass Du die Bezeichnungen >Butterfly< und >Tech< zusammenfügst. Das ist absolut richtig. Es gab tatsächlich zwei Modelle davon: Regent Tech (1940) und Milord Tech (nach dem Krieg)

GILLETTE AND MORE
 
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Diskussionsnachricht 000040
22.09.2007, 21:42 Uhr
Alfred
registriertes Mitglied


@In-Spektor
Bevor wir aneinander vorbeireden - ich meine mit den 30-ern die falsch, aber üblicherweise verwendete Bezeichnung für 1930 bis 39 (komisch, beim 19. Jahrhundert sagt es jeder richtig)

So, so, die erste Butterfliege kam also sogar bereits 1934, wann kam der erste mit Schaumleiste, doch wohl früher (Merkur 34?)

Gehe ich recht in der Annahme (ältere Semester fragen sich jetzt, welches Schweinderl sie haben wollen), dass der 2.te Weltkrieg für die Verbreitung von Schaumkante (Deutsches Reich) bzw. Schaumkante und Buterfly (USA) gesorgt hat?

--
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Diskussionsnachricht 000041
22.09.2007, 22:02 Uhr
Schaumig
registriertes Mitglied


Dreißiger Jahre ist eine umgangsprachliche Bezeichnung und schon richtig für die Jahre ´30 - ´39. Es ist gleichwohl das 4. Jahrzehnt in dem entsprechenden Jahrhundert. Wobei das Jahr ´30 noch zum 3. Jahrzehnt gehört.

´01 - ´10 - 1. Jahrzehnt
´11 - ´20 - 2. Jahrzehnt
´21 - ´30 - 3. Jahrzehnt
´31 - ´40 - 4. Jahrzehnt

Das ist auf den ersten Blick etwas verwirrend, wird aber klar wenn man sich den Beginn einer Zeitrechnung vor Augen führt.
Ein Jahrzehnt hat 10 Jahre und eine Zeitrechnung beginnt mit dem 1. Jahr. Das erste Jahrzehnt einer Zeitrechnung geht also von dem 1. Januar des Jahres 1 bis zum 31. Dezember des Jahres 10. Folglich beginnt das darauffolgende zweite Jahrzehnt mit dem 1. Januar des Jahres 11. Aus diesem Grunde wurde das neue Jahrtausend auch von den meisten Menschen ein Jahr zu früh begrüsst. Es begann erst am 1. Januar 2001.

Aber ich schweife ab.


Glück auf
Schaumig

Diese Nachricht wurde am 22.09.2007 um 22:14 Uhr von Schaumig editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000042
22.09.2007, 22:26 Uhr
In-Spektor
registriertes Mitglied


@Alfred
für mich waren und sind die 30er: 1930 - 1939, und die ersten Gillettes mit der Schaumleiste kammen erst 1939 auf den Markt. Man kann auch sagen >30er<, aber...
Das ist korrekt, dass der WK II für die Verbreitung von Rasierern mit der Schaumleiste (nicht nur in Deutschland, sondern überall)gesorgt hat. Aus ganz einfachem Grund: es gab schon millionen davon und die waren innovativ.

Die ersten Butterfly waren mit dem Zahnkamm und was
die Fa. Merkur betrifft - ich habe mich mit deren Geschichte und Rasierern noch nicht befasst. Wäre sehr dankbar, wenn ich die Informationen darüber, dass die Fa. Merkur als erste einen Rasierer mit der Schaumleiste hergestellt hat, erhalten könnte.

GILLETTE AND MORE
 
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Diskussionsnachricht 000043
22.09.2007, 23:14 Uhr
Alfred
registriertes Mitglied


Laut Homepage vom Messer-Rödter wird der 34-er seit 1931 unverändert gebaut. - aber ob das stimmt?

Anyway. Ich denke, die Entwicklung der Seifenkanten-Hobel bedurfte zweier Dinge: Erstens bessere Klingen und zweitens eine reichliche Verfügbarkeit derselben. Wenn man sich die Stückzahlen so anschaut, glaubt man das gerne, nur grad im WK II hätte ich eine Materialknappheit vermutet. Aber da gab es wahrscheinlich ein Sammelsystem, und soviel Material ist es auch nicht.

--
Verfallen der göttlichen I Coloniali Mango - Lieblingshobel: Toggle und Merkur Progress, 37 und Reiserasierer
 
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Diskussionsnachricht 000044
22.09.2007, 23:34 Uhr
In-Spektor
registriertes Mitglied


Alfred,
die neue Klinge Kroman-Gillette hat im Jahr 1929 die Drei-Loch-Klinge (ebenfalls vom King Gillette) abgelöst. Dafür entwickelten Rasierer "The New" waren mit dem Zahnkamm, obwohl mit einigen Veränderungen.
Wie damals üblich war, hatte die Fa. Gillette ein exklusives Patentrecht
für mind. 10-20 Jahre darauf. Nur dann sollten die Lizensen vergeben werden.

Die Frage bleibt: was dürfte auf den deutschen Rasierern aus WK II stehen: made in? hergestellt in? III.Reich? oder waren diese unmarkiert...
 
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Diskussionsnachricht 000045
23.09.2007, 18:52 Uhr
~henning
Gast


@In-Spektor
Gillette ließ sich ja 1933 im Berliner Handelsregister eintragen. 1. Um Gewinne weiter abschöpfen zu können und 2. um Roth Büchner (Rotbart) dann 1937 übernehmen zu können. Allerdings als deutscher Ableger von Gillette-USA. Ich glaube kaum, daß das dritte Reich die Übernahme des größten deutschen Klingenherstellers durch einen Bündnissgegner zugelassen hätte, Kriegsgegner war Amerika da ja noch nicht. Rotbart war also eher deutscher Produzent unter Herrschaft eines deutschen Ablegers eines amerikanischen Konzerns.
Harzer hat ja auch übrigens einen interessanten Hobel mit zwei verschiedenen Köpfen, wegen der von Dir angesprochenen Klingenumstellung, im Thread seltene/alte Hobel eingestellt.
@Alfred
Es gab mit Apollo, Golf, Souplex, Sonnal, Romi, Rotbart und und und, so viele Hersteller, daß man fast davon ausgehen sollte, daß Merkur eher nicht so eine Pioniertat wie die Schaumleiste vollbrachte. Merkur war übrigens nie einer der richtig großen Hersteller, gegen Rotbart sogar ein kleines Licht. Merkur hat auch nur überlebt weil die Firma 1996 in die DOVO-Gruppe eingebunden wurde und dadurch besser gestellt war als die anderen Kleinhersteller. Merkur überzeugte mehr mit Qualität als mit Innovationen oder Menge. Zeugniss davon sind auch die geringen Anteile an alten Merkur-Hobeln die in der Bucht und auf Flohmärkten auftauchen. Ich habe bedeutend mehr Rotbart, Apollo und Golf-Hobel in der Hand gehabt als alte Merkur. Nicht zu vergessen auch das Ausland, wo es mit englischen und französischen Herstellern auch sehr große Firmen gab, die durchaus auch die Schaumkante erfunden haben können.
Ciao
 
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