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NassRasur.com-Forum » Rasiermesser und Zubehör » Japanisches Rasiermesser schleifen, ein richtiger Kraftakt » Themenansicht

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Autor Thread - Seiten: -1-
Diskussionsnachricht 000000
23.03.2009, 23:06 Uhr
Paysbas
registriertes Mitglied


Hallo Freunde der gepflegte Rasur,

vor eine Weile habe ich schon berichtet von mein japanisches Rasiermesser "Kiku Hiro". Gekauft auf einem Flohmarkt. Es war schön, aber wirklich nicht scharf. Also, ran an die Arbeit. Bartisto hat mir seine Anleitung geschickt, kann also nur gut gehen.

Das Schleifen mache ich immer wenn ich mal etwas Zeit habe, es sind insgesamt einige Stunden.

Die Schneide musste komplett neu aufgebaut werden, deshalb fing ich an mit dem Soft Arkansas von MST Müller. Soweit so gut, es gab eine Schneide.

Gefolgt von Apex SAL, feine Seite. Deutliche Verfeinerung, Rasur von Unterarmharen möglich.

Die grobe Steine waren schnell und gingen gut zur Sache. Bei den feineren Steinen passierte etwas merkwürdiges: die Schneide wurde feiner, aber schien wohl nicht wesentlich schärfer zu werden. Dann war sie sehr plötzlich überschärft. Wieder den Rücken anheben und Neuanfang mit dem gleichen Stein. Das feine Gefühl trainieren.

Tja, welcher Stein ist richtig für ein Japaner? Leider nicht so einfach. BBB, mach ein guter Anfang, poliert fein, aber das Messer rasiert nicht einmal mehr die Haaren vom Unterarm.

Weitere Versuchsreihe mit dem Thüringer vom bessermesser.eu. Sonst ein Superstein. Wirkung mit dem Japaner null.

Nächster Stein: BM Schiefer. Ein meiner Lieblingssteine, ich hatte hiermit schon gute Erfolge. War gut für die grobe Feinarbeit. Haartest noch nicht möglich.

GBB. Schneide wurde deutlich mattiert, Rasurtest ziept.

Also nochmal den BM Schiefer. Gefolgt vom Vorkriegsthüringer. Fehl am Platz! Stumpfer anstatt schärfer.

Hier war ich mit meinem Rat fast am Ende. Es fiel mir aber noch mein Balsaholz mit Eisenoxidpaste ein. Nochmal plangeschliffen auf ein Stück Schleifpapier (600'er körnung) auf einer Glasplatte. Neu eingerieben mit Eisenoxidpaste und schön poliert. Eine sehr glatte Oberfläche.

Es war meine letzte Hoffnung. Ca. 20 Dopperlzüge: ein zögernder Haartest war möglich. Guter Hoffnung. Nochmal 50 Doppelzüge: Haartest einwandfrei.

Chromoxidspannriemen musste ran. Ca. 50 Doppelzüge: Haartest superfein. Weiter 100 Doppelzüge auf unbehandelter Spannriemen: super!

Nach dieser "Kraftakt" gab es Grund zum feiern. Ein Rasierfertiges japanisches Rasiermesser.

Heute Morgen die erste Rasur. Messer fühlt sich gut und sanft an auf die Haut. Das hantieren vom Messer ist aber sehr gewöhnungsbedürftig, ich gönne mir noch einige Übungszeit.

--
Herzliche Grüße aus Oberschwaben,

Paysbas
 
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Diskussionsnachricht 000001
23.03.2009, 23:23 Uhr
bigharry62
registriertes Mitglied


Hallo Paysbas,
Glückwunsch zur gelungenen Schärfaktion!!!
Da bewahrheitet sich wieder der Satz
`` Ein Rasiermesser muß zum Stein passen, wie die Braut zum Bräutigam``

--
Nette Grüße
Bigharry

seit fast 30 Jahren Silberspitz Truefitt&HillHorsehide
 
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Diskussionsnachricht 000002
24.03.2009, 19:30 Uhr
Paysbas
registriertes Mitglied


bigharry62 schrieb:

Zitat:
Da bewahrheitet sich wieder der Satz
`` Ein Rasiermesser muß zum Stein passen, wie die Braut zum Bräutigam``

da hast Du recht, bigharry. Allerdings frage ich mich wieviel weitere Steine ich noch brauche. Es gilt dann: je mehr Messer, umso mehr Steine?

--
Herzliche Grüße aus Oberschwaben,

Paysbas
 
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Diskussionsnachricht 000003
24.03.2009, 22:08 Uhr
bigharry62
registriertes Mitglied


Hi Paysbas,
``Es gilt dann: je mehr Messer, umso mehr Steine?``
Du bist schon gut ausgerüstet mit Deinen Steinen so eng würde ich das nicht sehen.Und bis jetzt hast Du ja mit Deinen Steinen,alle Deine Messer scharf bekommen

--
Nette Grüße
Bigharry

seit fast 30 Jahren Silberspitz Truefitt&HillHorsehide
 
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Diskussionsnachricht 000004
24.03.2009, 22:19 Uhr
Paysbas
registriertes Mitglied


bigharry62 schrieb:

Zitat:
Hi Paysbas,
``Es gilt dann: je mehr Messer, umso mehr Steine?``
Du bist schon gut ausgerüstet mit Deinen Steinen so eng würde ich das nicht sehen.Und bis jetzt hast Du ja mit Deinen Steinen,alle Deine Messer scharf bekommen

danke schön, bigharry, das macht mir mut zu weitere Aktionen mit viele schöne alte Rasiermesser

--
Herzliche Grüße aus Oberschwaben,

Paysbas
 
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Diskussionsnachricht 000005
26.03.2009, 14:47 Uhr
DullBlade
registriertes Mitglied


Ich hoffe, hier nächste Woche was produktiv beitragen zu können! Wobei ich von meinen Spyderco Steinchen so überzeugt bin! Deren "Schärfe" wird auch den Japaner scharf kriegen. Bis dato hatte ich mit denen noch nie größere Probleme, vom alten Sheffield W&B über meine insgesamt 5 Friodurs, bis hin zum knackigen New Generation. Schaun mer mal, wie Oskar zu sagen pflegt.

--
mittlerweile über 20 auch mehrere noch mehr Chromoxid-Eigenbau; 4 ...
 
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Diskussionsnachricht 000006
26.03.2009, 21:14 Uhr
Paysbas
registriertes Mitglied


Hallo DullBlade,

ich denke dass der Satz von bigharry schon eine große Wahrheit in sich hat. Es fiel mir sehr schwer der richtige Stein für mein Kiku Hiro zu finden.

bigharry62 schrieb:

Zitat:
Da bewahrheitet sich wieder der Satz
`` Ein Rasiermesser muß zum Stein passen, wie die Braut zum Bräutigam``



--
Herzliche Grüße aus Oberschwaben,

Paysbas
 
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Diskussionsnachricht 000007
08.04.2009, 21:36 Uhr
Paysbas
registriertes Mitglied


also, jetzt nach ein bisschen Erfahrung, Übung und geschultes Gefühl ist es nicht mehr so eine Kraftakt.
Das Messer wird richtig scharf, die Rasur ist sehr angenehm und ist auch sehr gründlich.

--
Herzliche Grüße aus Oberschwaben,

Paysbas
 
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Diskussionsnachricht 000008
09.04.2009, 20:48 Uhr
equadro
registriertes Mitglied


Oh man ihr macht mir alle den Mund wässerig

Ich glaub ich bestell mir bald auch einen Japaner.

Man muss ja alles mal probiert haben

--
gruß equa
 
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Diskussionsnachricht 000009
09.04.2009, 22:06 Uhr
Paysbas
registriertes Mitglied


@ equadro,

ich kann es Dir wärmstens empfehlen. Ich werde mir auch noch ein 2. Japanisches Rasiermesser kaufen.

--
Herzliche Grüße aus Oberschwaben,

Paysbas
 
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Diskussionsnachricht 000010
23.04.2009, 22:11 Uhr
Paysbas
registriertes Mitglied


Weitere Berichterstattung:

Nach einige weitere Rasuren geht die Handhabung immer besser, Der Japaner ist einfach super.

--
Herzliche Grüße aus Oberschwaben,

Paysbas
 
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Diskussionsnachricht 000011
23.04.2009, 22:17 Uhr
gilette
registriertes Mitglied


@Paybas
Gelungene Aktion, schöner Erfahrungsbericht...macht Mut für alle die ein Japanisches Messer haben und damit nicht auf Anhieb klarkommen.

Denke auch über den Kauf eines Japanischen Messers nach, die bisherigen Formen Japanischer Messer sagen mir nicht so zu, ist dein Kiku Hiro anders??? Vielleicht kannst du ja mal ein Foto einstellen


Gruß
gilette

--
Heutzutage kennen die Leute von allem den Preis und nicht den Wert.- Oskar Wilde

Diese Nachricht wurde am 23.04.2009 um 22:18 Uhr von gilette editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000012
23.04.2009, 22:32 Uhr
Paysbas
registriertes Mitglied


gilette schrieb:

Zitat:
@Paybas
Denke auch über den Kauf eines Japanischen Messers nach, die bisherigen Formen Japanischer Messer sagen mir nicht so zu, ist dein Kiku Hiro anders??? Vielleicht kannst du ja mal ein Foto einstellen

@ gilette,

mein Kiko Hiru ist an eine Seite komplett Wedge. Ich habe ihn auf dem Flohmarkt gekauft, es war Liebe auf dem ersten Blick.

--
Herzliche Grüße aus Oberschwaben,

Paysbas
 
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Diskussionsnachricht 000013
24.04.2009, 09:34 Uhr
DullBlade
registriertes Mitglied


So jetzt kann ich hier auch was beitragen:
Das Schärfen ist schwierig, da die Klinge sehr sehr hart ist und sich anders als gewöhnlich verhält (siehe auch oben). Das Schleifen an sich unterscheidet sich aber nicht von der üblichen vorgehensweise.
Problematisch bei mir war (und ist) dass das Messer vom Stein weg noch keinen Haartest besteht (ich habe es komplett durchgeschliffen, vom 1000er King über meine 3 Spydercos)
Letztlich deckt sich das mit den Aussagen von Paysbas. Meine Theorie ist, dass sich auf Steinen bei einem "harten" Japaner keinerlei Grat bildet! (Ich kann auch keinen mit Lupe, bzw. Mikroskop nach den Steinen erkennen). Mit dieser Erkenntniss kann man auch folgern, dass ein Japanisches Messer am Schluß umso schärfer wird, je feiner die verwendeten Steine sind. Meinen Spyderco UF würde ich um die 12.000 einordnen, vielleicht ist das einfach nicht genug. Japanische Natursteine, die für Kamisori geeignet sind, gehe bis 40.000....
Vielleicht kann Bartisto oder Moviemaniac oder Harry und Bigharry das bestätigen; die Frage lautet: Schaffen Eure Messer nach Steinen bis zur Körnung 12.000 den Haartest nach dem Stein oder nicht?
Die Schärfe bei den Messer kommt also primär nicht aus einem Grat nach dem Schleifen, sondern erst nach ausgiebigem Pasten. Ich habe im Anschluß an die Steine wenige Züge auf Thiers Paste, danach mind. 50 Züge Chromoxid danach mind. 100 Züge auf Leder. Jetzt bilde ich mir ein, mit Lupe eher so etwas wie einen Grat zu erkennen.
Das Messer schafft jetzt den Haartest an vielen Stellen der Klinge, und auch nach der Rasur lassen sich Haare köpfen und spalten.
Dennoch bin ich noch nicht mit dem Messer zufrieden. Eine Rasur ist zwar gut und grüündlich möglich, mittlerweile gehts auch ohne Cuts..., aber sie ist im Vergleich zu meiner Referenz, meine Friodur Gradkopf mit Rundrücken noch ruppig. Es erinnert irgendwie an mein Dorko Casa Gil, welches auch ein gründlicher aber eher ruppigerer Rasierer war (Es wurde nach dem Spyderco UF deutlich sanfter). Ich vermute auch hier praktisch eine Art Wellenschliff verhalten, z.B. auf den Spitzen scharf, in den Tälern unscharf, so dass der haartest auf den Spitzen gelingt... Dieser "Wellenschliff" liegt an der Rauhigkeit des feinsten Steines, bei mir der Spyderco UF. Wenn dieser mit einem Nakayama 40.000 egalisiert wird, dann müsste das Messer alles an die Wand stellen. (Paybas konnte dies wohl mit seinen Spannriemen erreichen)
Was meinen die Japanerkenner (s.o.)?

--
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Diskussionsnachricht 000014
03.05.2009, 16:00 Uhr
Paysbas
registriertes Mitglied


DullBlade schrieb:

Zitat:
Meine Theorie ist, dass sich auf Steinen bei einem "harten" Japaner keinerlei Grat bildet! (Ich kann auch keinen mit Lupe, bzw. Mikroskop nach den Steinen erkennen).

Ich habe mit meiner 20 fach Lupe gesehen dass sich ein 2. Winkel bildet nach dem Pasten. Dies formt denke ich der Grat welche Du meinst und macht die Schneide richtig haartestscharf.

DullBlade schrieb:

Zitat:
Dennoch bin ich noch nicht mit dem Messer zufrieden. Eine Rasur ist zwar gut und grüündlich möglich, mittlerweile gehts auch ohne Cuts..., aber sie ist im Vergleich zu meiner Referenz, meine Friodur Gradkopf mit Rundrücken noch ruppig. Es erinnert irgendwie an mein Dorko Casa Gil, welches auch ein gründlicher aber eher ruppigerer Rasierer war (Es wurde nach dem Spyderco UF deutlich sanfter). Ich vermute auch hier praktisch eine Art Wellenschliff verhalten, z.B. auf den Spitzen scharf, in den Tälern unscharf, so dass der haartest auf den Spitzen gelingt... Dieser "Wellenschliff" liegt an der Rauhigkeit des feinsten Steines, bei mir der Spyderco UF. Wenn dieser mit einem Nakayama 40.000 egalisiert wird, dann müsste das Messer alles an die Wand stellen. (Paybas konnte dies wohl mit seinen Spannriemen erreichen)
Was meinen die Japanerkenner (s.o.)?

Die Chromoxidpaste oder der Thierspaste ist doch deutlich feiner als der feinste Schleifstein? Dann meine ich dass es 2 Gründe gibt warum es nach dem Pasten erst die richtige Schärfe erreicht:
1. der 2. Winkel
2. die wirklich feinste Politur der Schneide.

Übrigens, DullBlade, in deinem Fall meine ich dass es ist wie bei mir. Das Messer ist schon richtig scharf, die Haren kann ich sanft durchschneiden oder durchdrücken. Allerdings ist die Handhabung des Messers gewöhnungsbedürftig.

--
Herzliche Grüße aus Oberschwaben,

Paysbas
 
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