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NassRasur.com-Forum » Rasiermesser und Zubehör » Einsteigerset zum schärfen! » Themenansicht

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Autor Thread - Seiten: [ 1 ] -2- [ 3 ]
Diskussionsnachricht 000025
13.12.2016, 11:53 Uhr
peter-k
registriertes Mitglied


Hallo Knorki,

weißt Du, was? Hab Mut zur Lücke. Ich habe selbst auch nur noch 11 Steine, es waren mal viel mehr

Für eine Weile sind nicht die Steine der Flaschenhals (war bei mir und den allermeisten nicht anders) sondern Deine Schleiffähigkeiten. Du willst kein Schwertpolierer werden, nehme ich an...

Gruß
Peter
 
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Diskussionsnachricht 000026
13.12.2016, 12:02 Uhr
Unheard
registriertes Mitglied


Nein, das hast Du falsch verstanden, Knorki. Wie oben erwähnt, dient ein Pastenriemen als *Ersatz* für einen Finisher. Das sieht man hier recht ungeteilt so. Zur ständigen Verwendung taugt er nicht und das wird hier auch nicht propagiert.

Das Problem an den Finishern: Sie sind entweder teuer, suboptimal, extrem langsam oder winzig. Such's dir aus. Ich habe grade viel Geld für ein kleines Stückchen "Vintage-Thüringer" ausgegeben.
 
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Diskussionsnachricht 000027
13.12.2016, 12:04 Uhr
Elias
registriertes Mitglied


hallo knorki,
nochmal zusammenfassend mein Tip:
Chosera/professional 1000
Chosera/professional 3000 ODER! 5000
Superstone/Specialty 8000
Superstone/Specialty 12000
Riemen mit Paste (Ölfarbe Chromoxid grün;siehe Bartisto)
Abziehriemen
(ODER: statt Chosera, die von dir genannten Kombisteine plus Specialty 12000).
Viel Spass
Gruss
Elias
 
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Diskussionsnachricht 000028
13.12.2016, 12:49 Uhr
H31N
registriertes Mitglied


Elias schrieb:

Zitat:
Hallo H31N,
ich glaube, wir haben aneinander vorbeigeredet :-)))
Ich bin stutzig geworden, als du über "die schwarze Seite" geschrieben hast..
Ich meinte diesen Stein, der früher mit den Chosera-Steinen mitgeliefert wurde:

shop.nassrasur.com/de/Riemen-Pasten-und-Steine/NANIWA-Nag...

während du die ganze Zeit diesen Stein meintest:

https://m.de.aliexpress.com/item/32597753986.html?trace=w...

Viele Grüsse
Elias

Hallo Elias,

Ich hatte tatsächlich beide gemeint. Den Naniwa Anreiber aus Ton vervende ich wie Du zum Reinigen und Öffnen bei allen Schleifsteinen. Zusätzlich gehe ich bis zu 5K wie beschrieben vor. Ich hatte mir das so angewöhnt, weil in einem anderen Forum mal einer der Experten den Schleifschlamm unter dem Mikroskop untersucht hatte und meinte, bis 5K funktioniert das ohne gröbere Partikel. Und meine Erfahrung deckt sich mit dieser Beobachtung. Da freie Schleifpartikel immer ein etwas gröberes Schliffbild machen (siehe Unterschied zwischen Fepa-P und Fepa-F hier ) ist die Beobachtung eigentlich schlüssig.

Den kleinen Ölstein empfehle ich, wenn wirklich nur die Oberfläche des Schleifstein geöffnet und geglättet werden soll, ohne das da die Gefahr besteht, vom Anreibestein Bruchstücke zu hinterlassen. Der Ölstein macht wirklich nur Schleifschlamm aus der Steinunterlage, jedenfalls solange das ein weich bis hart gebundener Korundstein ist. Bei superharten Steinen, ähnlich dem kleinen Ölstein selber passiert sehr wenig, man bricht wohl eher sehr viel kleinere Partikel von den Kanten beider Steine weg, je nach Härte und Brüchigkeit des Schleifkorns.

Zu Deiner Empfehlung:
wenn ich mir das Setup so leisten könnte wäre das auch meine Wahl. Ich hatte die Kombisteine billiger in der Bucht bekommen, das hat dann wenigstens mein wildes Sammelsurium an anderen Steinen ersetzt.

nochmal zur Zusammenfassung:
Man schleift am zuverlässigsten auf abgerichteten Steinen. Weiche Steine muss man teilweise vor jedem Messer neu abrichten. Das kann man mit der Diamantplatte machen, dabei geht vel Steinmaterial verloren. Oder man glättet und öffnet den Schleifstein regelmäßig mit einem geeigneten Anreiber. Der Anreiber reinigt die Oberfläche zweckmäßigerweise auch gleich. Falls man bei kleineren Körnungen gerne mehr Speed hat, läßt man den Schleifschlamm auf dem Stein. Zum sauberen Abschluß der Körnung sollte man mit Wasser beenden.

Das Verwenden von Naguras und Anreibern bei künstlichen Steinen ist eher eine Methode für Fortgeschrittene. Man verbraucht dabei weniger Steinmaterial und kann auch noch mit der Schleifgeschwindigkeit und der Feinheit des Schliffbilds herumspielen.

Für Anfänger empfiehlt es sich unbedingt auf einem sauberen Stein nur mit Wasser zu lernen, bis man den Druck und die richtige Schleifhaltung heraus hat. Wenn man sich sicher ist, das man das drauf hat kann man mit den Anreibemethoden herumspielen.
 
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Diskussionsnachricht 000029
13.12.2016, 12:51 Uhr
knorki
registriertes Mitglied


Stimmt, habe gerade nochmal nachgesehen, hatte das wohl falsch im Kopf.

Hab mich jetzt mal durch diese Seite gekämpft:
www.klaus-henkel.de/cut-messer.html

Da ist wirklich alles sehr schön zusammengefasst, sicherlich auch eine schöne Seite für die alten Hasen hier.

Interessant fand ich auch die von Bartisto vorgestellte Methode zur Substitution von Steinen

Zitat:
Was ist die Kieselerde-Ballistol-Methode?
Voraussetzung
- Das Messer ist noch rasierfähig, das Schnittverhalten ist aber nicht
mehr zufriedenstellend, "es könnte mehr drin sein."
- Längeres Ledern ist angesagt und ab und zu auch die Paste.
- Balligkeit hat sich noch nicht eingestellt.
- Den Materialabtrag durch einen Stein möchte man vermeiden

Was überlegt man
1. Man braucht ein FEINSTKÖRNIGES und hartes Schleifmittel
2. Eine Schleifunterlage, die weitaus weniger rau ist als der feinste
Stein, vollständig plan, hart, so breit, dass die ganze Klinge erfasst
wird

Fast alles findet man im Haushalt

Zu 1. Auf einer Packung im "Gesundheitsfach" des Küchenschrankes liest
man ABTEI-KIESELERDE "reich an natürlichen
Siliciumverbindungen". Es macht klick!!!

Zu 2. Trennt Euch von einem verglasten Bild.
Die Scheibe muss entspiegelt sein, was durch eine Feinätzung im
Glas bei der Herstellung erreicht wurde (ansonsten
Heimwerkerbedarf o.ä.). Die Kanten sollten geschliffen sein. Das
kann man aber auch auf dem Bandschleifer mit einem feinen Band
hinkriegen.

Arbeitsgang
- Die Glasplatte wird (mit der geäzten Seit nach oben!) mit Tesa so auf
einem Tisch fixiert, dass eine geschliffene Kante des Glases leicht
übersteht.
- Auf die vorgesehene Schleifbahn kommt ca. 1 Teelöffel ABTEI-KIESELERDE
(diese Marke ist offenbar extrem fein)
- Unter Zugabe von BALLISTOL wird die Kieselerde zu eine Brei verrührt,
der honig- bis sahneartige Konsistenz haben soll.
- Der Brei wird auf der vorgesehen Schleifbahn mit dem Finger verteilt.
- Es beginnt das altbekannte Schieben gegen die Schneide, stets im
Wechsel (nicht 10 x auf einer Seite, die Schleiffläche wird sonst zu
trocken, ihr bekommt das sofort heraus)
- Man kann aufhören, wenn der Schleifschlamm an der Schneide ein
mittleres Grau erreicht hat

Anmerkung
Man sieht sehr schön an der Schleifspur, welcher Teil der Schneide erfasst wurde.

Weiterbehandlung

Das ziemlich zäh gewordene Gemisch bekommt man unter lauwarmem Wasser mit etwas Spüli leicht weg.

Letzte Stufe

- 20-25x Abpasten auf der feinsten Paste
- ca. 140x Abledern (aber bitte nicht, bis der Arzt kommt )

Jetzt kommt die Haarprobe. Das Haar, gegen die Wurzelspitze geschnitten, fällt in ca. 12mm vom Haltepunkt und kann dann millimeterweise zerstückelt werden.

So, liebe Leute, jetzt mal raus mit euren Tricks

Gruß, Bartisto

Und noch ein paar Posts von Bartisto, die ich sehr hilfreich fand:

Zitat:
- Nach dem Stein sieht man mit einer 10-20x starken Lupe keinen Grat, sondern eine (hoffentlich) total schartenfreie glatte Schneidenkante.
- Auf der Schleiffacette sind die mikrofeinen Spuren des Steins zu sehen. Je feiner der Stein, desto feiner diese Spur in Richtung Schneidenkante.
- Der Grat ist noch gar nicht da. Es kann sich hier noch gar nichts "umlegen". Demnach kann man den Grat auch noch nicht sehen.
- Der Stein / die Steine haben den 1. Schneidenwinkel erzeugt und jeglich Balligkeit herausgenommen.
- Wenige Züge auf der Paste erzeugen extrem nah an der Schneidenkante den 2. Schneidenwinkel, bedingt durch die feine Schleifwirkung der Paste.
- Die nicht mehr sichtbaren Gefügeteilchen des Stahls werden auf das Ende der Schneidenkante ausgerichtet.
- Eine letzte Ausrichtung und eine Feinpolitur erfahren sie auf dem Leder.
Diese letzte polierte Kante ist der Grat!

Du erkennst ihn an zwei Merkmalen.
- Ist er nicht oder schlecht ausgebildet, rasiert das Messer nicht oder nicht zufriedenstellend, die Haarprobe klappt unzureichend.
- Ist er nicht ZU FEIN ausgebildet, lässt er sich vor jeder Rasur mit wenigen Zügen auf dem Leder wieder ausrichten und hält sehr lange! Das ist das, was wir anstreben.
- Ist er überzüchtet, was z.B. bei unüberlegter Anwendung der „Kieselerde-Ballistol-Methode“ der Fall sein kann, legt er sich im ersten Rasierdurchgang um. Das Messer läuft glatt weiter, nimmt aber fast nichts mehr ab.


Zitat:
Zu 1. Der 1. Schleifwinkel wird durch die Dicke des Messerrückens bestimmt (hier nichtgezeichnet), da das Messer vollständig aufliegen muss. Je nach Feinheit des Steins kann es nach diesem 1. Schärfvorgang schon Haare greifen (z. B. Unterarmhaar)

Zu 2. Der 2. Schleifwinkel, wird auf dem Riemen durch ca. 20-30 Züge auf feinstkörniger Paste erreicht. Auch hier liegt das Messer immer flach auf. Die leichte Nachgiebigkeit des Leders ist verantwortlich für diesen 2. Winkel. In den Scheitelpunkten des ersten und zweiten Schleifwinkels entsteht eine geringfügige Verrundung durch die Wirkung der Polierpaste.---
Die Gratbildung wird auf dem Leder ohne Paste verfeinert. Die feinsten mineralischen Stoffe, die in der tierischen Haut enthalten sind, tun hier ihre Arbeit, bis der Grat steht und die Haarprobe gelingt.

Zu 3. Langes Arbeiten auf dem Pastenriemen führt zur Balligkeit, einer Verrundung der Schleiffacette. Es kann sich nur mit Mühe, wenn überhaupt , ein Grat bilden. Hier hilft auch kein intensives Ledern.

Beim Spannriemen oder einer Aufleimung auf Holz drückt sich das Leder beim Ledern am wenigsten ein, "schont" also den Grat.
Der Hängeriemen muss annähernd waagerecht stramm gezogen werden, um durch sein Einbiegen dem Grat nicht zu sehr zuzusetzen. Sehr geringer Andruck reicht, was erklärlich ist.

Hat ein Messer den Zustand 2., reichen 8-12 Züge vor der Rasur, um den Grat endgültig auszurichten.
Wird vor der Rasur lange geledert, nähert sich die Schneide der Form 3.
(Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ein Frisör vor der Rasur sein Messer bis zu 50x geledert hätte, und so weit geht mein Gedächtnis zurück.)

Ein Messer im 2. Zustand lässt sich einrasieren.

img156.imagevenue.com/img.php?image=64116_File0455_122_50...


Zitat:
Verwendet werden sollte ein stabiles Reparatur-Tape, 5 cm breit, silberfarben. Zum Beispiel eines von Pattex, das enorm widerstandsfähig ist, andere Marken mögen auch geeignet sein.
Man schneidet sich mit der Schere Streifen, und überlappt damit nur den Rückenbereich der Klinge, nicht den Erl. Die Überlappung endet ungefähr auf der Hälfte der Klinge.
Der Sinn:
a) Der Rücken erhält keine unschöne Schleiffacette.
b) Der Stein setzt nur an der eigentlichen Facette an und trägt nicht gleichzeitig den Stahl am Rücken mit ab. Man kann ausschließlich die Schärffacette im Auge haben und hat nicht eine weitere Komponente im Spiel.
c) … und das ist sehr wichtig. Das erwähnte Tape, bei anderen sieht es ganz ähnlich aus, verbreitert den Rücken um zirka 0,38 mm. Je nach Klingenbreite wird dadurch der Klingenwinkel verändert. Er wird größer. Beim Reparaturtape kann man über den Daumen gepeilt davon ausgehen, dass sich bei einem 5/8“ Messer der Klingenwinkel um ca. 1° vergrößert. In Regel liegt dieser Winkel bei zirka 17°. Durch das Tapen würde er auf zirka 18° erhöht.
Das hat zur Folge, dass der Stein auf Grund des größeren Klingenwinkels unmittelbar an der Schneidkante ansetzt und hier sofort seine Arbeit verrichten kann. Ferner schadet ein etwas größerer Klingenwinkel nicht. Man kann sich leicht vorstellen, dass dadurch die Schneidkante stabiler wird und die Schnitthaltigkeit zunimmt.
(Ein weiterer kleiner Nebeneffekt ist, dass sich auf dem Stein weniger Stahlabtrag befindet. Steine, die zum Zusetzen neigen, bleiben offener).


Zitat:
Je länger man auf dem Pastenriemen arbeitet, dest stärker rundet man die Schleiffacette ab, das ist tödlich. Ein langes Pasten kann ein Messer ruinieren, führt zur Balligkeit der Facette. Die Paste sollte dafür sorgen, dass die letzten "Zähnchen" aus der Schneidkante verschwinden und sich der Grat bilden kann, der dann auf dem Leder weiter "gezüchtet" wird oder sie sollte später nach langem Gebrauch den Grat nachbilden.
Diese Page sollte jeder Neuling lesen.
www.klaus-henkel.de/cut-messer.html
Voraussetzung für eine perfekte Gratbildung ist also eine vollständig gradlinige, steilflankige Schleiffacette, die auf einem feinen Stein (Thüringer, BB, Jap. 6000-8000) erzeugt wurde. Eine behutsamer Umgang mit der Paste nach dem Schärfen auf dem Stein (25x -30x) ist äußerst wichtig, wobei es auch noch auf die Korngröße der Paste ankommt. Nach ca. 100-120x Abledern (Kreuztechnik), besteht das Messer die Haarprobe, es sei denn, man hat einen Handgriff falsch gemacht.

Ich werde jetzt erstmal recherchieren ob die empfohlenen Natursteine (BB und Thüringer) im Finish wirklich stärker sind als z.B. ein synthetischer 12.000er

--
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Diese Nachricht wurde am 13.12.2016 um 12:53 Uhr von knorki editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000030
13.12.2016, 14:56 Uhr
H31N
registriertes Mitglied


knorki schrieb:

Zitat:
...

Hab mich jetzt mal durch diese Seite gekämpft:
www.klaus-henkel.de/cut-messer.html

Da ist wirklich alles sehr schön zusammengefasst, sicherlich auch eine schöne Seite für die alten Hasen hier.

...

Ich werde jetzt erstmal recherchieren ob die empfohlenen Natursteine (BB und Thüringer) im Finish wirklich stärker sind als z.B. ein synthetischer 12.000er

Alle Achtung, das nenne ich mal einen gründlichen Einstieg! ;-)

Ich empfehle zum Verständnis gerne die Seite scienceofsharp

Todd von scienceofsharp probiert so ziemlich jede Methode mal aus und dokumentiert das Ganze mit dem Elektronenmikroskop. Bei der Aufklärung der Funktionsweise der genannten feinen Natursteine als Finisher fehlt bislang aber eine gründliche Untersuchung und Erklärung.

Die künstlichen Steine verfeinern lediglich den Restgrad und die Restrauhigkeit der Schnittkante. Natursteine glätten in der Regel besser, auch bei gröberer Körnung, da die Schleifkörner auf der Steinoberfläche eher harmonisch rundlich durch die Arbeit werden kommt es eher zur Materialumverteilung durch Kaltformen und weniger zum Materialabtrag durch Schleifen.

Wenn Du bei den künstlichen Schleifmaterialien wirklich exzessiv hoch gehen willst, sind die Steine bis 20/30K von Suehiro und Shapton möglich, natürlich im Preis jenseits von Gut und Böse. Oder Du versuchst statt Kieselerde Lapping-Film auf Glas. Sowas kannst Du soweit treiben bis die Schneide so scheiend scharf und klinisch ist, dass Du problemlos Deine feinmotorischen Fähigkeiten bei der Rasur bis zum Endanschlag testen kannst.

Meine Empfehlung ist ein kleiner Thüringer oder GBB oder eben ein walischischer Schiefer.

Aber ein Naniwa 12K als Abschluss und soviel Leinen- und Lederabziehen bis Du zufrieden bis reicht am Anfang. Das Thema Natursteine sollte man auch eher erst anfangen, wenn man die grundsätzliche Technik und Handhabung zuverlässig gelernt hat.

Diese Nachricht wurde am 13.12.2016 um 15:05 Uhr von H31N editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000031
13.12.2016, 16:55 Uhr
peter-k
registriertes Mitglied


Hallo Hein,

> kommt es eher zur Materialumverteilung durch Kaltformen und weniger zum Materialabtrag durch Schleifen <

Meinst Du wie ein Ziehkingenstahl? Dann könnte man eine gehärtete Stahlplatte ausprobieren.

Gruß
Peter
 
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Diskussionsnachricht 000032
13.12.2016, 19:56 Uhr
H31N
registriertes Mitglied


peter-k schrieb:

Zitat:
Hallo Hein,

> kommt es eher zur Materialumverteilung durch Kaltformen und weniger zum Materialabtrag durch Schleifen <

Meinst Du wie ein Ziehkingenstahl? Dann könnte man eine gehärtete Stahlplatte ausprobieren.

Gruß
Peter

Nein, bei Küchenmessern oder Arbeitsmessern funktioniert das, weil die Geometrie nicht so empfindlich ist. Wenn Du Dir das bei der sensiblen Schneidekante bei einem RM vorstellst, wird jedes Stück Restgrad das Du triffst jedesmal auf die andere Seite überdehnt und die Schneidkante bricht nach zwei drei Zügen genau da zusammen. Bei einem RM nimmst Du immer das Abziehleder anzstatt eines Ziehstahls, um die Schneidfähigkeit wieder herzustellen.

Kaltformen wirkt bei RM und den Natursteinen durch die Kompressibilität des Gefüges und die Brüchigkeit des Schleifkorns auf Mikroebene. Bei Korund wird ein RM eher das Korn langsam rund schleifen, als es zu brechen (falls es bei einem weich gebundenen Stein nicht komplett rausbricht), deswegen schleifst Du eine Riefe.

Ist nicht mehr ganz trivial zu verstehen, was bei verschiedenen Schleifsteinen im Politurbereich alles für Vorgänge ablaufen. Dazu läuft da so einiges ab, was gegen die Erfahrung zu widersprechen scheint.

Wichtig ist dabei eigentlich erstmal nur erfolgreich Erfahrungen zu sammeln. Irgendwann lernt man einen Finisher einzuschätzen, also wie lange der wohl braucht und was man zur Verbesserung der Schneidkante so an Voodoo auf den letzen Zügen versuchen kann.

Das mit der Stahlplatte (und Diamantpaste) machen viele Holzwerker, aber das ist im Vergleich nur die Turboversion der Kieselerdemethode.

Diese Nachricht wurde am 13.12.2016 um 19:59 Uhr von H31N editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000033
14.12.2016, 10:32 Uhr
Bartisto
registriertes Mitglied


Hallo knorki,

ich bin erstaunt, wie tief Du ins Forum eingestiegen bist. Vielen Dank für die Zusammenstellung meiner Beiträge.

Gruß und viel Erfolg

Bartisto

--
Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten. Konfuzius
 
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Diskussionsnachricht 000034
14.12.2016, 12:03 Uhr
knorki
registriertes Mitglied


Danke!

Weiß jemand zufällig wie ich Bilder hier direkt einbinden kann?

[url=http://www.fotos-hochladen.net][img]http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/test2ycmdu5e27v.gif[/img][/url]

Irgendwie scheint das nicht zu funktionieren. Auch würde ich gerne Spoiler einbinden, geht das hier?

Ich habe nämlich vor (da ich ohnehin schon sehr weit bin) aus den gefundenen Informationen ein strukturiertes FAQ zu machen. Ich wollte den ersten Teil hier schon veröffentlichen, leider sagte mir das Forum mein Beitrag sei zu lang

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Diskussionsnachricht 000035
14.12.2016, 12:20 Uhr
H31N
registriertes Mitglied


knorki schrieb:

Zitat:
Danke!

Weiß jemand zufällig wie ich Bilder hier direkt einbinden kann?

[url=http://www.fotos-hochladen.net][img]http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/test2ycmdu5e27v.gif[/img][/url]

...

Ich habe nämlich vor (da ich ohnehin schon sehr weit bin) aus den gefundenen Informationen ein strukturiertes FAQ zu machen. Ich wollte den ersten Teil hier schon veröffentlichen, leider sagte mir das Forum mein Beitrag sei zu lang

Die Grafik normalerweise nur im [IMG] Tag, ohne [url]
[IMG]http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/test2ycmdu5e27v.gif[/IMG]

wie man sieht, geht das so direkt hier nicht, ich nehme daher eine Bilderseite wie picr.de, da kannst Du dann die URL einbinden, dann geht auch ein Indexbild falls das ein paar mehr Bilder sind.
kleiner Test
Mit Bild im Beitrag geht das wohl nur über den Forumseigenen Medienserver? Medienserver Oha, das ist dann wohl der nächste Account, den ich mir holen muss... Gut das man das mal geklärt hat...
bastel bastel

Eine neue FAQ? Das klingt doch fabelhaft, endlich mal jemand, der sich richtig reinknieht ins Lernen!!! Eine längere FAQ kannst Du ja jederzeit als PDF zum Downloaden im Netz ablegen, die Moderatoren können den Diskussionsbeitrag dann freundlicherweise pinnen. Und falls jemand ernsthafte Verbesserungsvorschläge in der Diskussion dazu macht, könntest Du halt irgendwann mal eine Version 2.0 von dem PDF machen.

Diese Nachricht wurde am 14.12.2016 um 12:53 Uhr von H31N editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000036
12.01.2017, 14:23 Uhr
knorki
registriertes Mitglied


Kleines Update:

Ich habe unfassbar viele Informationen gesammelt, die schon fast den Rahmen einer FAQ sprengen würden

Stolz wollte ich dann meine Ergebnisse präsentieren, nur um festzustellen, dass es eine hervorragende Ansammlung aller notwendigen Informationen und darüber hinaus noch mehr bereits gibt

Seht selbst:

https://www.dropbox.com/s/auaqh15zvi4ucme/Klingen.pdf?dl=0

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Diskussionsnachricht 000037
29.11.2017, 22:52 Uhr
Amantilado
registriertes Mitglied


Elias schrieb:

Zitat:
hallo knorki,
nochmal zusammenfassend mein Tip:
Chosera/professional 1000
Chosera/professional 3000 ODER! 5000
Superstone/Specialty 8000
Superstone/Specialty 12000
Riemen mit Paste (Ölfarbe Chromoxid grün;siehe Bartisto)
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(ODER: statt Chosera, die von dir genannten Kombisteine plus Specialty 12000).
Viel Spass
Gruss
Elias

Hallo Elias

Sehr informativer Thread den ich hier gefunden habe!
Hab mir gerade nen 3000/8000 Naniwa zugelegt.
Heißt das, ich kann auch direkt von der 3000 auf die 8000 er Seite wechseln, bei nem Rasiermesser? Ohne zwischen Schritt? Hab zwar noch nen 4000-5000 Stein hier liegen , aber den müsste ich erst mal ordentlich abrichten, da ich ihn halt zum Messer schleifen benutzt habe .
Ich hab also zwar etwas Erfahrung mit (Carbon) Messer schärfen , aber nur Stechbeitel und Jagtmesser. Ein Rassiermesser schüchtert mich aufgrund der extrem feinen Schneide etwas ein! Aber ich hab noch ein 10€ Gold Dollar zum üben hier rumliegen !

Grüße
Amanti

--
Ralf Aust 6/8, DovoSemogue SOC, Semogue 2013, Plisson Omas Müslischale Edwin Jagger Fantasia, Cade, Proraso
 
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Diskussionsnachricht 000038
29.11.2017, 23:07 Uhr
Elias
registriertes Mitglied


Hallo Amantilado,
ja, du kannst vom 3000er auf den 8000er. Ein paar Züge mehr (bis die Riefen des 3000er weg sind). Ich lasse den 5000er mittlerweile komplett weg.
Und nur Mut, mit ein bisschen Übung wirst du bald deine Messer rasurscharf bekommen. Das muss dich nicht einschüchtern...achte nur darauf, nicht zu viel Druck auszuüben. Und übe dich beim Facetten-Aufbau auf dem 1000er in Geduld. Hier entscheidet sich der Erfolg!
Viel Spass!!
Gruss
Elias
 
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Diskussionsnachricht 000039
29.11.2017, 23:22 Uhr
Amantilado
registriertes Mitglied


Danke für die schnelle Antwort!
Okay, dann brauche ich noch nen guten 1000er!
Hab zwar einen, aber der ist durch Messerschärfern „versaut“
Ich sag mal wie ich früher Hobelmesser „Armhaar Rasurscharf“ bekommen habe, und zwar in 15min; Bandschleifer (entsprechendes Korn und Kühlung) , blauer Belgier, gelber Belgier. Das hat super geklappt. Jetzt bin ich mir natürlich klar, dass ein Rassiermesser was völlig anderes ist!
Deswegen meine Fragen! Ach ja! Einen guten 1000er als Empfehlung? Der Naturstein von Dictum im link? Oder kann man auch mit nem blauen Belgier beginnen? (Bin halt „Fan“ )

--
Ralf Aust 6/8, DovoSemogue SOC, Semogue 2013, Plisson Omas Müslischale Edwin Jagger Fantasia, Cade, Proraso
 
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Diskussionsnachricht 000040
29.11.2017, 23:25 Uhr
Amantilado
registriertes Mitglied


Oh , der link;


https://www.dictum.com/de/schaerfen/schaerfsteine-schleif...

--
Ralf Aust 6/8, DovoSemogue SOC, Semogue 2013, Plisson Omas Müslischale Edwin Jagger Fantasia, Cade, Proraso
 
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Diskussionsnachricht 000041
29.11.2017, 23:48 Uhr
Elias
registriertes Mitglied


Der beste "Facetten-Setzer" für mich ist der 1000er Chosera von Naniwa. Heisst jetzt "Naniwa Professional":
https://www.knivesandtools.de/de/pt/-naniwa-professional-...

Ist hart gebunden und muss nicht oft abgerichtet werden. Greift tüchtig an und setzt sich nicht so schnell zu (empfehle trotzdem, den künstlichen Nagura mitzubestellen).
Facette setzen mit dem Blauen Brocken, den ich habe, wäre eine langwierige Prozedur, da er eher im mittleren Körnungsbereich liegt.
Den Stein im Link kenne ich leider nicht, hört sich aber interessant an.
Aber auf Nummer sicher gehst du mit dem Naniwa. Der lohnt sich wirklich!
Gruss
Elias
 
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Diskussionsnachricht 000042
29.11.2017, 23:58 Uhr
Amantilado
registriertes Mitglied


Okay, Danke!
Meine Erfahrungen sind halt auch 25 Jahre alt! Die „künstlichen“ Steine sind seit dem bestimmt auch viel besser geworden! Habe bis jetzt nur nen Missakara (?) ausprobieren können (den NANIWA noch nicht) und der war okay aber nichts gegen die Natursteine die ich früher hatte... Aber der Preis spielt wohl auch ne Rolle..
Aber nochmal vielen, vielen Dank für die Informativen und schnellen Antworten!
Grüße
Amanti

--
Ralf Aust 6/8, DovoSemogue SOC, Semogue 2013, Plisson Omas Müslischale Edwin Jagger Fantasia, Cade, Proraso

Diese Nachricht wurde am 29.11.2017 um 23:59 Uhr von Amantilado editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000043
02.12.2017, 21:20 Uhr
hdohdo
registriertes Mitglied


Elias schrieb:

Zitat:
Der beste "Facetten-Setzer" für mich ist der 1000er Chosera von Naniwa. Heisst jetzt "Naniwa Professional":
https://www.knivesandtools.de/de/pt/-naniwa-professional-...

Nun gut- ist hier schließlich ein Nassrasur-Forum, da dreht sich naturgemäß alles um Rasiermesser...
Aber ehrlich gesagt würde ich es gar nicht einsehen unterschiedliche Schärfsteine für Kochmesser, Rasiermesser dann noch für Stechbeitel/Schnitz-/Hobelmesser anzuschaffen.

Und wenn man nun Schärfsteine sucht, die für all die genannten Anwendungen geeignet sind, dann würde man für das setzen einer Facette wohl auch einen Shapton 1000 nicht so verkehrt finden, wenn der Folgestein ein 3k ist.
Sehr hart gebunden- hab gerade ein japanisches Schnitzmesser geschärft, da ist das sehr wichtig.

Sofern auf dem Stein „nur“ Rasiermesser für den privaten Gebrauch geschärft werden, ist die Härte der Bindung doch fast eine völlig nebensächliche Größe.

--
Wacker JM 2015, Dovo 1/1&1/2 | Herold XXL| Timor CC, R89 | Sputnik | hjm Dachszupf&black fibre | Speick RS&RC | Speick Men Lotion&Balsam,

Diese Nachricht wurde am 02.12.2017 um 21:21 Uhr von hdohdo editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000044
02.12.2017, 21:23 Uhr
Elias
registriertes Mitglied


Der Naniwa von knivesandtools ist ohne Steinhalter, was den Vorteil mit sich bringt, beide Seiten benutzen zu können...also die eine Seite für Rasiermesser und die andere für Messer ecc. Den Shapton Glasstone habe ich wieder verkauft..
Ich empfehle weiterhin den Naniwa Chosera/Professional

Gruss
Elias

Diese Nachricht wurde am 02.12.2017 um 21:32 Uhr von Elias editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000045
13.03.2018, 18:32 Uhr
Severin
registriertes Mitglied


Einen schönen Dienstag Abend,
Nach dem Querlesen durch verschiedene Threads und Beiträge verschiedener Autoren, habe ich mich nun dazu entschieden, einen Teil des urpsrünglich für ein zweites Messer verplanten Budgets zum Erwerb von Schleifutensilien zu verwenden.

Vom Schleifen verschiedenster Küchen- und Taschenmesser habe ich bereits folgendes im Hause:
- 1000/6000er Kombistein von SunTiger: https://www.amazon.de/Sun-Tiger%C2%AE-Kombi-Sch%C3%A4rfst...
- Schleifpaste + kurzem Abziehriemen: https://www.amazon.de/Polierpaste-10ml-Feinschleifpaste-L...
- meinen normalen Abziehriemen
Was davon ist überhaupt tauglich für das Schleifen von Rasiermessern, was ist qualitativ zu minderwertig und muss ersetzt werden?

Bisheriger, hier im Forum angelesener Wissensstand bringt mich zu folgendem "Einkaufszettel":
- 8000er Stein: Was würdet ihr empfehlen, mit was habt ihr gute Erfahrungen gemacht?
- evtl. anderer, qualitativ besserer 6000er als mein bisheriger
- Nagura-Stein: Da gibt es ja auch allerlei verschiedene Ausführungen, welcher wäre hier passend?
- neuer, unbehandelter Lederriemen
- verschiedene Schleifpasten, welche benötige ich, Chromoxid, SiliziumCarbonat, was empfehlen die Profis?

Was würdet ihr dazu noch ergänzen? Momentaner finanzieller Umfang für die Schleifutensilien läge so bei +/- 100€, komme ich damit hin?

Liebe Grüße und vielen Dank für alle bereits durch allerlei andere Beiträge gegebene Hilfestellung,

Severin
 
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Diskussionsnachricht 000046
13.03.2018, 19:01 Uhr
lookingatpictures
registriertes Mitglied


Hallo, ich habe mir vor einiger Zeit mal ein paar alte Fäden hir im Forum durchgelesen und am Anfang war der 1000/6000 King (bzw. SunTiger, müsste der gleiche Stein sein) und danach Paste ganz normal und die Leute haben sich scheinbar damals damit ohne Probleme rasiert. Im anderen deutschen Forum wurde im Sommer ein Vergleich gemacht zwischen genau dieser Methode und einem teuren Superstein. Ergebnis: viele Tester konnten keinen Unterschied erkennen oder jedenfalls nicht sagen, das eine wäre besser als das andere.
Deine aktuelle Ausstattung sollte also auf jeden Fall ausreichen, solange der Stein flach ist und die Paste fein genug. Ich kann zu deiner Paste jetzt nichts sagen, aber viele hier benutzen Chromoxid (habe hier den Tipp bekommen Ölfarbe mit dem Pigment PG 17 zu verwenden. Vorgeschlagen wird Lukas Ölfarbe, aber meine Norma Professional Tube funktioniert auch super).
 
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Diskussionsnachricht 000047
15.03.2018, 19:01 Uhr
Mabuse
registriertes Mitglied


Severin schrieb:

Zitat:
Bisheriger, hier im Forum angelesener Wissensstand bringt mich zu folgendem "Einkaufszettel":
- 8000er Stein: Was würdet ihr empfehlen, mit was habt ihr gute Erfahrungen gemacht?
- evtl. anderer, qualitativ besserer 6000er als mein bisheriger
- Nagura-Stein: Da gibt es ja auch allerlei verschiedene Ausführungen, welcher wäre hier passend?
- neuer, unbehandelter Lederriemen
- verschiedene Schleifpasten, welche benötige ich, Chromoxid, SiliziumCarbonat, was empfehlen die Profis?

Ich bin zwar kein Profi, aber ich würde empfehlen, den 8000er wegzulassen und vom 6000er gleich auf einen 10000er oder 12000er Naniwa Superstone bzw. Specialty Stone zu gehen. Die Riefen des 6000er sollten sich damit problemlos entfernen lassen. Wenn Du auf den Steinen alles richtig gemacht hast, dann brauchst Du irgendwelche Riemen nur noch um die Schneide ein bißchen sanfter zu machen.

Lederiemen würde ich mir kein überteuertes Kleinmodell vom großen Fluß, sondern einen im Rasiermesserformat aus der Bucht kaufen. Hier gibts durchaus günstige Anbieter, die Lederriemen als Meterware verkaufen.

Pasten ... da scheiden sich die Geister, ist ein sehr weites Experimentierfeld. Für Chromoxid wird hier ja immer die Lukas-Ölfarbe "Chromoxidgrün stumpf" mit dem Pigment PG17 empfohlen und die funktioniert auch prima.
Ich habe aber auch gute Erfahrungen mit der "Chromoxid Streichriemenpaste" von Poduro, so ganz banalen Dingen wie Autosol oder Unipol oder 3M Polierpaste Extrafine und auch so abgehobenen Dingen wie Diamantpaste/-spray gemacht.
Und dann ist da ja noch die Frage nach dem Träger, Lederriemen oder Geweberiemen oder Filz, auf steifer Unterlage oder flexibel als Hängeriemen ... funktioniert alles irgendwie, aber YMMV.
 
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Diskussionsnachricht 000048
15.03.2018, 19:48 Uhr
stoppdiestoppel
registriertes Mitglied


Persönlich würde ich immer zu folgendem Set raten:

Naniwa 800/5000
Naniwa 3000/8000
Künstlicher Naniwa-Nagura
Chromoxid-Riemen (oder Selfmade-Geweberiemen mit Menzerna-Metallpolitur)
Herold-Streichriemen XXL-Breite

Das reicht IMHO. Wenn man sich noch was gutes tun will, holt man sich eine DMT- oder (meine Wahl inzwischen eher) Atoma-Diamantplatte in 400 zum Abrichten. Den 12000er Naniwa habe ich übrigens auch, nutze ihn aber praktisch nicht mehr. Nach dem Pasten kann der auch nicht mehr als der 8000er.

Der King-Stein soll wohl ziemlich weich sein und im Vergleich zu Naniwas eher "grob".

Persönlich nutze ich auch nur noch die Naniwas.
Ich habe zwar einen Exzess mit Natursteinen hinter mir (GBB, zwei Thüringer, zwei Japaner mit komplettem Nagura-Set), aber das Ergebnis hat mich im Vergleich zu den künstlichen Steinen nicht überzeugt.

Diese Nachricht wurde am 15.03.2018 um 19:49 Uhr von stoppdiestoppel editiert.
 
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Diskussionsnachricht 000049
16.03.2018, 09:22 Uhr
El Gringo
registriertes Mitglied


stoppdiestoppel schrieb:

Zitat:
Chromoxid-Riemen (oder Selfmade-Geweberiemen mit Menzerna-Metallpolitur)

Hallo stoppdiestoppel,

wenn ich das richtig verstehe, verwendest du also einen mit Menzerna-Metallpolitur behandelten Geweberiemen (Hanf? Leinen?) als (vollwertige?) Alternative zum Chromox-Riemen. Wäre dir dankbar, wenn du mir das näher erläutern würdest. Besten Dank im Voraus!

Gruß,
El Gringo

--
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